Dallas bei Nacht
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 Gasse hinter dem Dashing Venue

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BeitragThema: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptySo 1 Dez 2013 - 10:57

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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptyDo 28 Apr 2016 - 13:15

Das Scheppern der Dose klang überlaut in der schmalen Gasse, in die er gerade einbog. Blech, das über Pflastersteine kullerte, war definitv kein angenehmes Geräusch. Nicht, dass es hier sonst besonders still war - Dallas schlief praktisch nie. Und dass diese Gasse hier nicht ganz so gut ausgeleuchtet war wie andere lag nur daran, dass die straßenseitige Fassade des Gebäudes umso auffälliger war. Leuchtreklame und Werbetransparente, die in letzter Zeit überraschend subtil und edel waren - der Besitzer musste das Konzept geändert haben. Oder der Laden den Besitzer. Luke kannte den Stripclub, so wie man sämtliche Häuser in seiner Straße kannte - von aussen, ohne je drin gewesen zu sein. Das Dashing Venue hatte zwar umgebaut, aber es gab immer noch nichts, was Luke darin wirklich locken konnte. Es war um einiges billiger, ein Mädchen in einer Bar aufzugabeln. Und sehr viel schmeichelhafter für sein männliches Ego. Abgesehen davon konnte er es sich momentan sowieso nicht leisten, die hoffnungslos überteuerten Preise zu bezahlen, selbst wenn er nur ein Feierabendbier in dem Laden trinken wollte.

Wieder zog er an der Zigarette, mit den typischen, rastlosen Bewegungen eines Menschen, der sich etwas von dem blauen Rauch erhoffte. Klarheit, oder innere Ruhe, oder sonst irgend eine Wirkung. Aber das Nikotin würde seinem Körper nicht mehr schaden. Genau wie es auch sonst keinerlei Wirkung mehr hatte. Die Zigaretten waren nur dazu gut, nicht aufs Atmen zu vergessen, wie es ihm in letzter Zeit ab und zu passiert war. Ein Ghul zu sein hatte ein paar unerwartete Features. Luke könnte eine großartige Karriere als Apnoe-Taucher hinlegen, falls ihm das in den Sinn kam. Nachdenklich schubste er die Coladose mit der Schuhspitze an, als er sie wieder erreicht hatte. Er sollte sich wirklich ein bisschen umhören, ob es einen Arzt gab, der sich mit solchen Phänomenen wie ihm beschäftigte. Vielleicht konnte der ihm sagen, was für einen Ghul normal war oder nicht. Bisher konnte er schließlich nur auf seine eigenen Erfahrungswerte und halbseidenes Wissen aus irgendwelchen Fantasy-Foren zurückgreifen. Wikipedia hatte Ghule als etwas ähnliches wie Zombies, nicht existent und ziemlich stupide beschrieben. Das war Luke - zumindest seiner Meinung nach - nicht. Wieder fuhr er sich durch die Haare, als könnte er die düsteren Überlegungen damit vertreiben.

Immer wieder spielte er mit dem Gedanken, noch einmal bei Fenneke von Rochow vorbei zu schauen. Aber allein der Gedanke an die unheimliche Vampirin ließ ihn schaudern. Trotzdem hatte er ihre Mobilnummer in seinem neuen Handy eingespeichert. Er hatte das Gefühl, damit eine Art Anker zu haben - zwar keine Zuflucht, aber wenigstens eine einzige Person, die wusste was er war. Spielerisch drehte er die Dose auf dem Boden, hob sie mit einer geschickten Bewegung auf seine Schuhspitze und balancierte sie ein paar Momente, bis sie hinunterfiel. Frustriert trat er wieder dagegen, und dieses Mal kullerte sie sogar weiter als vorhin, hinter ein paar riesige Müllcontainer an der Wand. Erst als er fast auf der Höhe der Container war sah er, dass es hier einen Hinterausgang gab - und dort ein Mädchen stand. Wahrscheinlich eines der Mädels, die hier tanzten. "Sorry, hab dich nicht gesehen!" entschuldigte er sich rasch für den Angriff mit der Coladose. Er sah gar nicht allzu genau hin. Wahrscheinlich machte sie gerade eine Rauchpause und wollte lieber ihre Ruhe haben. Die Dose lag direkt vor ihren Füßen, und Lukes Aufmerksamkeit war mehr auf sein Spielzeug konzentriert, als auf ihr Gesicht. "Krieg ich sie zurück?"
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptyDo 28 Apr 2016 - 18:27

Sie bückte sich und hob die Dose auf, nur um sich im nächsten Augenblick einem Mann gegenüber zu sehen. "Kein Probleme, alles gut", versicherte die Russin gut gelaunt, als er sich entschuldigte, wobei ihr Akzent nur zu deutlich verriet, woher sie stammte - und es ein bisschen schwer machte, das gesagte zu verstehen, auch wenn sie sich wirklich Mühe gab.  Sie reichte ihm die Dose mit einem Lächeln - und ihr Blick blieb an den Bildern hängen, die in seine Haut tätowiert waren - und ihr merkwürdig vertraut vorkamen. Sie hielt mitten in der Bewegung inne und starrte auf die Bilder, ehe sie die Hand ausstreckte, als wolle sie die Tätowierungen berühren, tat es aber nicht - sowas tat man immerhin nicht bei Fremden. Wenn er denn fremd war. Langsam hob sie den Kopf, um dem Mann ins Gesicht zu blicken, das tatsächlich vertraut erschien - und gleichzeitig total unbekannt. Wenn sie nur wüsste, woher. Sie konnte sich erinnern, wie sie diese Linien immer und immer wieder nachgezeichnet hatte... und plötzlich fiel es ihr wieder ein, und diese Erkenntnis wandelte ihre nachdenkliche, grüblerische Miene in ein Strahlen. Natürlich! Der Amerikaner! Mit dem Sport! Das war schon Jahre her, und es war nur ein Tag gewesen, aber sie Bilder auf seiner Haut hatte sie sich gemerkt.

Verzweifelt versuchte, sie sich an seinen Namen zu erinnern, es war irgendetwas aus einem Weltraumfilm gewesen, aber sie kam einfach nicht darauf. Sie erinnerte sich noch daran, wie sie versucht hatte, ihm ihren Namen klar zu machen - wie bei Tarzan und Jane - aber wie war doch noch gleich sein Name gewesen? "Ich kennen dich! Sasha kennt dich! Sasha, von Russland!" Sie deutete auf sich, um zumindest klar zu machen, wer sie war, damit er sie vielleicht erkannte. Wenn sie sich denn nicht irrte. Aber wie wahrscheinlich war es schon, dass zwei Kerle mit denselben Tätowierungen herum liefen? Andererseits - wie wahrscheinlich war es, dass sie spontan Jemanden traf, den sie zufällig in Russland getroffen hatte? Allerdings würde sie ja ohnehin innerhalb der nächsten Sekunden merken, ob er sie erkannte - oder ob sie sich gerade total zum Brot machte.
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptyFr 29 Apr 2016 - 8:52

Luke war in Gedanken ganz wo anders und sah im ersten Moment regelrecht durch sie hindurch - kein Vergleich zu seiner sonstigen Art. Er war prinzipiell ziemlich freundlich, wie die meisten Amerikaner. Dimitri hatte ihm einmal erklärt, dass diese offene Freundlichkeit gegenüber Fremden für einen Europäer ziemlich befremdlich war. Er hatte es, vor allem bei den hübscheren Mädels, stets als Anmache ausgelegt. Und in überraschend vielen Fällen hatte der Russe, der auf herbe Weise gut aussah, das entsprechende Mädchen für einen kulturellen Austausch mit nach Hause genommen.
Der Russe hatte seine Auslandssemester in Dallas verbracht, wo er an der hiesigen Uni Sport studiert hatte. Luke hatte keine Ahnung, wieso er gerade jetzt an den Sportler dachte, den er seit seiner Krebsdiagnose damals nicht mehr gesehen hatte. Klar, Dimitri hatte ihm ein paar aufmunternde Mails geschickt, als er es mitbekommen hatte. Aber es war ihm gegangen wie allen anderen: man wusste nicht, was man sagen sollte. Und daher ließ man es lieber ganz bleiben.

Luke hatte vor, alle diese Kontakte wieder neu zu knüpfen, jetzt wo sicher war, dass er in nächster zeit nicht sterben würde. Nicht sofort, zuerst wollte er sich selbst klar darüber werden, was genau eigentlich mit ihm passiert war. Er wusste ja noch nicht mal, ob er das gut fand oder nicht. Aber nach und nach würde er sich bei allen, die er vor den Kopf gestoßen hatte, entschuldigen.
Sein Blick war fest auf die Dose gerichtet, als das Mädchen vor ihm erklärte, dass nichts passiert war. Der Akzent verriet, dass sie keine Amerikanerin war. Das überraschte ihn nicht sonderlich, hier arbeiteten viele Einwanderinnen in den Bordellen. Es schien die einfachste Art für Frauen zu sein, Geld zu verdienen wenn sie kaum Englisch sprachen. Noch ein Grund mehr, sich nicht unbedingt in diesen Lokalen herumzutreiben - man konnte sich nicht mal mit den Frauen unterhalten. Aber ihre sanfte Stimme erinnerte ihn an jemanden, wobei er nicht genau wusste an wen. Luke hob den Kopf und sah sie zum ersten Mal richtig an, die Hand bereits nach der Dose ausgestreckt.

