Dallas bei Nacht
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BeitragThema: Shop - Enchantments   Shop - Enchantments EmptySa 5 Jul 2014 - 14:33

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BeitragThema: Re: Shop - Enchantments   Shop - Enchantments EmptySo 28 Sep 2014 - 16:38

CF - Nightlife - DT - Billiardtische

Leena hatte furchtbar lange gebraucht, um sich einen Hallo Wach!-Tee zu brauen. Erst war ihr der Messbecher zu Boden gefallen, dann hatte sie die Mischung zu lange ziehen lassen und schließlich, beim dritten Mal, konnte die den Becher gerade noch auffangen, bevor er von der Tischkante rutschte. "Es stimmt also, aller guten Dinge sind drei", murmelte die Hexe müde, wartete bis das Getränk ihre Nervenende erreichte und schloss dann erst den Laden auf.
Es war eine ruhige Nacht, daher bediente sie nur drei Studenten, die sich ein wenig für das Okkulte interessierten und einen Kiffer, der auf der Suche nach einem neuen Kick hereinschneite. Für ihn ließ Leena die Glaskugel aufleuchten und schickte ihn letztendlich mit einer wirkungslosen, überteuerten Mischung aus Salbei und Stroh nach Hause. Und nein, es tat ihr nicht leid, Dummheit ausgenutzt zu haben. "Die Jugend von heute...", seufzte Leena leise, stütze das Kinn auf die Hände und wartete auf ernsthafte Kundschaft.
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BeitragThema: Re: Shop - Enchantments   Shop - Enchantments EmptySa 1 Nov 2014 - 18:18



SMS von Ian Thompson an Colleen Mayfield


Es wird Zeit. Bring sie mir.


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BeitragThema: Re: Shop - Enchantments   Shop - Enchantments EmptyMi 25 Feb 2015 - 15:56

CF - Geschäftsviertel - Liquor Store - Laden (No Jarems allowed!)

Der Laden, in den es Logan verschlagen hatte erinnerte ihn an eine seltsame Mischung aus dem Liquor Store und einer alten Apotheke. Es schien zumindest Fläschchen und Kräuter und… Zeugs… zu geben. (Es roch gut hier drinnen; war schon mal ein Pluspunkt.) Er hatte nicht so genau hingesehen, als er durch die Tür getreten war, was das genau für ein Laden sein sollte, weil es keine Rolle spielte. Er wollte nur nachfragen, wo es in der Nähe einen Arzt gab. (Am besten noch einen, der keine dummen Fragen stellte.) Womöglich war das hier tatsächlich eine Apotheke, wäre auch nicht schlecht. Dann könnte er sich gleich noch was gegen die Schmerzen besorgen.

„Hallo?“ Es war niemand dagewesen, als er den Laden betreten hatte und er hoffte, dass jetzt kein Püppchen erscheinen würde. (In Apotheken arbeiteten doch immer diese schüchternen, zierlichen Brillenträgerinnen oder aber frigide Eisblöcke Marke strenge Oberlehrerin.) Die Oberlehrerin wäre ihm lieber… Die würde wohl nicht gleich aus den Latschen kippen, weil ein reiferer Mann mit blankem Oberkörper in ihrem Shop stand und eine Brandwunde wie von zwei Händen auf der Brust prangen hatte. Dafür würde so eine Frau wohl blöde Fragen stellen. War aber auch egal. Lange wollte er sich eh nicht aufhalten lassen und sobald er wüsste, wo er am besten hingehen sollte, wäre er auch wieder weg. Ansonsten müsste er Yara anrufen und sie fragen. Nochmal so eine SMS auf diesen winzigen Tasten schreiben wollte er nämlich ganz sicher nicht.
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BeitragThema: Re: Shop - Enchantments   Shop - Enchantments EmptyMi 25 Feb 2015 - 16:38

Als sie die Stimme hörte, fuhr Leena erschrocken zusammen. Sie hatte sich im hinteren Bereich des Ladens aufgehalten, um in aller Ruhe ihre Koffer auszupacken. Liebevoll verteilte sie die duftenden Kräuter aus aller Welt in ihrem Arbeitsbereich und zählte dabei mit, wofür sie sie verwenden könnte.
So viel auszuprobieren, so viele Möglichkeiten... allerdings muss vorher alles katalogisiert und vorbereitet werden. Welch eine eintönige Arbeit. Leena seufzte leise bei dem Gedanken daran. Nun schien es jedoch, als würde die Nacht eine interessantere Alternative bereithalten, also kam sie mit ihrem freundlichsten Kundenlächeln zwischen den Regalen hervor.
Sapperlot, was haben wir denn da? Ihre Miene verrutschte ein bisschen, als sie des wenig bekleideten Mannes ansichtig wurde. Skeptisch zog die Hexe eine Augenbraue hoch, während sie ihn unverholen musterte. "Guten Abend", grüßte sie neutral und trat hinter die Theke. Noch konnte sie nicht entscheiden, ob der Neuankömmling ein Taugenichts war.
War sein Outfit das Ergebnis einer durchzechten Nacht? Und handelte es sich bei den roten Abdrücken auf seiner Brust um diese neue Mode, die sich Sun-Tattoos nannte? Leena hatte zwar davon gehört, aber es sah ziemlich schmerzhaft aus. Für solche Spielereien hatte sie wenig Verständnis.
Trotzdem war ihre Stimme freundlich, als sie ihn ansprach. "Was kann ich für Sie tun?"
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BeitragThema: Re: Shop - Enchantments   Shop - Enchantments EmptyFr 27 Feb 2015 - 16:33

Keine Oberlehrerin und auch kein Püppchen… Logan betrachtete die blonde junge Frau, die hinter den Regalen hervorgekommen war. Es war ihm nicht aufgefallen, dass dort jemand gewesen war, aber er hatte auch nicht so genau darauf geachtet. Wenn er gerad mehr auf seine Umgebung aufpassen würde, hätte er ja auch gewusst, was das für ein Laden war. Jedenfalls wohl keine Apotheke und darum nur folgerichtig, dass da auch ein anderer Typ Frau ihn anlächelte. Und was für ein Lächeln. Furchtbar! „Wie kriegen Sie das nur hin?“ Er deutete auf ihre Lippen und verzog das Gesicht diesmal nicht vor Schmerz. Der Gedanke, zukünftig auch so ein professionelles Strahlen zeigen zu müssen machte ihn fertig. Nein, in Yaras und seinem Laden würde es kein extra Kundenlächeln geben, basta. Wenn er lächelte, dann weil er das auch wirklich wollte.

Immerhin konnte sie die geheuchelte Freundlichkeit kurz nicht bewahren, als sie sah, dass Logan etwas ramponiert war… Und das war ganz sympathisch. Gut war der Abend gerad nicht mehr, aber egal. Solche Floskeln würde er im Laden vielleicht auch noch über die Lippen kriegen. Eher als ein erzwungenes Lächeln jedenfalls. „Ich suche einen Arzt. Wissen Sie, wer heut Nacht hier in der Nähe Notdienst hat?“ Sollte im Idealfall nämlich auch ein Doc sein, der auch jetzt offen hatte. „Und ist das ne Apotheke oder sowas? Wenn ja, nehm ich gleich noch ne Packung Aspirin, bitte.“ Warum, musste er wahrscheinlich nicht erklären, das man ihm schließlich an. Und Sonnentattoos kannte er nicht einmal. Da würde sie nur fragende Blicke ernten, wenn sie sich danach erkundigen würde.
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BeitragThema: Re: Shop - Enchantments   Shop - Enchantments EmptySa 28 Feb 2015 - 11:41

