Dallas bei Nacht
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 Gemma Vaola

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Gemma Vaola
Gemma Vaola

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1
Alter/Größe :
25 Jahre, 1,75m

Gemma Vaola  Empty
BeitragThema: Gemma Vaola    Gemma Vaola  EmptyDo 17 März 2022 - 19:12

GEMMA VAOLA


Basic Information
Alles hat einen Namen, sogar ich

Name:
Gemma Vaola

Spitzname/Pseudonyme:
Schneewittchen (Von Familie und Freunden)

Wesens-/ Menschenart:
Hexe (Mutter: Hexer, Vater: Hexenmeister

Alter:
25 Jahre

Beruf:
Joa … schwer zu sagen. Sie war mal Studentin der Sozialwissenschaften. Das Studium brach sie allerdings ab. Nach ihrem Umzug nach Dallas ist sie erstmal auf der Suche nach einem Job als Kellnerin.

Das Erscheinungsbild
Wie ich mich seh, wie ihr mich seht
Haarfarbe
Dunkelbraun, leicht rötlicher Schimmer wenn das Licht drauf fällt
Augenfarbe
Braun / Grün
Größe
1,75m
Gewicht
61kg
Statur
Schlank/ sportlich

Auftreten:

Gemma ist eine Erscheinung, die tatsächlich die Blicke auf sich zieht. Groß, sportlich, lange dunkle Wallemähne, blasse Haut und volle dunkle Lippen. Dieses Auftreten hat ihr schon des Öfteren den Namen „Schneewittchen“ eingebracht. Mittlerweile ein Spitzname, an den sie sich gewöhnt hat. Geprägt wurde dieser mit Sicherheit auch von ihrem damaligen Kleidungsstil. Süßes Sommerkleidchen da, Rock und Bluse dort… Mit der Pubertät änderte sich auch ihr Kleidungsstil. Die Röcke und Kleidchen mussten (zumeist) dunklen Jeans und einfachen Tanktops in Kombination mit Leder - oder Jeansjacken weichen. Bequem und unauffällig musste es sein. Die letzten zwei Jahre entwickelte sie eine Mischung aus beidem, zeigt ihrem Umfeld, dass sie beide Seiten miteinander verknüpfen kann. Mal sieht man sie in einem lässigen Jeans - Outfit und mal dann doch eher wieder süß und liebreizend in Röcken, Blusen und Kleidchen. Je nachdem wonach ihr gerade der Sinn steht. Genauso verhält es sich übrigens auch mit ihren Frisuren. Mal trägt sie die Wallamähne offen, mal zu einem Pferdeschwanz gebunden und mal eingeflochten. (Zu mehr reichen ihre Frisurenkünste nicht aus).
Mit Make - up hält sie sich eher zurück, spart sich das für die „Wow - Momente“ zu besonderen Anlässen auf.

Besondere Merkmale:
Weißes Tattoo am Handgelenk, welches ihre Zugehörigkeit zu dem Hexenzirkel ihrer Familie zeigt.
[Sie müssen registriert oder eingeloggt sein, um das Bild sehen zu können.]


Charakterinformation
... oder das gewisse Etwas

Charakterbeschreibung:

Gemma zu beschreiben ist kompliziert. Mit Sicherheit trägt sie das Herz am rechten Fleck, so viel sei mal gesagt. Als Kind war sie ein
lebensfroher Wildfang, der gerne mal über die Grenzen schlug. Allerdings wurde sie streng nach den alten Regeln eines sehr alten Hexenzirkels – ihrer Familie erzogen. Nach einer eher unschönen Phase in ihrer Teenie - Zeit wurden die Zügel noch einmal angezogen, die Regeln verschärft und aus dem rebellierenden Mädchen eine scheinbar perfekte Vertreterin der nordirischen Hexen - Familien geformt. (Wenn man dieses diverse Kapitel in ihrem Leben ausklammert).
Gemmas Charakter wurde geprägt durch die strenge Hand ihrer Verwandten, sodass sie recht schnell lernte erst nachzudenken und dann zu sprechen, anfangs auf Abstand zu bleiben und nur Auserwählte hinter die Fassade sehen zu lassen. Dementsprechend wirkt sie auf Außenstehende vermutlich ziemlich reserviert und fast schon kalt und arrogant auf Fremde.
Außerhalb der Reichweite ihrer Familie lernt man nochmal eine ganz andere Seite des Vaola-Nesthäkchen kennen, kann es doch mal passieren, dass man die aufgeweckte und um keinen Spruch verlegene Kindheits-Gemma auf einmal vor sich stehen hat.
Sie ist neugierig und wissbegierig . Sie liest sehr viel, setzt sich mit verschiedensten Themengebieten auseinander und hat sich so auch einen breit gefächerten Wissensschatz angeeignet. Auf die harte Tour musste sie lernen, ihr Hirn einzuschalten, Worte und Meinungen zu hinterfragen und sich selbst ein Bild zu machen, dieses auch standhaft zu vertreten. Eine Eigenschaft, die viele als „stur“ oder „dickköpfig“ auffassen mögen.  
Hat jemand oder etwas erstmal ihre Aufmerksamkeit auf sich gelenkt, ist es schwer sie wieder loszuwerden. Im Umkehrschluss bekommt man mit Gemma aber auch eine loyale und treue Freundin , hat man ihr Vertrauen und ihre Achtung gewonnen. Sie punktet bei ihren Freunden und Familienmitgliedern auch mit einem stets offenen Ohr für deren Probleme oder Anliegen. Und meistens schaffen sie es auch gemeinsam Lösungen für die Probleme zu finden. Wobei wir schon bei ihrer nächsten Charaktereigenschaft wären: Sie ist kreativ und schafft es auch immer wieder über den doch recht hohen Tellerrand hinweg zu sehen .
Mit Kritik an ihrer Person kann sie nur schwer umgehen. Besonders wenn diese von Fremden kommt. Sie braucht lange um diese zu verdauen und selbstreflektiert darüber nachzudenken.
Erschließt sich ihr der Sinn dahinter, ist sie auch mal dazu bereit eine Entschuldigung hervorzubringen.
Darüber hinaus kann sie Ironie und Sarkasmus- fließend. Für einen dummen Spruch außerhalb ihrer Familie ist sie immer zu haben. Im Grund genommen ist sie auch eine ehrliche Haut. Doch das bedeutet nicht, dass sie nicht lügen kann. Diese Charaktereigenschaft wurde aufpoliert und perfektioniert. Gemma ist eine Meisterin der Manipulation und des verdrehen der Wahrheit . Wenn sie es drauf anlegt schafft sie es auch ihren Gegenüber davon zu überzeugen, dass der Himmel rosa-blassblau gestreift ist. Ganz im Sinne der Familie. Darüber hinaus verfügt sie über eine recht geringe Hemmschwelle ihren Gegenüber mit Magie zu bezirzen oder ihm dadurch einen gezielten Schubs in die richtige Richtung zu geben.
Gemma vertritt ihre Ansichten recht resolut und verfügt über einen
Dickschädel, der sie auch schon die ein oder andere negative Erfahrung gekostet hat.




Besondere Fähigkeiten:

Fangen wir einmal mit ihren rassebedingten Fähigkeiten als Hexe an.
Gemma entstammt einer der ältesten europäischen Magierfamilien. Dementsprechend hart war die Grundausbildung, die sie als Kind durchlief. Sie kann ihre eigenen Fähigkeiten fast bis zur Perfektion ausführen, weiß wie sie auf die Kraftreserven ihrer Umwelt zugreifen kann und sich dementsprechend auch relativ leicht derer bedienen. Perfekt für die aktuelle Situation in der sie ihre Kräfte einsetzt. Nicht so geil, wenn die Situation vorbei ist und die Nachwehen kommen.
Dazu aber gleich mehr.

Erstmal ganz allgemein, beherrscht sie wie alle anderen Mithexen und – hexer die Fähigkeit der Geisterbeschwörung. Man könnte es als ihr Steckenpferd der allgemein geltenden magischen Grundprinzipien verstehen. Sie ist in der Lage die Kommunikation über einen sehr langen Zeitraum aufrecht zu erhalten und die Geister ihrer hörig zu machen, ohne dass sie großartig an ihre Kraftreserven muss. Der Nachteil: Oftmals bekommt sie die Geister nicht mehr los. Sie nerven, sie sind ständig da und wollen ihre vollständige Aufmerksamkeit. Kennt ihr diese kleinen überdrehten Hunde, die ständig nach der Aufmerksamkeit ihres Besitzers hecheln? Ihm auf Schritt und Tritt überall hin begleiten wollen, schmollen wenn sie daheim gelassen werden oder missachtet werden? Das ist die eine Gattung von Geistern. Die andere Gattung entspricht eher der Grumpy – Katze. Die eigentlich ihre Ruhe will, ihren Menschen nur zum Dosenöffnen und Futter herbeischaffen braucht, ansonsten aber eher zurückgezogen bleibt. Aber wehe, wenn die „Dose nicht schnell genug geöffnet“ wird. Dann folgt Radau und kleinere Poltergeistaktionen, die Gemma schon in die ein oder andere missliche/ peinliche Lage gebracht haben. Ruhe hat sie nur, wenn sie ihren Anhang mit Pauken und Trompeten zurück ins Jenseits schickt, auch wenn sie diesen Schritt oftmals versucht zu vermeiden. Denn dieses Wegschicken kostet sie mehr Energie, als das Heraufbeschwören.
Darüber hinaus ist sie auch in der Lage Geister für bestimmte Menschen sichtbar zu machen, wobei die Kommunikation zwischen Geist und dem anderen Wesen ausschließlich über sie läuft - eine Erfahrung auf die sie liebend gerne verzichten kann. Der Nachteil nachdem der ganze Spaß vorbei ist: Hemmernde Kopfschmerzen, die ihresgleichen suchen.

