Dallas bei Nacht
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 Bordell im Keller

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BeitragThema: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptySa 22 Jun 2013 - 0:13

das Eingangsposting lautete :




Bordell im Keller - Seite 4 714cc410

Illegal geführtes Mittelklasse-Etablissement; für jeden Geschmack etwas dabei.

Quelle: londonnightguide.com


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BeitragThema: Re: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptyMi 24 Aug 2016 - 21:24

CF: Dallas - Nightlife - Tabledance Bar 'Dashing Venue' - Bar

Der Betrunkene folgte ihr in das edel eingerichtete Zimmer, welches sie nutzte. Sie hatte es, natürlich passend zum Stil des Hauses, nach ihren Wünschen renovieren lassen, als Vivienne mit den Umbaumaßnahmen begonnen hatte. Das Zimmer hatte ein eher dunkles Ambiente, beinahe ein wenig Gothic, aber nicht ungemütlich - zumindest nicht für sie. Es passte gut zum bourlesquen Stil des Hauses. Der weiche Teppich schluckte jeden ihrer Schritte, angenehm genug, damit man sie auch auf dem Boden nehmen konnte, ohne, dass einer von ihnen durch die Reibung Verbrennungen bekam. Die Wände wurden von stilvoller Ornament-Tapete geziert, es gab ein großes, bequemes Bett mit stabilen Pfosten, die sich perfekt dafür eigneten, Jemanden daran zu fesseln. Es gab Spiegel mit Vorhängen, je nachdem, wonach ihren Kunden der Sinn stand. Eine der Wände war komplett mit Vorhängen bedeckt, dahinter befanden sich kleine Nettigkeiten wie ein Andreaskreuz. Neben einem eleganten Kronleuchter gab es auch an der Decke unauffällige Haken und Ringe und hinter dem Stoff, der das hohe Bett zierte, fand sich - für unwissende Augen verborgen - ein Kafig. Gerade solche Kundschaft mochte sie am liebsten. Sie sperrte sie in einen Käfig, las eine Stunde in einem ihrer Bücher und am Ende waren sie beide relativ zufrieden. Allerdings würde Mann, der ihr folgte, sicherlich nicht so unkompliziert zu händeln sein. Zu guter letzt gab es noch Schubladenschränke, mit allem möglichen Zubehör - nicht zuletzt den ganzen Seilen. Inzwischen war sie ziemlich gut darin, Leute zu verknoten. Auf der anderen Seite gab es zudem eine weitere Tür, welche in ein Badezimmer führte, das ebenfalls auf alle möglichen Eventualitäten eingerichtet war inklusive Walk-in-Dusche und großer Badewanne. Die Tür war aus Glas und der Raum so geschnitten, dass man vom Bett aus den perfekten Ausblick hatte.

Sie wartete in der Tür, bis er an ihr vorbei eingetreten war, ehe sie die Tür schloss und sich zu ihm umwandte. Trotz der hohen Schuhe war sie noch immer ein Stück kleiner als er, so dass sie zu ihm aufsehen konnte, während ihre schlanken Hände erst seine muskulösen Oberarme entlang, dann seinen Oberkörper hinab glitten, bis zu seiner Hose, und dort geschickt nach dem Gürtel griffen. "Wo willst du mich haben?" Federleicht glitten ihre Hände tiefer und strichen über das steife Glied, welches durch den Stoff der Hose gute spürbar war, und sie bemerkte, wie sich die Muskeln an seinem Bauch zusammen zogen. Selbst wenn er versprach, Ärger zu machen, war er bei weitem nicht der unangenehmste Kunde. Er war schlank, muskulös, gefährlich, attraktiv und dominant, womit er genau in die Kategorie Männer fiel, mit welchen sie am besten zurecht kam. Auch wenn viele Freier sie aufgrund ihrer kühlen Ausstrahlung als 'Herrin' in entsprechendem Kontext auswählten, gehörte dieses Angebot nicht zu ihren eigenen Vorlieben. Da war ihr schlichter, harter und ungeschönter Sex lieber. Er war ehrlich. Keine Lügen. Keine Spielchen. Kein Smalltalk. Keine Stolperfallen.
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BeitragThema: Re: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptyMi 24 Aug 2016 - 22:19

CF: Nightlife - Tabledance Bar 'Dashing Venue' - Bar

Sein Blick glitt von den hochhackigen Pumps aus die langen, schlanken Beine entlang nach oben, als sie die Tür öffnete. Der Wandler folgte ihr lautlos und stellte fest, dass das Zimmer wie für seine Begleiterin gemacht schien. Als hätte sie ihr Minikleid passend zur Einrichtung gekauft. Vielleicht hatte sie das sogar. Der erste Eindruck von sinnlicher Dunkelheit verstärkte sich, als sich die Tür hinter ihnen schloss und sein Blick auf das Bett fiel. Er war zu betrunken, um all die vielen Möglichkeiten zu erkennen, die sich ihm hier boten. Aber er mochte das Gefühl, das der Raum vermittelte.
Er sah auf sie hinunter, den dichten, hellblonden Haaransatz. Der frische, saubere Duft stieg ihm wieder in die Nase. Und erinnerte ihn daran, wie sehr seine Haut nach Alkohol roch, obwohl er selbst erst vor kurzem noch unter der heißen Dusche gestanden hatte. Je mehr er trank, desto verzweifelter schien sein Körper das Gift abzubauen. Wandler zu sein war beschissen, wenn man versuchte dauerhaft betrunken zu bleiben. Er war noch nicht bereit, sich mit den brutalen Morden an seinen Eltern und Geschwistern auseinanderzusetzen.

Lieber beschäftigte er sich erstmal mit der Eiskönigin, die anscheinend direkt zur Sache kommen wollte. Perfekt. Und verflucht selten, selbst für eine Nutte. Normalerweise versuchten die Chicas immer, erstmal mit einem zu reden, um die Zeit zu verlängern und mehr Kohle aus ihren Freiern herauszuschlagen. Das hätte sie sich sowieso sparen können - Diego hatte genug hingelegt, um sie die ganze restliche Nacht zu vögeln, wenn er das wollte. Und er musste zugeben, dass er inzwischen mehr als nur neugierig war. Sie laberte ihn nicht voll, sondern konzentrierte sich auf das, was sie ihm versprochen hatte. Er spürte ihre kühlen Finger überdeutlich auf seiner Haut. Selbst durch den Stoff des Tshirts empfand er ihre Finger als angenehm auf seinem erhitzten Körper. Sein Schwanz schien das genauso zu sehen, denn als sie ihn durch den Stoff der Jeans berührte war er bereits steinhart. Er sog die Luft zwischen den Zähnen ein. "Auf dem Bett." seine Stimme klang rau, ob vom Alkohol oder der Erregung konnte er nicht genau sagen. Die großen Hände umschlossen ihre Oberarme und drückten sie zurück, bis er einen kleinen Abstand zwischen sie gebracht hatte. Ihre Haut fühlte sich samtweich an unter seinen Fingern. Sie sollte ihm schließlich nur einen blasen. Zu mehr fühlte er sich gar nicht in der Lage. Rückwärts zog er sie mit sich zum Bett, den Blick fest auf ihre Lippen gerichtet. Vorerst würde er sich nur verwöhnen lassen - sie hatte ihm schließlich einiges versprochen und er war gespannt.
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BeitragThema: Re: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptyMi 24 Aug 2016 - 23:29

Aya hörte, wie er scharf die Luft einsog, wenn auch gedämpft durch den Gehörschutz, den sie noch immer trug. Egal, er war unauffällig genug, dass ihn ihre Freier bisher entweder nicht bemerkt oder sich nicht daran gestört hatten, und da er spezielle Filter besaß, war der Klang noch immer klar - nur eben leiser. Sein rau ausgesprochener Befehl kam nicht unerwartet, das Bett war immerhin die bequemste Möglichkeit, wobei auch das Sofa und die Stühle durchaus ihren Platz in diesem Raum verdienten. Seine Hände griffen fest, aber zumindest nicht grob, um ihre schlanken, muskulösen Oberarme, ehe er sie zu dem Bett schob.

Sobald sie beim bett angekommen waren und er sie los gelassen hatte, glitten ihre Hände erneut hinab zu der Gürtelschnalle. Dieses Mal öffnete sie den Verschluss direkt mit geschickten Fingern, ehe sie sich an den Knopf und Reißverschluss machte, um die Hose komplett zu öffnen. Anschließend sank der Stoff leise raschelnd zu Boden, bis zu seinen Schuhen. Da es nur ein Blowjob war, zumindest für den Anfang, kümmerte sie sich nicht weiter darum, sondern drückte ihren Kunden stattdessen bestimmt nach hinten, damit er sich setzen - oder legen - konnte, während sie aus einer der Schubladen unter dem Bett ein Kondom fischte, sie würde es brauchen, auch wenn er überraschend gepflegt war dafür, dass er wie eine Schnapsbrennerei stank. In diesem Punkt machte die Blondine auch keine Kompromisse, bei ihr gab es keine sexuellen Interaktionen ohne Kondom.

