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 Gasse hinter dem Dashing Venue

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BeitragThema: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 3 EmptySo 1 Dez 2013 - 10:57

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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 3 EmptyDo 15 Sep 2016 - 21:05

Es überraschte ihn ein wenig, dass Sasha noch wusste, dass er tagsüber schlief - er hatte es ihr damals im Krankenhaus gesagt und das war nun wirklich schon eine ganze Zeitlang her. Alexej nickte, bestätigte ihre Aussage und musste ein wenig lachen, als sie meinte, es würde etwas in seiner Küche fehlen.
"Sasha, ich bin mir relativ sicher, dass ich eine voll ausgestattete Profiküche habe, in der wirklich überhaupt nichts fehlt. Nur, weil ich sie nicht benutze, heißt es nicht, dass sie unvollständig ist. Dafür hatte damals beim Einzug jemand gesorgt." Ein gewisser Jemand mit einer OCD, die schon allein dafür gesorgt hatte, dass alles vollständig war. Insgeheim freute er sich ein wenig darauf, dass wieder jemand für ihn kochen würde - auch wenn dies hieß, dass da wieder jemand war, der darauf aufpasste, dass er wirklich auch was aß. Es würde ihm sicherlich sehr gut tun, da in den letzten Wochen Vlad mehr widerwillig darauf geachtet hatte, dass ihr Chef nicht aus den Latschen kippte und ein Ghul war definitiv der falsche Ansprechpartner in dieser Hinsicht.

Als Sasha erwähnte, dass sie noch etwas für ihr Bewerbungsgespräch brauchte, um gut auszusehen, fackelte der Hexer nicht lang und zog sie in das nächste Bekleidungsgeschäft, das halbwegs annehmbar aussah und von den Preisen her seine Snegurotschka nicht direkt aus den Latschen haute. Sie fanden ein hübsches Outfit, welches seriös, jedoch auch irgendwie Sasha war. Unter leichtem Protest zahlte er das Kleid und handelte aus, dass er dafür eben auch noch einen Kuchen oder ein richtiges, russisches Essen bekommen würde. Er hatte die Blinys von seinem Sascha immer sehr gemocht. Für einen kurzen Moment zog sich sein Herz zusammen, ehe Alexej den Fokus wieder auf die Gegenwart lenkte und die kleine Russin für einen kurzen Moment in die Arme schloss. Einfach so, ohne sich zu erklären. Auch danach sagte er dazu kein Wort, sondern führte sie wieder zurück zum Auto, bevor sie sich auf den Weg ins Industriegebiet und zum Dashing Venue machten.

Auf der Fahrt kam ihm der Gedanke, dass er unter Umständen überhaupt keinen Platz in seinem Auto hatte, um wirklich alle Sachen von ihr mitnehmen zu können. Nun gut, dann würde er wohl Vlad losschicken, damit er alles abholen konnte und zu ihm in die Wohnung brachte. So ganz ins Venue kamen sie dann jedoch nicht, da irgendetwas Sashas Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte. Sie hatte einen kleinen Schrei ausgestoßen und sofort war er in eine Abwehrhaltung gegangen. Die 'Gefahr' entpuppte sich jedoch als ein herumtapsendes etwas und Alexej war bei weitem nicht erfreut darüber es sehen und noch weniger, dass Sashas Stimme so einen seltsamen Ton angenommen hatte.
"Sasha... Fass das nicht... Fass das bitte nicht an." Natürlich fasste sie es an, überschüttete es schon mit Liebe und kümmerte sich. "Lass das... komm, wir müssen weiter. Wir könnnen... Nein, guck mich nicht so an, wir können das nicht mitnehmen. Es ist krank und..." Alexej stöhnte, vergrub das Gesicht in seinen Händen und strich schließlich mit ihnen über die gesamte Länge. Er sah ganz genau, was sie vorhatte und leider ebenfalls, dass sie nicht davon abweichen würde.
"Sasha...", ein letzter, flehender Versuch, von dem er schon wusste, dass es keinerlei Wirkung hatte. Der Hexer seufzte schwer und ließ den Kopf hängen. "Wir gehen hier nicht ohne das Vieh weg, richtig?" Und ihm war nicht wohl bei dem Gedanken, dass sie sich alleine auf den Weg machte. Nicht in der Gegend vom Dashing Venue, denn auch, wenn sie da drinnen sicher war, so war sie es ganz sicher nicht hier draußen. Alexej bediente den Schlüssel von seinem Auto, sodass es wieder offen war. Während Sasha es sich bequem machte mit diesem Etwas von Irgendwas, suchte er schon einmal die Nummer von einem Tierarzt, der um diese Uhrzeit noch Dienst hatte. Sicherlich irgendein Werwolf oder so, der sich spezialisiert hatte. Wer sonst würde um diese Uhrzeit noch arbeiten?
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 3 EmptyDo 15 Sep 2016 - 21:29

Sasha, den Welpen auf dem Arm, blickte Alexej an, ohne eine Miene zu verziehen. "Nein, wir werden nicht ohne ihn gehen. Wir werden zu einem Tierarzt fahren, heraus finden, ob er gechippt ist, und wenn nicht, werden wir ihn mit nehmen und ich ihn behalten." Erneut klang sie sich absolut sicher in diesem Punkt - ohne Spielraum für Diskussionen, wobei ihr Lächeln ein wenig sanfter - und ein wenig traurig wurde. "Wenn du ihn nicht bei dir willst, werde ich das respektieren, aber dann werde ich mir auch etwas anderes suchen." Alexej gab sich offensichtlich geschlagen und Sasha wickelte das Tier in eine Jacke ein, ehe sie sich im Auto anschnallte, den anschmiegsamen Pelzmuff an sich gedrückt. Gott, das arme Ding war halb verhungert und zitterte, während es sie aus großen Augen ansah und zaghaft mit dem Schwanz wedelte. Und Alexej bezeichnete ihn als 'Vieh'!

"Nein, du bist kein Vieh. Du wirst sehen, wir kümmern uns gut um dich." Tatsächlich fand Alexej einen Tierarzt - und fuhr sie hin. Der Pelzmuff wurde einmal geschoren, gewaschen, entfloht und die Wunden Stellen behandelt, der Fuß verbunden und dem armen Vierbeiner eine Halskrause angezogen, damit er sich nicht weiter blutig biss. Eine Wurmkur gab es auch, dafür keinen Besitzer. Nun, das würde Sasha ändern. Sobald sie konnte, würde sie ihn offiziell auf sich anmelden! "Keine Angst, ich werde mich um dich kümmern, versprochen." Sie streichelte den Welpen, der nun gut roch und deutlich zufriedener wirkte, auch wenn man noch besser erkennen konnte, wie dünn er eigentlich war. zu der Rasse hatte der Tierarzt nichts sagen können, aber das interessierte Sasha ohnehin nicht. Als sie einige Zeit später wieder im Auto saßen - der Hund schlief im Fußraum auf Sashas Füßen, schenkte die Russin Alexej ein sanftes Lächeln. "Danke. Ich merke, dass du ihn eigentlich nicht magst, aber es bedeutet mir viel, dass du Rücksicht darauf nimmst, dass es mir etwas bedeutet. Dafür koche ich dir die ganze Woche alle deine Lieblingsessen!"

Sie lächelte erneut und blickte zu dem schlafenden Fellbündel. "Ich verspreche auch, dass ich mich gut um ihn kümmern werde. Vlad wird dir keine Probleme machen, versprochen. Ich sorge dafür, dass er stubenrein ist, die Wohnung in Ordnung lässt und gut erzogen ist." Sie hatte nun nicht unbedingt großartige Erfahrungen in Hundeerziehung, aber die würde sie sich schon noch aneignen, so schwer würde es sicher nicht sein, den Hund, den sie auf 'Vlad' getauft hatte, zu erziehen. Mit viel Liebe, Geduld und Durchsetzungsvermögen würde sie das schon hin bekommen.

TBC: Dallas - Wohngebiet - Apartements 3 - Alexej Kalinin - Wohnzimmer mit Essbereich & Küche (+Alexej Kalinin)
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 3 EmptyMi 26 Okt 2016 - 19:04

CF: CF: Nightlife - Tabledance Bar 'Dashing Venue' - Showbereich

Die Luft war angenehm frisch im Vergleich zum Inneren des Clubs. Warm - Dallas war der Russin ohnehin viel zu heiß - aber immerhin nicht mehr diese Mischung aus schwerem Parfum, Rasierwasser, Alkohol, Schweiß und kaltem Zigarettenrauch, der gerade im Showbereich sehr extrem war. Eigentlich hatte sie anrufen und Bescheid geben wollen, dass sie fertig war und sie sich gleich umziehen würde - wer immer sie holen kam, würde zumindest einen Moment brauchen, um zum Club zu kommen - aber für einen kurzen Moment genoss die Russin es einfach, ihre Ruhe zu haben und die Ereignisse des Abends auf sich wirken zu lassen. Ihre sachen waren schon vor ein paar Stunden geholt worden, da geblieben waren nur die Sachen, die sie auf der Arbeit trug - die wenigen Corsagen, knappen Kleider und die besonders hübsche, aufreizende Unterwäsche. Viel war es noch nicht, aber zumindest momentan reichte es trotzdem noch, sie musste einfach häufiger waschen.