Leena lachte offen über seine Frage. Selten hatte sie jemanden getroffen, der so erfrischend direkt und ehrlich war. Seine Art gefiel ihr und sie antwortete genauso. "Übung. Sehr viel Übung. Aber bei manchen Kunden fällt es einem leichter als bei anderen. Sie gehören zu der angenehmeren Sorte." Einfach weil er nicht so langweilig ist wie der Durchschnitt.
Nachdem sie sich seine Verletzung genauer angesehen hatte, wurde ihr bewusst, dass die Verbrennung viel zu stark war, als das sie von der Sonne stammen könnte. Da hätte er schon den Tag in der Sahara verbringen müssen. Also keine Sun Tattoos. Wie schön, dann gehört er nicht zu der bekloppten Fraktion. Zufrieden wandte sie sich wieder seinen Fragen zu.
"Nun, Sie wären wahrscheinlich ein Fall für die Notaufnahme im Parkland Memorial Hospital. Das liegt auch am nächsten, denn meiner Meinung nach haben heute nur zwei Apotheken am Stadtrand Notdienst. Allerdings werden sie im Krankenhaus ein paar Stunden warten müssen, weil Ihre Verletzungen ja nicht lebensbedrohlich sind. Tut mir Leid", sagte sie und zuckte entschuldigend mit den Schultern. Die Hexe ahnte schon, dass der Mann keinen angenehmen Abend gehabt hatte, und das Sitzen in der Notaufnahme war nie angenehm. Vielleicht konnte sie ja...?
"Mein Laden ist keine Apotheke. Was hatten Sie bei einem Namen wie 'Enchantments' erwartet?", erkundigte sie sich neugierig, "Unsere Waren bestehen alle auf Naturbasis und sind kein Zeug aus der Massenproduktion. Also nein, ich habe kein Aspirin. Anbieten könnte ich aber eine andere schmerzlindernde Tablette, außerdem eine Salbe zum Kühlen der Verbrennung. Davon sollte auch die Schwellung verschwinden." Obwohl Leena sich bemühte, rein geschäftlich zu klingen, hatte sich eine herausfordernde Note in ihre Stimme eingeschlichen. Die meisten Menschen vertrauten heutzutage einfach nicht mehr auf Mutter Natur, sondern lieber auf überteuerte Chemie. Nun wartete sie gespannt, welche Entscheidung der Mann treffen würde.
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BeitragThema: Re: Shop - Enchantments   Shop - Enchantments EmptyDi 3 März 2015 - 19:47

Ihr Lachen war eine sympathische Reaktion auf seine Frage. Sie hätte genauso gut eingeschnappt sein können, meinte stattdessen aber, dass es Übung kostete, dieses Lächeln aufzusetzen. Gut, damit war das Kunden-Lächeln für den Liquor Store definitiv gestorben. Zumindest wenn er dort war. Yara konnte das mit dem Lächeln ja noch lernen, doch in seinem Alter musste das nicht mehr sein. Da würde er lieber lernen, besser mit diesem Handy-Ding umzugehen und vielleicht würde er es ja mal schaffen, eine längere SMS unter fünf Minuten zu tippen? Dass er zu den Leuten gehörte, die sie zur angenehmeren Art Kunden zählte, ließ ihn grinsen. Was hatten sie denn sonst für Leute hier, wenn ein alter Sack wie er zu den besseren zählte?

Logans Gesichtsausdruck verdüsterte sich dann allerdings, als die Frau ihm antwortete, dass die beste Anlaufstelle wohl das Parkland wäre. In ein Krankenhaus zu gehen, wollte er eigentlich vermeiden, denn gerad auf die erwähnten Wartezeiten hatte er keine große Lust. Was anderes blieb ihm aber kaum übrig, also gut. Dann würde er eben ins Krankenhaus gehen und hoffen, dass nicht allzu viel los war. „Naja, wenn ich Glück hab, verletz ich mich auf dem Weg nochmal, dann komm ich vielleicht schneller dran“, scherzte er. Galgenhumor war das Beste in so einer Situation. Und es gab keinen Grund, dass die Blonde sich entschuldigte; war nicht ihre Schuld, dass er angegrillt worden war.

„'Enchantments'? Offen gestanden hab ich nicht nachgesehen, wo ich reingehe.“ Logan grinste erneut. „Klingt zauberhaft“, lachte er dann und hörte zu, was es in dem Laden zu erwerben gab. Homöopathisches Zeugs und er bekam auch gleich was angeboten. An Hokuspokus glaubte er nicht wirklich, doch natürlich waren in einigen Kräutern Wirkstoffe, die helfen konnten, warum also nicht? „Schaden kann’s wohl nicht. Was würde der Spaß denn kosten?“ Wenn es nicht zu überteuert wäre, würde er bei Salbe und Tablette zuschlagen.
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BeitragThema: Re: Shop - Enchantments   Shop - Enchantments EmptyDi 3 März 2015 - 20:20

Er hat ein so ausdrucksstarkes Gesicht, da sieht man sofort, was er denkt. Und begeistert ist er nicht von der Aussicht, ins Krankenhaus zu fahren. Was durchaus verständlich ist, befand Leena, während sie die Theke umrundete und sich vor dem Mann aufbaute. Für einen Moment lehnte sie sich vor, betrachtete seine Verletzung genau und schnupperte sogar daran. Es roch angekokelt, aber nicht infiziert. Außerdem konnte sie keinerlei Dreck in der Wunde erkennen.
"Woran haben Sie sich nur verbrannt?", überlegte sie laut und sah ihn mit ihren großen, grünen Augen an. Würde er es verraten? Oder war sie wieder zu aufdringlich? Die Hexe wusste immer noch nicht so recht, wie man im Alltag mit Menschen umgehen sollte. Zumindest der Wortwitz über ihren Laden gefiel ihr, da war es leicht, sein Lächeln zu erwidern und leise zu kichern.
"Ja, zauberhaft ist das Ziel", bestätigte sie und schritt durch den Laden, kramte in verschiedenen Regalen und suchte heraus, was sie brauchen würde. Schon jetzt kitzelte der Duft der Kräuter in ihrer Nase.
"Ich stelle Ihnen eine desinfizierende Salbe her, natürlich nur profylaktisch. Könnte ein bisschen brennen, ich hoffe, Sie sind nicht allzu zimperlich? Kühlung sollte danach innerhalb der nächsten paar Minuten eintreten. Und dazu würde ich fünf Milliliter dieser Kräutermischung empfehlen, die wirkt schmerzstillend und beschleunigt die Heilung", erklärte Leena. Ohne hinzusehen mischte sie die Zutaten und schüttelte leicht den Kopf, als sie seine Frage bezüglich der Kosten vernahm. Normalerweise hatte sie Festpreise, aber heute Nacht bekam der Mann einen Bonus, weil er sie irgendwie faszinierte. Wo er wohl herkam?
"Neun Dollar vierzig", beschloss die Hexe kurzerhand und sah ihn fragend an. Egal wie entgegenkommend ihr Angebot war, es war immer noch seine Entscheidung, ob er eine Behandlung wollte.
"Oh, ich bin übrigens Leena Mayfield, mir gehört der Shop", fügte sie hinzu, sich endlich ihrer Erziehung erinnernd. Etwas verlegen hielt sie ihm die Hand zum Gruß hin.
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BeitragThema: Re: Shop - Enchantments   Shop - Enchantments EmptyDo 5 März 2015 - 15:20

Logan hob skeptisch und zuerst einmal überrascht die Augenbrauen, als die blonde Frau zu ihm trat und seine Wunde nicht nur begutachtete, sondern auch an ihr roch. Das war in der Tat ziemlich ‚alternativ‘… Aber die Quelle seiner Verbrennungen war nicht minder ungewöhnlich und darum ließ die neugierige Nachfrage natürlich nicht lange auf sich warten. Er ignorierte sie jedoch erst mal. Zumal er keine gute Idee hatte, wie er die Brandwunde mit der seltsamen Form erklären sollte. Als sie sich abwandte um in den Regalen herumzuwühlen, überlegte er kurz. Zauberhaft war also das Ziel, aber ob damit echte Magie gemeint war? Logan wusste zu gut, dass es Hexer gab. Jenseits des Hokuspokus, den Zirkusleute, Wahrsager oder Wünschelrutengänger verbreiteten, gab es Hexerei, die dazu geführt hatte, dass sein Enkel ein Kleinkind im Körper eines jungen Mannes war.