Entsprechend ihrer Art schenkte sie ihnen beiden irgendwelches überflüssiges Drumherum, stattdessen legte sie ihre Finger gekonnt an die weiche Haut seines Gliedes und strich darüber, während sie ihm das Kondom überschob. Anschließend folgte ihr Mund, sanfte Küsse auf die Spitze, während ihre Finger sich um den Schaft legten, ehe sie damit begann, ihn mit den Lippen und der Zunge zu verwöhnen und tatsächlich bewies, dass sie zumindest in dieser Beziehung keine Wünsche offen liess. Im Gegensatz zu manch anderer Frau konnte sie mehr, als schlichtes 'raus-rein', während sie nicht nur seine Eichel und seinen Schaft mit Zunge und Lippen verwöhnte, sondern auch mit ihren Fingern über sein Glied rieb, seine Hoden massierte und ihm genau das gab, was er wollte: Ein paar kostbare Minuten an nichts anderes denken, als an das, was sie mit seinem besten Stück anstellte.
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BeitragThema: Re: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptyDo 25 Aug 2016 - 13:26

Er hielt sie auf Distanz, während er sie bestimmt zum Bett dirigierte. Immer noch begriff er nicht ganz, warum sein Körper so heftig auf sie reagierte. Noch nie hatte er eine Blondine anziehend gefunden. Schon gar nicht eine, die eher an eine Terminatrix erinnerte als an einen Menschen. Diego stand normalerweise auf weiche, weibliche Frauen, die im Bett keinerlei Anleitung oder Vorgaben brauchten, um ihn in den Wahnsinn zu treiben. Dieses Geschöpf allerdings tat noch nicht einmal irgendetwas Besonderes und er war trotzdem scharf auf sie. Er nutzte die kurze Zeit, sie noch einmal eingehend zu mustern. Und versuchte, unter ihrem Parfum irgend einen Hinweis darauf zu finden, dass sie kein Mensch war. So wie er bei der Rothaarigen erst hier unten gewittert hatte, dass eine Hexe war. Aber da war nichts, kein Hauch von dieser Kräutermischung, die Hexen normalerweise anhaftete und die sich selbst mit Parfum nicht dauerhaft überdecken ließ.
Sie war definitiv menschlich - nur ihr Benehmen war sonderbar.

Nicht, dass es ihn sonderlich gestört hätte. Er mochte ihre Zielstrebigkeit, mit der sie seinen Schwanz befreite und ihn aufs Bett schubste. Ohne auch nur ein Wort dabei zu sagen - dahingehend war sie eine absolute Traumfrau. Frauen hatten in seiner Welt nicht viel zu melden, und je weniger sie redeten, desto besser war es üblicherweise. Er machte sich lang auf dem gemütlichen Bett, ohne sich die Mühe zu machen, sein Shirt auszuziehen, und verschränkte die Arme hinter dem Kopf, um ihr zusehen zu können.
Dass sie dann tatsächlich ein Kondom hervorholte entlockte ihm ein unwilliges Stirnrunzeln. Aber ihre sanften Finger und gleich darauf ihre Lippen hielten ihn von einer entsprechenden Bemerkung ab. Wenigstens den Blowjob könnte sie ohne das Plastik erledigen - so dünn die Hülle auch war, sie war nicht gerade dazu angetan, seine Fantasie weiter anzureizen. Vielleicht könnte er sie mit einer entsprechenden Drauflage dazu überreden... oh. Wow. Sein Becken machte sich selbstständig, bog sich ihr entgegen, während ihre Zunge sich geradezu um seinen Schwanz zu schlingen schien. Wie zum Teufel machte sie das?

Ein kehliges Stöhnen vibrierte in seiner Brust, als sie ihren Rhythmus fand. Er schloss die Finger um seine eigenen Handgelenke hinter seinem Kopf, um nicht beide Hände in ihren Haaren zu vergraben und ihr aufreizendes Auf und Ab seinem Rhythmus anzupassen. Er wollte es genießen, und erfahrungsgemäß endete sein Eingreifen in einem erstickten Würgen und damit, dass die Frau sich sträubte. Was ihn natürlich nicht daran hinderte, trotzdem abzuspritzen.
Langsam steigerte sie das Tempo, machte ihn wahnsinnig und er stellte wirr fest, dass sie nicht zu viel versprochen hatte - sein Kopf war wie leergefegt. Sein Atem ging schwer, und die Sehnen am Unterarm traten deutlich hervor, so sehr hielt er sich zurück, bis er es nicht mehr aushielt.
Seine Eier zogen sich krampfhaft zusammen, als er seine Ladung mit einem Aufbäumen und einem langgezogenen Stöhnen in das Kondom ergoss. "Caramba!" murmelte er beeindruckt und ließ den Kopf nach hinten fallen. Er holte tief Luft, um wieder zu Atem zu kommen und schloss kurz die Augen. Nur einen Augenblick später war er tief und fest eingeschlafen.
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BeitragThema: Re: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptyDo 25 Aug 2016 - 13:53

Das kehlige Stöhnen war in etwa genau das, was sie erwartet hatte. Keine Befehle mehr, kein Geprotze mehr, kein Machogehabe mehr, während sie ihm noch den letzten Gedanken aus seinem Kopf pustete. Das konnte sie - immerhin tat sie solche Dinge schon lange genug. Sie spürte seinen nahenden Orgasmus und intensivierte ihre Berührungen noch ein wenig, ehe sie anschließend den Kopf hob und schmal lächelte bei dem Ausruf des Mannes, der vermutlich dem lateinamerikanischen Anteil der Bevölkerung angehörte. Vielleicht war er Mexikaner, die Grenze lag immerhin direkt an Texas an. Sie wischte sich mit dem Handrücken über den Mund und warf einen Blick zu ihrem Kunden, der direkt eingeschlafen war. Wie enttäuschend, allerdings hatte er in Rekordzeit die halbe Tequilaflasche geleert. Mit Spitzen Fingern schob sie das Kondom von ihm und warf es weg, ehe sie ins Badezimmer ging, um sich die Hände zu waschen und ihren Gehörschutz im Schrank zu verstauen. Als sie zurück kehrte, schlief er noch tiefer als zuvor, sie hörte es an seinen tiefen, regelmäßigen Atemzügen.

Was für ein erbärmlicher Anblick. Mit hinuntergelassenen Hosen lag er da, Beine hingen über den Bettrand, während er seinen Rausch ausschlief. Sie trat an das Kopfende des großen Bettes, kletterte vorsichtig darauf und zog ihn vorsichtig so, dass er komplett auf dem Bett lag. Da der Raum klimatisiert war und Personen unter Alkoholeinfluss schneller auskühlten, bekam er sogar ein großes Handtuch als Deckenersatz. Das ersparte ihr darüber hinaus auch, die gesamte Zeit seinen nackten Schwanz sehen zu müssen, wenn sie sich mit einem Blick vergewisserte, dass er noch friedlich schlief und nicht irgendwie an seinem Erbrochenem erstickte. Sie liess außerdem eine weitere Flasche Tequila, eine Flasche Eistee und eine Flasche Wasser kommen. Er würde, wenn er wach war, sicher etwas trinken wollen - sie war sich nur nicht sicher, ob Alkohol oder Wasser.

Da er die gesamte Nacht gezahlt hatte - mehr als ausreichend Trinkgeld inklusive - machte sie es sich anschließend in ihrem Sessel bequem, ihren Block auf dem Schoß, den Eistee neben sich auf dem Tisch. Die Seiten waren gefüllt mit Zahlen und Berechnungen. Sie hatte noch immer nicht aufgehört, daran zu arbeiten, den Algorithmus hinter den Siegerlosen heraus zu finden. Nur noch ein bisschen und sie wäre anhand der Losnummer in der Lage zu erkennen, ob sich ein Gewinn darauf befand, oder nicht... und sie würde nicht noch einmal so viel Geld für einen Stapel voller Nieten ausgeben müssen. Dann war es kein Glück, kein Zufall mehr, ob sie auch ein Los mit Gewinn erwischte. Und wenn sie erst einmal heraus gefunden hatte, wie genau die Lose generiert wurden, konnte sie ohne größeren Aufwand auch die anderen Siegerlose dieser Lotterie heraus finden. Entsprechend verging die Zeit, während sie ganz in ihre Zahlenreihen versunken war, und weiter ihren Gedanken und Berechnungen folgte, ohne sich vorläufig weitere Gedanken um ihren Kunden zu machen.
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BeitragThema: Re: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptyDo 25 Aug 2016 - 15:52

Etwa zwei Stunden lang bewegte sich der muskulöse Körper kein Stückweit. Nur die tiefen, gleichmäßigen Atemzüge verrieten, dass er nicht tot war. Erst dann wurde sein Atem unregelmässiger. Die steile Falte zwischen seinen Augenbrauen trat wieder deutlicher hervor und verriet, dass er in einen Alptraum gekippt war, der schon längst Wirklichkeit war. Er stand wieder in dem Haus, in dem er aufgewachsen war. Das Wohnzimmer war auffallend still, und niemand hatte auf seine lautstarke Begrüßung reagiert. Überall standen Platten, Teller und Schüsseln voller Essen, in dem sich durch die unerträgliche Hitze bereits kleine Maden wanden. Der erdrückende Blutgeruch stand in dem kleinen Haus wie eine Wand, die ihm den Atem raubte. Die Klimaanlage war wohl mit Absicht ausgeschaltet worden.
Sein kleiner Bruder hatte endlich einen seriösen Job gefunden, und Diegos Mutter hatte es sich nicht nehmen lassen, die ganze Familie auf einen Haufen zu dirigieren, um das zu feiern. Sogar die nächsten Nachbarn waren gekommen. Direkt vor ihm lagen El Gordo und seine Freundin Theresa in ihrem Blut, ein Stück weiter Kike und Patty. Patty hatte sich wohl noch ein paar Schritte weit weggeschleppt, wie die getrocknete Blutspur auf dem Boden verriet. Er erkannte sie an den langen, sorgfältig gefärbten blonden Haaren, die im Blut festklebten.

Seine Eltern saßen auf dem Sofa, beide mit dem eigenen Kopf auf dem Schoß. In einer seltsam innigen, zusammengesunkenen Haltung, als würden sie selbst im Tod noch zueinander streben. Das ehemals graue Sofa war vollkommen mit Blut durchtränkt. Überall, wirklich überall war Blut. Es klebte an seinen Schuhsohlen, bei jedem Schritt den er machte. Bis an die Decke war es gespritzt. Diegos Magen rebellierte, im Traum genauso wie es in Wirklichkeit gewesen war. Sein kleiner Bruder lag halb in der Küche, das zerschmetterte Gesicht hatte keinerlei Ähnlichkeit mehr mit ihm. Nur die dichten, dunklen Haare und das lächerlich seriöse Hemd, das ihre Mutter ihm für die Bewerbung gekauft hatte verrieten seine Identität. Keinen einzigen Tag hatte er in seinem neuen Job gearbeitet, bevor er gestorben war. Sein zweiter Bruder hatte wohl versucht, seine Frau und die kleine Tochter der beiden durch das Küchenfenster zu retten. Ein kreisrundes Loch in der Stirn der kleinen Lupita ließ ihn hoffen, dass die Kleine nicht mehr viel mitbekommen hatte. Der Körper seiner Cuanada hing seltsam verdreht über der Spüle, und er verzichtete darauf, sie umzudrehen um ihr Gesicht zu sehen. Der zerschundene Körper seines Bruders lag vor den Beiden, als wollte er sie immer noch beschützen. Sein Kopf war durch die halbe Küche gerollt und lag mit dem Gesicht nach unten halb unter einem Regal.