Nebenbei dachte sie auch an Vlad. Wie es ihrem Hund wohl ergangen war? Bisher erschien ihr der Welpe sehr anhänglich udn verspielt - und vor allen Dingen sehr dankbar dafür,d ass er regelmäßig etwas zu essen und ein wenig Zärtlichkeit bekam. natürlich, Sasha hatte noch viel Erziehungsarbeit vor sich, besonders, um ihn erst einmal überhaupt stubenrein zu bekommen, allerdings zweifelte sie nicht daran, ihm das schon irgendwie anerziehen zu können. danach käme das Betteln, was sie ihm ebenfalls sehr schnell abgewöhnen wollte. Und dann... sie würde sich einfach irgendwo über Hundeerziehung informieren. Aber nicht mehr diesen Abend. Jetzt wollte sie nach Hause, ausnutzen, dass Alexej eine Badewanne hatte und ein langes Vollbad nehmen, ein wenig dabei lesen und dann schlafen, bis Alexej irgendwann nach hause kam. Zumindest hoffte sie, dass sie diese Nacht besser schlafen würde, als die letzten - zumindest im Augenblick fühlte sie sich gut und entspannt, ohne das Gefühl der Leere und der Verzweiflung, das sie manchmal überkam. Zufrieden seufzte Sasha, ehe sie ihr Handy zückte, um nach der richtigen Nummer zu suchen. Sie würde Vlad schreiben, dem Mitarbeiter, weil er auch ihren Vlad bei sich hatte - und sie für die Englische SMS ohnehin länger brauchen würde, als für die russische an Alexej.
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 3 EmptyMi 26 Okt 2016 - 20:11

Cf – Zeitsprung – Flughafen - Haupteingang

Um hier zu landen hätte sie erst gar nicht weglaufen müssen . Ein Etablissement wie dieses war so ziemlich der letzte Ort, an dem Sergej eines seiner - na, nennen wir es spaßeshalber doch ganz einfach „verlorenen Schäfchen“ vermutet hätte. Normalerweise versuchten die Mädchen einem Schicksal in einer ebensolchen Einrichtung um alles in der Welt zu entgehen und sein Wolf hatte ganz recht mit seinem Kommentar, dass sie sich ziemlich viel Aufwand und Ärger hätte ersparen können, wenn sie brav bei ihm geblieben wäre. Sergej war schließlich kein Unmensch, man konnte mit ihm über alles sprechen – und eventuell sogar ein positives Ergebnis dabei erzielen. Wenn er gewusst hätte wie ambitioniert dieses kleine Lämmchen war, hätte er bestimmt etwas drehen können, dass sie an ihre heißbegehrte Stelle kam – in Russland, ohne Sprachkurs, der für die kleine garantiert nötig war (nur wenige, der Mädchen, die sie bei sich 'aufnahmen' konnten eine andere Sprache als die ihrer Heimat) und vor allem ohne den ganzen Ärger.
Im Vorfeld hatte er Informationen über das Dashing Venue erhalten, er wusste, dass es nicht einzig eine Bar war. Besondere Vorzüge konnte Man(n) in einem anderen Teil des Gebäudes erhalten, wenn er Willens, Manns und vermögend genug war …

Nun war es jedoch, wie es einmal war und leider war Lämmchen da in ein unschönes Spiel gerutscht, für dass sie eigentlich nichts konnte Eigentlich aber auch schon! und für dass sie nun jedoch den vollen Preis zahlen würde. Sergej war nicht hier um sie zurück zu holen – wegen ihr flog er bestimmt nicht persönlich um die halbe Welt, doch sie würde dennoch ein wichtiger Teil in seiner wohlverdienten Rache werden. Rache für den Tod seines Bruders. Und dafür, dass es eigentlich hätte ihn treffen sollen. Er würde nicht ruhig weiter leben können, solange er wusste dass es jemanden gab, der eigentlich ihm ans Leder wollte und nur aus Versehen den falschen Wolf erwischt hatte, ohne dies zu merken …
Doch das Puzzle würde sich noch früh genug zusammenfügen, zuallererst galt es alte Banden neu aufleben zu lassen …
Lämmchen hatte sich nun endlich aus dem Stall getraut. Lange genug hatte er – (und um die Metapher hübsch fortzusetzen) ihr Hirte – darauf warten müssen.
Sergej ließ kaum Zeit verstreichen, näherte sich ihr schnellen Schrittes und noch während sie in ihren Taschen nach etwas kramte – ah ein Handy – war er zur ihr aufgeschlossen und legte ein chloroformgetränktes Taschentuch auf Nase und Mund . Sergej ließ sie nicht aus seinem Griff, während er wartete, dass die Wirkung der Chemikalie einsetzte. Nachdem das geschehen war und sie in seinen Armen bewusstlos zu Boden sank, hob er sie sich über die Schulter um sie in den PKW zu laden, der an einem Ende der Straße geparkt war.

Das war der Plan, doch wäre es zu schön gewesen, wenn alles 100% komplikationsfrei verlaufen wäre … Als Sergej losging, die menschliche Fracht geschultert, schlugen nach wenigen Augenblicken sämtliche seiner Alarmglocken an. Binnen von Sekunden fuhr er herum, routiniert den Griff zur Waffe in der Innenseite seines Jackets. Gezückt und entsichert, als die Drehung vervollständigt war - Der Lauf zeigte zwischen die Augen eines überdimensionalen schwarzen Wolfes, der zähnefletschend seinerseits Sergej fixierte. Ungerührt von der Waffe, wie es schien. „Du nervst.“ kommentierte Sergej etwa ebenso ungerührt, als wäre dies nicht die erste Begegnung mit dem riesigen Tier. „Und was jetzt?“ es wäre ein Leichtes für Sergej abzudrücken. Der Wolf hätte keine Chance diesen Schuss zu überlegen, doch er tat es aus genau zwei Gründen nicht. Einen Schalldämpfer hatte seine Waffe nicht und der Schuss würde eventuell Personen auf den Plan rufen, für die er weder die Zeit noch die Lust hatte. Punkt zwei hatte persönliche Hintergründe. Doch dem Wolf ging es ähnlich... nach einem kurzen Blick zu der bewusstlosen Frau, trat er einige Schritte zurück. Das Zeichen der Kapitulation. „Vielleicht beim nächsten Mal.“ flüsterte Sergej beinahe als der Wolf noch weiter Abstand zu ihnen aufgebaut hatte. Als er sich abwenden wollte, um seinen Weg fortzusetzen, hallte das Geräusch von Pfoten auf Asphalt an den Wänden wieder. Sergej machte erneut kehrt und drückte ab. Das Tier fuhr jaulend zusammen. Lediglich eine Fleischwunde. Sergej hatte den Wolf an der Schulter getroffen. Mehr Zeit sich damit zu befassen blieb allerdings nicht, zügig ging er zum Auto, wo er das Lämmchen auf die Rückband warf und losfuhr.

Eine alte Lagerhalle würde das Ziel sein, wo er das unartige Lämmchen daran hindern würde noch einmal zu fliehen … mit Seilen und Kabelbinder, tendenziell in einem dunkleren Teil des Gebäudes, möglichst ohne Fenster und soweit von den Türen weg, wie nur möglich. Zuvor hatte er sich das Objekt bereits angeschaut, es gab da eine Ecke, die perfekt schien. Dunkel, abgeschirmt durch drei Wände gesichert und abgesehen von all dem Gerümpel – vermutlich war dies ein ehemaliger Büroraum – recht geräumig. Der wunderbar, an Wand und Boden verschraubte Tisch aus Massivholz am Ende des Raumes würde sich prächtig eignen das Lämmchen daran fest zu machen – es sollte sich – wenn es zu sich kam und vollkommen desorientiert war (das arme Ding!) ja nicht aus Versehen irgendwo selbst verletzen! Von einer Augenbinde oder ähnlichem würde Sergej absehen – er brauchte das ganze nicht künstlich dramatisieren, das würde es schon von ganz alleine ...

Tbc – Industriegebiet - Verlassene Lagerhalle (+ Sasha aka a Lämmchen)
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 3 EmptyMo 23 Okt 2017 - 18:32

cf: Lounge :: Dashing Venue (+ Keith Belshaw)

Feuer! Im Venue hatte es gebannt! Aber es hatte nichts verkohlt oder verschmort gerochen, auch nicht nach Benzin. Oder war da Alkohol verschüttet gewesen, der bei einer Zigarette die achtlos auf den Boden geworfen wurde Feuer gefangen hatte? Ja so musste das sein. Aber wieso waren die Flammen so hoch geschossen? Keith hatte schnell reagiert und war mit ihr aus der Gefahrenzone gegangen. Sie fand jedoch, er hätte sie dafür nicht tragen müssen. Denn er stellte sie nicht irgendwo in dem Club ab, sonders steuerte die Hintertür an. Oh fuck. Das gab ärger, im Doppelpack. Als Keith sie draußen wieder auf die Beine stellte, sah sie ihn an und bemerkte aus den Augenwinkeln dass einem der Sicherheitsleute die Aktion aufgefallen war und er war im Schatten still gefolgt. Verhielt sich jetzt auch unauffällig und wartete ob er einem der Mädchen des Clubs mit einem Kerl helfen musste der ihr ärger machte. Oder aber er berichtete dem Chef davon dass sie Beziehungsprobleme in den Club gebracht hatte. Kim entwich der Mut wie die Körperwärme im Winter. Sie hatte einen verärgerten Keith vor sich und wenn es ganz schlimm kam verlor sie ihren Job im Venue. Jetzt fehlten ihr die Worte und sie suchte angestrengt nach welchen. Sie war total verwirrt. „Ich kann nicht aufhören hier zu arbeiten. Das Trinkgeld ist sehr gut hier und ich brauche das Geld.“, brachte sie schließlich hervor und fasste sich mit ihren Händen an die Ellenbogen. Was er jetzt bestimmt von ihr dachte… Aber so war nun Mal die Wahrheit. Für im war jeder Monat ein Kampf ums finanzielle Überleben. Sie hatte nun Mal keinen gut bezahlten Job der sämtliche Kosten allein tragen konnte.
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 3 EmptyMi 25 Okt 2017 - 15:39

"Doch kannst Du und wirst Du - ich schieß den Teil Deiner Miete dazu." erwiderte direkt ohne einen Moment des Zögerns. Das kam überhaupt nicht in Frage, dass sie auch nur noch ein einziges Mal in DIESEN Laden einen einzigen, geschweige denn einen halben Fuß oder auch nur eine Zehenspitze setzte (plastisch dargestellt). "Hier, in DIESEM Laden arbeitest Du jedenfalls nicht mehr." wenigstens für ihn stand das so fest wie das Amen in der Kirche. Es gab da auch überhaupt kein Vertun, jedenfalls aus seiner Sicht. "Hör mal Kim..." langsam beruhigt er sich etwas und rieb sich mit seiner rechten Hand über seinen Nacken. Irgendwas fühlte sich komisch an "Du kannst überall in der ganzen Stadt arbeiten...." ein Schauer lief über seinen Rücken ".... aber nicht in einem Puff! Bei aller Liebe nicht!" brachte er es auf den Punkt. Das merkwürdige Gefühl verschwand nicht und es dämmerte ihm auch der Grund dafür: Sie wurden intensiv beobachtet. Der Jäger in ihm ging sofort in Habachtstellung. Dieses Mal würde es sowas von garantiert anders ausgehen als gestern im Wald. Er hatte endlich seine Fähigkeit zurück! Bei der ganzen Aufregung um Kim, kam die Freude darüber endlich wieder er selbst zu sein viel zu kurz.