Sie musterte gerade seine ausgestreckte Hand, die riesige blaue Rose auf dem Handrücken. Das passierte ihm öfter, obwohl es inzwischen in einer so großen Stadt wie Dallas normal sein sollte, dass einem tätowierte Meschen über den Weg liefen. Aber das war nicht der Grund, wieso er sie einen Moment lang einfach nur anstarrte, wie ein Gespenst. "Sasha" echote er überrascht, und für ein paar Augenblicke hatte er ganz klar das Bild vor Augen, wie sie damals auf dem Roten Platz in Moskau zu ihm aufschaute, mit geröteten Wangen und verlegenem Blick, weil sie ihn gerade umgerannt hatte. Vor zirka einem ganzen Leben.
Sie hatte sich kaum verändert. Dieselben großen Augen, die gleiche zierliche Stupsnase mit den vielen Sommersprossen, der selbe sinnlich geschwungene Schmollmund... Er blinzelte noch einmal, um sicherzugehen dass er es sich nicht bloß wünschte. Das war doch Jahre her! "Hey!" machte er schließlich, und ein genauso überraschtes wie erfreutes Strahlen breitete sich über sein Gesicht aus. Mit einer raschen Bewegung nahm er ihr die Dose ab und ließ seine halbgerauchte Zigarette hineinfallen. Eigentlich hätte er sie gern mit einer Umarmung begrüsst, aber die Situation war ein wenig... seltsam. "Was machst du denn hier in Amerika?!" sprudelte er stattdessen begeistert heraus. "Machst du ein Auslandssemester?"
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptyFr 29 Apr 2016 - 16:50

Einige schnelle Herzschläge lang war Sasha etwas verunsichert - war er es tatsächlich? Wenn ja, erkannte er sie wieder? Dann allerdings zeichnete sich auch Erkenntnis ins einer Miene ab und ihr strahlendes Lächeln gewann erneut, während sie ihn tatsächlich einfach umarmte, ehe ihr einfiel, dass so viel Überschwung womöglich unangebracht war - andererseits war ihr das gerade auch egal. "Ich wohnen jetzt in Dallas! Und nicht studieren, tanzen." Sie deutete auf den Club hinter sich. "Und ich sprechen viel besser Englisch!" Sie schenkte ihm ein weiteres strahlendes Lächeln, während die Erinnerungen zurück kamen, warm und sonnig wie der Tag, an dem sie ihm begegnet war. Wie sie sich mit den Wörterbüchern verständigt hatten, weil sie beide die Sprache des jeweils anderen nicht beherrschten, an die Nacht, die sie miteinander verbracht hatten. "Dein Name ist weg gegangen aus meinem Kopf." Sie errötete etwas, schenkte ihm ejdoch ein weiteres, etwas scheueres Lächeln. Ja.. namen waren so eine Sache, sie tat sich schwer damit, sich namen zu merken, besonders, wenn es schon so lange her war.

"Und du noch immer Sport?", fragte sie interessiert nach, damals war er für... irgendein Turnier da gewesen? Sie musterte ihn erneut, allerdings blieb ihr nur fest zu stellen, wie dünn er war. Ein bisschen bereute Sasha es in so Momenten schon, dass sie nur ein Schlafzimmer hatte, und keine richtige Wohnung - wie gerne würde sie ihn jetzt einfach zu sich schleifen und ihm etwas zu essen machen! Er hatte es dringend nötig. "Wenn viel Sport, du müssen essen!" Es lag eine liebevolle Mahnung in ihrem Tonfall, während sie beschloss, dass sie dringend genug Geld verdienen musste, um sich eine eigene Wohnung leisten zu können - wenigstens etwas kleines! So viel brauchte sie ja nicht - ein Schlafzimmer, eine Küche und ein Bad.
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptyDi 3 Mai 2016 - 22:58

Die kurze Umarmung überrumpelte ihn völlig, und Luke versteifte sich im ersten Moment, als wäre es ihm unangenehm. Er hatte es seit seiner Verwandlung vermieden, mit irgendjemandem Hautkontakt zu haben - das Fieberthermometer, mit dem er seine Temperatur messen hatte wollen, zeigte bestenfalls Umgebungstemperatur an. Damit fühlte sich seine Haut für einen normalen Menschen viel zu kalt an. Was klar war, er war ja schließlich gestorben. Nur eben nicht ganz so tot, wie es normal war.
Er sollte wirklich einen Arzt für Übernatürliches finden... oder so etwas in der Art. Allein die Tatsache, dass er unbestreitbar existierte hieß doch, dass es noch mehr von seiner Sorte geben musst. Auf irgend einer Grundlage mussten all die Märchen und Legenden doch beruhen. Der beunruhigende Gedanke, dass damit nicht nur Ghule und Vamire, sondern auch alle anderen alptraumhaften Geschöpfe unerkannt in der menschlichen Gesellschaft lebten so wie er und Fenneke von Rochow - und Jenkins - geisterte immer wieder durch seinen Kopf.

Er ließ die Umarmung über sich ergehen, obwohl er sie unter anderen Umständen garantiert genossen und überschwenglich erwiedert hätte. Luke schaffte es gerade so, sie ebenfalls kurz an sich zu drücken, als ihm bewusst wurde, dass eigentlich bloß Hände und Gesicht "gefährlich" waren. Der Rest war von der Jacke und der dunklen Jeans bedeckt, so dass er sich vermutlich völlig umsonst Sorgen gemacht hatte. Mit ein wenig Verspätung wurde ihm bewusst, dass ausser Fenneke von Rochow niemand mehr seine bloße Haut berührt hatte. Sasha ließ ihn schon wieder los und strahlte ihn an. Sie war noch genauso schön, wie er sie in Erinnerung hatte. Die junge Frau hatte seinen Russland-Trip auf jeden Fall unvergesslich gemacht, und die Jungs hatte noch wochenlang von ihren Kochkünsten geschwärmt. Luke hatte die "Wegzehrung", die sie ihm damals mitgegeben hatte natürlich mit seinen Kumpels geteilt, schon allein deshalb weil er die Unmengen an Essen alleine nie geschafft hätte.

Gerade wollte er die Hand in der Hosentasche vergraben, um sein Smartphone herauszuholen und ein Übersetzungsprogramm zu suchen - da plapperte sie los. Mit einem schweren, Russischen Akzent zwar und einem lustigen, grammatikalischen Kauderwelsch... aber durchaus verständlich und so, dass er sich auch ohne Wörterbuch mit ihr unterhalten konnte. Lukes Lächeln wurde noch breiter bei dieser Erkenntnis, dann traf ihn der Sinn der Worte.
"Du meinst, du lebst hier? In Dallas?" vergewisserte er sich verblüfft. "Das ist ja cool!" setzte er hinterher und nickte bekräftigend.
Wahrscheinlich hatte sie das Studium aufgegeben und schlug sich jetzt mit tanzen durch. Er war ehrlich beeindruckt von ihr. "Ja, dein Englisch ist ziemlich gut - wie lange bist du denn schon hier?" sprudelte es aus ihm hervor. Es war schön sie zu sehen, wie sie sich freute, ein vertrautes Gesicht zu sehen. War sie etwa mit ihrem Freund hierher gezogen? Hatte sie einen Freund? Ihre absolut niedliche Frage, die keine war, durchbrach den Gedanken. "Luke" grinste er und versuchte, sich an die richtigen Worte zu erinnern. "Minya zavut Luke."

Auf die nächste Frage hin nickte er etwas langsamer. "Jetzt gerade ...nicht." gab er ausweichend zu. Er hatte zwar wieder angefangen, Parkour zu laufen. Aber er musste erst mit seiner neuen Stärke klarkommen und sie richtig einzuschätzen lernen. Dazu kam, dass er auf dem Bau verdammt viel Arbeit hatte und nicht mehr besonders viel Zeit für Freizeitvergnügungen blieb. Es wurde zeit für einen eigenen Tattooladen. Vielleicht sollte er doch eine Bank überfallen.
Lächelnd griff er ihre indirekte Beleidigung auf. "Du warst ja nicht hier, um mich zu füttern!" flachste er, und man hörte regelrecht, wie er die Überraschung, Sasha hier zu treffen überwand.
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptyMi 4 Mai 2016 - 21:16

Luke! Genau, wie Luke aus Star Trek! Oder war es Star Wars? Irgendetwas mit Raumschiffen jedenfalls. Sie glaubte, es müsse Star Wars gewesen sein. Mit den Lichtschwertern und dem Asthmatischem Bösewicht. Sashas Begeisterung darüber, ein bekanntes Gesicht gefunden zu haben, überwog sogar den Schock des Abends, während sie begeistert nickte. "Ja, Englisch besser! Sasha in Dallas seit uh..." Sie runzelte die Stirn, ehe sie etwas unbeholfen die Schultern zuckte. "Nach Silvester. In Schnee. Kam mit Schnee nach Dallas." Man hatte ihr gesagt, dass es in Dallas quasi nie schneite, deswegen hoffte sie, dass Luke damit würde vielleicht eingrenzen können, wie lange Sasha schon in Dallas war - sie hatte selbst das Zeitgefühl etwas verloren, aber es waren schon einige Wochen. Immerhin war es inzwischen richtig warm!

"Und Sasha leben gerade hier." Sie machte eine lose Bewegung zu der Tabledance-Bar. "Noch kein eigene Wohnung, zu teuer. Deswegen Zimmer hier geliehen, mit eigenes Bett und Bad, aber kein Küche. Aber nur für Übergang, ich sparen ganz viel auf mein eigene Wohnung! Bis dann Vivi ist so nett und lässt mich wohnen und arbeiten." Sie schenkte Luke ein weiteres, strahlendes Lächeln. "Aber irgendwann eigenes haus. Mit Garten und Blumen. Und Küche! Oh und Bücher! So gemütlich und viel wie in Moskau!" Der Gedanke an ihre eigene, kleine Wohnung in Moskau, die jetzt ein anderes Mädchen aus ihrem alten Bordell bewohnte, machte ihr Heimweh. Sie vermisste das Zimmer mit der Blumentapete, vermisste das Bücherregal über dem bett, vermisste ihre kleine, uralte Küche. Vermisste Russland. Ein Gedanke, der sich, sobald er sich in ihren Kopf gesetzt hatte, sofort ungefiltert auf ihren Zügen ablesen liess, die zuerst nostalgisch und melancholisch, dann nahezu traurig wurden. Allerdings schob sie den Gedanken zur Seite und lächelte schon wieder tapfer - sie würde bestimmt nicht anfangen, wegen ein bisschen Heimweh zu weinen, zumal sie immerhin Jemanden wieder getroffen hatte, und das war ja ein Grund zum Freuen! "Und was machen du als Arbeiten?" So ganz hatte sie gerade das mit den unregelmäßigen Verben noch nicht raus, sie nutzte ganz häufig einfach die Grundform, in der Hoffnung, dass man sie schon irgendwann verstand - mit den korrekten Zeiten konnte sie sich noch immer auseinander setzen, wenn sie ausreichend viele Vokabeln gelernt hatte. Und - offensichtlich funktionierte es ja auch bisher so.
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptyMo 9 Mai 2016 - 15:51

Ihr Englisch war deutlich besser! Entweder sie hatte seit der Nacht in Moskau vor... fünf Jahren oder so? - einen Kurs gemacht, oder seit sie hier war ständig gelernt. Die kleine, unbewusste Geste mit der sie die Schultern zuckte ließ sie so zerbrechlich und hilflos wirken, dass Luke wieder einmal einfach wegschmolz. Sasha hatte nichts von ihrer bezaubernden Ausstrahlung verloren - er hatte immer noch ständig den Wunsch, sie in die Arme zu schließen und zu beschützen. Ganz offensichtlich fehlten ihr immer noch ein paar Worte, so angestrengt wie sie gerade darüber nachdachte, wie lange sie schon hier war. "Jänner?" schlug er vor. Um ehrlich zu sein, waren die letzten paar Monate ein diffuser Nebel aus Schmerzen und Drogen gewesen. Er hatte keine Ahnung, ob oder wann es geschneit hatte. Normalerweise schneite es so gut wie nie hier, also müsste das eine ziemlich markante ...Woche? gewesen sein. Zumindest für den halbwegs nüchternen und zurechnungsfähigen Teil der Einwohner von Dallas. Also ließ er das Thema vorsichtshalber auf sich beruhen. Jänner würde als Zeitmarke schon in Ordnung sein, nahm er an.