Diego selbst hatte einige Menschen auf dem Gewissen - allerdings immer mit der Sicherheit, dass es sich um Kriminelle gehandelt hatte. Das hier war ein verdammtes Massakker an Unschuldigen!
Als er sich umdrehte traf ihn ein weiterer Schock. Jade kniete in seinem Traum mitten im Raum, den er gerade durchquert hatte, umgeben von fünf Mitgliedern seines ehemaligen Kartells. "Jade! Nein!" entfuhr es ihm entsetzt. Ihre Klamotten waren zerrissen, ihr Gesicht blutig und verschwollen, und die Waffe an ihrer Schläfe ließ ihn erstarren. Der Knall hallte überlaut in seinen Ohren, und er sah wie das Gesicht seiner Schwester in einem Schwall aus Blut explodierte.

Durch den reflexhaften Griff nach seiner Waffe erwachte er übergangslos, mit Jades Namen und einem deftigen, mexikanischen Fluch auf den Lippen. Innerhalb einer halben Sekunde hatte er sich orientiert und an die Waffe erinnert, die immer noch in seinem Stiefel steckte. Genauso schnell hatte er sie in der Hand. Obwohl ihm langsam klar wurde, dass er nicht in unmittelbarer Gefahr war gab ihm das Gefühl der Beretta zwischen den Fingern ein beruhigendes Gefühl. Sein Herz hämmerte gegen seinen Brustkorb, als wäre er gerade einen Marathon gelaufen. Diego holte tief Luft und ließ sich zurück auf das Bett sinken. Nach ein paar Sekunden, in denen er sich notdürftig sortiert hatte, starrte er die Eiskönigin wirr an. "Wie lang hab ich geschlafen?"
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BeitragThema: Re: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptyDo 25 Aug 2016 - 17:18

Zeit spielte keine wirkliche Rolle, während Ayana mit der linken Hand wiederkehrende Bewegungen machte, während sie sich konzentrierte und mit ihren Zahlen beschäftigte. Zuerst entgingen ihr sogar die leisen Geräusche, die der Mann von sich gab, inzwischen vollkommen in ihre Berechnungen versunken. Erst als er aufschreckte, einen derben Fluch auf den Lippen, zuckte sie zusammen und griff ganz instinktiv nach der Waffe, die sich unter ihrem knappen Rock in einem Oberschenkelholster befand. Noch ehe sie darüber nachdenken konnte, hielt sie das gewohnte Gewicht ihrer Glock 17 in der Hand, den Arm sicher und die Waffe auf ihn gerichtet, während er seine Baretta hielt. Allerdings nicht auf sie gerichtet, weshalb sie ihre eigene Waffe vorsichtig sinken liess, sobald er wieder im Bett lag. Sie liess sie sinken, doch weder sicherte sie die Waffe, noch steckte sie die Glock zurück in ihr Holster. Nicht so lange der Typ die Baretta noch hielt.

Ihr Blick glitt bei der Frage kurz zu der Uhr, dann direkt zu ihm zurück. "Hundertdreiundzwanzig Minuten." Ihre Antwort war tonlos und exakt, während sie ihn noch immer nicht aus dem Blick ihrer kühlen, blauen Augen entliess. Sie würde nicht schießen, so lange er sie nicht bedrohte, der einzige Grund, aus dem sie die Waffe nicht mehr auf ihn gerichtet hielt. Tatsächlich wirkte ihre Haltung beinahe lässig und entspannt, doch es täuschte, eine falsche Bewegung, und er würde schneller in den Lauf der geladenen Waffe blicken, als ihm lieb war. Glücklicherweise reichte alleine das Vorhandensein dieser Waffe, um den meisten Kunden klar zu machen, dass man es sich nicht mit ihr verscherzen sollte. Auf einen Menschen hatte sie schon lange nicht mehr geschossen. Immerhin hatte sie wenig Interesse daran, im Gefängnis zu landen oder zurück in eine Psychiatrie zu gehen. Ihr Blick blieb an der Baretta haften, die aussah, als hätte sie bessere Tage gesehen und müsste dringend gereinigt werden, nicht wie ihre eigene Waffe, die sie beinahe pedantisch in Schuss hielt. "Du solltest sie reinigen. Sie ist voller Staub."
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BeitragThema: Re: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptyDo 25 Aug 2016 - 19:43

Erst in dem Moment, in dem sie ihm antwortete, realisierte er, dass sie ebenfalls eine Waffe in der Hand hielt. Woher zur Hölle hatte sie die so plötzlich? Sie war ihm bisher nicht aufgefallen - und er hatte die Blonde wirklich ausgiebig taxiert, während er hinter ihr hergelaufen war. Seine Zunge fühlte sich widerlich pelzig an, und jetzt erst ging ihm auf, dass das dumpfe Gefühl in seinem Hinterkopf fast weg war. Die dünne Membran, die ihn vor den schrecklichen Erinnerungen geschützt hatte, war aufgerissen. Dafür hatte er so widerliche Kopfschmerzen, dass es schwer war, an etwas anderes zu denken als den bohrenden Schmerz. Und daran, dass das Mädchen eine Waffe in der Hand hielt.
Hundertdreiundzwanzig Minuten. Sein Verstand arbeitete bei weitem nicht so schnell wie sonst. Es kostete ihn einige Zeit, um die ungewöhnliche Zeitangabe umzurechnen. Seine Finger umfassten den Griff der Beretta unwillkürlich fester. Er hatte tatsächlich ZWEI STUNDEN LANG neben einer völlig Fremden geschlafen. In einem Raum, den er nicht einmal oberflächlich überprüft hatte. Er wusste nicht, was daran das Schlimmste war.

Allerdings war das bei dem Schlafentzug und den unmenschlichen Mengen an Alkohol der letzten Tage kein Wunder. Unverwandt starrte er sie an, ziemlich unbeeindruckt davon, dass sie eine Waffe auf ihn gerichtet hatte. Das war eine Situation, in der er schon öfter gewesen war. Und wenn sie nicht sofort schoss, dann hatte sie normalerweise auch nicht vor, ihn zu töten. Stattdessen schien sie sich auch eher für seine Waffe zu interessieren und keine akute Bedrohung zu sein. Irgendwie war er dankbar, dass sie das Thema damit von seinem Alptraum ablenkte, mit dem er sich später noch ausgiebig genug beschäftigen konnte. "Das ist eine 92er Beretta. Die kann ich mit Dreck laden und sie danach immer noch abfeuern." Gut, das war übertrieben - aber das bisschen Staub würde die Präzision der sonst gut gepflegte Waffe nicht wirklich beeinträchtigen. Er hatte sogar schon selbst hergestellte Munition mit der Beretta abgefeuert.

Diego sah an sich hinunter und registrierte ein zerknülltes Handtuch in seinem Schritt. Zart besaitet, Chica? Oder hast du versucht, fürsorglich zu sein? Er legte die Beretta demonstrativ aus der Hand und schnappte sich stattdessen die Wasserflasche, die neben dem Bett stand. Er hatte das Bedürfnis, sich einen Schwall kalten Wassers über den Kopf zu kippen, beschränkte sich aber darauf, die Flasche leerzutrinken. Anschließend zog der Wandler sein verschwitztes Tshirt über den Kopf und warf es auf den Boden, als hätte die Blonde ihn nicht gerade eben noch mit einer Waffe bedroht.
"Ist das eine Glock?" krächzte er, nachdem er seinerseits ihre Waffe kurz gemustert und festgestellt hatte, dass es keine Attrappe war. Sein Hals war trocken und das Katzenfell in seinem Mund war widerlich.
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BeitragThema: Re: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptyDo 25 Aug 2016 - 20:08

"Ich sehe, dass es eine M9 ist. Ich würde sie mit richtiger Munition statt mit Dreck verwenden. Am Ende explodiert dir das Geschoss im Lauf. Und sie sollte dennoch gereinigt werden." Da er seine Waffe ablegte, sicherte sie die ihre auch und legte sie neben sich auf den Tisch, während sie ihm dabei zusah, wie er das Oberteil über seinen Kopf zog und harte Muskeln präsentierte.  Sie konnte auch die Narben sehen, die von Schusswunden stammten. Definitiv kein harmloser Kleinkrimineller. Vermutlich Teil einer Bande. Und so gefährlich, wie sie ihn eingeschätzt hatte. Und so durstig, wie sie ab zu sehen war. Glücklicherweise hatte sie noch Getränke in den Schränken, auch wenn diese eigentlich für sie gedacht waren, wenn die Kundschaft draußen war. Er hatte genug gezahlt, um ihm diesem Service zu bieten.