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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 3 EmptyMi 25 Okt 2017 - 16:08

So ein Traumtänzer. Natürlich konnte man es leicht sagen hier oder da nicht mehr zu arbeiten, aber bei ihr sah es nun mal anders aus. „Die anderen Arbeiten werfen nicht so viel ab.“, konterte sie automatisch und stellte mit Entsetzen fest, dass sie sich gerade über ihre Finanzen unterhielten! Auch bot er ihr an, etwas von ihrer Miete zu übernehmen. Als Kim das hörte sah sie Keith an, aber nicht mit hoffnungsvollen, dankbaren Augen. Nein, Kim wirkte verschlossen. Ihre Arme verschränkten sich noch mehr. „Das… musst du nicht. Ich komme auch alleine klar.“, mit über Stunden und Doppelschichten hatte sie es bisher immer geschafft und sorgte seit Jahren für sich allein – und teilweise für ihre Mitbewohnerin Caitlyn. Kim stellte sich taub als Keith ihr verbieten wollte im Venue zuarbeiten und erwiderte daher nichts darauf. Ihr Blick war gesenkt und sie schaute an Keith vorbei. „Wo ich arbeite ist immer noch meine Sache.“, widersprach ihm Kim leise. Damit war die Katze aus dem Sack.

Nicht dass sie diesen Job vor ihm verheimlicht hätte, es war nur nie zur Sprache gekommen und wie es sich herausstellte auch zum Glück. Es war doch nichts Schlimmes in seinem solchen Club zu arbeiten. Das Trinkgeld war besser und dafür musste man sich halt von Männern angaffen lassen. Es war ja nicht so, dass sie alle zwei Stunden in den Keller ging. Zwar hatte der neue Chef sie darauf angesprochen, wie er ihr Arbeitsverhältnis sehen sollte und Kim war dabei geblieben nur zu kellnern und nicht noch Sonderdienste anzubieten. „Ich arbeite an der Bar und nicht in den Zimmern.“, setzte sie noch mit etwas Nachdruck hinterher, aber wieso sie sich jetzt rechtfertigte wusste sie nicht. Auch nicht wieso Keith hier so einen Aufstand machte, also doch schon, ein wenig. Aber was es bedeutete wusste sie nicht. „Wieso regst du dich überhaupt so auf?“, wollte sie schließlich wissen und sah ihn dabei an. „Passt es… passt es nicht in deine Lebensumstände mit jemanden bekannt zu sein, der in dieser Branche arbeitet?!“, wenn es so war, dann würde sie wohl eine Freundschaft verlieren. In Kims Kopf spielten sich verschiedene  Gründe ab und alle endeten damit das sie entweder den Job verlor oder Keith nichts mehr mit ihr zu tun haben wollte.
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 3 EmptyDo 26 Okt 2017 - 11:57

Seine Realität sah einfach anders aus. Zusammengezogen, in Keith Rechnung, brauchte es für Kim eine Geldquelle, die es ihr ermöglich würde, die Tätigkeit in diesem Etablissement aufzugeben. Nun, leider sah Kim das anders. Zum Beweis beharrte sie auf ihrem Standpunkt und verwies ihn in seine Schranken. Unterstreichen tat sie das mit einer äußerst kompromisslosen Körperhaltung, die einen sicheren stand auf beiden Beinen und das Verschränken der Arme vor der Brust beinhalteten.  Das an sich war ja eigentlich schon ein verdammt großes Ausrufezeichen, was wohl auch kein Blinder oder einer der klar bei Verstand war übersehen konnte. So einfach oder leicht geschlagen geben wollte sich der Pyro aber nicht "Aus der Bar kann ganz schnell ein Zimmer werden." merkte er daher sehr nüchtern an.

Warum er sich so aufregte. Ja, warum tat er das eigentlich? Warum konnte er sie nicht einfach sie sein lassen in Mitten einer Grube aus sabbernden, geifernden Männern, die gerne jeden Preis zahlen würden für so eine süße Unschuld von der sie nicht mal ahnten, dass das gar kein Spiel war sondern eine Tatsache!
Keith schüttelte seinen Kopf. "Nein, ich kenne viele die da arbeiten - schließlich schlafe ich mit der ein oder anderen, je nachdem." antwortete er auf ihre Frage mit einem Achselzucken "Aber für gewöhnlich möchten die Damen nicht, dass man sie auf der Straße dann wie alte Bekannte begrüßt, weshalb Deine Frage irgendwie nicht richtig zu beantworten ist."
Dem Pyro entglitt ein kurzes Seufzen. "Zu der anderen Fragen, natürlich rege ich mich auf! Was wäre ich für ein Freund, wenn ich Dich, wo ich doch weiß wie das hier abgeht, sehenden Auges in Dein Unglück laufen lassen würde?" er machte ein kurze Pause "Kein guter nehme ich an." Keith sah von ihr weg und überprüfte die nähere Umgebung.. irgendwie... endlich entdeckte er einen Schatten. Wohl die Security des Ladens. Na, aber warum machte er sich sorgen? Kim hier, hatte alles bombig im Griff, deswegen kam der einfachen Kellnerin, die vermeintlich gerettet wurde, auch gleich die Sicherheit hinterher. Er grüßte in die entsprechende Richtung und tippte sich an einen nicht vorhanden Hut "Wir sind zufällig bekannt, es wird ihr nichts passieren und ich will auch nichts ohne dafür zu zahlen." Keith lenkte seine Aufmerksamkeit wieder auf Kim "Und? Möchtest Du wieder rein oder soll ich Dich nach Hause bringen und Du nimmst ganz evtl. doch mein Angebot an?" wenn sie nein sagte, würde er es nicht ändern können, aber wahrscheinlich auch nie wieder das Venue aufsuchen. Es würde vermutlich jedes Mal zu einer neuen Auseinandersetzung führen und das ahnte er bereits jetzt. Dafür brauchte es keinen Propheten. Allein die Vorstellung trieb es ihm eiskalt den Rücken runter. So würde er das Problem nicht lösen, aber sich damit arrangieren und ihr in ihrem Leben hier und der Ausgestaltung an diesem Ort nicht in die Quere kommen.

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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 3 EmptyDo 26 Okt 2017 - 14:19

Keith merkte gar nicht wie unwohl sich Kim bei dieser Gegenüberstellung fühlte. Sie argumentierte zwar ihren Standpunkt, aber innerlich zog sie sich immer weiter in ein Schneckenhaus zurück. Er hatte ja nicht vollends unrecht mit dem was er sagte, aber Kim war alles andere als naiv. Sie sorgte allein für ihren Unterhalt und darauf war sie auch stolz. Es war anstrengend, sie brauchte dafür drei verschiedene Jobs, aber sie schaffte es. Das aus der Bar schnell Mal das Zimmer werden konnte wusste sie. Aber sie sagte darauf nichts und schwieg stur. Am liebsten hätte sie sich auch die Hände an die Ohren gehalten. Sie erfuhr Details von Keiths Leben, von denen sie sich nicht sicher war ob sie die hören wollte. Das Bild von dem Mann den sie kannte begann zu verwischen. Natürlich war er jemand anderes nachdem er sein Gedächtnis wieder gefunden hatte und im Prinzip wusste sie gar nichts über ihn.