Er folgte ihrer Handbewegung mit seinem Blick, obwohl er wusste dass er nur die grobe Ziegelsteinmauer sehen würde, und nickte zustimmend. Tabledance also - das hätte er ihr vielleicht nicht als erstes zugetraut, aber andererseits hatte sich ihr Körper in der Nacht in Russland auch schon relativ muskulös angefühlt. Vielleicht war sie eine ausgebildete Tänzerin und hoffte, dass sie hier genug verdiente, bis sie entdeckt wurde? Ihre Worte machten ihm nur wieder klar, dass er so überhaupt nichts über das zierliche Mädchen in dem Sommerkleid wusste, das da vor ihm stand und strahlend erzählte, dass es hier ein Zimmer hatte. Eigentlich war es ein wenig kühl für ein so luftiges Kleid, aber sie hatte auch garantiert nicht vorgehabt, die ganze Nacht hier draussen zu stehen. Luke erwiederte das strahlende Lächeln ein wenig zurückhaltender, aber nicht weniger warm.
"Und bezahlt Vivi dich auch anständig?" erkundigte er sich grinsend. "Damits auch bald was wird mit dem eigenen Haus!" Vielleicht hatte Sasha eine etwas verklärte Ansicht darüber, was so etwas hier in Dallas kostete. Und natürlich schwang auch dieser Hauch seines Beschützerinstinktes in der Frage mit. Ein unausgesprochener Versuch, herauszufinden ob sie auch nicht ausgenutzt wurde hier. Seine Vorstellung von Tabledance beruhte auf Halbwissen und er hielt Tanzen in einem Lokal wie diesem nicht für einen Beruf, mit dem man sonderlich viel Geld verdienen konnte. Das behielt er aber vorsichtshalber für sich.

Er lächelte ebenfalls bei dem kleinen Zusatz "wie in Moskau". Er erinnerte sich deutlich daran, dass sich überall in der kleinen Wohnung die Bücher gestapelt hatten. Eines hatte sogar dafür gesorgt, dass der Tisch in der Küche gerade stand. Er sah ihr deutlich das Heimweh an, als sie darüber sprach. "Heimweh, hm?" fragte er mitfühlend nach, obwohl es offensichtlich war. "Warum bist du denn nach Dallas gekommen?" Er versuchte, seine Sätze einfach zu halten, damit sie ihn gut verstand. Es war auf jeden Fall um Welten besser als die umständliche verständigung über das Wörterbuch.
Auf ihre Frage hin zuckte er beiläufig mit den Schultern, obwohl ihm die niedliche Formulierung schon wieder ein Grinsen auf die Lippen zauberte. "Auf dem Bau... Häuser Bauen, Betonieren, Mauern... du weißt schon." Wieder wirkte die Antwort ein wenig ausweichend. Es war nicht das, was er machen wollte. Aber es bezahlte seine Rechnungen.
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptyDi 10 Mai 2016 - 18:29

Auf seinen Vorschlag bekam Luke nur einen etwas konfusen Blick von der Russin. Wer... oder was war ein Jänner? Sie nickte nur, lächelte und zuckte wieder hilflos die Schultern, da sie keine Ahnung hatte, wovon er sprach - aber er würde schon Recht haben. Dabei zupfte sie leicht an ihrem bequemen Sommerkleid, das sie selbst genäht hatte. Den Stoff hatte sie sehr günstig gefunden und die Dame in dem gemütlichen Stoffgeschäft hatte anschließend erlaubt, dass Sasha ab und an ihre alte Nähmaschine nutzen durfte, bis sie sich irgendwann eine eigene leisten konnte. Sasha liebte den laden heiß und innig - ein wenig versteckt in einer verwinkelten Gasse, die beinahe schon zu verträumt und gemütlich für die Großstadt wirkte, inmitten von Reihenhäusern war das Schaufenster - bunt und liebevoll eingerichtet, hauptsächlich mit Kinderstoffen, Stoffpuppen und solchen Dingen, aber auch die schönsten Knöpfe und Zierstoffe und Rüschen, die man sich vorstellen konnte! Die Besitzerin war eine etwas ältere Frau mit einem weichen, liebevollen Gesicht voller Lachfalten um Mund und Augen und einer sanften, geduldigen Stimme. Sie hatte sich überhaupt nichts daraus gemacht, dass Sashas Englisch schlecht war und inzwischen war die Russin mindestens einmal die Woche dort, um Tee zu trinken, etwas zu nähen und ihre Englischkenntnisse in den Unterhaltungen etwas auf zu bessern, während sie die Stoffe, die sie dort kaufte, direkt in Kleidung umsetzte.

Tatsächlich war sie mal wieder in Träumereien versunken und kurz wirkte sie wieder irritiert, ehe ihr Lächeln sanfter wurde. "Ja, Vivi kümmern sich gut um mich." Das tat sie wirklich - in bedeutend mehr Dingen als nur einer fairen Bezahlung. Viel war es nicht, aber wenn man bedachte, dass sie auch noch ein Zimmer dazu bekommen hatte und wie sehr sich Vivi für sie einsetzte, war es doch mehr als angemessen. Und es reichte auch. Sie war noch nie wohlhabend gewesen - es war nur gerade etwas schwieriger, weil sie tatsächlich vollkommen mittellos nach Dallas gekommen war. "Und... ein bisschen. Aber nicht viel. Nicht schlimm." Zumindest nicht mehr - dennoch schenkte sie ihm den Versuch eines strahlenden, sonnigen Lächelns, das unbeschwert sein sollte - und doch verrutscht wirkte, schief und man ihr an ihrer Nasenspitze ansah, dass es nicht ganz die Wahrheit war. "Und Bau-Arbeiten nicht viel anstrengend?", fragte sie deshalb direkt interessiert weiter, weil Luke ohnehin bedeutend interessanter war, als sie selbst. Und weil sie nicht über sich nachdenken wollte, oder Moskau, oder die Gründe, weshalb sie nach Dallas gekommen war... oder das wie... oder all die anderen Dinge die ihrer Amnesie zum Opfer gefallen waren und eine große, beängstigende Leere in ihr auslösten, wann immer sie daran rührte.
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptyMo 23 Mai 2016 - 13:52

Ihr Blick verriet schon, dass sie mit seinem Vorschlag nicht viel anfangen konnte. Es war auch egal, wie lange sie bereits hier war. Luke war eben neugierig. Er hatte ab und zu an die hübsche Russin gedacht und sich gefragt, wie es ihr wohl ging. Aber an diese Art des Wiedersehens hatte er nicht gedacht. Auf keinen Fall hatte er es sich so ... verkrampft vorgestellt. Nicht, nachdem sie sich nach der gemeinsamen Nacht beim Abschied am Flughafen so freundschaftlich getrennt hatten. Aber inzwischen war auch verdammt viel passiert. Und wenn Luke schon seine Mom aussen vor ließ, die sonst immer seine engste Vertraute gewesen war... Er versuchte eben, zuerst selbst mit seinem neuen Leben klarzukommen und niemanden sonst damit zu nerven. Wobei, vermutlich hätten ihn seine Freunde sofort einweisen lassen, wenn er versuchte, ihnen zu erklären was passiert war. Selbst seine Mom, die sich während der Bestrahlungen mit allem möglichen esoterischen Scheiss beschäftigt hatte, der ihm möglicherweise helfen könnte, wäre wohl niemals auf so eine Idee gekommen.

Wieder huschte der Blick der strahlend blauen Augen über das Kleidchen - wahrscheinlich war ihr schon viel zu kalt damit. Er unterdrückte den Impuls, seine Jacke abzustreifen um sie ihr um die Schultern zu legen. Schließlich konnte sie ja auch gleich zurück in die Bar und er wollte ihr die Fluchtmöglichkeit lassen, solange sie nicht offensichtlich fror.
Er quittierte ihre Äusserung zu Vivi mit einem Lächeln. Vivi musste die Besitzerin des Ladens sein. Vielleicht würde er das zuhause noch googeln, aber im Prinzip traute er Sashas Urteilsvermögen.
Ihr schiefes Lächeln schnitt ihm ins Herz, als sie versuchte das offensichtliche Heimweh zu überspielen. Ihm entging nicht, dass sie seine Frage ignoriert hatte, und er fragte nicht weiter nach. Er fühlte sich zwar ein kleines bisschen verantwortlich für sie, aber es ging ihn nichts an, mit wem und warum sie hier war. Schließlich schien es ihr ganz gut zu gehen, und als Übergangslösung war der Job als Tänzerin sicher nicht die schlechteste Idee.