"Ja. Eine Glock 17. 9mm. 33 Schuss." Da er nicht wirkte, als wolle er sie erschießen, verstaute sie die Waffe wieder in ihrem Oberschenkelholster, das geschickt durch den knappen Rock - oder eher die Unterröcke - verborgen wurde, ehe sie aus einem der Schränke eine weitere Wasserflasche holte und sie ihm reichte. Im Gegensatz zu der anderen war diese nicht gekühlt, andererseits hatte er so lange geschlafen, dass es vermutlich auch keinen Unterschied gemacht hatte, dass das Wasser zuvor im Kühlschrank gewesen war. Ein wenig rümpfte sie die Nase. Jetzt stank er nach Schweiß und Alkohol. "Du darfst das Badezimmer benutzen. Handtücher großer Schrank, mittlere Tür ganz unten, Zahnbürsten rechte Tür unter dem Waschbecken." Immerhin hatte er für diese Nacht all inclusive gezahlt, und über das Dashing Venue konnte man vieles behaupten, der Service war gut. Auch die Zahnbürsten waren für Mädchen, die sich nach einem Blowjob die Zähne putzen wollten, allerdings hatte sie eine halbe Kiste voller Billigzahnbürsten, die sie ohnehin nicht verwendete, und sollte er vor haben, ihre Dienste weiter in Anspruch zu nehmen, käme es ihr nur zu gute, wenn er duschte und Zähne putzte. Es gab nichts widerlicheres, als die Kombination aus altem Zigarettenqualm, Mundgeruch und Alkoholfahne zu küssen.
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BeitragThema: Re: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptyDo 25 Aug 2016 - 21:55

Diego schüttelte automatisch den Kopf - und bereute es sofort, als seine Kopfschmerzen explodierten. Er rieb sich über die Stirn, als könnte er sie damit vertreiben und wartete ab, bis sich der Druck auf ein erträgliches Maß reduziert hatte. Dass Wandler den Alkohol um einiges schneller abbauten als normale Menschen hieß nicht, dass sie von der anschließenden Übelkeit oder - wie in Diegos Fall - den Kopfschmerzen verschont blieben.
"Keine M9." murmelte er, während er wieder nach der Waffe griff und sie so hielt, dass die Blonde sie deutlich sehen konnte. "Eine 92FS. Der Staubschutz ist abgerundet und die Kimme ist..." Er sah zu ihr hoch und zuckte mit den Schultern. " - vergiss es." Es war scheissegal, worin die beiden Typen sich unterschieden. Die Waffe feuerte zuverlässig, wenn er den Abzug drückte, und das war das einzige was ihm wichtig war. Warum unterhielt er sich überhaupt mit der loca Blondine? Wobei unterhalten nicht ganz das richtige Wort dafür war.

Er beschränkte das Nicken auf eine Minimalbewegung, als sie seinen Verdacht bestätigte. "Passt zu dir." kommentierte er knapp. Die Waffe war ähnlich beliebt wie seine Beretta, ein Allerweltsmodell. Allerdings nur etwa halb so schwer, was sie vor allem bei Frauen sehr beliebt machte. Sein Kriterium für die Beretta war aber hauptsächlich gewesen, dass er sie so unkompliziert bekommen hatte. Als offizielle Armeewaffe der USA wurden die Waffen im Überfluss produziert.
Träge sah er ihr zu, wie sie die Waffe wieder verstaute - ein raffiniertes Versteck. Und auf jeden Fall eine ausgezeichnete Abschreckung für jeden, der mit den ungeschriebenen Gesetzen in einem Bordell zu brechen versuchte. Dankbar trank er auch die zweite Wasserflasche leer, als sie sie ihm reichte.
Ein humorloses Grinsen glitt über sein Gesicht, als sie ihm "erlaubte", die Dusche zu benutzen. Wie hatte dieses sonderbare Mädchen es in so einen Beruf geschafft? Wortlos stemmte er sich vom Bett hoch und versuchte, sich die explosionsartigen Kopfschmerzen nicht anmerken zu lassen, während er splitternackt und völlig ungeniert ins Badezimmer verschwand. Die gläserne Wand hätte ihn in jeder anderen Situation ziemlich angemacht. Aber gerade zog er es vor, erstmal Minutenlang mit geschlossenen Augen unter dem eiskalten Wasserstrahl zu stehen, bis sein Kopf sich besser anfühlte. Erst dann regulierte er die Temperatur.
Eine knappe halbe Stunde später betrat er das Zimmer wieder. Sein Blick fiel auf den Block, mit dem die Blondine sich beschäftigt hatte.
"Zahlenrätsel?"
Er wusste nicht genau, was er mit ihr anfangen sollte. Zwar hatte er sie für die ganze Nacht bezahlt, aber die Dusche hatte die Fetzen seines Alptraumes nicht abwaschen können - der zu allem Überfluss gar kein Alptraum war. Es war vielleicht das erste Mal, dass der Wandler einer Prostituierten gegenüberstand, von der er nicht genau wusste, warum er sie vorhin noch hatte haben wollen.
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BeitragThema: Re: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptyDo 25 Aug 2016 - 22:25

Ayana war nicht bewusst gewesen, dass die 92FS nicht unter der Bezeichnung M9 geläufig war, da es sich, ihres Wissens nach, um ein amerikanisches Modell handelte, das speziell angepasst werden musste, da die amerikanische Armee stärkere Munition verwendete, sowie der von ihm erwähnte Staubschutz. Allerdings hob sie nur die Schultern, als er abwinkte, ein weiteres Mal, als er erklärte, dass die Waffe zu ihr passen würde. Zu ihr passen... es war eigentlich kaum mehr als reine Gewohnheit, dass sie bei dieser Waffe geblieben war. Sie war damals leicht und problemlos an die Waffe heran gekommen und hatte sich, nachdem sie durch einen Kollegen das ein oder andere Dokument hatte fälschen lassen, einen Waffenschein gemacht. Sie war sich nicht sicher, wann man aufgehört hatte, nach ihr zu suchen, da sie allerdings nicht mehr offensichtlich straffällig geworden war, kümmerte es keinen mehr, dass ihr gesetzlicher Betreuer ein wenig plötzlich abgesetzt worden war. Inzwischen galt sie, zumindest auf dem Papier, wieder als voll zurechnungsfähig und geheilt. Dabei lag der einzige Unterschied darin, dass sie nicht mehr jedem weh tat, der ihr auf die Nerven ging und geschickter darin geworden war, es zu verbergen, wenn es doch einmal geschah.

Sie trat zur Seite, als er lächelte und sich noch der letzten Kleidung entledigte - den Schuhen. Die Kleidung blieb als ein Haufen schmutziger Wäsche neben dem Bett liegen, während Ayana zu dem Stuhl zurück ging und sich erneut ihren zahlen widmete. Trotz des Schlafes ihres Kunden war die Nacht noch jung - und ihre Schicht entsprechend lang. Vierundzwanzig Minuten später kam er aus dem Bad zurück, deutlich besser riechend, als zuvor. Als er sie auf ihren Block ansprach, hob sie erneut die Schultern. "In der Art. Ich habe aus Langeweile begonnen, den Algorithmus zu berechnen, in welchem die Zahlenfolgen von Losen gedruckt werden. Allerdings bin ich in den letzten Tagen nicht weiter gekommen." Ehe er einen weiteren Blick darauf riskieren konnte, drehte sie den Block um. Eigentlich war es ganz ihres - Muster erkennen, Rätsel lösen, das waren Dinge, die sie ganz für sich tat und mit Niemandem teilte. Das mit Vivienne war eine Ausnahme gewesen, allerdings würde sie ihre Berechnungen nicht mit einem Kunden teilen. Stattdessen erhob sie sich und betrachtete den Mann abschätzend von oben bis unten.

Befremdlicherweise wirkte er nicht so, als hätte er derzeit gesteigertes Interesse daran, mit ihr zu schlafen. Allerdings überliess sie es ihm, zu bestimmen, wie die Nacht weiter verlaufen sollte. Irgendetwas stimmte nicht mit ihm, so sehr, dass es sogar ihr auffiel, aber sie war nicht der Typ, der sich mit den Problemen anderer befasste. es interessierte sie nicht. Allerdings war das fehlende Empathievermögen der Blondine mit eines ihrer größten 'Probleme' in der Therapie gewesen. Sie hatte es aufgegeben, begreifen zu wollen, warum es ihr Problem sein sollte, wenn sich doch nur die anderen daran störten. Sie hatte schon immer empfunden, dass es das Problem der anderen war, und nicht ihres.
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BeitragThema: Re: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptyFr 26 Aug 2016 - 18:07

Seine Kopfschmerzen und ihre monotone Art zu sprechen machten es nicht leicht, ihr zu folgen. Er musste sich darauf konzenterieren, was sie sagte. Wie damals in der Schule, in der letzten Stunde, wenn man in Gedanken schon längst zuhause war und der Lehrer über irgend ein uninteressantes Thema referierte. Der Algorithmus von Losdruck also. Was für eine spannende Art, sich zu beschäftigen. Nicht.
"Aha." machte er mit einem schrägen Blick auf die nichtssagenden Zahlenreihen.
Sie schien auch nicht besonders erfreut darüber zu sein, dass er sich für ihren Schreibblock interessierte. Dios Mio, was interessierten ihn ihre Zahlenreihen, wenn er eigentlich bloß zum Vögeln hier war?
Dummerweise nicht, um Sie zu vögeln.
Sie war eine Notlösung, und da wo seine Pelirroja von letztem Mal irgendwann aufgetaut war, blieb diese Eiskönigin ungefähr so warmherzig wie ein Kühlschrank. Der Blowjob war großartig - in diesem Punkt hatte sie nicht gelogen. Sie war absolut umwerfend, was ihre Fertigkeiten anging. Aber von "der Erfüllung seiner erotischen Phantasien und der exquisiten Gesellschaft" war sie weit entfernt. In diesem Fall stellte er sich etwas anderes vor, als ihm wortlos einen zu Blasen und jetzt so zu tun, als würde er sie bei irgendwelchen wichtigen Berechnungen stören.

Wäre er nicht in so verdammt schlechter Verfassung hätte er ihr Verhalten garantiert als Aufforderung gesehen. Ihre kühle Art hätte ihn gereizt, sie aus sich herauszulocken, wie ihm das bei der Rothaarigen gelungen war. Aber heute war in dieser Hinsicht nichts mit ihm anzufangen. Die tiefen, dunklen Ringe unter seinen Augen verrieten deutlich, dass selbst die zwei Stunden Schlaf nicht viel an seinem desolaten Gesamtzustand geändert hatten.
Es war verstörend, dass nicht einmal Schnaps und Nutten hier zu wirken schienen. Normalerweise war das sein Allheilmittel für alles. Als sie sich erhob, in einer grazilen Art, die seltsam einstudiert wirkte, und ihn dann noch von oben bis unten musterte wie etwas, von dem man nicht genau wusste, ob man es noch gebrauchen konnte winkte er ab. Vergiss es, Princessa. Darauf spring ich heute nicht an.
Abgesehen von der Tatsache, dass er die Tragödie um seine und Jades Familie nicht einmal ansatzweise verarbeitet hatte.
"Chica, du bist echt die seltsamste Nutte, die mir je begegnet ist." Da waren ihm die zugedröhnten, aufgedrehten Junkiemädchen noch lieber - da wusste er, woran er war. Warum zum Teufel hatte er sich überhaupt auf sie eingelassen?