Eigentlich sollte man meinen, dass sie aufgrund ihrer Abstammung auch eine extrem gute Aurenerkennung vorzuweisen hat. Doch dem ist nicht so. Ihre Fähigkeit die Auren anderer Wesen zu erkennen beschränkt sich auf die Fähigkeit eines „durchschnittlichen“ anderen Hexenwesens. Sie ist in der Lage ihre Gegenüber einzuordnen und erkennt diese auch recht zuverlässig, allerdings braucht sie dafür relativ lange.

„Kindergartenspielchen“ wie sie es nennt beherrscht sie auch. Kleine witzige Zaubereien um das Umfeld zu beeindrucken, die nichts oder kaum etwas von ihren Kräften oder dafür einen besonderen Zauber zu benötigen.
Wir reden hier von Kleinigkeiten wie Lichter an- und ausschalten, Musik lauter und leiser machen oder kleinere Gegenstände kurze Strecken schweben lassen. Witzig um Eindruck zu schinden, mehr aber auch nicht.

Gemmas magischer Fokus liegt auf dem Schlaf und der Funktionalität des Gehirns. Klingt verrückt? Ist es bestimmt auch. Ein klein wenig…

1. Fluch: Traumweben
Bei einigen mag ein kleines Glöckchen ganz leise im Hinterkopf klingeln (kommen wir später nochmal drauf zurück) Traumweben … ein sehr effektiver Fluch, der das Opfer in einen Tiefschlaf versetzt, ohne dass dieses sich dagegen wehren kann. Sobald dem Opfer die Augen zugefallen sind, ist Gemma in der Lage dessen Träume zu beeinflussen. Sie ist diejenige, welche die Bilder in dessen Unterbewusstsein pflanzt, ihn „sehen“ lässt, was sie will. Egal ob blutige und grausame Horror - Alpträume oder sonnige Blumenwiesen mit grasenden Pferden. Sie ist die Strippenzieherin und Malerin dieser Bilder. Das Unterbewusstsein ihres Opfers wird manipuliert. Keine Gewährleistung, dass diese Manipulation keine langfristigen Schäden im Gehirn des Opfers zurück lässt. Einmaliges Traumweben mag noch harmlos sein. Wird man regelmäßig eingewebt und bekommt kaum Ruhephasen ist das Hirn nicht mehr in der Lage zwischen Realität und Traum zu differenzieren. Es kommt zu psychischen und neurologischen Ausfällen. Nicht selten sind diverse Formen der Schizophrenie Folgen. Gemma verlangt das Traumweben einiges an Energie ab. Vor allem, wenn sich die Person nicht in ihrer unmittelbaren Nähe befindet. Migräneattacken, (die sich so eigentlich schon gar nicht mehr nennen dürften) sind die Folge.

2. Zauber: Suchzauber
Einfach und Effektiv für das Nesthäkchen der Vaolas. Egal ob Gegenstände oder Personen. Dieser Zauber hat sie bisher noch nie im Stich gelassen. Meistens reicht ein Bild vor ihrem inneren Auge von dem was sie sucht. Aber aufgepasst: Verwechslungsgefahr! Sie muss sich zu 1000% sicher sein, was oder wem sie hinterher jagt. Ansonsten kann es durchaus passieren, dass sie am Ende sprichwörtlich in der Sackgasse landet. Der Zauber wirkt sich hierbei auf ihr Bewusstsein aus. Während der gesamten Dauer fällt sie in eine Art Trance, während die Bilder des Gesuchten (Gegenstands) vor ihrem inneren Auge erscheinen. Ein Zustand in dem sie nahezu vollkommen wehrlos ist, bis sie in das Hier und Jetzt zurück kehrt. Aus diesem Grund führt sie diesen Zauber nur in einer Umgebung aus, in der sie sich zu hundert Prozent sicher fühlt.