Er grinste wieder, als sie mit diesem entzückenden Akzent weiter sprach. Es klang ähnlich wie Dimitri, als dieser angefangen hatte, Englisch zu lernen. Den Akzent würde sie wohl nie loswerden, aber im Prinzip verstand er sie schon ganz gut.
"Ja, anstrengend. Aber gut bezahlt und nette Kollegen." Luke zuckte mit den Schultern. "Arbeit eben." er würde ihr gerne erzählen, was er vor hatte, und dass er viel lieber im Lotto gewinnen würde. Dann wäre er mit einem Schlag die Schulden los und hätte sein Tattoostudio schneller als gedacht. Andererseits wollte er sie auch nicht mit seinem Bullshit nerven. Vielleicht hatte sie ja inzwischen einen Freund und redete bloß aus Höflichkeit mit ihm. Wahrscheinlich war sie mit ihm hierhergekommen und deswegen in Dallas. Aber andererseits - wenn Sasha seine Freundin wäre würde er sie niemals in einem solchen Laden arbeiten lassen, wo alle sie beglotzen könnten. Er schob die Hände in die Hosentaschen und legte den Kopf ein wenig schräg.
"Hast du ...zeit? Für einen Kaffee oder so?" Vielleicht wäre es leichter sich zu unterhalten, wenn er eine Tasse zum festhalten hatte. Und die Begegnung nicht diesen ungewissen Zufallscharakter hatte.
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptyMo 23 Mai 2016 - 17:36

Als Luke grinste, erwiderte sie das Lächeln ganz automatisch wieder - letztendlich war sie eben einfach kein Kind von Traurigkeit, das war sie noch nie gewesen. Schon als kleines Mädchen hatte sie alle Welt mit ihrem fröhlichen, ausgelassenen Wesen entzückt, und seitdem hatte sich daran nicht viel geändert. Und selbst, wenn sie traurig war oder es ihr nicht gut ging, dann weinte sie vielleicht abends, wenn sie alleine war, aber letztendlich nutzte es ja doch nichts, Trübsal zu blasen! Jammern brachte nichts, sie musste schon aufstehen und etwas ändern. Und die Zeiten, in denen sie die kleine, arme Sasha gewesen war, das Mäuschen, das sich alles gefallen liess und nur Spielball des Schicksals war, waren vorbei! Sie war in Dallas, es war ihre beste Chance darauf, das Leben auf zu bauen, das sie sich immer gewünscht hatte - und sie würde dafür kämpfen und so hart arbeiten, wie sie musste.

Und der mann vor ihr, der noch immer der süße Junge von damals war... und gleichzeitig auch nicht, erinnerte sie an ein paar dieser Träume, die sie damals schon mit sich getragen hatte - und dieses Mal waren ein paar von ihnen nicht mehr nur die Spinnerei eines naiven Mädchens. "Nette Kollegen wichtig!", erklärte sie voller Inbrunst und nickte bekräftigend, während sie ihm ein weiteres, strahlendes Lächeln schenkte. Bei der nächsten Frage hielt sie kurz inne, ein wenig zögerlich. Eigentlich hatte sie frei, andererseits war eines der Mädchen ausgefallen... aber die Aussicht darauf, den Abend mit der kühlen Blondine zusammen zu arbeiten war nicht berauschend. Sie war einfach komisch. Sasha hatte ein paar Mal versucht mit ihr zu reden, aber sie hätte genauso gut gegen eine Wand reden können, so desinteressiert war sie gewesen. Und dann war sie auch noch so gemein gewesen, das war nicht in Ordnung. Und ein bisschen schämte sich Sasha schon dafür, dass sie vor Schreck erstarrt war, statt zu handeln. das nächste mal, nahm sie sich insgeheim vor, würde sie nicht so feige sein. das nächste Mal würde sie dazwischen gehen und der Blonden sagen, was sie von solchem ekligen Verhalten hielt! Aber nicht an diesem Abend. Vor ihr stand die Aussicht auf ein paar Stunden Freiheit und Schwerelosigkeit.

"Sasha haben frei. Also viel Zeit." Sie schenkte ihm wieder ein Lächeln, nun sicherer, während sie sich etwas aufrichtete, nun da sie den Entschluss gefasst hatte, wieder ganz sicher. Dann warf sie einen Blick hinter sich zu der Tür und dachte nach, ehe sie einen weiteren Entschluss fasste. "Sasha schnell gehen Tasche holen und wieder da gleich! Luke nicht gehen weg, ja?" Sie wartete auf seine Versicherung, ehe sie ihm ein weiteres Lächeln schenkte und durch die Tür huschte. Schnell hatte sie ein Mädchen gefunden, das an diesem Abend lange arbeitete und sagte ihr, dass sie weg ging, aber über das Handy erreichbar war, ehe sie sich ihre Handtasche schnappte, ein Buch und eine Jacke hinein stopfte und kurz darauf wieder auf den Hinterhof geflitzt kam. "Sasha fertig!" Zwischenzeitlich hatte sie einen Blick auf ihr Handy geworfen, aber Alexej hatte noch nicht geantwortet. Aber sie fühlte sich auch schon wieder viel weniger einsam und verloren, als noch kurz zuvor.
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptyMo 23 Mai 2016 - 23:12

Genau dieses strahlend Lächeln, das sie ihm schenkte verwandelte sie für einen Augenblick zurück in das Mädchen, das ihn vor Jahren auf dem Roten Platz umgerannt hatte. Und Augenblicklich wurde Luke ein wenig lockerer.
Sasha hatte recht. Lukes Kollgen waren zwar derb und ungehobelt, aber dabei überraschend gutmütig und umgänglich, wenn man einmal dahintergekommen war dass das Macho-Gehabe und die derben Sprüche hauptsächlich großes Getue waren. Und seit sie begriffen hatten, dass Luke zwar wie ein halbes Hemd aussah - vor allem neben George, der fast dreimal so breit war wie er! - aber genausoviel schaffte wie sie, war er quasi im Rudel akzeptiert. Er würde zwar nicht auf die Idee kommen, ihnen ein Mädchen wie Sasha vorzustellen, aber er kam gut genug mit ihnen aus, um ab und zu ein Feierabendbier mit ihnen zu kippen. Das und die Kohle waren dann allerdings schon die einzigen Dinge, die für den Job als Bauarbeiter sprachen. Vor allem, wenn man sich sonst eher feinsinnigeren Beschäftigungen zuwandte wie Luke, der durch die Leidenschaft fürs Tätowieren auch viel zeichnete und malte. Früher war er sogar oft in Kunstausstellungen gegangen. Vielleicht schaffte er es in den nächsten paar Tagen ja, sich die Karkasy-Ausstellung anzusehen. Er hatte im Newsflash gelesen, dass der Künstler sich anscheinend in Dallas niedergelassen hatte.

Luke ballte die Hände in den Hosentaschen zu Fäusten, als Sasha zögerte. Gleich würde sie Nein sagen und gehen. Klar, was hatte er erwartet - dass sie immer noch Single war und sofort mit einem Kerl mitgehen würde, den sie vor vier Jahren zufällig kennengelernt hatte? Und dann sagte sie einfach so zu. Lukes strahlendes Lächeln sprach vermutlich Bände. Nicht, dass er glaubte an die Nacht in Russland anknüpfen zu können. Er rechnete sich im Augenblick keinerlei Chancen aus. Nicht solange er seine Probleme damit hatte, dass jemand ihn anfasste und feststellte, dass er ungefähr so warm wie eine Leiche war. Aber es war schön, sie zu sehen, ihr zuzuhören und die grammatikalischen Schnitzer zu sinnvollen Sätzen zusammenzupuzzeln. Es war schön, ein Stück von seiner Vergangenheit widerzubekommen und jemanden zu treffen, der von dem ganzen Bullshit in seinem Leben nichts mitbekommen hatte. Luke war noch nicht ganz sicher, ob und wie viel er ihr erzählen würde, aber er würde es auf jeden Fall genießen sich ein bisschen wie damals zu fühlen.
"Geht klar. Ich warte hier" bestätigte er eifrig, und lehnte sich demonstrativ an die Wand.

Luke sah ihr hinterher, als sie mit um die Beine schwingendem Rock durch die Tür huschte. Er grinste immer noch, als er seine Zigaretten aus der Tasche zog, und sich eine anzündete, solange er wartete. Wer wusste schon, was sie noch alles regeln und klären musste, wenn sie hier arbeitete und wohnte. Und Mädchen brauchten immer lange, egal was sie machten.
Er hatte die Zigarette noch nicht einmal halb geraucht, als sie bereits wieder auftauchte. "Wow, du warst schnell" gab er nicht besonders einfallsreich von sich. Er ließ den Glimmstängel fallen und trat die Zigarette hastig aus. Er hatte Sasha noch nie rauchen gesehen. "Ich glaub ich kenn ein Lokal, in dem wir genau das Richtige bekommen." Er warf einen kurzen Blick auf sein Handy, um die Uhrzeit abzulesen. "Ich bin nur nicht ganz sicher, obs auch noch auf hat bis wir dort sind..." setzte er etwas kleinlaut hinterher. Aber es war den Versuch wert. Die Strecke bis zum Bubble Tea & Frozen Yoghurt schafften sie locker zu Fuß. Er griff nach ihrer Hand, um sie mit sich zu ziehen. In diesem Fall konnte er seine kalte Haut damit erklären, dass es inzwischen relativ kühl war. "Hast du eine Jacke dabei?" erkundigte er sich sinnloserweise - schließlich konnte er ihr jederzeit seine überlassen. Seit er ein Ghul war, waren ihm kühle Temperaturen völlig egal.

TBC: Geschäftsviertel // Northpark Center // Bubble Tea & Frozen Yoghurt
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptyDi 24 Mai 2016 - 8:48

Als sie wieder kam, drückte Luke die Zigarette gerade aus. Kurz zog sie ihre Nase etwas kraus, weil sie der Qualm in der Nase biss, schenkte ihm jedoch im nächsten Moment wieder ein Lächeln, während sie nickte. "Ja. Schnell! Wie Sasha sagen." Immerhin hatte sie ihm gesagt, dass sie nur schnell die Tasche würde holen gehen - und da sie gewusst hatte, dass er wartete, hatte sie sich auch nicht weiter aufgehalten. Als er weiter sprach, nickte sie nur wieder. "Luke gehen und Sasha folgen." Womit sie ihm klar machen wollte, dass es ihr im Grunde egal war, wohin sie gingen - so lange es nur weg war. Der Laden hatte noch immer nach Alkohol gerochen, und Sasha wurde den schweren Blutgeruch einfach nicht los. Und der Gedanke, der Blonden so bald gegenüber zu stehen und ihr zu sagen, dass sie sich ihren freien Abend auch wirklich frei nahm, war nicht berauschend. Nicht, das sie es nicht tun würde, aber ein bisschen eingeschüchtert war sie trotzdem... immerhin hatte sie das andere Mädchen nicht nur in Scherben geschubst, sondern ihr auch eine Waffe an den Kopf gehalten...

Sasha verwarf den unliebsamen Gedanken aus ihrem Kopf, verdrängte ihn so gut es ging und setzte ihr unbeschwertes Lächeln auf - versuchte es zumindest. Erst als er fragte, ob sie eine Jacke hatte, runzelte sie die Stirn. "Jacke? Ja, Jacke dabei. Aber Dallas sein warm! Frühling in Dallas warm wie Sommer in Moskau!" Sie hob die Hand und zeigte ihren Arm, der einen sachten Goldton angenommen hatte, von der Sonne geküsst - und voller Sommersprossen war. "Vot!" Die Russin deutete auf einen Fleck mit besonders vielen Sommersprossen. "So viel Sonne, Sasha gepunktet wie Dalmatiner!" Wieder zog sie ihre Nase kraus und drehte sich, so, dass er ihre Schultern sehen konnte, die ebenfalls voller Sommersprossen waren - und einen Moment lang sah sie aus, als wollte sie sich weiter über die vielen Sommersprossen empören, brach dann jedoch in unbeschwertes Gelächter aus.