„Zimperlichkeit ist in meiner Familie ein Fremdwort.“ Er schaute zu, wie die Frau die Zutaten, die sie aus den Regalen geholt hatte, verarbeitete. Dass sie das im Blindflug machte, wirkte wenig vertrauenserweckend und irgendwie doch. Sie konnte das wohl im Schlaf. „Die Salbe ist wohl der Renner, wenn Sie die aus dem Effeff können?“ Selbiges galt auch für die erwähnte Kräutermischung; ob ein Magenbitter auch als Heilmittel zählen könnte? Als sie den Preis nannte, war er ein wenig stutzig, denn mit unter zehn Dollar hätte er bei so einem speziellen Laden nicht gerechnet. Nicht dass er gern mehr bezahlen wollte.

„Super, dann haben Sie einen gespannten Kunden.“ Logan nickte der Blonden auf den fragenden Blick hin zu und nachdem die Frau sich vorgestellt und ihm die Hand hingehalten hatte, ergriff er diese und schüttelte sie. „Logan Howlett, freut mich.“ Es würde ihn nur noch mehr freuen, wenn er nicht wegen einer Verletzung hier gewesen wäre. „Ein bezaubernder Laden einer bezaubernden Frau. Passt ja gut“, fügte er noch grinsend an. Würde ihn wirklich interessieren, ob der Zauber nicht nur im Namen des Geschäfts lag, doch es würde merkwürdig sein, würde er sie ernsthaft fragen, ob sie eine Kräuterhexe sei.
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BeitragThema: Re: Shop - Enchantments   Shop - Enchantments EmptyDo 5 März 2015 - 17:49

Logans hochgezogene Augenbraue war Leena zwar nicht entgangen, was sie mit einem amüsierten Blitzen ihrer Augen quittierte. Was denkt er denn? Dass ich ihm einfach irgendwas zusammenbraue, ohne nachzusehen, was er braucht? Boah ey, die Jugend von heute. Dabei stellte sie nach erneuter Musterung fest, dass Logan streng genommen nicht mal als Jugendlicher galt, er war bestimmt ein viertel so alt wie sie. Die Hexe dagegen hatte immer noch Probleme, die farbenfrohen Metaphern der modernen Sprache zu entziffern. Effeff? Äff? Affen? Affengeil? Hm, nein, aber der Tonlage nach...
"Genau, die Salbe ist total angesagt", entgegnete Leena und versuchte, genauso up to date zu klingen, "Und superschnell fertig ist sie auch."
Sie wollte gerade die letzten Handgriffe tun, da überraschte er sie mit seinem netten Kompliment. Leicht aus der Bahn geworfen sah die Hexe zu ihm herüber und lächelte schief. Flirtete er? Oder war das eine Anspielung darauf, dass er genau wusste, wer ihn hier bediente? Wie auch immer, Leena fühlte sich sehr geschmeichelt und beschloss, sich auf ihre Weise zu revanchieren.
Ohne lang nachzudenken griff sie in ihre Schublade für besondere Kunden und mischte noch eine Zutat in sein Getränk. Ein kleines magisches Dankeschön. "Hier, trinken Sie das", meinte sie dann und reichte Logan das Glas, welches zur Hälfte gefüllt war. Die Salbe stand einsatzbereit auf dem Tisch vor ihr, doch Leena war sich unsicher, was nun ihre Aufgabe war.
"Ähm... die kühlende Salbe... wollen Sie oder soll ich?", fragte sie und deutete auf seine Brust. Der Winkel könnte es schwierig für ihn machen, eine gleichmäßige Schicht aufzutragen, andererseits wollte auch nicht jeder von einer Fremden berührt werden. Sie selbst mit ihrer überempfindlichen Wahrnehmung wusste das nur zu genau.
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BeitragThema: Re: Shop - Enchantments   Shop - Enchantments EmptyDi 17 März 2015 - 10:19

Seine Skepsis hatte Leena nicht abgeschreckt. War auch gut. War nicht seine Absicht gewesen, sie damit zu vertreiben, aber seltsam war es eben schon gewesen, als sie an seiner Wunde gerochen hatte. Daran, dass sie wie eine Medizinerin auch, die Wunde auf diese Weise betrachtet hatte, um eine Diagnose zu stellen und die anschließende Behandlungsart vorzuschlagen, dachte er nicht. War ihm dann doch zu viel Quacksalberei; ein Vorurteil, das er einfach bei solchen Läden hatte. Wüsste er sicher, dass das hier ein Hexenshop war, wäre das wieder etwas anderes… Und es war weder eine Anspielung gewesen noch Flirten, nur ein schlichtes Kompliment. In der Hinsicht kannte er keine Zurückhaltung mehr. Wenn ihm etwas gefiel, sprach selten was dagegen, das auch zu sagen und Colleen und ihr Laden wirkten merkwürdig und doch einnehmend. Passte doch also gut zu dem ‚zauberhaft‘. Das Lächeln der blonden Frau zeigte auch keine Ablehnung gegen das direkte Kompliment, eher Überraschung. Sagte man ihr das denn sonst nie, trotz des gut trainierten Kundenlächelns?

Immerhin war das Thema, wie er sich die Wunde zugezogen hatte, vom Tisch und er grinste, als die Frau meinte, die Salbe wäre angesagt. Lange hatte das Zusammenmixen tatsächlich auch nicht gedauert, nur noch eine Zutat für das Trinken und dann nahm er das Glas von der Hexe entgegen und fühlte einen kurzen Unwillen. Warum musste er jetzt an seine Jugend denken, wo er von den Eltern genötigt worden war Lebertran zu trinken? Konnte nur besser schmecken, dieses Kräuterzeugs. Widerlicher als Lebertran ging fast nicht… Er nickte also und leerte das Glas in einem Zug. Es war nicht eklig, aber seltsam, wenn man sonst eher Gehaltvolleres gewöhnt war. „Oh, das wäre lieb, wenn Sie das machen würden.“ Colleens Angebot bezüglich des Einschmierens mit der Salbe hatte ihn überrascht, aber wenn sie so zuvorkommend war, nahm er es gerne an, denn er hasste es, wenn man glitschige Finger hatte. Sonnencreme oder überhaupt solches Schmierzeug war nicht seins. Mal abgesehen davon, dass er nur schwerer selbst an die Wunde kommen würde, um sie ordentlich einsalben zu können.
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BeitragThema: Re: Shop - Enchantments   Shop - Enchantments EmptyDi 24 März 2015 - 15:29

Leichte Belustigung spiegelte sich auf ihren Zügen, als die Hexe beobachtete, wie ihr Kunde seine Medizin erst in Augenschein nahm und dann wie ein stark alkoholisches Getränk auf einmal leerte. Hatte er Alkohol erwartet? So manch ein Hustensaft enthielt ordentlich Kräuterschnaps, dieser allerdings nicht einen Tropfen. Stattdessen hatte sie dem ahnungslosen Logan ein viel potenteres Mittelchen untergeschoben, eines, dass er wohl nie angenommen hätte. Ach wie gut das niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß! Leena grinste, als sie die ersten Auswirkungen ihres Zaubers spürte. Magie macht so viel Spaß! Und es war ja nicht so, als würde ich jemandem schaden... am wenigsten von allen Logan.
Dennoch musste sie sich zur Ordnung rufen, als ihr Blick allzu bewundernd über seinen nackten Oberkörper wanderte. Verdammte Mona Lisa*, er hatte nicht mal lächeln müssen. Zumindest, so resümierte Leena während sie zwei Finger in die Salbe tauchte, würde die Wirkung nur die nächste Nacht anhalten, wenn nicht weniger.
"Kein Problem, der Kunde ist König", antwortete Leena schlicht. Sie musste sich sehr zurückhalten, um seine Haut nicht länger als nötig zu berühren, was sie zu 95% auf den Trank schob. Trotz aller Ablenkung arbeitete sie zügig - wäre ja noch schöner, wenn sie als alter Hase ihrem eigenen Zauber erliegen würde. Schließlich beendete sie ihre Arbeit und trat zurück hinter die Theke. "Huh." Leena seufzte leise, froh über den Abstand, der ihr das rationale Denken so sehr erleichterte. Dann lächelte sie Logan an und gab ihm noch ein paar Ratschläge mit. "Die nächsten zwanzig Minuten am besten frische Luft ranlassen. Danach können Sie sich wieder ankleiden. Und schonen Sie ihren Körper am besten noch eine Weile, Mr. Howlett." Und viel Spaß mit Mona Lisa.