Die Moralpredigt hatte ihr außerdem noch gefehlt und sie fühlte sich an ihre Mutter und ihren Stiefvater erinnert. Sie hätten sicherlich ähnliches gesagt. Und ob sie je einen Freund gehabt hatte der ihre Anstellung im Venue nicht gut hieß und was Besseres für sie wollte, darüber dachte Kim erst einmal nach. Aber auf das Ergebnis auf das sie kam, würde Keith nicht gefallen. In der Zwischenzeit hatte Keith auch den Security entdeckt und unterhielt sich kurz mit ihm. Na ganz toll… Als sich Keith wieder ihr zu wandte kämpfte Kim um die Beherrschung ihrer Gefühle. „Du stellst dir das so leicht vor.“, entgegnete sie ihm und ihre Stimme fing an zu zittern. „Mir das Geld geben.  Das sagt sich so leicht. Sicher ist dann vieles einfacher, aber früher oder später… werde ich trotzdem wieder hier arbeiten müssen, weil du sagen könntest jetzt ist es genug.“, ihre Lippen bebten und sie versuchte angestrengt nicht Keith anzusehen.  Der Gedanke von dem Wohlwollen eines Anderen abhängig zu sein und sich nicht auf ihre eigene Kraft zu verlassen, war für Kim gerade unvorstellbar. Vorsichtig fuhr sich Kim zügig mit einer Hand über einen Augenwinkel. „Ich will nicht, dass du mich nicht mehr magst nur weil ich hier arbeiten. Aber seit ich mit sechzehn von Zuhause ausgezogen bin, habe ich mich um mich allein gekümmert. Ich war von niemanden mehr abhängig und konnte mich auf mich selbst verlassen.“ Das sollte sie jetzt ändern? Einfach so? Nur weil jemand nette, verlockende Dinge sagte? „Das ist etwas anderes als jemanden zu einem Date einzuladen Keith.“ , sagte sie entmutigt zu dem was er ihr vorgeschlagen hatte. Wie ein kleines Häufchen Elend fühlte sich Kim und rang immer noch mit den auf steigenden Tränen.
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Keith Belshaw
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 3 EmptyMo 30 Okt 2017 - 9:06

Keith hörte ihr aufmerksam zu. Sehr sogar. Aber in sie hineinfühlen, das konnte er nicht und würde er nie können oder vielleicht wenn sein Leben einen anderen Lauf genommen hätte, aber das hatte es nicht. Jetzt stand er hier. Inmitten einer Gasse hinter einem berüchtigten Lokal des Rotlichtmilieus und unterhielt sich mit deren Kellnerin über das Für und Wider ihres Jobs. Lauter was wäre wenn Situationen... er war nie gut in was wäre wenn. Er tat es einfach. Nachdenken konnte man über Probleme, wenn sie da waren und nicht schon vorher das konnte einen stagnieren lassen.
Keith konnte sehen, dass ihr die Tränen in den Augen standen. Das Licht der Straßenbeleuchtung brachte sie zum Funkeln.
"Tja..." sagte er und setzte sich in den Schneidersitz "...und ich habe noch nie eine Beziehung geführt. Zu oder mit irgendwem." bei seinen letzten Worten streckte er sich lang auf dem Boden aus und sah in den Himmel. Seine Hände verschränkte er hinter seinem Kopf "Das wäre wohl einiges was wir beide lernen müssten." ein Seufzer verließ seine Lippen. Seinen Blick weiter in den Himmel gerichtet "Rücksicht gehört gar nicht zu meinem Repertoire. Einfühlungsvermögen auch nicht und eine ungefähre Ahnung von einem durchschnittlichen Leben habe ich auch nicht, wenn man von den paar Tagen als Tellerwäscher in dem Café bei Dir absieht." wenn man das genau betrachtete war das schon ganz schön armselig. Der Asphalt unter ihm kühlte seinen Körper, was nach dem einheizen im Lokal eine recht angenehme Wirkung hatte.

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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 3 EmptyMi 1 Nov 2017 - 3:36

Die ganze Situation war so unangenehm. Kurzzeitig hatte Kim so etwas wie eine kleine Hoffnung, da Keith sich anscheinend wirklich Sorgen machte wo sie arbeitete. Aber er stellte sich die Lösung so einfach vor, die für sie selbst so unvorstellbar war. Kim war es einfach gewohnt, dass sie sich um sich kümmern musste. Da kam ihr jemand vor der ihr Versprechungen machte ihr zu helfen wie ein zu schöner Traum vor. Dazu kam noch, dass sie Keiths Verhalten nun völlig verwirrte. Denn er setzte sich einfach hin, während sie weiter hin stand und dabei zusah, wie er sich nicht nur setzte sondern sich auch auf den Boden legte. Wer legte sich bitte einfach in eine dunkle Gasse während er sich unterhielt? Unbewusst tauschte Kim mit dem Security Blicke aus, der ebenfalls irritiert das Verhalten des Mannes auf den Boden beobachtete.
Das was Keith dann sagte, verletzte sie dann noch mehr als die Tatsache, dass er es nicht gut fand, dass sie hier arbeitete. Es fühlte sich an, als würde er über ihr ganzes, mühsames Leben herziehen. Nein, eigentlich tat gerade alles weh was er sagte. Und sie verstand es nicht wieso er das sagte. „Was soll das? Willst du dich über mich lustig machen?“, fragte sie und meinte damit das er der Länge nach auf dem Boden lag. Sie wollte noch mehr sagen, aber etwas schnürte ihr den Hals zu. So konnte man doch kein ernsthaftes Gespräch führen. Die ganze Zeit starrte sie ihn an, aber sie verstand den Sinn darin nicht. Wütend wischte sie sich nun mit beiden Händen über die Augen und war vorsichtig dabei, die Wimperntusche nicht zu verschmieren. „Weißt du was, bleib… bleib doch da liegen wenn es dir da unten so gut gefällt! Meine Schicht ist noch nicht um.“ Kim wandte sich ab. Sie wollte eigentlich nicht gehen oder es so beenden. Aber wie sollte sie ihn ernst nehmen, wenn er es bei ihr nicht tat und sich ohne verständlichen Grund auf die Straße legte, als sei es sein Garten oder so ähnlich?

tbc: Zeitsprung Showbereich - Dashing Venue


Zuletzt von Kim Johnsson am Di 16 Jan 2018 - 0:04 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Keith Belshaw
Keith Belshaw

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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 3 EmptySo 5 Nov 2017 - 15:42

Warum sollte er sich über sie lustig machen? Er stützte sich auf seinen Ellenbogen ab so dass sein Oberkörper fast aufrecht war und er sie ansehen konnte. "Warum sollte ich?" fragte er und sah sie an. Vielmehr hatte er das Gefühl, dass sie ihm nicht zuhörte und ihn nicht verstehen wollte/konnte. Keine gute Basis für irgendwas und kaum, dass er das zu Ende gedacht hatte, erklärte sie auch schon, dass er liegen bleiben solle und sie zurück an ihren Arbeitsplatz müsse. Keith hob seine rechte Hand und winkte ihr nach.
Als sie verschwunden war ließ Keith seinen Kopf in den Nacken sinken und sah wieder hoch in den Himmel. Das war prächtig gelaufen. Wenigstens in seiner Vorstellung war dieser Abend Bombe gewesen, bis er auf Kim getroffen war. Bis dahin.

Keith beugte sich vor und stand schließlich auf. Seine Hände tief in seinen Hosentaschen vergrabend machte er sich auf den Heimweg. Da offenbarte er ihr sein tiefst und innerstes ich und es wurde mit totaler Engstirnigkeit gedankt. Wenn er so wäre, würde er wohl nie auch nur eine Wesenheit erlegt haben. Ein kleiner Seufzer verließ seine Lippen und dann musste er lachen. Was für eine Ironie. Die einzig andere mit der er jemals auch nur den Ansatz einer Beziehung in Erwägung gezogen hatte, hatte er selbst aus reiner Vorsorge um ihre Sicherheit gar nicht erst wirklich entstehen lassen und jetzt.... jetzt, wo er irgendwie mal so etwas in Erwägung gezogen hatte, da bekam er einen Korb. Klar wusste er warum er so ausgetickt war, er war schließlich kein Teenager mehr. Keith winkte ab. Ach was soll's. Konzentriere ich mich auf meine Arbeit. Meine tatsächliche Arbeit.


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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 3 EmptyFr 16 Feb 2018 - 10:09

cf: Zeitsprung  :: Dashing Venue :: Showbereich

Eigentlich war ihr Plan für heute anders gewesen. Sie hatte richtig Stunden im Venue reißen wollen, aber in ihrer kurzen Pause hatte sie ein Anruf auf dem Krankenhaus erreicht. Erst war sie ratlos gewesen wieso das Krankenhaus ausgerechnet sie anrief. Ihre Mitbewohnerin pflegte ihren Rausch bei irgendwelchen dubiosen Freunden auszuschlafen und landete selten in den Armen des Staates. Kim wollte schon sagen dass man sich bestimmt verwählt hatte, aber als dann Keith Belshaws Name fiel blieb ihr erst einmal sie Spucke weg. Die Frau am anderen Ende der Leitung musste sogar nachfragen ob sie noch dran war. Nach etwas gestotterte und Nachfragen was denn passiert sei, endete das Gespräch nach wenigen Minuten und Kim hatte überlegt was sie machen sollte. Kurzerhand fragte sie ob sie ihre Schicht schon beenden könnte und machte sich fertig für den Weg. Sie tauschte ihre Schuhe gegen bequemere aus und verhüllte ihren Leib mit dem engen Kleid mit ihrer Jacke. Einzig die gemachten Haare und das Makeup verrieten das sie wohl von einer Silvesterparty kam, oder ging.

Kim trat durch den Hintereingang hinaus und verabschiedete sich von dem Türsteher der ihr die Tür aufgehalten hatte und ihr noch ein schönes Neujahr wünschte und das sie auf ihren nach Hause weg aufpassen sollte. Als die Tür zu fiel und Kim einige Schritte gegangen war, blieb sie stehen und ordnete ihre Gedanken einmal. Auch prüfte sie ob sie alles dabei hatte, Geld, Schlüssel, Handy. Warum zum Teufel war Keith im Krankenhaus? Es war außerfrage das sie sie mindestens einmal kurz nach sah wie es ihm ging. So herzlos und ihn in einer solchen Situation ignorieren konnte sie nicht.
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 3 EmptyDi 20 Feb 2018 - 22:36

CF: Zeitsprung; Reunion Tower; Tische
Lichter. Häuser. Tausendfach. Die Geräusche der Nacht. Das Stimmengewirr der Menschen. Das Rauschen der Autos auf den Straßen. Hier bellten Hunde, dort gruben Katzen in Mülltonnen nach etwas fressbarem. Er roch Benzin, Abfälle, Exkremente, frische Luft, Pflanzen und noch so vieles Mehr. Seine Nasenflügel bebten. Er hatte Hunger. Er hatte verdammt großen Hunger. Und nach dem gestrigen Abend war seine Laune nicht die Beste. Es war ein einziges Fiasko gewesen. Der arrogante Flammenwerfer, die seltsame Frau die ihn geküsst hatte und die Tatsache das Tessa trotz seiner Informationen nicht aufgetaucht war. Doch um den Grund ihres nicht Erscheinens würde er sich später kümmern. Jetzt galt es seinen Hunger zu stillen. Das war besser. Für alle beteiligten. Den umso hungriger er war, umso unausstehlicher konnte er werden.