"Sasha noch nicht wissen, wie machen, wenn richtig warm! Vermutlich laufen nackt." Sie sagte das voller Inbrunst, mit ihrem Russischen Akzent, der so hart war, dass man damit Mauern einschlagen konnte, ehe sie wieder in Gelächter ausbrach. Gut, es gab viele Leute in Dallas, die schon ziemlich merkwürdig aussahen, doch nackt wollte sie selbst dann doch nicht herum laufen. Aber vermutlich würde sie auf dünne, weiche und weit fallende Kleider ausweichen, luftige Stoffe, die den Wind durch liessen. "Nicht ernst nehmen, Sasha machen Scherze." Sie schenkte ihm ein weiteres Lächeln und hakte sich einfach bei ihm ein, damit er voran gehen konnte, wo auch immer es hin ging.

Allerdings mussten sie nicht einmal die ganze Strecke zu Fuß gehen - nach vielleicht fünfzehn Minuten kamen sie an einer Bushaltestelle vorbei, und da der Bus ohnehin in kurzer Zeit fahren würde, zog Sasha es dieses Mal vor, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, ehe sie sich wieder hoffnungslos verirrte. Gut, ihr Englisch war noch besser geworden und sie hatte Luke dabei, aber es schadete ja nichts, und da Luke auch nichts dagegen hatten, nutzte sie den Bus, ehe sie anschließend nur noch etwa fünf Minuten vom Northpark Center entfernt ausstiegen. Sasha hatte die Zeit genutzt über alle möglichen Belanglosigkeiten zu plaudern - überwiegend den Inhalt von Büchern, die sie kürzlich gelesen hatte. Wobei sie besonders stolz darauf war, inzwischen auch mit englischen Büchern zurecht zu kommen, auch wenn sie immer noch gefühlt jedes fünfte Wort nach schlagen musste.

TBC: Dallas - Geschäftsviertel - Northpark Center - Bubble Tea & Frozen Yoghurt
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptyDo 16 Jun 2016 - 8:20

cf - Zeitsprung - Parkanlage - See neben der Liegewiese

Während der größte Teil der Nacht gestern für ihr Privatvergnügen drauf ging, musste sich Kate heute dringend ums geschäftliche Kümmern. Jetzt kam nämlich erst der richtig spaßige Teil …
Bewaffnet mit einem Aktenkoffer, dessen Inhalt sich allerdings stark von denen der vielen tausend Börsenfutzis unterschied, führte sie ihr Weg in eine eindeutig einschlägige Gegend – und damit war nicht gemeint, dass sie den Gestalten, die ihr hier zu nahe kämen, einen kräftigen Schlag dahin geben würde, wo's richtig weh tat …
Es war jetzt nicht schwer den vereinbarten Treffpunkt zu finden, auch wenn er sich nicht sonderlich vom Rest der Umgebung abhob. Klischeehaft düster, mit einer Priese Siffigkeit und dem vollmundigen Aroma nach Unrat, Schweiß und diversen Fortpflanzungssäften. In solchen Gegenden wünschte man sich doch direkt den Geruchssinn eines Kindes, dass 21 Jahre lang im Raucherhaushalt gelebt hatte …
Der Vorteil war: Es konnte eigentlich nur besser werden. Immerhin kannte sie Vivienne Labeth ein wenig. Die hatte mehr Niveau als es diese Gasse vermuten ließ, demzufolge war Kate guter Dinge, dass es drinnen dann wenigstens annehmbar wurde (natürlich hatte sie nicht so viel Klasse wie Kate, aber wenigstens mehr als es die Umgebung vermuten ließ - wenigstens machte es ihr Vivienne damit ziemlich einfach auf sie herabzuschauen.).
Als Kate die Gasse von einer Seite betrat, konnte sie in der Dunkelheit bereits eine Gestalt ausmachen, die sie beim Näherkommen als ihre Verabredung identifizierte. Mit dem Anflug eines gehobenen Mundwinkels trat Kate vor sie - zuuu freundlich musste sie ja nun auch nicht sein ... oder über die Maßen dankbar oder dergleichen ... Besonders nicht, nachdem sie mit Missfallen feststellen musste, dass die Frau vor ihr leider immer noch hübsch war - Blöde Kuh, die hätte auch ruhig 20 Pfund mehr auf die Waage bringen können, oder irgendwelche hässlichen Narben im Gesicht haben dürfen ... Das Fehlen einer Gliedmaße machte auch schön unattraktiv ... aber da war nichts. Makellos wie vor Jahren, als Kate sie das letzte Mal gesehen hatte.
Von ihrem Missfallen ließ sie sich natürlich nichts anmerken und offiziell hatten die beiden ja sowieso ein ganz wunderprächtiges Verhältnis zu einander. Die Art Verhältnis, bei der man immer super freundlich und nett war und das kleine Ich im eigenen Kopf, die ganze Zeit im Strahl kotzte.
"Lange nicht gesehen Vivienne." begrüßte sie den Bibi Blocksberg - Verschnitt vor sich und zwang sich zu einem offenerem Lächeln ... was man halt so auflegte, wenn man jemanden ewig nicht gesehen hatte und man sich freute denjenigen wieder zu sehen ..*hust*
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptyDo 16 Jun 2016 - 15:43

CF: Zeitsprung - Dallas - Waldgebiet - Hexentanzplatz

Endlich war diese Nacht vorbei gewesen. Eine Katastrophe hatte die nächste gejagt und Viviennes Laune hatte sich bisher nur kaum merklich gebessert. Das dumme kleine Biest, das ihr am vorigen Abend mehr Kosten verursacht hatte, als sie selbst tatsächlich wert war, hatte sie noch in der Nacht vor die Tür gesetzt. Sie mochte sich zwar immer gut um ihre Mädchen kümmern und hatte schon beinahe so etwas wie ein Helfersyndrom entwickelt, wenn es um ihre Mädchen ging, doch auch die Geduld der Hexe hatte irgendwann ein Ende. Abgesehen davon, war sie nach wie vor eine Geschäftsfrau, der schlampiges Personal nichts brachte, außer Ärger, Gewinneinbußen und einem beschadeten Ruf, den sie sich weder leisten konnte noch wollte. Sie hatte zwar durchaus ein gewisses Maß an Verständnis für Ayas... Ausbruch aufbringen können und schätzte es sehr, dass sie sich während ihrer Abwesenheit darum bemüht hatte, dass der Laden lief, jedoch hatte sie die kühle Blondine zum Ende der Nacht hin ebenfalls arg ins Gebet genommen. Anschließend hatte sie sich zurückgezogen, wollte niemanden mehr sehen geschweigedenn noch mit irgendjemandem reden.

An diesem Abend war ihre Stimmung noch immer leicht gereizt. Die Tatsache, dass sie beinahe verschwitzt hätte, dass heute Nacht ein Treffen der besonderen Art ins Haus stand. Sie hatte vor nicht allzu langer Zeit eine ominöse Nachricht eines alten 'Bekannten' erhalten, in der er einen Gefallen einforderte. Sie hatte schon gar nicht daran gegalubt, dass er überhaupt noch lebte - zumindest hatte jahrelang Funkstille zwischen ihnen geherrscht, was die Hexe nun aber auch nicht sonderlich gestört hatte. Doch sie wurde eines Besseren belehrt. Nach einem Blick auf die Uhr, hatte sie eines der Mädchen hinter die Bar gepfiffen, um den Laden zu schmeißen, während sie nicht persönlich vor Ort war und ihr nochmals eingebläut, dass sie heute Nacht keine Katastrophen dulden würde. Dass die Kleine für die Ärgernisse des letzten Abends jedoch nichts konnte, ignorierte sie dabei geflissentlich.

So hatte sie sich püntklich zur vereinbarten Zeit in der kleinen dreckigen Gasse hinter dem Club eingefunden, um den angekündigten Besuch in Empfang zu nehmen und herauszufinden, worin der 'Gefalle' wohl bestehen würde. Als hätte man ein Uhrwerk nach ihr gestellt, erschien Kate ebenfalls pünktlich. Vivienne ließ die vor der Brust verschränkten Arme sinken und zwang sich zu einem schmalen Lächeln, als ihr die große Blondine entgegenkam. "Kate", grüßte sie knapp zurück und warf nur einen beiläufigen Blick auf den Koffer. Dass das Dashing Venue als Umschlagplatz für allerhand nicht allzu legaler Geschäfte genutzt wurde, war nun alles, aber keine Neuigkeit. Und die Hexe war sich verdammt sicher, dass es wohl kaum um eines der 'Export-Geschäfte' ging, wobei Kates Vater sie um Hilfe gebeten hatte. Kate war ein großes Mädchen und konnte ihren Kram sicherlich auch brav allein erledigen. "Stimmt, wir haben uns tatsächlich lange nicht gesehen", schnurrte sie der deutlich größeren Frau dunkel entgegen. Nicht, dass sie dieser Umstand je gestört hätte.
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptySo 19 Jun 2016 - 19:23

Eventuell sollte Kate damit anfangen öfter und mehr zu lächeln – sie bekam von dem Bisschen gespielte Freude grade direkt so ein Ziehen in den Wangen/ Mundwinkeln – doch womöglich war das auch nur ihr Hirn, dass ihr auf jede erdenkliche Art signalisieren wollte, dass sie ganz sicher nicht euphorisch werden oder sein sollte, nur weil sie diese Person plötzlich wieder sah. War ja nicht so, dass sie je eine tiefe und innige Freundschaft verbunden hatte, nur weil Vivi irgendwann mal die Bedürfnisbefriedigung von Kates Vater übernommen hatte … Und mit Bedürfnisbefriedigung war jetzt nicht dieser Quatsch mit Kaufkraft gemeint … Wobei die Kaufkraft von Kates Vater hoch genug war dahingehend zu investieren …