*Mona Lisa : Ein freundlicher Zaubertrank, der den Betroffenen unwiderstehlich macht - jedes Mal wenn er/sie lächelt fühlen alle Anwesenden eine Mischung aus Bewunderung und sexueller Anziehung. Es ist äußerst schwierig, dem Betroffenen Wünsche abzuschlagen. Er/sie selbst ist im ersten Moment benommen, danach schwindet dieses Gefühl häufig einen wohligen Leichtsinn.
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BeitragThema: Re: Shop - Enchantments   Shop - Enchantments EmptyDi 24 März 2015 - 16:50

Tja, die Inhaberin des zauberhaften Ladens war vermutlich als Kind nie in den ‚Genuss‘ von Lebertran gekommen, sonst würde sie fremde Getränke vielleicht auch skeptisch betrachteten. Dann hatte er die Kräutermixtur dennoch getrunken und bis auf den Geschmack, der ihm nun auf der Zunge lag, fühlte er sich nicht anders. War aber auch nicht zu erwarten, dass sofort eine Wirkung einsetzte. Das hätte dann an Hexerei gegrenzt. Bei der Salbe versprach er sich in der Hinsicht mehr, denn diese sollte laut der Frau eine kühlende Wirkung haben.

Als die Blonde dann anfing, die Salbe aufzutragen, schaute er sie etwas irritiert an. Hatte er sich getäuscht oder war der Blick, den sie ihm zugeworfen hatte, bevor sie mit der Schmiererei angefangen hatte, ein anderer gewesen als der diagnostizierende von zuvor? Sei’s drum, es fühlte sich wirklich besser an mit der Salbe auf der Wunde und dankbar nickte er Colleen zu, nachdem sie fertig war und sich zurück hinter die Theke begab. Erst das Kundenlächeln und dann noch dieser Service – bloß gut, dass er sowas nicht machen musste im Schnapsladen.

Alles Gründe, warum er selbst auch freundlich zu der jungen Frau war, die ihm noch Ratschläge gab. Wobei das mit der frischen Luft kein Problem war; er hatte schließlich gar kein Hemd mit, von daher würde die Wunde eh nicht abgedeckt sein. Dass er sich schonen sollte, klang nicht übel, denn ihm war inzwischen leicht schummrig geworden. War vermutlich besser, wenn er gleich nach Hause und erst morgen zu nem Doc ging. Nachdem er sich bedankt und Colleen ein ordentliches ‚Trinkgeld‘ gegeben hatte (immerhin 12 Dollar statt der 9,40$) machte er sich deshalb direkt auf den Weg zu Yaras Haus.

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BeitragThema: Re: Shop - Enchantments   Shop - Enchantments EmptyDi 24 März 2015 - 17:53

Logans irritierter Blick war Leena vollkommen entgangen. Überhaupt bemerkte sie keine negativen Eigenschaften mehr an ihm, seit sie ihm den kleinen Gefallen getan hatte. So erwartete sie gar nicht, dass er noch groß mit ihr sprach und war beeindruckt von seiner Großzügigkeit. Nach allem was er erlebt haben musste, kümmerte er sich noch um Lappalien wie Trinkgeld. Was für ein Mann!
"Vielleicht doch ein wenig zu viel des Guten", murmelte die Hexe kopfschüttelnd, als sie ihre Schwärmerei bemerkte. "Anfängerfehler." Natürlich war es auch möglich, dass sie als müde Reisende empfänglicher für derlei Spuk war. Das beste Gegenmittel war  auf alle Fälle eine große Portion Schlaf.
"Dann eben morgen aufräumen", beschloss Leena und drehte das Schild an der Tür von >geöffnet< auf >geschlossen<. Schnellen Schrittes verließ sie den Ladenbereich und löschte das Licht. In der Tür blieb sie allerdings noch kurz stehen und stellte eine mentale Liste mit Dingen, die sie zu tun hatte, auf.
Kräuter auspacken.
Ian anrufen - falls es mich nicht zu sehr gruselt.
Nach Ethan sehen.
Schauen, ob ich einen Hexenzirkel finden kann.

Zufrieden nickte Leena, gähnte und schloss die Augen. Jetzt konnte der nächste Tag kommen.

TBC - Zeitsprung - Waldgebiet - See im Wald


Zuletzt von Colleen Mayfield am Di 21 Jul 2015 - 12:35 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Shop - Enchantments   Shop - Enchantments EmptySo 14 Jun 2015 - 21:27

Hurrikan FRED zieht über Dallas!

Das Schaufenster ist zerstört und der Wind weht Abfall und Trümmer in den Laden. Die Tür wurde aus den Angeln gerissen. Regale sind umgefallen, Flaschen zu Bruch gegangen, getrocknete Kräuter und dergleichen sind von ihrem Platz gerissen und werden durch die Luft geweht.

___________________
“Storytellers are individuals who enjoy creating a holiday for the mind.”
― Linda Daly


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BeitragThema: Re: Shop - Enchantments   Shop - Enchantments EmptyMi 17 Jun 2015 - 11:09

cf ~ Parkanlage ~ Spielplatz + Erec Latham

Der Köter hatte ihm noch zugestimmt, dass sie den Kinderwagen zurücklassen würden und die Kinder am besten tragen würden, als die Wippe durch die Luft gewirbelt worden war. Dass Erec noch versucht hatte, Maeve zu erreichen, konnte er erahnen, als er gesehen hatte, wie dieser telefonieren wollte. An seiner Stelle hätte er vermutlich auch versucht, sich zu melden. Das hatte nicht unbedingt mit Partnerschaft zu tun, sondern damit, dass es um den Verbleib und die Sicherheit ihrer gemeinsamen Kinder ging. Trotzdem war es nicht angenehm gewesen und wahrscheinlich war der Schlag mit Holzbalken der Wink mit dem Zaunpfahl in drastischerer Form… Er hatte sich gerade weder über die Zuneigung der kleinen Sam zu freuen noch eifersüchtig zu sein. Für beides war im Augenblick der völlig falsche Zeitpunkt.

Nach dem unsanften Stupser war er froh zu sehen, dass der Köter und seine beiden anderen Kinder nicht abbekommen hatten und es war verständlich, dass Erec sich überzeugen musste, dass das für Kind Nummer 3 auch galt und so stürzte er sich voller Panik auf Sam, entzog sie seinen schützenden Armen. „Es geht ihr gut“, bemühte er sich, den Werwolf zu beschwichtigen, schließlich lachte die Kleine immer noch. Bei ihm sah das nicht so aus, doch es hatte ihm gefälligst soweit gut zu gehen, bis sie in Sicherheit wären. Demzufolge nickte er leicht –sein Blickfeld schwankte immerhin nicht mehr so stark –, lief zu dem Jungen und nahm diesen auf den Arm der nicht verletzten Schulterseite, so wie der Köter ihn gebeten hatte. Er musste wohl nicht mehr sagen, dass es losgehen konnte, dann das war glasklar: Sie machten sich sofort auf den Weg. Ebendieser war beschwerlich, denn ständig mussten sie Ästen oder durch die Luft fliegenden Gegenständen, sogar ganzen Mülltonnen, ausweichen und als sie den Laden erreichten, den Erec gemeint hatte, war er mehr als erleichtert.