Mit langsamen Bewegungen fing er an, sich anzuziehen. Es brachte nichts, hierzubleiben. Er war kein bisschen scharf auf die Blonde, und bisher hatte er nichts zustande gebracht, was einem Gespräch nahe kam, abgesehen davon dass seine Kopfschmerzen ihn daran hinderten, zusammenhängend zu denken. Es war eine Sache, ein abgewracktes Mädchen vom Straßenstrich zu vögeln - von denen erwartete er nichts als das übliche Gestöhne und dass sie sich schnell aus dem Staub machten, wenn er mit ihnen fertig war. Aber in einem hochklassigen Laden wie diesem erwartete er neben einer halbwegs intelligenten Unterhaltung vor allem eines: gute Lügnerinnen. Er schloss den Gürtel und griff nach seinem Tshirt, um es gleich darauf wieder fallen zu lassen. Es stank, als hätte er eine Flasche Schnaps darüber gekippt. Das würde er nicht mehr anziehen, obwohl er es erst vor wenigen Stunden gekauft hatte. Ihn störte es nicht, mit nacktem Oberkörper bis zum nächsten Laden zu laufen, der um diese Zeit noch offen hatte. Dallas schlief praktischerweise nie. "Machs gut, mi ángel de hielo frío."
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BeitragThema: Re: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptySa 27 Aug 2016 - 10:28

Ayana legte den Kopf ein wenig schief, als ihr Kunde sie als 'die seltsamste Nutte, die ihm je begegnet war' deklarierte. Tatsächlich hatte sie solche und ähnliche Bemerkungen häufig,s ehr häufig gehört, mal freundlicher, mal weniger freundlich ausgedrückt. Dabei musste man es ihr eigentlich nicht mehr sagen. Ayana wusste, dass sie ein Sonderling war, sich - aus welchen Gründen auch immer - von den meisten Menschen unterschied, und dass der Großteil dieser Personen Probleme damit hatte, mit ihr zurecht zu kommen. So wie sie Probleme damit hatte, mit dem Großteil der Menschen zurecht zu kommen, als würden verschiedene Welten aufeinander prallen, als wäre sie ein merkwürdiges, befremdliches Alien, das nur durch Zufall auf diesem Planeten gelandet war. Allerdings versuchte sie nicht mehr, sich mehr an zu passen, darum wissend, dass es ihr nicht gelingen würde. Daher war ihre einzige Reaktion auf seine Worte ein stilles, nüchternes: "Ich weiß." Wie könnte sie es auch nicht wissen.

Sie sah ihm dabei zu, wie er sich anzog, offensichtlich nicht weiter an ihr interessiert. Was sie auch nicht verwunderte. Sie hatte nicht umsonst nur einen sehr kleinen Stammkundenkreis, der sie gezielt wegen den Dingen schätzte, die andere an ihr befremdlich fanden: Ihrer kühlen, distanzierten Art, ihrer Wortkargheit oder, was leider zu selten war, den hochkomplexen Unterhaltungen, die sie mit ein oder zwei außerordentlich intelligenten Kunden führen konnte. Allerdings erwartete sie nicht, dass ein Säufer und Krimineller wie diese Person jemals dazu in der Lage wäre, ein anregendes Gespräch über höhere Mathematik zu führen. Zumal sie Mathe überwiegend langweilig empfand, außer es ging darum, Codes zu entschlüsseln oder Muster zu erkennen.

Als er gehen wollte, trat sie erneut auf ihn zu. "Du hast für die gesamte Nacht gezahlt. Möchtest du ein anderes Mädchen oder dein Geld zurück?" Vivienne würde vermutlich selten das Geld zurück geben, das einmal in ihrer Tasche gelandet war, sie war jedoch nicht die Schwarze Witwe. Sie würde ihm drei Stunden berechnen, den Alkohol und das Glas. Damit bekäme er noch immer deutlich mehr als die Hälfte von dem zurück, was er ihr zugeschoben hatte. Sollte er weder das eine noch das andere wollen, so würde sie den Rest als 'Trinkgeld' betrachten, auch wenn dieses Trinkgeld reichen würde, um sich die gesamte Nacht von zwei der billigeren Mädchen auf einmal verwöhnen zu lassen, inklusive eines Schnapsglases, das nie leer würde.

Allerdings wirkte er nicht mehr betrunken. Er wirkte verkatert. Als ihr der Gedanke kam, betrachtete sie ihn noch einmal erneut, genauer, aufmerksamer. Nicht betrunken, trotz des ganzen Alkohols. "Du bist kein Mensch." Die Feststellung kam trocken und leise über ihre Lippen, ehe sie den Kopf schüttelte. Es war im Grunde egal, was er war. Zumal sie nicht vor hatte, unfreiwillig als Mahlzeit zu enden, nur, weil sie sein Geheimnis heraus gefunden hatte. Sie hatte noch immer zu wenig Wissen über die verschiedenen Nichtmenschen und ihre Erkennungsmerkmale und Eigenarten, um sie tatsächlich sicher erkennen oder differenzieren zu können. Einzig von Hexen und Hexern wusste sie ein wenig mehr - und die waren relativ schwierig zu erkennen.
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BeitragThema: Re: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptyMo 29 Aug 2016 - 14:24

Als sie ihm den Weg vertrat musterte er sie noch einmal kurz, als würde er jetzt etwas Neues entdecken, das ihm bisher entgangen war. Sie war schön, auf eine spezielle Weise. Und mit etwas mehr ...Leben? in ihrem Gesicht hätte sie garantiert um einiges weniger an diese unheimlich lebensechten Porzellanpuppen erinnert, die einen bis in die finstersten Alpträume verfolgen konnten. Ihr Benehmen, die Art wie sie sich bewegte und redete machten das anziehende Äussere zur Nebensache. Die Dissonanz war deutlich spürbar.
Er verzichtete eingedenks seiner Kopfschmerzen darauf, mit einer Geste zu verneinen, wie er das sonst getan hätte. "Nein." Der viel zu klare Kopf hatte seinen Anteil daran, dass ihm bewusst war, dass das nichts an den Tatsachen ändern würde. "Behalt es einfach." Selbst ein anderes Mädchen würde ihn heute Nacht nicht mehr vor sich selbst retten. Geld war ihm noch nie sonderlich wichtig gewesen - er hatte schließlich immer genug davon. Und falls er einmal nicht genug haben sollte, ließ sich dieser Umstand dank seiner Waffe und einer gewissen Skrupellosigkeit schnell ändern.

Er fühlte immer noch ein Bündel Geldscheine in seiner Hosentasche, und es reichte für ein paar Gramm Koks. Wenn schon der Alkohol nicht wirkte, vielleicht tat es das  - oder die Kombination aus beidem. Seine Vernunft sagte ihm dass auch das keine Gute Idee war. Aber mit guten Ideen hatte er sich in den letzten Tagen auf keinen Fall ausgezeichnet. Sie haben nur darauf gewartet, bis ich mich aus Dallas gemeldet habe. Die Uhr hat nie angefangen, zu ticken!
Er schob die Gedanken wieder beiseite. Der Alkohol hatte sie soweit gedämpft, dass er sie kaum mitbekommen hatte. Aber jetzt brannten sie sich wie Säure in sein Hirn. Hätte ich Jade getötet, wäre die ganze Familie ausgelöscht. Hätte ich zuerst die anderen gewarnt... oder in Sicherheit gebracht... Hätte, hätte, hätte! Es gab kein Richtig oder Falsch, wenn man sich mit dem Kartell anlegte. Nach Jahren, in denen seine Familie immer durch die Narcos geschützt worden war, hatte ein einziger Fehltritt sie alle das Leben gekostet. Vielleicht hatte er deswegen so sorglos darauf vertraut, dass seiner Familie nichts geschah, wenn er seinen Auftrag ausführte - weil es bisher immer so gewesen war.

Er starrte die Blonde einen Moment lang an, ehe er begriff, was sie gerade gesagt hatte. Die Worte kamen so nüchtern und plötzlich, dass er erst nicht wusste, ob es eine Feststellung oder ein Vorwurf sein sollte. "Bei dir war ich mir da auch nicht sicher." kommentierte er achselzuckend. Wie zum Teufel hatte sie denn das jetzt herausgefunden? Forschend sah er sie an. Sie wirkte nicht, als würde sie das sonderlich stören. Oder als würde sie auf der Stelle jemandem davon erzählen, so dass er sie erschiessen musste.
"Und, wofür hältst du mich?" erkundigte er sich vorsichtshalber. Das war noch kein direktes Eingeständnis, aber er war neugierig was sie ihm andichten würde.
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BeitragThema: Re: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptyMo 29 Aug 2016 - 20:40

Pager-Nachricht von Jade Domingo an Diego Domingo:
loco estupido. bitte sag mir, dass dein plan erfolg hatte.
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BeitragThema: Re: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptyMo 29 Aug 2016 - 21:08

Einige Momente starrte er sie einfach an, ohne, dass sie irgendetwas aus seinem Blick machen konnte. Seine folgenden Worte allerdings brachten sie ganz unvermittelt zum Lächeln. "Nein, ich bin ein ganz normaler Mensch. Sofern man in meinem Fall von 'normal' sprechen kann." Immerhin hatte sie ihr ganzes Leben lang Zeit gehabt, sich ihrer Andersartigkeit bewusst zu werden. Seine Gegenfrage sorgte dafür, dass sie ihn erneut eingehend musterte. "Ich bin mir nicht schlüssig. Kein Hexer." In diesem Punkt war sie sich sehr sicher - Hexen und Hexer mochten einige Sonderfähigkeiten haben, ein derart schneller Alkoholabbau gehörte ihres Wissens nach jedoch nicht dazu. Gedanklich ging sie das wenige Wissen durch, welches sie über magische Wesen besaß. Ghule aßen Leichen und, wenn sie sich nicht irrte, waren sie kälter. Von Vampiren hatte sie nur geflüsterte Gerüchte gehört. Da es Hexen und Ghule gab, war sie durchaus bewogen, zu glauben, dass manche der Bluttrinker in ihrem alten okkulten Zirkel tatsächlich so etwas wie Vampire gewesen waren, aber wie viel von den Legenden Wahrheit waren, und wie viel schlichte Fiktion, wusste sie nicht zu sagen.