Seth stand auf dem Dach eines Gebäudes und blickte auf die Straßen zu seinen Füßen hinab. Das Gebäude direkt unter ihm war das Dashing Vanue. Offiziell war dies eine Tabledance Bar. Also ein Club wo leicht bekleidete Damen sich aufreizend an Stangen räkelten, während ihnen Männer dabei zu sahen. Doch Seth wusste das mehr dahinter steckte. Er hatte den Keller bereits gesehen. Und dessen Dienste bereits genossen. Er war auch nur ein Mann. Und gegen schnellen Sex hatte er noch nie etwas ein zu wenden gehabt. Und dank seiner Vampirnatur war er sicher vor Infektionen. Nun war er aber nicht hier um sich eines der leichten Mädchen zu genehmigen. Später vielleicht schon…nein jetzt war er hier um sich eine Beute zu suchen. Hier in dieser Umgebung und in diesem Etablissement wo man großen Wert darauf legte nicht gesehen zu werden, war der perfekte Ort um auf die Jagd zu gehen. Ein Paar das sich in eine dunkle Gasse verzog würde sicherlich weniger Aufmerksamkeit auf sich ziehen als anderswo. Auch ein kichern, ein Stöhnen würde keiner beachten. Und bisher war es ihm immer gelungen dass es seinen Blutbeuteln gefiel was er tat. Nicht auf Rücksicht. Oder gar aus Angst sie zu verschrecken….nein einzig und allein der Tatsache geschuldet, dass das Blut einer erregten Frau viel Köstlicher war, als jenes das in Panik kochte.

In diesem Moment hörte er fernes Stimmen Gewirr das durch eine geöffnete Tür drang. Dann ein Mann und eine Frau. Sie schienen sich voneinander zu verabschieden. Seth schloss die Augen und atmete tief ein. Sofort lief ihm das Wasser im Mund zusammen. Ja. Er hatte seine heutige Beute defintiv gefunden. Kaum dass sich hinter dem Mann die Tür geschlossen hatte, setzte er zum Sprung an und landete lautlos ein Stück hinter jungen Frau auf der Straße. Dann eilte er großen Schrittes an ihr vorbei als hätte er es furchtbar eilig. Nach ein paar Schritten blieb er stehen und wandte sich um. „Entschuldigen Sie Madame das ich Sie so einfach an spreche….aber ich fürchte ich habe mich ein wenig verirrt…könnten sie mir vielleicht sagen in welcher Straße wir hier sind?“ er setzte eine zerknirschte Miene auf und ging langsam auf sie zu. Seine Stimme hatte den klang von geschmolzener Schokolade. Wusste er doch das viele Frauen darauf standen..
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 3 EmptySo 25 Feb 2018 - 0:51

Als Kim sich vergewissert hatte alles dabei und nichts im Umkleideraum im Venue vergessen zu haben, war sie bereit sich auf den Weg ins Krankenhaus zu machen. Sie ging im Kopf bereits durch welche Busverbindungen am besten wären und schaute auf ihrer Uhr am Handgelenk nach ob sie den ersten noch erreichte oder ob sie eventuell warten musste. Oder ein Taxi?, ging es ihr durch den Kopf. Aber die Frau vom Krankenhaus hatte ihr vergewissert das es nichts Bedrohliches war, weswegen Keith dort war. Er schwebte also nicht zwischen Leben und Tod. Nachdem sich Kim also sortiert hatte, ihr Atem in der kühlen Luft dampfend aufstieg, wollte sie ihren zügigen Laufschritt anschlagen und zur Bushaltestelle laufen, als sie von hinten Schritte war nahm. Die Brünette wandte sich um und sah gerade noch wie sie von einem eiligen Mann überholt wurde. Er ging ganz offensichtlich an ihr vorbei, aber trotzdem breitete sich in ihrem Bauch so etwas wie eine Erwartungshaltung aus. Kim sah gern in jedem fremden den sie auf der Straße traf jemanden der nichts Gutes im Sinn hatte. Sie war eine Frau die allein in der Nacht unterwegs war. Sie wäre schön bescheuert wenn sie nicht ein kleines bisschen Angst hätte, oder einfach leicht paranoid.

Ein wenig legte sich ihre unbegründete Angst, in dem der Mann einfach weiter zu laufen schien. Aber er sprach sie plötzlich wegen dem Weg an und kam ein Stückchen auf sie zu. Hilfsbereit nannte ihm Kim den Straßennamen der Hauptstraße in der das Dashing Venue stand, wie der Name der Straße hinter dem Haus war wusste sie leider nicht. Aber die Hauptstraße war ja wenige Meter nur entfernt. „Wo wollen sie denn hin? Sie könnten sich auch im Dashing Venue auch ein Taxi rufen lassen, ich könnte das für sie tun wenn sie nicht selbst hinein gehen wollen.“, bot Kim außerdem diskret an. Nicht jeder wollte gesehen werden wenn er in einen Strippclub ging – mochten die Gründe noch so anderer Natur sein. Der Mann wirkte höflich und daher sah Kim keinen Grund ihm nicht zu helfen. Sie hatte es zwar eilig, aber die Zeit nahm sie sich den Mann hoffentlich auf den richtigen Weg zu schicken.
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 3 EmptyMi 28 Feb 2018 - 21:05

Er konnte sie riechen. Die Angst. Das Unwohlsein. Nun das überraschte nicht. Er war ein Fremder. Es war bereits dunkel. Sie waren in Mitten einer engen Gasse. Doch er konnte auch wahr nehmen, das der Geruch schwächer wurde. Natürlich. So war es immer. Frage eine Banalität und die Menschen beruhigten sich. Waren mit den Gedanken plötzlich wo anders. Das machte es so leicht. Machte sie zu den perfekten Opfern. Ihre Instinkte waren so schwach ausgeprägt, das sie sich rasch ein lullen ließen. Schlecht für sie. Gut für seinesgleichen. Er spürte ein kratzen in der Kehle. Er hatte Hunger. Großen Hunger. Alles in ihm schrie danach endlich von dem süßen Lebenssaft kosten zu können.
Doch er würde sich zusammen reißen. Noch einen winzigen Moment.„Ich muss zum Bahnhof…ich hab da vorhin meinen Geldbeutel verloren. Ich hoffe dass ihn jemand gefunden hat. Also jemand der mein Geld drin gelassen hat. Sonst wird das nichts mit dem weiterfahren heute. Dabei wartet meine Freundin zuhause auf mich…“

Während er sprach, war er unauffällig noch zwei Schritte näher gekommen. Nun stand er direkt vor ihr, blickte ihr in die Augen und ließ seinen Bann auf sie über gehen. „Komm mit…“ raunte er mit hypnotischer Stimme und führte sie in die dunkelste Ecke der Gasse. „Entspann dich….dir wird nichts geschehen. Ich nehme mir nur etwas Blut….und du wirst es genießen glaube mir…“ Seth trat dicht an die junge Frau heran. Fasste sie sacht am Haar und zog ihren Kopf ein wenig zur Seite. Genüsslich schnupperte an ihrer Halsschlagader, genoss den Geruch von sauberem Blut. Sofort fuhren seine Fänge aus und er versenkte sie ohne zu zögern in dem warmen Hals. Gierig nahm er den ersten Schluck und den nächsten und den nächsten..Er spürte wie sich das Blut der jungen Frau warm in seinem Innern ausbreitete. Er spürte wie es ihn nährte, sättigte und stärkte. Nichts war so gut wie der rote Lebenssaft direkt aus einer gesunden Halsschlagader. Er konnte sie nicht verstehen. Die Artgenossen die diesen Genuss eingetauscht hatten, gegen Blutbeutel aus Plastik. Warm, aus einem Körper an den man sich schmiegen konnte, schmeckte es viel besser.
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 3 EmptyDo 1 März 2018 - 2:27

Das Erstaunen stand Kim deutlich im Gesicht, „Zum Bahnhof? Na da haben sie sich aber ordentlich verlaufen.“, meinte Kim und konnte selbst den Weg dahin kaum im Kopf zusammenstellen. Nicht weil er etwa sehr weit weg war, sondern will sie in dem Eck von Dallas kaum beziehungsweise nie unterwegs war. Trotzdem überlegte sie angestrengt wie der beste Weg dorthin war und wie sie es ihm einfach erklären konnte. Derweil kam der Mann näher, da er von Kim offensichtlich Hilfe bekam und erzählte weiter von seinem Dilemma. „Dann hoffe ich das sie ein ehrlicher Finder gefunden hat, sonst liegt er wahrscheinlich schon im nächst besten Abfalleimer.“, erklärte die Brünette aus dem Venue wahrheitsgemäß. Sie hatte nicht viel Hoffnung das er seine Geldbörse unbeschadet wieder sah – aber sie konnte sich auch irren.  „Warum rufen sie ihre Freundin dann nicht an und erklären ihr die Lage? Dann macht sie sich sicher keine Sorgen.“, versuchte sie dann doch nicht ganz so pessimistisch zu sein. Auch schien der Mann sich Sorgen zu machen das er nicht nach Hause konnte wegen dem verlorenen Geldbeutel. „Wie haben sie sich eigentlich so verlaufen?“, fragte Kim hinterher, die ein klein wenig Neugier nicht bleiben lassen konnte, auch gehörte es zum Smalltalk dazu.