Die Tür war aus den Angeln gerissen, bot ihnen aber so die Möglichkeit, in den Ladenbereich zu gelangen und eine windstille Ecke aufzusuchen. Vorher versuchte er allerdings noch Glasscherben und Dreck provisorisch mit dem Fuß wegzuschieben, bevor er daran dachte, den Jungen hier abzusetzen. Dann blickte er sich genauer um. Die Regale waren umgefallen, schienen allerdings derart ineinander verkeilt zu sein, dass sie in der umgekippten Position verharrten. Wie es schien, musste man nur aufpassen, dass keine bis hier herein gewehten Gegenstände die Kleinen trafen. Ansonsten schien der Platz sicher zu sein…
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BeitragThema: Re: Shop - Enchantments   Shop - Enchantments EmptyMi 17 Jun 2015 - 16:40

Wenigstens erreichten sie das Geschäft ohne weitere Zwischenfälle – zumindest nicht solche, die eine größere Gefahr für Leib und Leben darstellten, insbesondere keine Gefahr für die Gesundheit seiner Kinder.
Optimal war ihr Wahlunterschlupf allerdings auch nicht. Die hiesigen Glasscheiben hatten den enormen Kräften nicht Stand halten können-, wie auch wenn selbst Spielgeräte teilweise durch die Lüfte flogen. So lagen überall Scherben, Einrichtungsgegenstände und allerhand Kleinkram verstreut, bei dem nicht einmal mehr Erecs Nase genau bestimmen konnte was es war. Das meiste davon roch stark nach ätherischen Ölen und Laub, doch ob und wie giftig, die einzelnen Substanzen und Kräuter waren konnte seine Nase natürlich nicht erriechen. Das hier war definitiv nicht der geeignete Ort für drei kleine Kinder im Krabbelalter, gerade wenn eines davon die kürzlich entwickelte Vorliebe hatte, sämtliches Zeug um sich rum kennenzulernen, indem es alles in den Mund nahm. Doch leider hatten sie keine Alternative. Erec wusste nicht welche Geschäfte in der Nachbarschaft waren, die vielleicht geeigneter wären, doch die Zeit es herauszufinden gab es nicht.
Erec durchquerte mit beiden Mädchen den Raum und setzte sie zu Liam, das Gröbste um sie herum schien weg, doch lange wollte er sie dort nicht sitzenlassen. Darum ging er um den steinernen Tresen herum und hob die Regale, welche sich von der Wandverankerung gelöst hatten und nun schräg an dem Tresen lehnten, an und lehnte sie an eine andere Wand.
Hier hinter dem Tresen war es windgeschützt und die Gefahr von weiterem Umherfliegendem getroffen zu werden geringer. Er befreite den Boden weitestgehend von von allem Unrat, dann stellte er die Tasche ab, die er aus dem Kinderwagen mitgenommen hatte. Dort war das Nötigste für die Kinder drinnen. Unter anderem eine Decke. Besser als auf dem splitter- und scherbenversuchten nackten Boden zu sitzen war es so allemal.
Nachdem er die dünne Fleecedecke ausgebreitet hatte, schnappte er sich nach und nach jedes seiner Nachkommen und setzte sie in den deutlich geschützteren Bereich.
Mochte sein dass er da ein klein wenig überbesorgt und paranoid war (wie überbesorgt konnte man bei solch einer Naturkatastrophe eigentlich sein, genau genommen konnte man das gar nicht. Jede Sicherheitsvorkehrung war gerechtfertigt.) aber den Platz, den Jonathan erdacht hatte war ihm zu unsicher, jedenfalls wenn es um das Wohl der Welpen ging.
„Was macht die Schulter?“ jetzt, wo es ruhiger war und sie Zeit zum Verschnaufen hatten, war Zeit sich danach zu erkundigen. Vielleicht konnten sie gegebenenfalls etwas bauen um den Arm zu stabilisieren, wenn das Bewegen weh tat. Wer weiß wie lange sie hier ausharren mussten, da wäre eine erste Versorgung sicher nicht verkehrt …
Während er die Antwort abwartet, zog er wieder sein Handy hervor und tippte endlich die Sms an Maeve.

SMS Erec Latham an Maeve Wither (Büro von Maeve Wither)

Hey, bei uns ist alles in Ordnung. Sind vom Park aus in diesen Hexenladen geflohen. Den Kindern geht es gut. Wir sollten hier sicher sein bis alles vorbei ist.
Bin nicht allein, Jonathan, der Wandler, falls du dich erinnerst?
Ist bei dir alles gut?


Dass mit Jonathan hatte er nur geschrieben, weil Maeve nach dem Ende dieses Unwetters eventuell dessen Geruch an den Kindern riechen würde. Um Streitigkeiten vorzubeugen, verschwieg er selten Dinge, die offensichtlich waren. Maeve war da vielleicht etwas offener als er, doch er konnte sich gut vorstellen, dass es ihr nicht gefiel, wenn ihre Kinder nach fremdem Wesen rochen, ohne dass sie genauere Infos hatte ...


Zuletzt von Erec Latham am Mo 29 Jun 2015 - 20:30 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Shop - Enchantments   Shop - Enchantments EmptyDi 23 Jun 2015 - 21:22

Spätestens mit Betreten des Ladens war ihm klargeworden, weswegen sie dieses Geschäft wirklich unmöglich hätten verfehlen können: Es roch sehr stark nach Kräutern, ätherischen Ölen, Salben und dergleichen mehr, sodass man die Räume tatsächlich riechen hatte können, als sie ihnen näher gekommen waren – und das trotz der vielen anderen Gerüche, die unheilschwanger in der Luft hingen: Abgesehen von Regen, nasser Erde und Blättern roch es nach Unrat und Blut… Wenigstens waren sie mittlerweile aus der Schusslinie des Sturms, wenn man es so lapidar ausdrücken konnte. Dennoch wehten durch die kaputte Frontseite des Ladens immer wieder Müll und Blattwerk herein, sodass er sich sicherheitshalber vor den Drillingen positioniert hatte, während Erec in der Zwischenzeit anfing, ihnen einen besser geschützten Bereich herzurichten.

Nachdem der Köter die Regale beiseitegeschoben hatte, hatte dieser begonnen, den Boden rund um den Tresen, der steinern und somit relativ stabil zu sein schien, von Scherben und anderen Dreck zu säubern und dann eine Decke ausgebreitet. Er war nur kurzzeitig irritiert, dass der andere überhaupt eine Decke dabei hatte und kam dann nicht umhin zu lächeln. Erec zählte wahrscheinlich ein kleines Bisschen zu den sogenannten Helikopter-Eltern, so fürsorglich wie er war. Den Kindern würde das vermutlich zugutekommen und das war wundervoll. Nachdem der Köter die Kleinen anschließend zu ihrem neuen Sitzplatz gebracht hatte, folgte er dem Mann ebenfalls und ließ sich nieder. Er taste vorsichtig nach seiner verletzten Schulter, nachdem Erec ihn danach gefragt hatte und verzog schmerzverzerrt das Gesicht.

„Es geht“, merkte er dennoch nur an, als die Aufmerksamkeit des Köters nicht mehr auf dessen Handy lag. Wahrscheinlich war sein Schultergelenk ausgekugelt und er würde versuchen, den Arm und die Schulter nicht weiter zu belasten. Dann sollte es möglich sein, den Schmerz bis morgen, spätestens bis übermorgen zu ertragen… Bis dahin würde sich die Lage hoffentlich wieder soweit beruhigt haben, dass er einen Arzt aufsuchen können würde, der wortwörtlich dafür sorgen würde, dass sich alles wieder einrenkte. „Ich wünschte, mein Vater wäre nur halb so liebevoll wie du gewesen…“, meinte er dann leise und lächelte seinen dummen Köter traurig an. „Sie können so glücklich sein. Du scheinst ein wunderbarer Vater zu sein“, fügte er hinzu und wandte den Blick beinahe sehnsüchtig zu den Kindern. Was wohl aus ihm geworden wäre, wenn sein Vater nur ein wenig so wie Erec gewesen wäre…?
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BeitragThema: Re: Shop - Enchantments   Shop - Enchantments EmptyMi 24 Jun 2015 - 17:42

Helikoptervater traf es schon ganz gut, nur dass dieser einen eingebauten Gefahrenradar und gegebenenfalls Maschinengewehr in Form von Zähnen, robuster Statur und Krallen besaß. Doch Erec fand diese Fürsorge unbedingt notwendig. Sie waren Werwölfe und alle relevanten Wesen wussten davon, wenn sie ihnen begegneten. Ihnen drohte also potentielle Gefahr von sämtlichen übernatürlichen Kreaturen, die es gab und die Machthungrig und paranoid genug waren in den Babys eine drohende Gefahr zu sehen. Und ehe er seinen Nachwuchs an einen durchgedrehten Vampir oder überengagierten Werwolfsalpha verlor, traf er lieber diverse Vorkehrungen und hatte Nase und Gehörsinn überall wenn er mit den Kindern draußen war.
Darum wollte und würde er sie auch nicht freiwillig einem Babysitter anvertrauen oder gar in einen Kindergarten geben. Nicht einmal wenn die Aufsichtspersonen keine Menschen waren. Er hatte zu viel Angst dass ihnen etwas zustoßen könnten, genau wusste er nicht wie Maeve zu der Sache stand, doch im Zweifelsfall würde er sich sogar mit ihr ernsthaft anlegen um seinen Willen in dieser Sache durchzubringen.