Werwölfe? Ayana hatte keine Ahnung, ob es sie gab und wenn ja, was sie für Eigenarten hatten. Ob sie sich in Wölfe verwandelten bei Vollmond und auf Silber reagierten, oder ob das vollkommener Blödsinn war - oder tatsächlich Legende. Und von den Mutanten wusste sie nur, dass sie ihre Gestalt ändern konnten - und dass ihr neues Haustier Unmengen an Betäubungsmitteln benötigte, weil es das zeug schneller verbrannte, als sie es am Anfang in es hatte hinein schütten können. Am Anfang war es tatsächlich ein paar Mal fast wach geworden, ehe sie die richtige Dosis gefunden hatte. Aber das konnte auch Eichörnchen-Metabolismus sein, und musste nichts mit dem Mutantenmetabolismus zu tun haben.

"Kein Ghul. Ich weiß nicht, ob es Vampire wirklich gibt, aber es erscheint mir unpassend. Ich weiß nicht, ob es Werwölfe gibt, aber es erscheint mir wahrscheinlicher als Vampir. Vielleicht ein Gestaltwandler. Was auch immer du bist, du verbrennst den Alkohol zu schnell für einen Menschen. Selbst für einen Alkoholiker. Bei der Menge an Alkohol müsstest du nach zwei Stunden noch Restpegel haben. Du hast verkatert gewirkt. Natürlich existiert schlicht die Möglichkeit anderer Droge, welche ihre Wirkung verloren und Entzugssymptome ausgelöst haben." Ihr war es egal, dass er sie nun womöglich endgültig für einen Freak oder auf Drogen hielt. Auch daran hatte sie sich bereits während ihrer Schulzeit gewöhnt. Und letztendlich hatten sie nicht einmal wirklich falsch gelegen mit manchen hinter vorgehaltener Hand geflüsterten Gerüchten. Sie war lange genug in ihrem Zirkel gewesen, um in höhere Kreise auf zu steigen. Nicht hoch genug, um ihr die wahre Magie zu offenbaren, wie es Vivienne getan hatte, aber genug, um zu beweisen, dass es Magie gab.
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BeitragThema: Re: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptyMo 29 Aug 2016 - 22:36

Oh wow, sie konnte tatsächlich lächeln! Und dieses mal schien es eine ganz normale, menschliche Reaktion zu sein. Nichts, was sie vor dem Spiegel geübt hatte. Es ließ sie für einen kurzen Moment zugänglicher wirken, vielleicht sogar symphathisch. Diego war verblüfft, was diese kleine Veränderung auslöste. Trotzdem ging er vorsichtshalber nicht darauf ein, was wohl "in ihrem Fall normal" hieß.
Normal war nur ein Begriff, der in die eine oder andere Richtung sehr dehnbar war. Und gemessen an irgendwelchen Crackhuren in Acapulco war die Blonde auf jeden Fall normal. Verdammt, sogar gemessen an ihm war sie vermutlich normal - sie konnte sich schließlich nicht in ein Tier verwandeln. Normal hieß, so zu sein wie alle anderen. In dem Fall hatten sie wohl beide Glück gehabt.

Als sie auschloss, dass er Hexer war grinste er humorlos. Nein, Hexer passte auch überhaupt nicht zu ihm. Obwohl ihm die Vorstellung gefiel, Zaubertränke zusammenzumixen. Einen davon hätte er sofort gegen seine Kopfschmerzen gebraut. Aber seine Magie lag in seinem Fleisch verborgen, irgend eine Anomalie, die es ihm ermöglichte, sich in fast jedes Tier zu verwandeln. Alles, was es dazu brauchte, waren Zeit, Geduld, Übung und vor allem Disziplin. Und natürlich eine gute Vorlage, in die er sich verwandeln konnte.
Tiere waren nicht nur einfacher, in einem Tierkörper fühlte er sich auch einfacher. Er dachte weniger nach, sondern folgte viel  mehr seinen Instinkten. Vielleicht wäre es eine gute Möglichkeit, mit all dem Bullshit, dem Schmerz und der Schuld klarzukommen wenn er erstmal als Puma in die Berge verschwand? Für ein paar Monate... oder Jahre?

Diego folgte ihren fast kindlich ernsthaften Ausführungen, als sie eine Rasse nach der anderen ausschloss. Der Alkohol hatte ihn also verraten. Verdammtes Zeug. Erst brachte es ihm nicht die erhoffte Wirkung, dann bescherte es ihm Kopfschmerzen und jetzt entlarvte es ihn auch noch! Er griff sich die halbvolle Tequilaflasche, die er beinahe stehen hätte lassen. Beinahe trotzig setzte er sie an die Lippen, obwohl er wusste, dass die erwünschte, benebelte Leichtigkeit heute nicht mehr eintreten würde. Für den heutigen Abend war es wohl vorbei mit Alkohol. Aber das vertraute Brennen, als der Schnaps durch seine Kehle floss, ließ die Kopfschmerzen für einen Moment in den Hintergrund treten, wie bei einem Placebo.
Er nickte nur bestätigend, als sie ausgeredet hatte. "Stimmt. Keine Drogen. Da bin ich auf die Schnelle nicht so leicht dran gekommen." Glatt gelogen. Man kam immer irgendwie an Drogen, vor allem in einer Stadt wie Dallas. Er war einfach zu faul gewesen. Damit war er der Antwort mehr oder weniger elegant ausgewichen, was er nun war. Mit etwas Glück drückte er sich noch ganz um die Beantwortung herum.
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BeitragThema: Re: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptyMi 31 Aug 2016 - 16:56

Als der Mann nach der Flasche griff, legte Ayana den Kopf ein wenig schief, während ihre eisblauen Augen der Bewegung folgten. Der Alkohol hatte ihn verraten. Vielleicht ein Gegenmanöver, damit es nicht auch anderen Personen auffiel? Vielleicht würde sie Vivi nach ihm fragen. Scheinbar hatten sie ja schonmal das Vergnügen. Sie hatten zwar das ein oder andere rothaarige Mädchen, sowohl echt als auch gefärbt, aber wenn Jemand der 'der Rothaarigen' verlangte, war es dennoch meistens die Schwarze Witwe. Die begehrteste Frau des Clubs, und womöglich unter der Hand eine der begehrtesten Frauen von Dallas.

Dass er auf die Schnelle nicht an Drogen gekommen war, hielt Aya für ein Gerücht. "Entweder handelt es sich bei dieser Aussage um eine schlechte Ausrede oder du solltest deine Kontaktmöglichkeiten überdenken. Es gibt schlechtere Gegenden als Dallas, dennoch ist es selbst für einen Schüler möglich, in absehbar kurzer Zeit an so ziemlich jede Droge zu kommen, die er haben möchte. Besonders, wenn er derart viel bedrucktes Papier mit sich herum führt, wie du es tust." Es lag keine Wertung in ihrer Stimme, kein Tadel, aber auch keine Belehrung - einfach eine Feststellung. Sie mochte keine Lügen. besonders, wenn sie derart schlecht waren, dass sie es als als Beleidigung auffassen musste, allerdings handelte es sich in diesem Punkt um etwas grundsätzliches. Die meisten Lügen waren unnötig und lächerlich, und überdies auch noch schlecht. Und gerade in dieser Situation gab es auch keinen sinnvollen Grund sie an zu lügen - aber es war ihr gleich. Es war eine Eigenart vieler Personen, und sie hatte gelernt, damit zurecht zu kommen, wie mit so vielen anderen Dingen auch.
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BeitragThema: Re: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptyMi 31 Aug 2016 - 19:55

¡Qué demonios...! Mit zusammengezogenen Augenbrauen sah er die Blonde an. Die hatte doch garantiert irgend eine Störung. Kein normaler Mensch nahm so locker hingesagte Bemerkungen so ernst. Mit ihr zu reden war anstrengender, als er es in seinem Zustand vertragen konnte. Irgendwann, wenn seine Gedanken nicht in zähflüssigem Sirup schwammen, würde er vielleicht noch einmal wiederkommen und herausfinden, was genau mit ihr nicht stimmte. Und vor allem, warum sein Körper so heftig auf sie reagiert hatte. Diego lebte nah an seinen Instinkten, auch wenn er sie oft genug mit Alkohol betäubte. Irgendetwas war an diesem Robotermädchen dran, das er noch herausfinden würde.
Aber garantiert nicht heute, und nicht solange sein Schädel sich anfühlte wie ein brummender Bienenstock.
"War das ein Angebot?" rutschte es ihm trotzdem heraus, und er brachte sogar ein kurzes Heben der Mundwinkel zustande. Er fand die Vorstellung amüsant, wie die Blondine sich mit einem der Straßenhändler der Narcos traf. Diese Typen waren hypernervös, und würden auf die Nutte bestimmt ziemlich gereizt reagieren.

Wieder ein Schluck aus der Flasche. Vielleicht, wenn er auf dem Heimweg noch den richtigen Leuten über den Weg lief, könnte er sich im Hotelzimmer noch ins Koma schießen. Jade hatte sich nicht gemeldet. Und falls sie sich gemeldet hatte, dann würde er es erst erfahren, wenn er dort war. Der Wandler hatte seinen Pager bewusst nicht mitgenommen. Vermutlich war das einzige, was er noch von seiner Schwester erwarten konnte, eine ausgewählte Sammlung an Flüchen und Verwünschungen. Wie er es verdient hatte.
Fetzen seines Alptraumes schoben sich wieder in sein Bewusstsein, die Art wie Jade ihn angesehen hatte. Nicht so trotzig und verbissen wie in der Lagerhalle, als er sie festgehalten hatte. Sondern mit dem Ausdruck, den sie gehabt hatte, als der Fuchs gestorben war, den sie gerettet hatte. Wieder rieb er sich mit der flachen Hand über die Stirn, eine mittlerweile fast typische Geste wenn er nicht mehr weiter wusste. Und die kleine Blonde hier würde ihm wohl auch weiterhin nur Rätsel aufgeben, statt sie zu lösen.