Doch es kam alles anders und Kim wusste nicht einmal wie ihr geschah. Gerade noch unterhielt sie sich mit einem Mann und sah ihm dabei in die Augen, ganz so wie Oma es ihr beigebracht hatte Leute beim Sprechen anzusehen und schon im nächsten Moment driftete sie ab. Ein, zweimal kurz gelang es ihr sich wieder zu konzentrieren, aber es war als würden ihr vor Müdigkeit die Augen zufallen, ohne dass sie es wirklich taten. „Aber ich muss… zum Krankenhaus.“, meldete sich der verklärte Widerstand von Kims Verstand, doch ließ sie sich anstandslos von den wenigen Lichtern fortführen die es hinter dem Venue gab und in die Schatten der Gasse. In ihrem Kopf war alles wie in Watte gepackt. Immer nur kurz erinnerte sie sich daran was sie tun wollte und dann entglitt ihr es wieder, als ob sie es Sekundenschnelle wieder vergessen hatte. Dafür verstand sie umso deutlicher was ihr die Stimme zu raunte, sie sich merkwürdig über sämtliche Geräusche legte. Sie sollte sich entspannen. Doch wofür? Das sagte ihr der Mann nicht, dafür trat er umso dichter das er nur kurz die Hand ausstrecken musste um sie zu berühren. In so einer Situation hätte Kim sicherlich die Flucht ergriffen und im Venue hinter einem der Türsteher Schutz gesucht, doch diese Idee kam ihr erst gar nicht. Völlig eingenommen von dem Bann der von einem Vampir ausging war sie unfähig allein einen Weg da heraus zu finden. Immer wenn es ihr gelang sich auf etwas zu besinnen, war da der klang der Stimme der alles andere einfach verpuffen ließ. Nichts war mehr wichtig und nichts hatte mehr eine Bedeutung.

Das surreale dabei war, das es ihr vertraut vor kam was der Mann von ihr wollte und gleichzeitig wieder nicht. Die Art und Weise wie er sie berührte und ihren Kopf neigte, all das kam einer leidenschaftlichen Geste gleich. Verflucht Kim arbeitete in einem Bordell und war so etwas zu sehen oder gelegentlich selbst zu erfahren gewohnt. Zu der Hypnose gesellte sich also eine surreale Verknüpfung von etwas Bekannten und ihr Verstand entdeckte nichts Verdächtiges aus das es auszubrechen galt. Zwar versank Kim nicht in eine völlige hingebungsvolle Entspannung, aber sie hielt ruhig als sein Atem über ihre Haut am Hals kitzelte und die natürliche Reaktion mit Angst als spitze Fangzähne in selbigen geschlagen wurden wurde gedämpft. Ihr würde nichts passieren, ganz ohne es zu hinterfragen ging sie davon aus das es so sein würde. Also gab es auch keinen Grund fortzulaufen oder Angst zu haben. Genießen würde sie es, dass jemand an ihrem Hals saugte. Tat sie das? Kim war sich nicht sicher, aber die Stimme hatte es gesagt. Darum sanken ihre Augenlider und schlossen ihre Augen während der Vampir an ihrem Hals ihr Blut trank. Ihre Körper berührten sich und Kim spürte den sachten Widerstand und die Umarmung, falls man das so nennen konnte, wirkte in der Silhouette der licht armen Ecke so, als wären sie sich sehr vertraut und tauschten irgendwelche Zärtlichkeiten aus. Versteckt hinter einem Stripclub sicher nichts, dass  Groß Aufmerksamkeit erregte. Vielleicht gab es höchstens Ärger mit dem Chef, wieso umsonst solche „Dienste“ hinter dem Haus gegeben wurden.
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 3 EmptyDi 6 März 2018 - 21:58

Blut. Ein Genuss. Schluck für Schluck. Er spürte wie der warme Lebenssaft seine Kehle hinunter rann. Seinen Körper wärmte. Ihn stärkte. Unter seinen Lippen spürte er das Pulsieren der kräftigen Ader. Ein zierlicher Leib an den Seinen gepresst. Weiche Brüste die sich bei jedem Atemzug an ihn schmiegten. Ihn regelrecht dazu einluden Andere Dinge zu tun. Doch heute würde nichts dergleichen geschehen. Er wollte Blut. Das würde er sich nehmen. Sonst nichts. Seit Amber trennte er Blut und Sex streng voneinander. Zu groß die Versuchung. Zu groß die Gefahr. Keine weitere Blutsbindung. Niemals. Der warme Körper in seinen Armen schien entspannt. Dennoch gab sie sich ihm nicht so hin wie es hätte sei sollen. Vielleicht hätte ihn das alarmieren sollen. Vielleicht hätte es ihn misstrauisch machen sollen. Doch sein Hunger war zu groß. Und die Stadt war riesig. Diese Frau würde ihn sicherlich niemals wieder sehen.

Langsam, ganz langsam setzte ein Sättigungsgefühl ein. Seth zog seine Fänge aus der warmen Haut zurück. Verschloss sorgfältig die Wunde und hauchte einen sanften Kuss auf die Bissstelle. Es war über die Jahre hinweg ein Ritual geworden. Eine Art Markenzeichen. Ein Kuss, der seinen Dank ausdrückte. Nicht weil ihm seine Blutbeutel etwas bedeuteten. Sondern weil sie ihn genährt hatten. Ihm seine Kraft zurück gegeben hatten. Den brennenden Hunger gestillt hatten. Dann suchte er erneut den Blickkontakt. Hielt den Bann noch einen Moment aufrecht. Führte sie zurück auf die Straße, ehe er das Wort erneut an sie richtete. „Vergiss was eben geschehen ist. Vergiss den Biss. Du wirst dich lediglich an unser Gespräch erinnern.“

Seth trat einen Schritt zurück. Brachte erneut Abstand zwischen sie, dann löste er den Bann. „Naja wie es der Zufall an solchen Tagen will ist der Akku von meinem Handy leer, das Ladekabel liegt natürlich zuhause…und was mein Verlaufen an geht…nun ich möchte mal sagen das mein Orientierungssinn eher..unterirdisch ist. Das hier ist nicht das erste Mal das ich mich völlig verlaufe…“ auf seinem Gesicht erschien etwas das man durchaus für ein verlegenes Grinsen halten könnte. Nur Wesen die ihn wirklich kannten würden wissen, dass es nur gestellt war. Er war niemals verlegen! Der Vampir trat noch einen Schritt nach hinten. Brachte einfach noch ein klein wenig Abstand zwischen sie. Auf seiner Zunge prickelte noch immer der köstliche Geschmack von frischem Blut. Das Lebenselixier der jungen Frau hatte ihm hervorragend gemundet. Es war durch nichts verunreinigt worden. Nicht durch Drogen, nicht durch Alkohol. Doch nun war es Zeit im Gewirr der Stadt zu verschwinden. "Nun aber ich denke ich habe Sie jetzt lange genug aufgehalten....ich danke Ihnen für ihr Hilfe...und wünsche ihnen einen angenehmen Abend..." mit einem Lächeln auf den Lippen verschwand er im Dunkeln der Nacht.

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Dorinda Jones
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 3 EmptyDo 23 Aug 2018 - 22:06

CF Zeitsprung (Wiedereinstieg)


Was für ein Abend, Nacht oder was auch immer. Dorinda hatte jedes Zeitgefühl verloren als sie durch die Hintertür das Dashing Venue verließ. Sie war kaputt. Nicht nur mental sondern auch körperlich. Die Arbeit, ihre Arbeit, schlauchte, selbst wenn sie Freude daran hatte ihren Körper zu verkaufen und den vielen Männern ein Art von Selbstwertgefühl (?) zu vermitteln. Manchmal war sie sich selbst nicht so sicher, ob das Wort das wirklich beschrieb und wie viele Vergewaltigungen oder ähnliches sie und ihre Kolleginnen verhinderten, weil die Typen es hier ausleben konnten, darüber wollte sie gar nicht nachdenken.