Soweit er das richtig sah und sein technisches Verständnis ausreichte, war die SMS sogar verschickt worden und bei ihr eingegangen. Bei dem Unwetter ein kleines Wunder, vielleicht würde sie ihm sogar antworten können …
'Es geht' klang nicht optimal, jedoch auch nicht als würde ihm der Arm drohen abzufaulen, dennoch ließ sich da vielleicht etwas machen.
Erec war bei Weitem kein Fachmann und wem immer dieser Laden gehörte, hatte tausendmal mehr Erfahrung und Wissen auf diesem Gebiet als er, doch den bekanntesten Kräutern konnte selbst er eine Wirkung zuordnen und somit war ihm die Behandlung oder Linderung leichter Beschwerden auch ohne Apothekenbesuch möglich (wobei eine Fraktur ein anderes Kaliber war, da halfen auch Kräuter nur begrenzt.
Während Jonathan weiter sprach, 'sah' er sich im Geschäft um. Es war fast unmöglich neben der dominanten Note nach Abwasser und den starken ätherischen Ölen etwas bestimmtes herauszuriechen. Seine Augen waren in dem Fall nämlich vollkommen nutzlos. Heilkräuter in Salben- oder Tinkturenform sahen alle recht ähnlich aus und in diesem Chaos wäre es sowieso der reinste Glückstreffer …
Was sollte er großartig auf Jonathans Kritik bezüglich seines Vaters sagen. Er kannte ihn nicht und wusste nicht was vorgefallen war, so wie es klang ein zerrüttetes Verhältnis, wahrscheinlich hatten Gestaltwandler keine so enge familiäre Bindung.
„Das ist nichts besonderes.“ Wenn man Kinder in die Welt setzte war es schließlich das Mindeste dafür zu sorgen, dass sie unbeschadet aufwuchsen …
Mittlerweile war er bei einem Regal angelangt, dass vielversprechend aussah. Viele Tuben und Tiegel, ein Teil zerbrochen, andere noch intakt.
Erec schraubte sie der Reihe nach auf und roch an ihnen, bis er wirklich fündig wurde.
Er kehrte zum Tresen zurück und setzte sich neben Jonathan. „Hier. Das ist Arnika, vielleicht hilft das etwas gegen den Schmerz.“ Schaden würde es jedenfalls nicht.
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BeitragThema: Re: Shop - Enchantments   Shop - Enchantments EmptyMi 1 Jul 2015 - 8:50

CF - Nightlife - Disco Moonlight - Büro von Maeve Wither im 2. Stock

Sie liefen so schnell sie konnten. Der Wolf kämpfte gegen den Sturm an, wich fliegenden Trümmerteilen und panisch fliehenden oder weinenden Menschen, die es nicht rechtzeitig nach Hause geschafft hatten, aus. Die Welt hier draußen glich einer Apokalypse und wüsste sie nicht längst, dass nach jedem Regen wieder Sonnenschein folgte, so wäre sie überzeugt gewesen, dass das hier nur der Anfang vom Ende war.

Ein Ast traf sie schließlich mit voller Wucht am Kopf und der Wolf kam aus dem Gleichgewicht. Der Wind fuhr durch das silberfarbene Fell und riss ihr die Pfoten unter dem Leib weg. Sie wurde gegen eine Hausmauer geschleudert und blieb benommen liegen, es roch nach Blut und ein pochender Schmerz trieb ihr die Tränen in die Augen. Der Ast hatte ihr das Ohr aufgerissen und der Aufprall an der Mauer eine Platzwunde am Kopf hinterlassen. Steh auf, Wolf! Steh auf! schrie der Mensch im Kopf und zwang den Wolf auf die Beine. Wenn sie jetzt hier liegen bleiben würden, wäre das ihr sicherer Tod. Mühsam rappelte sich der Wolf auf und tat ein paar vorsichtige Schritte, um wieder einen sicheren Stand gegen den Hurrikan zu haben. Sie torkelte einige Meter, Blut rann ihr ins Auge und über die Schnauze. Ihr war schlecht und sie wollte sich übergeben, aber der Gedanke an die Welpen hielt sie aufrecht.

Mit letzter Kraft schleppte sie sich durch die zersplitterte Tür. Nur noch der starke Wind hatte sie aufrecht gehalten und als ihr dieser keinen Stand mehr bot, brach sie auf Glas- und Holzsplittern zusammen.
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BeitragThema: Re: Shop - Enchantments   Shop - Enchantments EmptyMi 1 Jul 2015 - 19:10

Noch bevor er wirklich zu Ende gesprochen hatte, war der Köter dabei, im Laden nach etwas zu suchen. Eine SMS, die er bekommen hatte und die vermutlich von Maeve stammte, entging dem Werwolf so scheinbar erst einmal. Wonach dieser suchte, ahnte er nicht, doch er ging davon aus, dass es mit den Belangen der Welpen zu tun haben würde und trotz Erecs Erwiderung war er der Meinung, dass es sehr wohl besonders war, wenn ein Vater sich so für das Glück seiner Kinder aufopferte. Den Blick nahm er nun von ebenjenen Kindern und schaute zu dem Köter, der vor einem der Regale stehengeblieben war und die dort befindlichen Tiegel öffnete, bevor er mit einem schließlich zu ihm zurückkehrte. Der Inhalt des Gefäßes war jedoch für ihn bestimmt, was ihn überraschte – und unverhohlen freute. Er musste lächeln und blickte seinem Köter dankbar in die Augen.

„Du hast das für mich gesucht…“ Er musste es aussprechen, um es wirklich begreifen zu können und das warme Gefühl, das sich in ausbreitete, machte ihm Angst. Er wusste doch ganz genau, dass Erec ihn im nächsten Moment schon wieder abblocken könnte… „Danke“, hauchte er nichtsdestotrotz und konnte nicht verhindern, dass seine Stimme voller Gefühle war, die er manchmal am liebsten aus sich herausreißen wollte. Dennoch neigte er sich seinem Köter zu, der neben ihm Platz genommen hatte, sodass er sich mit der unverletzten Schulter an Erecs starke Seite anlehnen konnte. Nur ganz wenig, sodass es beinahe wie zufällig erscheinen musste, während er die Arnikasalbe auf die geschundene Schulter auftrug.

Danach hätte er gern noch weiter so verharrt, doch ein silberner Wolf drang in den Laden ein und es hätte nicht mal den Geruch gebraucht, um zu wissen, dass das Maeve sein musste. Gegen die Flut aus Gefühlen und Gedanken, die bei ihrem Anblick auf ihn einstürmten, konnte er nichts tun, obwohl er sich für einiges gewiss schämen sollte. Zuerst war er enttäuscht gewesen, dass sie lebend hier aufgekreuzt war. Wenn sie in dem Hurrikan unterwegs gewesen war, hätte es sie genauso gut erwischen können… Dann hatte er an die Kinder gedacht, denen er nicht wünschte, ohne Mutter aufwachsen zu müssen und er fragte sich, was zum Teufel Maeve geritten hatte, sich draußen herumzutreiben. Es wäre zu viel des Zufalls, wenn sie gerade in der Gegend unterwegs gewesen wäre und ebenfalls Zuflucht im Laden gesucht hätte. Nein, sie war absichtlich hierhergekommen, da war er sich sicher. Was hast du ihr denn geschrieben?“, fauchte er Erec an, denn seine ganzen Emotionen brauchten ein Ventil. Wütend funkelte er seinen Köter an. Hatte er ihr nicht geschrieben, dass die Kinder und er selbst in Sicherheit wären? Scheinbar nicht, denn sonst hätte die Werwölfin wohl keine Veranlassung gehabt, herzukommen.