Damit sie hier nicht ewig herumstanden hielt Kate sich nicht lange an überflüssigen (und geheuchelten) Begrüßungsfloskeln auf – war eh nicht so ihr Ding, dieser überschwängliche Kram. „Mein Vater hat dir wahrscheinlich nur das nötigste verraten?“ alles andere wäre nicht nur fahrlässig, sondern eine genauso grenzdebile Aktion wie die, die ihr Bruder so fertig brachte. „Mein Bruder wurde eingebuchtet, einer der Cops, die dafür verantwortlich waren ist bereits im Nirvana, der zweite lebt hier in Dallas. Die Verhandlung meines Bruders ist durch und wegen der Aussage dieses Cops hat er lebenslänglich gekriegt. Daher finde ich es nur fair, wenn man Schwester gegen Bruder tauscht …“  Der Tod wäre jetzt viel zu gnädig für Green. Der sollte nun ruhig etwas leiden …
„Darum brauch ich ein Zimmer oder etwas Vergleichbares, wo ich dauerhaft eine Geißel deponieren kann.“
Sie ging jetzt einfach mal dreister(-und fahrlässiger?)weise davon aus, dass hier keine Kameras angebracht waren und sie Vivienne wirklich trauen konnte - die Präsenz anderer Personen hätte sie ja wohl bemerkt - und wenn nicht sie dann Vivienne mit ihren kleinen Harry Potter Tricks. Würden Kate wohl je die Vergleiche und Herabwürdigungen für Viviennes Wesensart ausgehen? Wahrscheinlich nicht.
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptySo 19 Jun 2016 - 20:17

Vivienne behielt eine möglichst neutrale Miene bei, während Kate ohne Umschweife zu erklären begann, weshalb sie hier war. Manche Dinge ändern sich wohl nie. Eine besonders enge Freundschaft hatte die beiden Frauen nie miteinander verbunden. Aber sie waren irgendwie miteinander ausgekommen. Als ob sie damals eine andere Wahl gehabt hätten. Kates Vater hatte sich die Dienste der Hexe teuer erkauft und war damals sozusagen der Investor gewesen, der es Vivienne ermöglicht hatte, sich ein Leben in Dallas aufzubauen. Wären die Frau, mit der ins Bett ging und seine Tochter aufeinander losgegangen und hätten sie sich gegenseitig die Augen ausgekratzt, wäre das alles gewesen, außer in irgendeiner Weise produktiv.

Noch ehe Vivienne auf Kates Frage antworten konnte, sprach sie allerdings weiter. Im Prinzip hatte sie fast nichts gewusst. Viel mehr hatte sie sich grob zusammengereimt, worum es ging. Als Kates Ausführungen endeten, nickte die Hexe nur knapp. "Du willst also Green's Schwester hier deponieren", wiederholte sie monoton, während sie nachdenklich die Lippen schürzte und darüber nachdachte, wie hoch das Risiko, das sie einging, war und ob es sich überhaupt lohnte, es einzugehen. Die Bullen statteten dem Club in nahezu regelmäßigen Abständen Besuche ab. Und immer wieder glaubten die armen Idioten, dass es bei ihr etwas zu holen gab. Ein verschwörerischer Ausdruck trat in die saphirblauen Augen der Hexe, während sie erneut kurz nickte. "Ich denke, ich hätte da eine passende... Unterkunft. Wo steckt sie gerade?" Kate war allein gekommen. Also musste Greens Schwester irgendwo zwischengelagert sein. Na hoffentlich fand sie zwischenzeitlich niemand. "Ich denke, es ist unnötig, zu erwähnen, dass die Miete für das Zimmer nicht billig wird." Natürlich war es unnötig. Vivienne wusste nur zu gut um die finanzielle Situation von Kates Familie und genauso wusste sie, dass sie ihre Schulden begleichen würden. Letzten Endes war die Erwähnung nur noch mal für's Protokoll. Kurz warf sie einen Blick auf den Koffer in Kates Händen. Zumindest für eine Anzahlung dürfte der Inhalt ausreichen. "Nur aus Interesse: von welchem Zeitraum sprechen wir, wenn du 'dauerhaft' sagst?"
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptyDi 21 Jun 2016 - 7:54

Es gestaltete sich schwieriger als gedacht nett zu Vivienne zu sein oder sie zumindest irgendwie als gleichgestellt zu akzeptieren. Das lag einerseits daran, dass Kate die Kurtisanen ihres Vaters nicht ernst nehmen konnte. Kate war zu festgefahren mit den vielen kleinen Schublädchen in ihrem Kopf, die ihr sagten, dass sie den zahllosen Sexbarbies ihres Vaters keine großartige Beachtung schenken brauchte – und ziemlich zufrieden mit dieser Strategie. Da passte das jetzt irgendwie nicht, dass ihr Vater sie dazu nötigte mit einem dieser Flittchen zu kooperieren und so etwas wie Respekt vorzugaukeln.
Zum anderen machte Vivienne es Kate außerdem ziemlich schwer, sie für voll zu nehmen. Das aggressiv - genervte „Das sagte ich doch gerade“ mit beiläufigem Zähneknirschen, konnte sie gerade so noch für sich behalten. Wenn sie einen Papagei gewollt hätte, dann hätte sie sich einen importieren lassen.
(Der 'ich bin gut zu vögeln' - Spruch bleibt an dieser Stelle übrigens nur aus, weil das viel zu vorhersehbar gewesen wäre)
Sie ignorierte Viviens Schlussfolgerung (?), Zusammenfassung(?) geflissentlich und schluckte ihren Unmut hinunter. Einfach lächeln und freundlich sein … so schwer war das nicht....das würde sie schon schaffen...irgendwie …

„Richtig, ebenso unnötig wie es von mir wäre zu erwähnen, dass Geld keine Rolle spielt.“ und damit hatte es Kate tatsächlich geschafft einmal ehrlich zu lächeln. Zwar süffisant, aber ehrlich. Doch der leichte Anflug dieser ersten Entspannung ihrer Beziehung zueinander, wurde direkt im Keim erstickt, als sich der Unmut erneut in Kate formierte.
„Ich brauche das Zimmer solange, bis ich fertig bin.“ Kate hasste solche Fragen. Sie war diejenige, die Zeiten vorgab, die man über alles informierte und die die Zügel in der Hand hielt. Überflüssig zu erwähnen, dass sie ebenfalls nicht davon angetan war 1. Bittsteller und 2. Bei Vivienne zu sein, deren Erfolgsgeheimnis, die Beine beim Richtigen breit zu machen, offenbar bis heute unverändert war. Nur dass sie sich mittlerweile hoch genug geschlafen hatte, um die Drecksarbeit jetzt andere für sie erledigen zu lassen.
„Und was die Schwester angeht: Lass uns erst reingehen, dann erfährst du den Rest ...“
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptySo 26 Jun 2016 - 11:32

Ein süffisantes Lächeln breitete sich auf Viviennes Lippen aus, während sie sich umdrehte, um Kate in das Innere des Gebäudes zu führen. Oh Süße... Du hast hier gar nichts zu sagen. Schmeckt dir das nicht? Wenn Kate sich in den letzten Jahren nicht um hundertachtzig Grad gedreht hatte und plötzlich so etwas wie eine Heilige geworden war, war Vivienne sich äußerst sicher, dass sie ziemlich genau wusste, wie sehr es Kate widerstrebte, Regeln befolgen zu müssen, anstatt sie selbst aufzustellen. Doch es störte die Hexe nicht im geringsten. Man bekam im Leben eben nicht immer, was man wollte - aber immer, was man verdiente. "Ich denke, ich habe da genau das Richtige für dich", schnurrte sie deutlich besser gelaunt, während sie vor Kate herging.

Sie stoppte vor einer unscheinbaren Tür, einem Seiteneingang, der ins Innere des Gebäudes führte, jedoch nur in einen Teil, zu dem Besucher in der Regel keinen Zutritt hatten. Sie drehte den kleinen Schlüssel zweimal im Schloss, ehe die Tür sich mit einem leisen Klicken öffnete und sich ein eher schlichter, unscheinbarer Gang vor ihnen erstreckte, von dem ein paar Türen abgingen und an dessen Ende eine Treppe nach unten führte. "Da lang", bestimmte sie, wartete, bis Kate eingetreten war und führte sie auf direktem Weg die Treppe hinab. Während der Treppenabgang vom Club aus direkt zu den Zimmerfluchten im Keller führte, nutzte sie diesmal den Abgang, der gewöhnlicherweise nur vom Personal genutzt wurde und der zu den Lagerräumen des Dashing Venue führten. Neben einem Kühlhaus, in dem diverse Zutaten für die Küche frisch gehalten wurden, fand sich hier auch ein Weinkeller, sowie genügend Lagerplatz für andere Alkoholika. Vivienne führte Kate zu einem der Lagerräume und öffnete die Tür. Der Raum war bis auf ein wenig Mobiliar leer. "Ich habe ihn erst kürzlich renovieren lassen und bislang nicht wieder in Betrieb genommen. Alles sauber, übersichtlich und wie ich meine, perfekt geeignet", erklärte sie und machte Kate Platz, damit sie sich in dem Zimmer umsehen konnte. "Und nun bin ich ganz Ohr."

TBC: Tabledance Bar 'Dashing Venue' - Lagerraum im Keller (+Kate Bennett)
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptyFr 19 Aug 2016 - 9:51

CF: Zeitsprung - Wohngebiet - Down Town Lofts - Leah Corbett & Marie Hallbach - Wohnzimmer

Leah wusste nicht mehr wo sie war. Sie hatte den ganzen Nachmittag damit verbracht, ihre Freundin zu suchen. Sie war durch Dallas gelaufen, hatte zuerst die Orte abgeklappert, wo sie sich das erste Mal getroffen hatten. Danach war sie weiter gezogen und irgendwann in dieser Gegend gelandet. Es dämmerte bereits, die Sonne ging unter. Erschöpft und entmutigt, setzte sich die Wandlerin in eine Ecke und zog die Beine an ihre Brust. Ein leises Wimmern entfuhr ihren Lippen. "Marie, wo bist du?" Sie fuhr sich fröstelnd über die Arme. Jona hatte sie nicht geschrieben. Sie hatte ihm gestern schon genug Sorgen bereitet.

Eine bellende Stimme, liess sie zusammen zucken. "Hey Mädchen, was machst du hier?! Komm wieder rein!" Ein älterer Typ, dessen Alkohol Fahne man schon zehn Meter gegen den Wind riechen konnte, kam auf Leah zu und wollte sie auf ihre Füsse ziehen. Schockiert blickte sie den älteren Mann an. "Lassen sie mich los!" bestimmt riss sie sich von den Typen los, stolperte zurück und rannte schliesslich blindlings davon. Direkt in die Arme eines anderen Mannes, der irgendwie nach frischer Erde roch. Sofort schlang sie die Arme fester um den Körper. "Dax!" sie wusste nicht warum, aber dieser Mann hatte einen ähnlichen Geruch wie Thomas Daxter, den Ghul indem sie mal verliebt gewesen war.