Immerhin hatte sie nicht daran festgehalten, zu ergründen was er war, sondern sich bloß über seine offensichtliche Lüge ausgelassen. Diego hob die Flasche, um zu sehn wie viel noch drin war. Etwas weniger als halb voll. Damit gewann er keinen Blumentopf mehr. Heute würde er etwas Stärkeres als Alkohol brauchen. Mit der richtigen Gesellschaft hätte er den Rest der Nacht hier sitzen und saufen können. Aber das Robotermädchen machte eine lockere Unterhaltung fast unmöglich, und ihr Verhalten war auch nicht gerade einladend. "Gib mir zwei Flaschen Tequila mit, dann bist du mich los." Jeder normale Mensch wäre danach mindestens auf dem Weg ins Krankenhaus. Aber Diegos Wandlerstoffwechsel wurde damit viel zu locker fertig. Es war nur als zusätzliche kleine Sicherheit zu dem gedacht, was er sich gleich noch auf der Straße besorgen würde.
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BeitragThema: Re: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptySa 3 Sep 2016 - 8:57

Als er fragte, ob es ein Angebot war, hob sie den Kopf und blickte zu ihm auf, den Kopf leicht zur Seite geneigt. "Vielleicht." Es gab wenige Dinge, die sie für den richtigen Anreiz nicht tun würde, und ihm Drogen zu besorgen wäre wohl eher ein anspruchsloses Ziel. Wie sie ihm bereits gesagt hatte - selbst ein Schüler kam problemlos an Drogen heran. Ganz sicher, ob er sich grundsätzlich amüsierte, oder ob er sich über sie lustig machte, war sie sich nicht, allerdings störte es sie auch nicht weiter.

Sie beobachtete ihn dabei, wie er sich über Stirn rieb, ehe er einen großzügigen Schluck aus der Flasche nahm und den Füllstand der Flasche prüfte. Auf die Aufforderung hin, ihm noch zwei Flaschen Tequila mit zu geben, nickte sie und holte zuerst die Flasche hervor, die sie ohnehin für ihn hatte bringen lassen. Ihr Blick glitt über seine Gestalt. "Bist du dir sicher, dass dir zwei Flaschen reichen werden?" Jeder andere hätte vermutlich gefragt, ob er sich sicher war, derart viel Alkohol in sich hinein kippen zu wollen, da er sich genauso gut gleich umbringen könnte, andererseits vertrugen Gewohnheitstrinker doch deutlich mehr Alkohol, als andere Menschen. Und sie war noch immer nicht restlos davon überzeugt, dass dieser seltsame Fremde überhaupt ein Mensch war.

Dabei fiel ihr noch etwas anderes ein. "Möchtest du Papiertüten dazu?" Um die Flaschen zu verbergen. Alkoholgenuss auf offener Straße war verboten. Trunkenheit in der Öffentlichkeit auch. "Soll ich ein Taxi rufen, oder dich irgendwohin fahren?" Immerhin hatte er für die Nacht gezahlt, genug für einen Eskortservice, und ihn zu fahren war im Grunde auch so etwas wie Eskort. Dass nahm die Blonde nicht so genau, und es war ruhig genug, um den Laden einen Moment lang alleine zu lassen, ohne, dass es direkt Probleme gab. Während ihrer Arbeit gab es auch keine wirkliche Struktur oder Routine, die es durchbrechen würde - von den Auftritten einmal abgesehen. Andere Kunden luden sie sogar zum Essen ein, gingen mit ihr tanzen oder an andere Orte, nur, um sich mit ihrer hübschen, aber ansonsten eher unerfreulichen Gesellschaft zu schmücken.

Dabei empfand sie noch immer, dass das Problem die anderen waren. Ayana hasste Small-Talk, hasste es, über belanglose Dinge zu sprechen. Sie wollte richtige Gespräche, wollte sich über Physik unterhalten, darüber, wie man die Losnummern von Gewinenrlosen berechnete, wenn die Lose nur pseudozufällig generiert wurden, sie wollte über Sex sprechen, über Bücher und Filme, über Musik. Sie wollte sich über das Periodensystem unterhalten, über Landkarten und Fahrpläne, über Lieblingszahlen und Symmetrien, über genetische Anomalien, Magie und magische Wesen oder Mutanten, sie wollte über ihre Spezialinteressen reden. Nicht über das Wetter, Mode oder irgendwelche Promis. Nur schienen das viel zu viele Personen einfach nicht zu verstehen - konnten nicht begreifen, wie langweilig und enervierend sie solche Unterhaltungen empfand.
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BeitragThema: Re: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptyMi 7 Sep 2016 - 10:33

Er schnaubte nur belustigt auf ihr Angebot hin, und hielt sich im letzten Moment zurück, den Kopf zu schütteln. Bloß keine schnellen Bewegungen. Mit ein paar Flaschen Wasser und einer kleinen Trinkpause könnte er die Schmerzen garantiert besser bekämpfen, als mit dem stupiden Plan, gleich wieder Alkohol nachzukippen. Aber er mochte nicht, wie klar sein Kopf dann arbeitete. Wie deutlich seine Erinnerung ihm immer wieder dieselben, furchtbaren Bilder zeigte. Solange er kein Ziel, keinen Plan hatte, auf den er sich fokussieren konnte, würde er weitertrinken. Der brennende Wunsch nach Rache allein reichte nicht - er musste diese schließlich auch detailliert ausarbeiten. Und im Idealfall half ihm seine Schwester dabei. Mit etwas Glück bekam er noch den einen oder anderen Gefallen aus ehemaligen Freunden herausgehauen, aber im Moment gab es kaum etwas was er tun konnte. Ausser sich bedeckt halten, unauffällig sein und saufen, bis sein Kopf nicht mehr jedes Detail in Lebensgröße in seinen Gedanken abbildete und wiederholte, bis es ihn in den Wahnsinn trieb.

Er fühlte ihre Musterung wie eine Berührung, als würde sie darüber nachdenken, wieviel Alkohol noch in diesen Körper hineinpasste. "Ja." antwortete er knapp. Der Tequila würde reichen, allerdings war er eher für morgen früh gedacht. Für heute sollte er noch irgendwo Downers auftreiben, um schlafen zu können. - Oder etwas, das ihn gleich tagelang nicht schlafen ließ. Er kannte sich in Dallas noch nicht gut genug aus, um die richtigen Ecken zu kennen. Insofern war das Angebot der Blonden vielleicht doch gar nicht so abwegig. Vielleicht kam er noch einmal darauf zurück. Er ging nicht davon aus, dass im Dashing Venue selbst gedealt wurde. Dazu müsste das Lokal einer der Gangs angehören. Und soweit er wusste war die Besitzerin unabhängig. Eigentlich wäre es sogar schlauer, Drogen zu nehmen statt zu saufen. Alkohol stank immer so furchtbar und beleidigte schon seine eigene feine Nase, wenn sein Körper ihn abbaute.
"Papiertüten. Gute Idee." nickte er, und erkannte an dem dumpfer werdenden Schmerz im Hinterkopf, dass sein Körper auf Hochtouren arbeitete. Vorsichtshalber kippte er gleich noch einen großzügigen Schluck Tequila nach.
Das Mädchen dachte an alles. Sie wäre vielleicht eine gute Verbündete, wenn es darum ging, dem Kartell einen vernichtenden Schlag zuzufügen. Ein hübsches Gesicht, das man leicht unterschätzte - vor allem Männer wie Diego. Offensichtlich geübt im Umgang mit Waffen. Skrupellos. Allerdings wusste er nicht, wie weit ihre Loyalität über die bezahlten Stunden hinaus gehen würde.

Eigentlich hatte er ablehnen wollen - was ging es die kleine Nutte an, wo er wohnte? Oder wohin er wollte? Aber dann entschied er sich spontan um. "Okay. Fahr mich ins Sheraton Dallas." Die I35 entlang befand sich eine der gefährlichsten Gegenden in Dallas - zumindest Nachts. Und wenn sie in der Broom Street im Schrittempo fuhr, dann konnte er vielleicht sogar vom Auto aus Stoff kaufen. "Und wenn du schon dabei bist - besorg mir gleich noch ein frisches Shirt." Vielleicht hatte er ja Glück, und sie hatte zufällig einen Freund, der dieselbe Größe hatte. Und wenn nicht, dann war er im Auto auf jeden Fall weniger auffällig mit nacktem Oberkörper als zu Fuß auf der Straße. Er fing an, ihre unaufdringliche Art in der sie mitdachte zu mögen. Obwohl sie immer noch ein Weirdo war.
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BeitragThema: Re: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptyDo 8 Sep 2016 - 9:14

Papiertüten also. Und er nahm ihr Angebot sogar an. Die Adresse war bekannt, sie hatte bereits häufiger Kunden dorthin begleitet und kannte sogar die entsprechenden Parkmöglichkeiten. "Verstanden. Ich bin gleich zurück." Sie schlüpfte aus der Tür, um die geforderten Dinge zu holen - Wechselkleidung für ihn, braune Papiertüten und ihre Autoschlüssel. Da es warm genug war, verzichtete sie darauf, sich etwas anderes an zu ziehen, und tauschte ihre hohen Schuhe gegen ihre schwarzen Doc Martens, die deutlich besser zum Autofahren - und Kämpfen - geeignet waren. Die Corsage war in diesem Fall eine Bewegungseinschränkung, die sie duldete.
Als sie zurückkehrte, hatte sie nicht nur ein schlichtes, schwarzes T-Shirt dabei, welches sie ihm zuwarf, sowie Tüten, um den Alkohol blickdicht zu verstauen, sie hatte sogar daran gedacht, den Mädchen Bescheid zu geben, dass sie mit einem Kunden unterwegs war, der entsprechend hoch zahlte. Der Laden war noch immer ruhig, sie erwartete keine Probleme. Entsprechend verpackte sie den Alkohol in braune Tüten, ehe ihr Blick sich erneut auf ihren Kunden richtete, während sie ihm den Alkohol reichte, den sie zusätzlich in eine Papiertüte mit Henkeln verstaut hatte, damit er ihn besser tragen konnte.