Obwohl er ihr im Grunde genommen nichts Böses wollte, konnte er einfach nicht zu ihr gehen, um ihr zu helfen, zumal Erec ohnehin aufspringen würde wie ein räudiger Hund und zu ihr eilen würde, so wie er die Beziehung der beiden einschätzte. Also wandte er sich besser den Kindern zu und versuchte zu verhindern, dass sie ihre Mutter mit solchen schlimmen Verletzungen sahen. Etwas, das ihn eifersüchtig machte… Es war idiotisch, doch er war neidisch darauf, dass sie sich bis in den Laden durchgekämpft hatte und dabei mehr Verletzungen hatte einstecken müssen als er selbst. Zumindest sah es schlimmer aus, denn sie hatte eine Platzwunde am Kopf, aus der ihr Blut über Auge und Schnauze lief.
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BeitragThema: Re: Shop - Enchantments   Shop - Enchantments EmptyDo 2 Jul 2015 - 8:13

Erec hatte zwar das Klingeln seines Handys bemerkt, doch war er zu dem Zeitpunkt gerade mit anderen Dingen beschäftigt gewesen. Es konnte sich dabei nur um Maeve handeln, die sich zurückmeldete. Er wollte zwar wissen wie es ihr ging, doch würde es kaum etwas daran ändern, wenn er ihre Nachricht 2 Minuten eher oder später las, zumal er vergleichsweise schnell fand wonach er gesucht hatte.
Doch es kamen ihm Zweifel, ob seine Hilfe wirklich die beste Entscheidung gewesen war. Objektiv betrachtet schon. Die Zeit, die sie hier tatenlos herumsaßen konnte genutzt werden um erste Wunden zu versorgen und das Warten erträglicher zu gestalten, doch so wie Jonathan ihn ansah und sich über diesen Zug freute, wäre es für die Zukunft vielleicht besser gewesen wenn er nichts unternommen hätte. Es wäre für sie beide das Beste, wenn sie sich voneinander fern hielten, Erec konnte seine Familie nicht verlassen und Jonathan war niemand der sich nur mit der Hälfte zufrieden gab. Zumal Erec nicht solch ein Vater sein wollte. Er wollte nicht, dass seine Kindern damit begannen ihn zu verurteilen und zu verachten, sobald sie alles verstanden …
Darum musste er zurückrudern, er musste Jonathan begreiflich machen, dass sie es bei einer lockeren Bekanntschaft belassen mussten, ohne Hoffnung! Richtig so! Außerdem ist Maeve eh besser für uns, sie ist stark und hält was aus...schau dir an wie schnell der da kaputt geht! Dennoch wünschte er sich, dass sein Wolf wenigstens im Ansatz so viel Respekt vor Jonathan, wie vor Maeve hätte, das würde vieles vereinfachen.Pah!
„Ja.“ antwortet er knapp, brach den kurzen Blickkontakt und nahm sich sein Handy vor. Was er dort las gefiel ihm aber gar nicht. Diese Idiotin! Wenn sie hier lebend ankommt, dann bring ich sie um! Wie kann man nur so lebensmüde sein? - Hab ja gesagt sie ist stark … außerdem hätten wir das auch gemacht, wenns um die Welpen geht, die bei irgend einem Wandler festhängen. Dem konnte Erec leider nicht widersprechen. Sie hätten exakt das gleiche getan, auch wenn sie damit ihr sicheres Todesurteil unterschrieben hätten. Das eigene Leben stand nämlich ganz klar unter dem der Welpen. Aber Erec hatte ihr geschrieben, dass es ihnen gut ging und das sie hier wahrscheinlich in Sicherheit wären, sie könnte da ruhig etwas mehr vertrauen …
Minutenlang starrte er mit versteinerte Mine das Display an, während Jonathan damit begonnen hatte seine Schulter zu behandeln. Er registrierte die Berührung zwar, aber nahm keine wirkliche Notiz davon. Seine Gedanken drehten sich einzig um Maeve, die sich da draußen – toll vor momentan unbegründeter Sorge um ihre Kinder – durch den Sturm kämpfte und vielleicht nicht lebend hier ankäme. Am liebsten würde er rausgehen und nach ihr suchen, doch er konnte die Kinder nicht allein lassen. Wenn ihnen nun beiden etwas geschah, wären die drei von einer Sekunde zur anderen Vollwaisen, das durfte er nicht geschehen lassen … Dennoch machte ihn die Warterei wahnsinnig. Er liebte Maeve nicht, jedenfalls nicht so, dass er verliebt in sie war. Aber er achtete und respektierte sie. Die letzten Monate hatten sie eng zusammengeschweißt und er fühlte sich auf eine besondere Art mit ihr verbunden und wenn sie da draußen um kam, musste er sich die Schuld geben. Er hätte ihr nicht mitteilen dürfen wo sie sich befanden, er hätte wissen müssen, dass sie alles dran setzen würde herzukommen …
Die Erleichterung war daher ein riesiger Befreiungsschlag, als ihr Geruch bereits vor dem eigentlichen Eintreffen von ihr kündete. Erec würde ihn unter hunderten wiedererkennen, daher nahm er ihn trotz des starken Abwassergeruchs frühzeitig wahr.
Schon drauf und dran aufzustehen, zur Tür zu gehen und sie in Empfang zu nehmen, stoppten ihn Jonathans Worte. Zuerst war da ein riesige Welle des Hasses, der meiste verursacht durch seinen Wolf, dann Unglauben, dass das alles war was Jonathan interessierte – Maeve könnte immerhin tot sein und zuletzt folgte die Einsicht. Jonathan hatte keinen Grund Maeve zu mögen und er konnte nicht wissen, dass Erec sie nicht hergerufen hatte, sondern dass bereits nur die Andeutung von Gefahr ausreichend war Werwolfseltern bis ans Ende der Welt gehen zu lassen, wenn es sein musste.
„Die Wahrheit.“ entgegnete er deshalb und versuchte seine Gefühle möglichst unter Verschluss zu halten. Jonathan konnte nichts dafür und er sollte ihn nicht für eine Haltung strafen, die nur menschlich war.
Er erhob sich, mit einem letzten Blick auf die Kinder versicherte er sich, dass es ihnen gut ging und lief dann um den Tresen herum zu dem grauen Wolf, der sich mit letzter Kraft zu ihnen geschleppt hatte. Der metallische Geruch von Blut stieg ihm in die Nase und mit jedem Schritt den Erec auf die Wölfin zuging und das Ausmaß ihre wahnsinnigen Rettungsaktion besser erkennen konnte, wuchs die Wut über ihr Handeln.
„Du verfluchter Dickschädel.“ knurrte er noch bevor er sie erreicht hatte. Das Oberteil hatte er sich noch im Gehen ausgezogen. Er hatte nicht die Zeit und die Nerven nach Verbandsmaterial zu suchen, also musste der einigermaßen saubere Stoff seines Shirts herhalten.
Erec kniete sich neben sie und besah mehr oder weniger feinfühlig ihre Wunden. Nichts Ernstes, höchstens die Wunde am Kopf machte ihm Sorgen. Hoffentlich keine inneren Verletzungen … Erste Hilfe konnte er leisten, aber ein Arzt war er nicht. Nachdem er den Wolfskopf auf seine Beine gelegt hatte, drückte er den zusammengeknüllten Stoff auf die Verletzung am Kopf und sah sie grimmig an. „Hättest du sie nicht davon abhalten können, Wolf?“ dass Maeves menschlicher Teil die treibende Kraft war, stand für ihn außer Frage – sie war so elendig starrsinnig … „Ich hab dir gesagt uns geht’s gut, aber du bist erst glücklich wenn du fast tot bist, oder?“ dass er so auf sie einwetterte, war nicht so herzlos wie es aussah. Es war seine Art zu zeigen, wie viel Sorgen er sich gemacht hatte.
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BeitragThema: Re: Shop - Enchantments   Shop - Enchantments EmptyDo 2 Jul 2015 - 14:12

Wir haben es geschafft, Mensch Stille. Stille in ihrem Kopf, ein regungsloser Körper, der seine Kraft zum Atmen verbrauchte, der Geruch von Blut, der ihre Sinne verhüllte. Ihr Verstand fühlte sich leer und weich an, als hätte jemand ihre Gedanken mit Watte gepolstert. Es lag sich weich hier. Mensch? Mensch?! Der Wolf spürte, wie der Mensch sich zurückzog, erschöpft von den Strapazen. Sie hatten schon wesentlich mehr einstecken müssen und wurden bereits sehr viel schlimmer zugerichtet, aber die Panik, die nur ein Mensch empfinden konnte, hatte ihnen viel Kraft abverlangt. Der Mensch glitt fort, musste sich ausruhen. Erec war hier, sie konnten ihn riechen. Die Welpen auch, sie waren in Sicherheit. Der Wolf schnaubte, als Erec sie anschrie und ihr unverletztes Ohr zuckte. Die großen, grün-braunen Augen blickten ihn vorwurfsvoll an, als wolle sie sagen: Das nächste Mal versuchst DU sie aufzuhalten! Denn sie wussten beide, wie sinnlos dieses Unterfangen war.