Zuletzt von Leah Corbett am Di 23 Aug 2016 - 10:16 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptyFr 19 Aug 2016 - 12:22

CF: ZEITSPRUNG :: Geschäftsviertel :: Konspi Solution :: Büro

"Ich hör nur Mimimi..." grinste Luke und stieß seinem Kumpel Sam die Faust in die Seite. "Es ist noch nicht mal zwei, und du willst nach Hause. Was ist los mit dir, wirst du etwa erwachsen?" gespielt angewiedert ließ er den Blick von oben nach unten über seinen besten Freund gleiten. Ächzend hielt sich der blonde Surferboy-Verschnitt neben ihm die Rippen. "Alter, welche Steroide schluckst du grade?" erkundigte er sich und rieb über seine schmerzende Seite. "Sei mal ein bisschen sanfter zu mir altem Mann!" flachste er weiter und knuffte nicht weniger grob zurück. Luke ließ sich lachend treffen und tat so, als würde Sams Schlag mindestens genauso weh tun. Er sollte seinem Freund langsam mal erzählen, dass er kein Mensch mehr war. Aber bisher hatte sich die Situation einfach nicht ergeben. Ausserdem hatte Luke praktisch nur gearbeitet - Nachts für Mochandes, tagsüber auf dem Bau. Der Lohn dafür war, dass seine Schulden langsam aber sicher zu einem überschaubaren Haufen zusammenschmolzen.
"Es gibt Leute, die brauchen ihren Schlaf um auf der Arbeit wenigstens irgendwas auf die Reihe zu kriegen!" belehrte Sam ihn gerade. Er hob die Hand, damit Luke zum Abschied einschlagen konnte. "Aber der Lauf morgen Abend steht. Cookie kommt auch mit. Um sieben am Westpark."

Luke schlug ein. "Vorausgesetzt, deine Mom erlaubts dir..." lachte er übermütig. Früher hatten sie sich zu Parkourläufen nicht verabreden müssen - sie hatten sich einfach getroffen und losgelegt. Aber inzwischen hatte eben jeder von ihnen einen Job und Verpflichtungen. "Arsch! Sein Kumpel bekräftigte die Schmeichelei mit einer eindeutigen Geste. ...bis morgen!" grinste Sam und bog halb in die Gasse ab, die ihn nach Hause führte. Luke hob kurz die Hand und bog ebenfalls ab. Sein Weg führte ihn wieder mal am Dashing Venue vorbei, und wie jedes Mal dachte er an Sasha. Er würde ihr später noch eine Nachricht schreiben und sich nochmal mit ihr verabreden, beschloss er. Oder auch gleich. Mit einer routinierten Bewegung zog er sein Handy aus der Tasche und senkte den Kopf, um ein neues Fenster zu öffnen. Irgendein Betrunkener schimpfte ganz in der Nähe, und Luke sah kurz auf um zu sehen, was da los war.
Fast im gleichen Moment erklang eine Frauenstimme, und nur einen Moment später prallte etwas - jemand - gegen ihn.

Er spürte, wie das Mädchen die Arme um ihn schloss und sein erster Gedanke war, dass Sasha schon wieder in ihn hineingelaufen war. Und dass sie auf der Flucht vor jemandem war. Sofort schloss er schützend die Arme um die zierliche junge Frau, obwohl ihm schnell klar war, dass es nicht Sasha war die sich da an ihn drückte.
Wer oder was auch immer sie ihm mit "Dax" sagen wollte, es war gerade egal.
"Verpiss dich!" fuhr er den Betrunkenen an, der Anstalten machte, den Arm des Mädchens zu packen, um sie von ihm wegzuziehen. Als er sie tatsächlich anfasste stieß Luke ihm die flache Hand vor die Brust. Bei einem normalen Menschen wäre das relativ wirkungslos geblieben, bei Lukes Ghulkräften allerdings wurde der Mann ein paar Schritte zurück geworfen. Er verlor das Gleichgewicht und landete auf dem Hintern. "Ich hab gesagt Verpiss dich!" knurrte er den Kerl an.
Dann erst sah er nach unten, ohne Anstalten zu machen seinen freien Arm von dem Mädchen zu lösen, das sich an seine Brust drückte. "Bist du okay?"
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptyDi 23 Aug 2016 - 10:15

Beinahe sofort, als sie die Arme schutzsuchend um den Körper des Ghuls geschlungen und sich zitternd an ihn drückte, hatte dieser ebenfalls die Arme um ihren Körper gelegt, um sie schützend an sich zu drücken. Als der besoffene Typ auch schon wütend auf sie zu kam, weiterhin vor sich hin brüllend, das sie ihren Arsch zurück in den Laden bewegen soll. Der Ghul erhob die Stimme, sagte dem Typen das er sich verpissen soll, dieser war nur wenig beeindruckt und packte sie erneut am Arm um sie vom Ghul wegzureissen. Doch ihr Beschützer, stiess den Typen wieder von ihr weg, während Leah ihre Hand an ihre Brust hielt. Es hatte nicht sehr weh getan.

Als der Ghul sie schliesslich ansprach, hob sie den Kopf in sein Gesicht und erkannte das es nicht Dax war, dem sie in die Arme gelaufen war. Für einen Moment stiegen Tränen in ihre Augen auf, die sie aber tapfer niederkämpfte und anschliessend leicht nickte. "Ich glaube schon." Leah presste ihre bebenden Lippen aufeinander, während sie nochmal kurz auf den Besoffenen sah, der sich langsam aus dem Staub machte. Erleichtert atmete sie zitternd auf. "Danke." ihre Stimme klang noch ein wenig brüchig, weshalb die Wandlerin sich kurz räusperte.

Eigentlich hätte sie sich von dem Fremden lösen sollen, doch es fühlte sich gut an, so gehalten zu werden. So langsam hörte auch das zittern ihres Körpers auf und Leah blickte erneut in das Gesicht des Ghuls. Es war nicht Dax und diese Tatsache schmerzte sie. Aber wieso sollte Dax auch hierhin kommen. Er hatte bestimmt besseres zu tun. Langsam senkte sie ihren Blick, da die Tränen jetzt doch in ihre Augen stiegen. Sie versuchte das Gesicht ein wenig von dem Fremden weg zu drehen. Die Wandlerin war eine hoffnungslose Heulsuse, und sie schüttelte den Kopf als ihr das klar war. "Tut mir Leid. Ich hielt dich erst für jemand anderen." schniefte sie leicht. "Ich bin Leah Corbett, danke für deine Hilfe." Sie wischte sich die Tränen aus dem Gesicht und blickte erneut zu dem Ghul.
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptyDi 23 Aug 2016 - 13:47

Als sie das Gesicht hob musterte er sie kurz und eingehend. Sie sah jemandem ähnlich, den er kannte. Allerdings konnte er das Gesicht nicht zuordnen. Vielleicht lag es auch einfach daran, dass sie sehr hübsch war. Möglicherweise war sie Model, und deswegen kam sie ihm so bekannt vor. Diese Mädchen sahen irgendwie alle gleich aus.
Ihre hellbraunen Augen schwammen in Tränen, aber wenigsten heulte sie nicht. Heulende Mädchen machten ihn immer verdammt nervös. Er wusste nie so genau, was er dann tun oder sagen sollte. Und meistens war es sowieso das Falsche.
Vermutlich hatte sie aber vorhin schon geheult, wie die schwarzen Ränder unter ihren großen Augen verrieten. Sah nach einem verdammt schlechten Abend für die Kleine aus, und Luke empfand automatisch Mitleid mit ihr. "Ganz sicher? Deine Wimperntusche ist verschmiert." stellte er vorsichtig fest. Im selben Moment bereute er auch schon, dass er ihr das gesagt hatte. Jetzt würde sie hektisch versuchen, ihr Gesicht zu restaurieren - oder gleich wirklich anfangen zu heulen. Und Luke hatte natürlich kein Taschentuch dabei, das er ihr geben könnte.

"Gern geschehen" murmelte er, während sie sich von ihm löste. "Hat er dir weh getan?" erkundigte er sich und warf einen Blick auf ihre Hand, die sie vorhin an sich gedrückt hatte als hätte sie sich verletzt. Er konnte aber im Halbdunkel keine Verletzungen erkennen. Mit gerunzelter Stirn sah er dem Betrunkenen nach, der sich schimpfend in die Dunkelheit trollte. Was für ein Arsch! Das Mädchen wirkte noch nicht mal alt genug, um Alkohol zu trinken!
Als er sich wieder seiner neuen Freundin zuwandte hatte sie das Gesicht weggedreht und ihre gedrückte Stimme verriet, dass sie gleich heulen würde. Verdammt! "Nicht weinen! Der kommt nicht wieder!" Wie zum Teufel beruhigte man eine weinende Frau? Unbeholfen legte er ihr einen Arm um die Schultern. "Was machst du denn hier hinten? Arbeitest du hier?" plapperte er nervös los, um sie abzulenken. Siedendheiss fiel ihm ein, dass Sasha auch hier arbeitete. Wenn das hier so zuging... dann machte er sich schon ein bisschen Sorgen um die kleine Russin. Er musste ihr gleich eine SMS schreiben.

"Für Dax" wiederholte er den Namen, den sie vorhin gerufen hatte, als sie sich in seine Arme geworfen hatte. "Dein Freund?" erkundigte er sich neugierig. Warum ließ der denn so ein zierliches Persönchen wie seine Freundin hier einfach allein rumlaufen? "Hi Leah." Luke grinste aufmunternd. "Luke" stellte er sich dann selbst kurz vor. Dass sie sich mit Vor- und Nachnamen vorstellte fand er ein wenig seltsam. Aber bei dem Nachnamen klingelte irgendetwas. Corbett. Genau wie der Kerl, den er in der Skylounge kennengelernt hatte. Jonathan. Der hatte sich genauso förmlich vorgestellt wie sie. Vielleicht waren die zwei verwandt.
"Soll dich dich nach Hause bringen?" bot er ihr vorsichtshalber an. Wer wusste schon, wie weit sie noch hatte.
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptyMi 24 Aug 2016 - 21:43

Leah zuckte unbewusst zusammen als der Ghul anmerkte das ihre Wimperntusche verschmiert war. "Oh.." sie biss sich auf die Lippen, anscheinend sah sie furchtbar aus, genauso wie sie sich im Moment auch fühlte. Leider hatte sie kein Taschentuch oder sonstiges da, damit sie wenigstens das Gröbste wegwischen konnte. Verlegen räusperte sie sich, ehe sie versuchte schwach zu Lächeln. "Naja, das nächste Mal sollte ich wohl Wimperntusche kaufen, die wasserfest ist."