Es war jetzt schon einige Zeit her, dass sie Nick gesehen hatte, aber ab und zu tauchte dieser Gentleman der alten Schule, dem sie an einem Abend hier an der Bar begegnet war, in ihren Gedanken auf. Richtig vergessen, wie all die anderen, konnte sie ihn nicht. Vielleicht weil er ihr wie ein echter Typ Drinks spendiert und sie dann nach Hause gefahren hatte, statt sie auf eine Prittsche zu zerren und sich in ihr zu versenken. Eigentlich war sie mittlerweile sogar davon überzeugt, dass das der Grund war weshalb er immer wieder Gegenstand ihrer Gedankenwelt und Tagträumen war.
"Vielleicht wird es für mich doch Zeit mir endlich einen richtigen Job zu suchen..." murmelte sie vor sich hin während die Tür des Venues hinter ihr ins Schloss viel. Aber was konnte sie schon? Nichts. Sie hatte nichts gelernt und sich nichts angeeignet außer ihren Körper möglichst gewinnbringend zu verkaufen.
Dori sah müde zu dem fahlen Licht der Laterne, welches die Gasse nur unzureichend beleuchtete. Es war also noch Nacht. Die Absätze ihrer Highheels klackerten über den Boden als sie sich in Bewegung setzte um zur U-Bahn zu gelangen. Wie würde sie froh sein, wenn sie die Dinger nachher einfach in eine Ecke ihrer bescheidenen Wohnung abstreifen konnte. Aus Bequemlichkeit hatte sie sich heute Nachmittag keine Turnschuhe für den Weg zur Arbeit angezogen, weil sie keine Lust hatte das andere Paar dann in einer Tasche zu tragen.
Dorinda unterdrückte ein Gähnen. Gott, war sie fertig und ihr Körper tat weh. Manche Typen gingen zu einer Prostituierten, weil sie dann keine Rücksicht nehmen mussten, grob sein konnten und ihren Schwanz wie eine Nähmaschinennadel benutzten und dabei an ihren Haaren oder anderen Körperteilen herum rissen. Dabei dann noch lustvoll zu stöhnen, war unmöglich, eher vor Schmerzen wimmern, aber das wollten diese Männer auch und sie hatte das große Pech gehabt gleich 3 dieser Stammkunden zu erwischen. Die sich einfach nur erleichtern wollten ohne auf irgendwas Rücksicht zu nehmen. Sie bezahlten auch am besten, weshalb Dorinda sie nicht meldete, lieber das Trinkgeld einsteckte und die ganze Sache ganz schnell wieder vergaß.
Sich ihre schwarzen Haare hinter ihre Ohrend klemmend, sah sie wieder nach vorne. Jetzt war diese Schicht jedenfalls vorbei und nach einem Bad zu Hause würde es ihr wieder besser gehen.
"Heee. Da ist die Schlampe ja!"
Dorinda versteifte sich. Zwei ziemlich breite Typen tauchten wie aus dem Nichts vor ihr auf und versperrten ihr den Weg während wieder diese klirrende Stimme ertönte.
"Naaa, jetzt biste nicht mehr so forsch näh?"
Der Besitzer der Stimme musste hinter ihr sein. Ohne noch lange auf irgendwas zu warten oder gar sich dazu hinreißen zu lassen etwas zu sagen, schlüpfte sie aus ihren Schuhen und begann zu laufen. Direkt in die Faust des einen Bodybuilders.
"Uhhhh..." automatisch krümmte sie sich nach und griff an ihren Bauch, wo sie getroffen worden war bevor sie versuchte weiterzukommen. Der zweite reagierte leider eben so schnell und riss sie an ihren Haaren zurück
"Arrgh... Hiiiilfe!!!" schrie sie aus Leibeskräften bevor wieder eine Faust auf sie niedersauste und diesmal in ihrem Gesicht landete. Luther, ihr Zuhälter, würde toben bei den Verletzungen. Wochen unbrauchbar. Kein Geld. Schoss es ihr durch den Kopf während sie bereits um sich schlug um zu entkommen.
"Hiiiilllffeee..." rief sie dabei wieder verzweifelt, aber von der Bar war sie bereits zu weit entfernt als das sie jemand hören könnte.
"Stopft ihr endlich das Maul!" hörte sie die Stimme wieder bevor das untrügliche Geräusch eines aufspringenden Messers an ihr Ohr drang. Eine Hand legte sich über ihren Mund und zog ihren Kopf rückwärts gegen eine breite Brust. Sie versuchte zu beißen, aber es gelang nicht. Todesangst stieg in ihr auf. Der zweite Typ stand vor ihr und rammte ihr wieder seine Faust in den Bauch, dass sie vor Schmerzen in die Hand an ihrem Mund stöhnte.
"Und, Du Hure? Gefällt Dir das? Willst Du mehr? Bald bist Du die hässliche." wieder dieses Stimme zu dem Typen, den sie nicht sehen konnte, jetzt, weil ihr Kopf nach hinten überstreckt war.
"Los nochmal!" forderte die Stimme wieder und Dorinda verkrampfte in die Hand schreiend in Erwartung des nächsten Einschlags.

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Nicodemus McDermott
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 3 EmptyMo 27 Aug 2018 - 7:25

Nicodemus stoppte seinen Sportwagen in der Nähe des "Dashing Venue". Er hatte seit geraumer Zeit immer wieder daran gedacht, dass dort eine bildschöne Frau war, die er gern näher kennenlernen wollte. Sie hatten sich seit jenem Abend noch einmal in der Stadt kurz getroffen, doch nicht viel miteinander geredet. Doch heute Abend sollte das anders sein. Der Eisenbahntycoon hatte vor, Dorinda Jones abzupassen und sie zu fragen, ob sie vielleicht mit ihm noch einmal etwas trinken gehen wollte. Oder essen. Oder sich gemeinsam mit ihm die Sterne ansehen wollte... Sterne, die so glänzten, wie Dorindas Augen.
Ja, verdammt, es hatte Nick McDermott erwischt, und zwar mittschiffs und mit einer vollen Breitseite. Der Vampir hatte sich in die Menschenfrau verliebt. Und auch wenn er keine echte Möglichkeit sah, dass sie seine Unsterblichkeit jemals würde teilen können, so hatte er sich der jungen Frau doch verschrieben, und zwar mit Haut und Haar, Herz und Seele, Körper und Geist, von Kopf bis Fuß und von vorn bis hinten.

Es war ein recht warmer Abend. Das Fenster von Nicks Auto stand offen, und der Nachtwind säuselte in den Ohren des Transportunternehmers. Doch plötzlich war da ein Misston zu hören... oder genau genommen mehrere. Es handelte sich offenbar um einen Mann - mindestens einen Mann - und eine Frau, die sich stritten. Und die weibliche Stimme kam McDermott verdächtig bekannt vor.
"Hilfeeeee!" war zu hören, und dieses Wort riss den Vampir endgültig aus seiner Untätigkeit. Diese Stimme hätte er unter tausenden wiedererkannt! Es war Dorinda, die so schrie. Und er war derjenige, der ihr helfen konnte, helfen wollte und helfen musste. Daran gab es keinen Zweifel.

Wie von einer Stahlfeder getrieben schoss Nick aus seinem Auto, aktivierte im Rennen die Zentralverriegelung, die auch gleich die Fenster des Wagens schloss, und sprintete wie von Furien gehetzt in die Seitenstraße hinter dem Venue. Dort erblickte er etwas, das das tausend Jahre alte Blut des Eisenbahnbarons schier zum Kochen brachte: Dorinda Jones... SEINE Dori... wurde von zwei Männern festgehalten und geschlagen. (Kurzerhand hatte Nick Dorinda zu SEINER Dori erklärt. Und wer das anzweifelte, würde sich vor ihm dafür rechtfertigen müssen.) Einer der Kerle, ein ungeschlachter Grobian von der Statur eines Preisboxers und der Intelligenz einer Erdnuss, schlug der jungen Frau in den Bauch, sodass es ihr die Luft aus der Lunge trieb. Mit schnellen und doch lautlosen Schritten näherte sich Nicodemus dem Trio. Oh, hier würde jemand bezahlen. Die beiden Dreckskerle, die der dunkelhäutigen Schönheit das angetan hatten, würden bitter bezahlen. Aber nicht in Dollar, Yen, Euro oder Pesos... oh nein. Die Bezahlung, das wusste Nick, als er sich näherte, würde in Blut erfolgen. Die Blutgruppe und der Rhesusfaktor waren ihm dabei egal. Aber es musste das Blut der beiden Schläger sein. Und es würde reichlich fließen, davon war Nick überzeugt.

"Und, Du Hure? Gefällt Dir das? Willst Du mehr? Bald bist Du die Hässliche", fauchte einer der beiden Wichser, der in Wirklichkeit Eddy Frighton hieß. Doch zu viel mehr lautmalerischer Äußerung kam er nicht mehr. "Und Du bist der Blutende, Du Arschloch", hörte der Bastard eine Stimme hinter sich. "Hä?" fragte der Schlägertyp noch. Doch im nächsten Moment wurde er auch schon von einer Faust in der gefühlten Größe des Chrysler Building getroffen. Der Kerl klappte zusammen wie ein Rasiermesser, stöhnte vor Schmerz auf und ließ das Messer fallen. Ein gezielter Fußtritt an die Nase knockte ihn vollkommen aus. Diese Nacht - und auch alle kommenden Nächte - waren für Edward "Eddy" Frighton vorbei... ein für alle Mal.

Der andere Schläger, Paul Ranger, genannt "die Ratte", hielt Dorinda immer noch fest. Doch der plötzliche Abgang seines Kollegen in Morpheus' Arme hatte ihn verunsichert. Was war da los? Er glotzte wie ein Mondkalb an Miss Jones' Haaren vorbei auf den Mann, der über Eddy stand und sich nun langsam umdrehte. Guter Anzug, teure Schuhe, dazu ein Gesicht wie aus dem Vogue-Magazin... der neue Mitspieler sah eher aus wie ein Model oder ein hochrangiger Manager, als wie ein Zuhälter, der auf seine Hure aufpasste. Aber Paul Ranger war schon mit ganz anderen Kalibern fertig geworden... zumindest behauptete er das öfter. Er zog einen kurzläufigen Revolver aus der Hosentasche und hielt sie vor sich, die Mündung auf den Fremden gerichtet: "Hör mal, Du Scheißer", bellte er. "Verpiss Dich! Das geht Dich nichts an! Hau ab, sonst schieße ich Dir ein Loch in Deinen Schädel."

Nicodemus hörte die Worte seines Gegenübers, der immer noch Dori nicht losließ. Der Gesichtsausdruck des Vampirs war mit Echt jetzt? recht gut umschrieben. Dann wandte er sich Paul vollständig zu und grinste dreckig. "Ich fürchte, Du machst drei Fehler, mein Freund", sagte Nick kalt. "Der erste Fehler ist, dass Du meine Freundin festhältst. So halte nur ich sie fest, und niemand sonst. Klar?" "Freundin? Das ist eine Hure!" jaulte der Kerl mit der Kanone. Doch Nicodemus ließ sich davon nicht beeindrucken. "Der zweite Fehler: Du versuchst, mir zu sagen, wie ich mich verhalten soll. Und das hat noch keiner gewagt, der heute noch davon erzählen könnte." Pauls Waffe zitterte. Er bekam eine riesige Scheiß-Angst, während er an dem glucksenden Röcheln seines Kompagnons hörte, dass dieser gerade an seinem eigenen Blut erstickte, welches ihm aus der gebrochenen Nase in die Lunge lief.