Erec stoppte die Blutung, es war offensichtlich nicht so wild, wie zuvor gedacht. Sie war einfach zu benommen gewesen und hatte vielleicht eine Gehirnerschütterung, was erklären würde, wieso der Mensch im Kopf sich zurückgezogen hatte. Daher genoss der Wolf einfach das umsorgt und verarztet werden und lauschte mit zuckendem Ohr dem Gezeter von Erec. Tauschen? meldete sich schließlich doch der Mensch wieder und der Wolf stimmte zu. Sie robbten von Erecs Schoß und begannen die Verwandlung. Mit zusammengebissenen Zähnen und leisem Stöhnen brachen die Knochen und formten sich um. Langsamer als gewohnt, also übernahm der Wolf den Schmerz, stieß ein leises Jaulen aus und verzog sich dann in die hinterste Ecke ihres Bewusstseins, dorthin, wo zuvor der Mensch saß. Maeve war kalt und die Scherben auf denen sie lag, schnitten ihr ins Fleisch. Sie wagte es nicht, sich zu bewegen, ihr Atem ging keuchend, und ihr Kopf pochte. Die Wunder blutete wieder, aber nicht so stark wie anfangs. Ihr Ohr schmerzte, aber es würde wieder heilen und vielleicht nur eine kleine Narbe zurücklassen. „Tut mir Leid.“ flüsterte sie schließlich, als sie wieder Luft zum Sprechen hatte. Eine Entschuldigung, für ihren Starrsinn. Ihr war sehr wohl bewusst, natürlich erst jetzt im Nachhinein, wie idiotisch diese Aktion gewesen war. Aber sie wollte die Kinder und Erec nicht in der Nähe des Wandlers alleine lassen. DAS würde sie ihm allerdings nicht sagen. Niemals.
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BeitragThema: Re: Shop - Enchantments   Shop - Enchantments EmptyFr 3 Jul 2015 - 23:33

Ob seine Kinder Erec verachten würden, hing letztendlich auch davon ab, wie der Köter sie erziehen würde – und momentan schlug er den falschen Weg ein. Dass hätte er sich zumindest gedacht, wenn er Erecs Gedankengänge gekannt hätte. Sollte man Kindern nicht nach Möglichkeit ‚das Richtige‘ vorleben? Es war seiner Meinung nach ganz und gar nicht richtig, wenn man Gefühle verdrängte, nur weil man der Ansicht war, sie würden aus irgendeinem Grund nicht passen. Ginge es Erecs Kindern wirklich besser, wenn sie vorgegaukelt bekamen, dass ihre Eltern sich liebten? Wobei ob sie sich liebten oder nicht vermutlich genau die Frage war, die alles entscheidend war.

Im Moment schien es ihm so, als könne er seinem Köter doch noch verbunden sein, als würden sie wieder zueinanderfinden. Es war ein wundervolles Gefühl, auch wenn Erec abweisend auf seine Dankbarkeit reagierte, bei der so viel mehr als bloße Anerkennung seiner Hilfe mitschwang. Dennoch war der Werwolf nicht von seiner Seite gewichen, als er dessen Nähe gesucht hatte, wenngleich er auch nichts getan hatte, um ihre Nähe zu vergrößern. Allerdings war es in Anbetracht der letzten ernüchternden Begegnungen schon ein Erfolg, dass der Köter nicht zurückwich, von daher war er mehr als zufrieden gewesen – bis Maeve aufgetaucht war.

Es wäre zu schön gewesen um wahr zu sein, wenn sein Köter wider erwarten nicht zu ihr geeilt wäre, doch natürlich tat dieser das, nachdem er ihm kurz entgegnet hatte, dass er Maeve ‚die Wahrheit‘ geschrieben hätte. Warum die Wölfin zur Hölle allerdings durch den Sturm hierhergekommen war, verstand er dann beim besten Willen nicht und das hatte er scheinbar mit Erec gemein: Der Köter herrschte Maeve an. Allerdings zeugte die Art und Weise der Rüge davon, dass die Wölfin dem anderen sehr wohl etwas bedeutete – deutlicher konnte die Frage gar nicht beantwortet werden… Während Erec Maeves Verletzung behandelte und versuchte, die Blutung der Wunde zu stillen, biss er sich auf die Lippen und versuchte, dem Drang, zu weinen, nicht nachgeben zu müssen.

Es war unfair! Er hatte Erec zuerst getroffen, auch wenn er sich gerade – und nicht zum ersten Mal – nichts sehnlicher wünschte, als dass das niemals passiert wäre. Und doch war es jetzt Maeve, die der Köter umsorgte. Mit der er zusammenlebte. Mit der er Kinder hatte… Alles, weil sie eine Frau und ein Werwolf war und einfach zur richtigen Zeit die Beine breit gemacht hatte. Die wüsten Schimpfwörter, mit denen er die läufige Wölfin in Gedanken belegte, halfen leider kaum, den Schmerz zu nehmen und das Empfinden, dass die Geschehnisse ungerecht waren, ließ sich damit auch nicht vertreiben. Doch wer an Gerechtigkeit glaubte, war genauso ein armer Torr wie derjenige, der an Liebe glaubte… Er würde gerade nichts lieber tun, als aus diesem Laden zu gehen, weg von… diesem… Paar… Aber vernünftig gesehen wäre das bei dem Hurrikan Irrsinn – er musste wohl oder übel hier ausharren.

„Erec?“, meldete er sich schließlich möglichst ruhig zu Wort und blickte zu dem anderen Mann. Nur nicht von den Bauchmuskeln ablenken lassen…, blitzte ihm kurz ein idiotischer Gedanke durch den Kopf, denn der Köter hatte sein Hemd ausgezogen, um damit die Kopfwunde der inzwischen wieder zur Frau gewordenen Wölfin zu stillen. Dennoch hob dieser unpassende Gedanke kurzzeitig seine Stimmung. Sowas nannte man Ironie des Schicksals: Da bekam er zu sehen, was ihm nie gehören würde. Wirklich wunderbar! „Meinst du, die Salbe hilft bei ihrer Wunde?“ Er deutete kurz auf die kleine Dose mit der Arnikasalbe. „Wenn nicht, könntest du vielleicht noch nach etwas anderem suchen, das du ihr auftragen könntest.“ Er bemühte sich, alles wie einen wohlgemeinten Vorschlag klingen zu lassen, auch wenn es sein Hauptanliegen war, dass der Köter von der nackten Frau wegging. Ob deren Kleiderbeutel den Weg bis hierhin geschafft hatte, konnte er von seinem Standpunkt nicht ausmachen, weshalb er überlegte, ob er ihr etwas von seinen Kleidern abgeben sollte – besser er wäre nackt als sie… Doch vorerst blieb er, wo er war, denn Erec zuliebe wollte er die Kinder nicht allein lassen, auch wenn sie nicht weit weg waren, sondern nur die paar Meter hinter dem Tresen.

ooc: Wenn ich das mit dem Kleiderbeutel gewusst hätte, hätte sich Jona vllt gleich ausgezogen und Maeve samaritermäßig was abgegeben. So geht’s aber hoffentlich auch. ;P
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