Das T-Shirt war dem Mann etwas zu groß, allerdings immerhin besser als gar nichts, auf die Schnelle würde sie auch nichts besseres auftreiben können. Allerdings hatte er nur nach einem frischen Oberteil gefragt und keine weiteren Spezifikationen getroffen, entsprechend ging sie davon aus, dass es dennoch zufriedenstellend war. Sie trank selbst noch einen Schluck und verstaute ihre Unterlagen, welche sie zuvor hatte liegen lassen, ehe sie sich dem Kunden zuwandte. "Möchtest du auf direktem Weg zum Hotel?" Dann würde sie ihre gewohnte Route fahren. Routinen, da waren sie wieder - sie mochte es nicht, andere Strecken zu fahren als jene, die sie gewohnt war. Wenn sie einen derart reichen Kunden hatte, dass er sich einen Chauffeur leisten konnte, so war es etwas anderes - aber sie blieb bei ihren gewohnten Wegen, zumal die Autobahn quasi direkt neben dem Hotel eine Ausfahrt hatte. Gleichzeitig ging sie bereits zu der Tür - sie würden ihren Wagen nehmen, einen Kombi in dunklem violett, etwas älter, aber gut gepflegt. Es war eines jener Modelle, die auch gerne von Bestattungsunternehmen genutzt wurden, weshalb er, besonders durch die dunklen Vorhänge in den hinteren Scheiben, verdächtig an einen Leichenwagen erinnerte.
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BeitragThema: Re: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptyDi 13 Sep 2016 - 20:54

Gleich zurück war offensichtlich ein dehnbarer Begriff. Es fühlte sich an, als hätt sie ihn stundenlang in dem Raum alleingelassen. Und das, obwohl er sich in irgendeinem Winkel seines Hirns darüber im Klaren war, dass es nur ein paar Minuten gewesen sein konnten. Ihre Gesellschaft war seltsam, und solange sie dagewesen war, hatte er das Gefühl gehabt, sie wollte nichts weiter als ihn so schnell wie möglich loszuwerden. Und irgendeine automatisierte Trotzreaktion hatte - ganz im Gegensatz zu seiner sonstigen, unvernünftigen "Jetzt erst recht" - Mentalität - bei ihm einen ähnlichen Wunsch ausgelöst.
Aber jetzt, wo er allein in dem abgedunkelten Raum stand wünschte er sich die Blonde mit dem seltsam abwesenden, losgelösten Blick zurück. Jedesmal wenn er zu lange irgendwohin starrte machte sich seine Fantasie mit einem widerlichen Mix aus Traum und Realität selbstständig. Das war wohl das sicherste Zeichen, dass er trotz der fast durchgehenden Sauferei langsam wieder nüchtern wurde. Vielleicht sollte er sich noch ein paarmal in irgendetwas Großes, Aufwendiges verwandeln. Dann könnte er vielleicht aus purer Erschöpfung ein paar Stunden schlafen.

Er lief unschlüssig auf und ab, und beäugte den Notizblock, den sie liegen hatte lassen. Was hatte sie vorhin gesagt? Sie berechnete den Algorithmus, mit dem sich Zahlenreihen entschlüsseln ließen. Seltsames Hobby für eine Nutte. Aber andererseits - in Acapulco hatte sich eine befreundete Richterin in ihrer Studienzeit ihr Geld mit Anschaffen verdient. Zwar in einer anderen Stadt und unter falschem Namen, aber das war etwas, was ihr heute noch gewisse Informationen aus diesen Kreisen zuspielte. Und sie dummerweise auch erpressbar machte.
Diego widerstand der Versuchung, den Block aufzuheben und sich die Berechnungen anzusehen. Als Kind hatte er schnell festgestellt, dass man mit einer Waffe - oder auch nur körperlicher Überlegenheit - mehr Respekt erfuhr als mit Köpfchen. Trotzdem war er nicht dumm. Sonst wäre er vermutlich nicht einmal 30 geworden in seinem Umfeld. Gut in Mathe zu sein hätte ihm nur in den seltensten Fällen das Leben gerettet. Zahlenreihen berechnen. Den Algorithmus entschlüsseln, der die Zahlenreihen von ...LOSEN. Nachdenklich starrte er auf den Block. Inteligente maldito.

Als das Robotermädchen zurückkam fühlte er sich, als hätte er eines ihrer Geheimnisse herausgefunden. Und direkt ein wenig wohler neben ihr. Dass sie im weitesten Sinne kriminell war - jedenfalls vermutete er, dass das was sie machte genauso verboten war wie Karten zählen im Casino - ließ sie aus irgendeinem Grund menschlicher wirken. Mehr als die Tatsache, dass sie sich für Geld prostituierte.
Er streifte das Tshirt über, das sie ihm zuwarf. Nicht ganz seine Größe, aber auf jeden Fall besser als bauchfrei.
"Durch die Broom Street. Ein kurzer Zwischenstop." Um sich ein paar Downer zu besorgen. Er griff nach der Tüte mit dem Alkohol und stellte seine angebrochene Flasche ebenfalls hinein, nachdem er sie sorgfältig zugeschraubt hatte. Vielleicht würde er sie noch auf die Sache mit den Zahlenreihen ansprechen. Auf jeden Fall würde er es sich merken. Wortlos folgte er ihr aus dem Zimmer. So hatte er sich diese Nacht ganz sicher nicht vorgestellt. Andererseits - als er hergekommen war, war er auch noch nicht wirklich zu irgend einem klaren Gedanken fähig gewesen. Inzwischen wirkte er deutlich sortierter. Und widerlich nüchtern.

GT: ZEITSPRUNG // Geschäftsviertel - Hotel - Eingangsbereich (+Ayana Lachance?)
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Dorinda Jones
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BeitragThema: Re: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptySo 7 Jan 2018 - 19:36

Cf Bar - Dashing Venue (+ Hayato Yabuki)


Dorinda schritt voran, sich ab und zu durch einen süßen Blick über die Schulter vergewissernd, dass Hayato ihr folgte und natürlich nicht ohne einen Hüftschwung, der gerade zu dach schrie auch bei einem Ritt auf ihm ausprobiert werden zu wollen. Zielsicher führte sie ihn durch den Gang in das Zimmer, welches an diesem Abend für sie reserviert wart. Nach dem Einritt erblickte man ein Doppelbett mit Kissen und Möglichkeiten an Kopf und Fußende fesselnde Spiele vorzubereiten. In der Mitte des Zimmers war eine Tanzstange angebracht und ansonsten befand sich nur noch ein Stuhl im Raum, abgesehen von der Musikanlage in der Wand und einem Beistelltisch am Bett. Auf letzterem stellte Dorinda die beiden Gläser ab. Die Flasche öffnete sie und goss den Whisky ein dann stellte sie auch die Flasche ab.

Als sie sich wieder zu ihm umdrehte hielt sie beide Gläser in der Hand und reichte eines davon an Hayato weiter. Die nun freie Hand legte sie auf die Knopfleiste seines Hemdes, ließ geschickt zwei Knöpfe von diesem aufspringen und stieß gegen sein Glas. "Wonach steht Dir der Sinn hübscher Mann?" beim letzten Wort fuhr sie bereits mit ihrem Zeigefinger auf seiner nackten Haut beginnend bei seinem Schlüsselbein bis hin zum nächsten geschlossenen Knopf...

Sie glaubte nicht, dass es sich bei ihm um einen rohen Kunden handelte, der sie gnadenlos fickte und anschließend mit dem dafür geschuldeten Geld beworfen am Boden zurück ließ, weil er wusste, dass er sonst nicht durch die letzte Tür oben kommen würde, aber sicher konnte sie sich natürlich nicht sein.

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BeitragThema: Re: Bordell im Keller   Bordell im Keller - Seite 4 EmptyMo 8 Jan 2018 - 18:03

Sie verriet ihm ihren Namen, oder wohl eher das Pseudonym was sie hier verwendet hatte und als ob er es nicht geahnt hätte wusste sie auch einen Raum wo die beiden ungestört diesen Whisky genießen konnten. Auf ihre Worte hin folgte er ihr und auch wenn sie es ihm nur angedeutet hätte würde er ihr wohl folgen. Die Art wie sie mit ihm sprach zog ihn immer weiter in ihren Bann und er war sich mehr sicher dass er die Richtige für diese Nacht hatte.
Ihr Hüftschwung auf dem Weg war nicht ohne und versprach wohl die Möglichkeit auf einen heißen ritt später. Der süße Blick, mit dem sie sich immer mal vergewisserte, dass er ihr folgte, würde sie an jedem anderen Ort wohl auf eine gewisse Art und Weise unschuldig wirken, aber nicht hier. Hier war es einfach eine weitere Art ihrerseits dafür zu sorgen dass er sie wollte und ja er wollte sie.

Im Raum angekommen schaute er sich um, während er die Tür hinter sich schloss. Einerseits wirkte das Zimmer wie die anderen in ähnlichen Etablissements, aber doch irgendwie auch nicht. Wie dem auch sei boten sich einige Möglichkeiten an, jedoch musste man ja nichts übereilen.
Näher schritt er an Blacky ran, während sie die Gläser füllte und es passte so, dass sie beim umdrehen genau vor ihm stand. Das dargebotene Glas nahm er ihr ab und auch wenn er einen Schluck trinken wollte, so konnte er es nicht.
Die obersten zwei Knöpfe an Hayato’s weißem Hemd waren von ihm beim anziehen schon offen gelassen und nun war sie so geschickt, dass auch noch weitere zwei sich öffneten.
Mir würde für den Anfang nach einem Tanz von dir der Sinn stehen“, sagte er und deutete mit dem Blick auf die Stange. Sehr wohl wusste er wie verführerisch so ein Tanz sein konnte und er mochte es auch.

Hayato war im Allgemeinen nicht der Typ, der in ein Bordel ging und einfach eine Frau flach legte. Auch war er nicht die Art Mann die nach dem Sex die Frau einfach da liegen ließ, ihr das Geld hinschmiss und verschwand. Vielmehr war es so, dass er die Frauen meist mehr entlohnte als das was ihre Preise waren… je nachdem wie gut sie waren in dem was sie taten.


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