Bei seiner Frage ob der Mann ihr weh getan hatte, schüttelte sie leicht den Kopf. "Nicht so sehr, vielleicht hat er ein wenig fest zugedrückt, aber nicht schlimm." Man würde morgen nichts mehr davon sehen, ausser vielleicht ein paar rötlichen Druckpunkten. Da der Ghul sie an Dax erinnerte, wurde sie wieder von dieser Traurigkeit erfasst. So wandte sie ihr Gesicht kurz von dem Wandler weg, damit er die Tränen nicht sah, jedoch bemerkte er wohl doch das sie weinte und versuchte schnell sie zu beruhigen. Seine Hände auf ihren Schultern fühlten sich gut an und sie blickte in sein Gesicht. Er fragte was sie hier machte und ob sie hier arbeitete. Ihre Augen weiteten sich erschreckt und sie schüttelte hastig den Kopf. "Ich suche jemanden, meine Freundin ist verschwunden. Ich hab mich wohl ein wenig verirrt." Als sie an Marie dachte, wurde ihr Gesicht wieder ein wenig mutloser und ihre Augen wirkten wieder leerer. Traurig rieb sie sich über die Arme. "Ich konnte sie nicht finden." fügte sie mit leiser Stimme hinzu.

Als der Ghul Dax Name erwähnte, zuckte sie schuldbewusst zusammen. "Ja." mehr gab es wohl nicht zu sagen, es brachte nichts es zu leugnen. "Ihr riecht ähnlich, dein Geruch hat mich an ihn erinnert." entschuldigend blickte sie ihn an. "Ihr habt vielleicht ein ähnliches Parfum oder so." Als er fragte ob Dax ihr Freund war schüttelte sie den Kopf. "Ex-Freund." Als Luke sich vorstellte, lächelte sie und nickte ihm zu. Sein Name klang schön und er war auch sehr freundlich. Als er fragte ob er sie nach Hause begleiten sollte nickte sie leicht. Sie wollte im Moment nicht allein nach Hause gehen. Oder wollte sie allgemein nicht nach Hause? "Ich sollte zu meinem Bruder fahren, vielleicht kann er mir helfen meine Freundin zu finden."

Langsam setzte sie sich in Bewegung. "Und warum bist du hier?" Leah bemühte sich mit Luke das Gespräch am laufen zu halten, damit sie nicht wieder in dieses Gedankenloch fiel, wo sie kaum noch etwas um sich herum wahr nahm. Zwischendurch driftete sie dorthin ab und blickte nur leer vor sich hin, wobei ihre Hand sich manchmal unbeabsichtigt zu ihrer Schulter schob
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptyMi 24 Aug 2016 - 22:54

Luke grinste vorsichtig und beschloss, nicht weiter auf der Wimperntusche herumzureiten. Er hätte es gleich gar nicht erwähnen sollen. Immerhin hatte der Betrunkene sie nicht ernsthaft verletzt. Luke griff vorsichtig ihr Handgelenk und drehte ihren Arm in das spärliche Licht der Straßenlaterne, konnte allerdings keine Spuren auf der makellosen Haut erkennen. Falls sich da ein Bluterguss bilden sollte, würde man ihn erst in ein paar Stunden sehen können.
Mit seiner Frage ob sie hier arbeitete hatte er sie wohl beleidigt - oder zumindest gekränkt, wie ihre Reaktion verriet. Luke wünschte sich eine Zigarette. Dabei hatte er sie nur ablenken wollen! Zum Glück ging sie nicht weiter darauf ein, und er holte erleichtert Luft, als sie erzählte warum sie hier war.
"Hast du denn versucht, sie anzurufen? Oder geht sie nicht ans Telefon?" versuchte er es mit der praktischsten und naheliegendsten Möglichkeit zuerst. Er drückte sie kurz an sich, als sie sich über die Arme rieb als wäre ihr kalt. "Sie taucht bestimmt bald wider auf. Ist sie denn der Typ, der ab und zu mal abhaut?" erkundigte er sich mitfühlend. Sein Kumpel Sid war einer von den Menschen, die sich wochenlang nicht meldeten, um einem dann eine Postkarte aus Sardinien zu schreiben... oder seinetwegen auch aus Prag - wo immer es ihn eben spontan hinverschlagen hatte. Der Irre Kerl fuhr oft zum Flughafen wenn ihm langweilig war, wo er sich irgend ein Last-Minute-Ticket kaufte und einfach abhob.

"Ja, das Parfum wirds sein" nickte Luke zu ihrer Erklärung. Er trug keines, aber wer wusste schon, welche Streiche ihr ihre Nase spielte wenn sie so verheult war wie jetzt.
Sie schien das Thema Ex-Freund nicht vertiefen zu wollen, und Luke ließ es sicherheitshalber auch bleiben, weiter nachzubohren.
"Okay, dann fahren wir zu deinem Bruder." stimmte er ihrem Vorschlag sofort zu. Das war insofern eine großartige Idee, weil dann jemand da war, der sich um sie kümmerte. Sie wirkte so zerbrechlich und verloren, dass er sie ungern zuhause abgesetzt und dann allein gelassen hätte. Sie sprach einen ähnlichen Beschützerinstinkt wie Sasha an, stellte er fest. "Wohin müssen wir denn?" Er verbiss es sich zu fragen, wie ihr Bruder mit Vornamen hieß - das wäre in einer Millionenstadt wie Dallas schon ein verdammt großer Zufall, wenn ausgerechnet seine Zufallsbekanntschaft aus der Skylounge ihr Bruder wäre.
"Liegt auf meinem Heimweg." antwortete er bereitwillig auf ihre Frage, was er hier machte. "Durch die Gasse spar ich mir, um den ganzen Block zu laufen." setzte er erklärend hinzu.
Er zog sein Handy aus der Tasche, ohne seinen Arm um ihre Schultern zu lösen. "Ich muss mich noch kurz bei einer Freundin melden, ja?" murmelte er, bevor er die bereits angefangene Nachricht im Nachrichten-Fenster schon mit flinken Fingern fertigstellte und abschickte. Bevor er wieder stundenlang nicht daran dachte und Sasha vielleicht tagelang nichts mehr von ihm hörte, weil Mochandes ihn auf irgend eine spontane Mission geschickt hatte.
"Hey Dalmatinerprinzessin! Alles okay bei dir? Bin gerade am Dashing Venue vorbei und hab an dich gedacht. Meld dich, wenn du mal Zeit hast! cu, Luke ;) "
Gleich darauf schob er das Handy in die Hosentasche und wandte sich wieder Leah zu. "Sorry" entschuldigte er sich grinsend, als Leah wieder über ihren Arm rieb. "Ist dir kalt?" Er hatte nicht mal eine Jacke dabei, die er ihr anbieten konnte. Mist.

TBC: Wohngebiet :: Down Town Lofts :: Jonathan Corbett :: Wohnbereich (+ Leah Corbett)
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BeitragThema: Re: Gasse hinter dem Dashing Venue   Gasse hinter dem Dashing Venue - Seite 2 EmptyDo 15 Sep 2016 - 18:47

CF: Dallas - Geschäftsviertel - Northpark-Center - Bibliothek "Lies dich schlau" (+Alexej Kalinin)

Sobald sie in der Nähe des Nachtclubs waren, irgendwo in den Gassen hinter dem Club, navigierte Sasha ihn zu jener Straße, die zum Hintereingang führte. Ein bisschen musste sie daran denken, wie sie Luke hier getroffen hatte, und mit einem verträumten, gedankenverlorenen Lächeln schaltete sie ihr Handy wieder an, weil sie wissen wollte, ob er ihr noch etwas geschrieben hatte. Dalmatinerprinzessin... sie musste erneut lächeln, ehe sie aus ihren Gedanken gerissen wurde, als das Auto stand. Sie stieg aus und ging in Richtung der kleinen Gasse - ehe etwas in ihrer Nähe bei den Mülltonnen schepperte. Im ersten Moment erschrak die Russin fürchterlich, zuckte zusammen und stieß einen kleinen Schrei aus, ehe sie auf die Mülltonnen zuging - und ihr Herz vor Mitleid schmolz. was sie erblickte war wohl ein Straßenhund, so groß, wie seine Pfoten waren, und wie tapsig er war, noch ein Welpe, obwohl er schon etwas größer war. das arme Ding war vollkommen verfilzt - und verletzt.

Sasha ging in die Hocke und streckte ihre Hand aus. "Hey, mein Süßer, komm her, ich tu dir nichts versprochen. Na komm!" Ihre Stimme war weich und liebevoll, während sie gut auf ihn einredete und er tatsächlich irgendwann zu ihr kam, damit sie ihn streicheln konnte. Während sie ihn kraulte, tastete sie ihn vorsichtig auf Verletzungen ab. das Fell fehlte an einigen Stellen, dort war er kahl und wund - vielleicht ein Pilz, vermutlich hatte er Flöhe, die Augen waren etwas verklebt und er hinkte etwas. "Scchhht, alles gut, ich tu dir nichts, mein kleiner." Obwohl das Fell hoffnungslos verfilzt und schmutzig war, konnte sie erahnen, was für eine süße, kuschelige Flauschkugel der Hund wohl wäre, wenn man sich um ihn kümmerte - und sie war den großen, treuen Augen, die nur so nach Liebe und Zuneigung flehten, bereits hoffnungslos verfallen. Sasha hörte, wie Alexej an sie heran trat, allerdings wandte sie sich nicht zu ihm um. "Wir nehmen ihn mit und fahren sofort zu einem Tierarzt." Sashas Tonfall war leise, aber sehr bestimmend - und duldete keine Widerworte. Vorsichtig hob sie das Tier in ihren Arm, das bereits jetzt so viel wog, wie ein kleines Kind, und wandte sich nun endlich Alexej zu, ihr sommersprossiges Gesicht ungewohnt ernst, während ihre gesamte Körpersprache sagte: Ohne diesen Hund gehe ich nirgendwo hin. Und wenn Alexej nicht wollte, würde sie selbst einen Tierarzt suchen, und ihr war es vollkommen gleichgültig, was sie tun musste, um die Rechnung zu zahlen!
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