3. Trank: Bewusstseinsverknüpfung  
Ein Trank, der von seitens der mütterlichen Linie ihrer Familie an die weiblichen Nachkommen weitergegeben wird. Sehr effektiv, sehr nützlich, sehr gefährlich. Für beide Seiten.
Die durchsichtige, geschmacklose Flüssigkeit besteht aus zwei Komponenten und kann mit jedem x- beliebigen Getränk vermischt werden, die Wirkung wird in keinster Art und Weise beeinflusst. Jahrhundertelanger Perfektionierung sei Dank. Doch was bewirkt er? Ganz einfach:
Komponente 1 wird in das Glas des Opfers gekippt.
Komponente 2 nimmt man selbst zu sich. Und dann beginnt der Spaß. Es ist eine Form der neurologischen Manipulation, die ihresgleichen sucht. Der Nutzer des Tranks ist nach einigen Sekunden nach der Einnahme des Tranks in der Lage die Gedanken des Opfers zu lesen, die Welt komplett aus seinen Augen zu sehen. Je nachdem wie stark dessen innere Schutzmechanismen sind, ist sie sogar in der Lage dessen Gedanken und Handlungen zu manipulieren. Die Wirkdauer des Tranks hängt ganz von dem Zustand der Zutaten und (auch hier) des psychischen und physischen Zustandes des Opfers ab. Im schlimmsten Fall (für Gemma) wird diese einfach aus dem „Kanal gekickt“. Nebenwirkungen des ganzen Spaßes: Blackouts für das Opfer, Handlungen die sie nicht machen wollten, und leichte Sprachstörungen für ein paar Stunden.
Nebenwirkungen für Gemma: Absolute Reizüberflutung, sobald die Wirkung des Tranks nachlässt. Ein paar Stunden Schlaf und ein starker Kaffee helfen in der Regel das Hirn soweit wieder auf Trab zu bringen, dass sich die Nachwehen für sie in Grenzen halten.

4. Trank: Energieschub
Klingt in erster Linie gar nicht so schlecht. Fast so, als würde man sich einen frisch aufgebrühten Kaffee rein ziehen oder einen Energy – Drink. Oder was auch immer ihr euch sonst so gönnt, um eurem Hirn einen Extra – Kick zu geben.
Gemmas schwarzer kaffeeähnlicher Trank stellt alles, was ihr bisher ausprobiert habt mit Sicherheit in den Schatten. Es ist DER Energiebooster.
Allerdings auch mit einigen heimtückischen Folgen. Denn wie bei allem gilt: Die Menge macht das Gift.
Und so hängen auch hier die Folgen der Einnahme extrem mit der eingenommenen Menge oder dem Zeitraum der Einnahme ab. In der Regel hält die Wirkung des Tranks für fünf Stunden an. Er kann jedoch direkt im Anschluss wieder genommen werden. Nahezu unendlich. Doch aufgepasst:
Jeder kennt das Phänomen wenn man geschlafen hat. Am nächsten Morgen ist man schlecht gelaunt und unkonzentriert. Genau das passiert, wenn die Wirkung nachlässt und man nicht „nachtankt“. Oder noch verheerender:
De facto: Ohne Schlaf stirbt ein Lebewesen. Das Hirn braucht den Schlaf um sich zu regenerieren oder um Gelerntes zu verarbeiten. Geringe Mengen oder einmalige Einnahmen haben wenig Einfluss auf das Gehirn. Bei stetiger Einnahme allerdings beginnen Hirnzellen abzusterben. Die Folgen: Das Risiko einer Alzheimer – Erkrankung steigen. Epilepsien sind nicht auszuschließen. Darum behaltet stets im Hinterkopf diesen Trank nur mit Hirn (Wortwitz!) einzusetzen, klug damit umzugehen und ggf. Einfach mal auf die puschende Wirkung zu verzichten und doch frühzeitig das Bett aufzusuchen.