Nicodemus hörte das auch, doch es war ihm gleichgültig. Er hatte in den mehr als tausend Jahren seiner Existenz unzählige Menschen sterben sehen. Ja, teilweise hatte er sie auch selbst umgebracht. Er hatte mit dem Schwert getötet, mit Messern, mit Pistolen, Gewehren, manchmal auch mit den bloßen Fäusten oder sogar mit seinen Zähnen und seinem Blutdurst. Ein Arschloch mehr auf der Liste für den Fährmann war für den heutigen Eisenbahnbaron aus dem Spätmittelalter nicht der Rede wert... und auch zwei waren es nicht, fügte er in Gedanken hinzu.
"Kommen wir nun zu Deinem dritten und letzten Fehler", sagte Nick genüsslich. Er spannte seine Muskeln an, auch wenn Paul das bei der düsteren Beleuchtung und unter dem Stoff des Maßanzugs nicht sehen konnte. Dann sagte er leise: "Du bedrohst jemanden mit einer Waffe, der viel schneller ist als Du." In diesem Moment trieben Nicodemus' Beine den Vampir vorwärts. Es war zu schnell, um von Paul Ranger wirklich wahrgenommen zu werden. Doch was er merkte, war, dass der kleine Snubnose-Revolver ihm plötzlich aus der Hand gerissen wurde und dabei einen Finger brach. "Die Ratte" schrie auf vor Wut und Schmerz, bevor Ranger heulend auf den Asphalt sank und Dorinda dabei mitnahm. Die Beiden lagen wie ein groteskes Liebespaar auf der Straße, und die Mündung des Revolvers drückte an Pauls Schläfe.

"Lass sie los", knurrte Nicodemus. "Bitte, Mann, bitte tu mir nichts, ich..." wimmerte die Ratte. Der Druck an seinem Kopf verstärkte sich: "Lass... sie... los!" Paul Ranger gab das Mädchen frei, und Nicodemus half Dorinda auf, während er die Waffe noch immer auf Paul gerichtet hielt. "Wir kümmern uns gleich um Dich", sagte der Vampir zu der jungen Frau. Seine Stimme war so sanft und zärtlich, wie sie zuvor hart und unerbittlich gewesen war. Dann schaute er wieder auf Paul hinunter. Die Hand des Vampirs bewegte sich nur wenige Zentimeter, dann ging die Waffe los. Die Kugel durchschlug Rangers rechten Unterschenkel, und der Mann heulte abermals auf. Als das Weinen wieder etwas abgeklungen war, sagte Nicodemus: "Sollte ich Dich oder irgendwen, der mit Dir in Verbindung steht, noch einmal in ihrer Nähe sehen, dann finde ich Dich. Und wenn ich Dich finde, bringe ich Dich um. Allerdings nicht so schön und schnell, wie den Arsch mit dem Paviangesicht dort drüben. Nein, für Dich lasse ich mir Zeit. Ich werde Dich mit einer Rasierklinge in Deine Einzelteile zerlegen. Und wenn Du dann kurz vorm Abkratzen bist, nähe ich Dich zusammen und fange von vorne an. Ich brenne Dir die Augen aus, mit der Du sie angesehen hast, schneide Dir die Zunge ab, mit der Du irgendetwas über sie sagen könntest, und hacke Dir Deine gierigen Pfoten ab, mit denen Du sie angefasst hast. Klar?"

Der andere Mann wimmerte nur. Nick beugte sich zu ihm herunter und drückte die Waffe wieder gegen seinen Kopf: "Ich habe Dich gefragt, ob das klar geworden ist? Antworte, Du in Menschenhaut verpacktes Stück Hundescheiße!" Paul nickte winselnd und heulte noch mehr. "Nein, ich glaube nicht, dass Dir das klar ist", knurrte Nick. "Ich glaube, ich sollte Dir doch besser in den Kopf schießen." Der Eisenbahnbaron drückte ab, doch es machte nur *Klick*. Nicodemus hatte in einem unbemerkten Moment die Trommel zurückgedreht. In diesem Moment pinkelte sich Paul "die Ratte" Ranger vor Angst in die Hose, und ein stechender Gestank bewies, dass es nicht nur beim Pinkeln geblieben war. Nicodemus blickte verächtlich auf seinen Kontrahenten hinunter. "Merk es Dir gut, mein Junge: Finger weg von ihr, und kein Wort zu den Cops. Anderenfalls treffen wir uns schon sehr schnell wieder. Und dann hast Du Dein Testament besser schon geschrieben", sagte der Vampir. Er steckte die Waffe ein, nahm ein Tütchen mit einem Pulver aus der Tasche und hielt es Paul vor die Nase. "Weißt Du, was das ist?" Der verwundete Schläger schüttelte den Kopf. Nicodemus grinste bösartig: "Das ist militärischer Blutstiller. Das gute, alte Quik Clot! Wirkt wie Sau, aber brennt wie die Hölle. Er sorgt dafür, dass Du die Beinwunde überlebst. Hinken wirst Du trotzdem für den Rest Deines Lebens. Wie lange dieser Rest ist, bestimmst Du selbst, indem Du wahlweise die Fresse geschlossen und Deine armselige Gestalt von Dorinda fern hältst, oder aber versuchst, den Dicken zu markieren und Dich an ihr zu rächen. Du hast die Wahl."

Mit den letzten Worten streute der Vampir das Blutstillmittel in die Wunde, und der Schläger heulte abermals auf, als die chemische Reaktion begann und das austretende Blut sofort verklumpte. "Tja, ein Feldarzt hätte Dir vorher eine örtliche Betäubung gegeben", schmunzelte Nick. "Aber wenigstens überlebst Du. Und, hey... nichts ist perfekt, richtig?" Er stand auf, ging zu Dorinda und sah sie besorgt an: "Wird es denn gehen? Komm, mein Auto steht gleich da drüben. Ich nehme Dich mit zu mir, und dort verarzten wir Dich erst einmal, okay?"

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Quellen: Personenbilder: Mr. Ryan Reynolds 1 & Mr. Ryan Reynolds2
Schriften: Institution & Standardschriftart Niagara Solid Regular
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Dorinda Jones
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 3 EmptyDi 28 Aug 2018 - 17:44

Anstelle des weiteren Einschlags in ihren Körper wurde sie weggerissen, zwar noch gehalten, aber zur Seite gerissen. Etwas hatte sich verändert. Automatisch öffnete sie ihre Augen wieder und erkannte einen Schatten, der zwischen den Männern wirbelte und dann knackte es fürchterlich. Irgendwas von einem der Männer musste gebrochen worden sein. Dieses Geräusch würde sie ganz sicher nicht so schnell wieder vergessen. Das Machtverhältnis hatte sich erneut verschoben. Gehässige Worte wurden ausgetauscht, von denen Dorinda nur die Hälfte verstand. Nicht etwa, weil sie schnell gesprochen worden waren oder in einer anderen Sprache zum Ausdruck gebracht wurden, sondern weil sie unter Schock stand. Es kamen nur Wortfetzen bei ihr an.
"...hat noch keiner gewagt, ... heute noch ... erzählen könnte."
Diese feste, maskuline Stimme. Dorinda krallte sich wie eine ertrinkende an ihr fest und konzentrierte sich auf sie. Sie kam ihr so bekannt vor und sie versprach Sicherheit. Für sie. Die Schmerzen zuckten ihre Nervenbahnen entlang in jeden Winkel ihres schlanken Körpers.
"... Hure...!" dieses Wort schien sie von allem zu trennen. Es war mehr als ein Wort, es war ihre Arbeitsbeschreibung. Dorinda wagte einen neuen, genaueren Blick, einer der breiten Typen lag jetzt am Boden und röchelte. Einen kurzen Moment fragte sie sich, ob er wohl mit dem Leben rang und dann stellte sie fest, dass es ihr egal war, wenn es so sein sollte.
"... dritten und letzten Fehler ... bedrohst ... mit einer Waffe....." am Ende dieser Worte wurde sie zu Boden gerissen. Luft verließ mit Gewalt ihre Lungen und sie musste unter dem Gewicht, welches auf ihr lag, ächzen.
... los!"
die Umklammerung, in der sie sich befand, löste sich und Dorinda verschwendete keine Minute sich ganz zu befreien. Mit Mühe kämpfte sie sich unter dem muskulösen Körper hervor und brachte so viel wie möglich Meter zwischen sich und dem Geschehen, dem sie soeben entronnen war.
Mit dem Rücken an der nächst gelegenen Hauswand beobachtete sie das weitere Geschhehen, wovon sie aber das wenigste richtig sehen konnte bzw. kam es genau wie die Worte, die gesprochen wurden, nur bruchstückhaft in ihrem Bewusstsein an.
Nach wie vor klammerte sie sich mental an die ihr bekannte Stimme und betete, während sie ihre Knie fest umschlungen hielt und mit ihrem Körper vor und zurück wiegte, dass jetzt endlich alles vorbei sein möge.
"...mit zu mir, und dort verarzten wir Dich erst einmal, okay?"
Dorinda nickte kurz und versuchte in das Gesicht zu sehen, dass zu ihr gesprochen hatte, aber  sie erkannte nur verschwommene Umrisse einer irgendwie vertrauten Silhouette.
Widerstandslos ließ sie es zu, dass man/er ihr aufhalf und sie sich auf ihn stützen konnte.
Natürlich versuchte sie auf dem Weg zu dem Auto alles zu ordnen und wieder in die richtige Reihenfolge zu bringen, aber es wollte ihr noch nicht so recht gelingen.
Bereitwillig ließ sie sich auf dem Beifahrersitz nieder und schloss die Tür deren Handgriff auf der Innenseite sie mit ihrer rechten Hand so fest umklammert hielt, dass die Knöchel ihrer Hand weiß hervor traten. Der Wagen startete und verursachte ein flaues Magengefühl.


TBC - Geschäftsviertel - Railroad Tower - Penthouse - Wohnzimmer (+ Nicodemus McDermott)

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#9933ff

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