5. Fluch: Batterie / Kräfteraub
Auch hier mögen einige vielleicht aufhorchen, war dieser Fluch schon in einer ähnlichen Version einst in Dallas unterwegs.
Doch diese Variante hat einige Unterschiede aufzuweisen. Wie funktioniert der ganze Zauber?
Sobald das Opfer schläft zapft Gemma dessen Kraftreserven an. Statt sich während des Schlafes zu regenerieren, wandert die komplette Energie in einen von Gemma auserkorenen Gegenstand. Wie ein Akku, den man ans Netz hängt. Besagter Gegenstand kann alles Mögliche sein. Ein Teddybär, ein Schmuckstück (was definitiv am praktischsten ist) oder sogar ein Haustürschlüssel. Gemma ist bei ihren „Batterien“ sehr kreativ. Am Besten sind tatsächlich Gegenstände, die sie eh den ganzen Tag mit sich herumschleppt, womit wir wieder beim Schmuck wären. Gemma (oder auch andere Träger der Batterien) sind in der Lage diese zu aktivieren, jederzeit auf deren Energien zurückzugreifen. Sie wirken als Kraftverstärker oder Energieauffüller bei verschiedenen Zaubern, sodass derjenige weniger seiner eigenen Energie abrufen muss. Klingt zu schön um wahr zu sein?
In seltenen Fällen kann es zu Komplikationen kommen. Es ist eine Art Russisches Roulette. Geht ein Einsatz der Batterie nach hinten los, kann es dazu kommen, dass diese statt der aufladenden Wirkung eine entladende Wirkung zeigt. Je größer der Speicher, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass der Schuss nach hinten losgeht. Aus diesem Grund bevorzug Gemma auch kleinere Gegenstände (einmalige Pushs), die nicht allzuviel Energie aufnehmen können, um das Risiko eines Fehlschlags möglichst gering zu halten.
Was passiert mit dem Opfer? Es wird zusehends schwächer, verliert zusehends an Lebensfreude und
Leidet unter den „üblichen“ Folgen von Schlafentzug bis hin zum Tod durch Erschöpfung.


Neben ihren magischen Fähigkeiten besitzt sie ein erstaunliches Talent für den Schießsport. Unabhängig davon ob es sich hierbei um Pfeil und Bogen oder eine Schusswaffe handelt. Herausgefunden hat sie dies im Zuge einer einjährigen Phase ihres Lebens, die ihre Familie gerne unter den Teppich kehrt. Gemma besitzt eine sehr ruhige Hand und hat ein gutes Augenmaß. Nach ihrem Ausscheiden aus der Gruppe kehrte sie den Waffen den Rücken und stieg sie auf Kickboxen um. Die Basics sitzen. Am Rest wird noch gefeilt.

Auch musikalisch ist sie nicht ganz untalentiert. Zumindest hat noch niemand einen Gehörsturz erleiden müssen, wenn sie die Gitarre zur Hand nimmt Mund ein Lied dazu singt. Sie verfolgt dieses Hobby allerdings eher weniger ernsthaft. Immer wieder mal nimmt sie die Gitarre zur Hand, klimpert ein wenig darauf herum und stellt sie dann für lange Zeit wieder ins Eck. Mit Sicherheit würde ihre musikalische Ader mit ein bisschen Übung aufblühen. Doch bislang fehlt ihr dazu einfach die Motivation.

Kenntnis von anderen Wesen/Bezug zu ihnen:
Da Gemma einem sehr alten und ehrwürdigen Hexenzirkel entstammt, weiß sie über ihre Mitwesen bestens Bescheid. Alles weitere „Good-to-know“ hat sie sich über die Jahre selbst durch Eigenstudium und mit Hilfe ihrer heiß geliebten Bücher angeeignet. Was hält sie von anderen Mitwesen … das ist eher schwierig. Sie ist ein bisschen hin und her gerissen. Ein Teil ihrer Familie pocht darauf, dass Hexer allen überlegen wären, dass jede Rasse besser für sich bleiben sollte, Vermischungen ausgeschlossen. Und dann gibt es da noch den Einfluss des wesentlich weltoffeneren Familienstammbaums, die mittlerweile im 21. Jahrhundert angekommen ist. Der Teil, der auf Gleichberechtigung und Akzeptanz plädiert.
Gemma lernte beide Seiten kennen. War aktiv in dem einen und dem anderen Zirkel aktiv, sammelte ihr Erfahrungen.
Heute versucht sie sich großteils aus diesen Diskussionen herauszuhalten, sich möglichst diplomatisch zu verhalten. Oft gar nicht so einfach. Prinzipiell agiert sie nach dem Prinzip: „Leben und leben lassen“. Wobei es da doch eine Wesensart gibt, die in ihrer Achtung noch unter Kakerlaken und anderem Ungeziefer steht: Werwölfe. Diese Einstellung hat jedoch einen Hintergrund, der in ihrem Lebenslauf noch deutlich wird.

The Way Of Life
Jede Geschichte hat einen Anfang - auch meine

Vorgeschichte:

Mehrfach bereits angedeutet:
Gemma ist der jüngste Spross der Vaola - Familie. Einer in Schweden schon seit Generationen ansässigen Magier - Familie. Wenn man es so möchte, gehört der Zirkel zur europäöischen Elite. Sie können auf Jahrhundertealtes Wissen ihrer Vorfahren zurückgreifen. Die Kinder dieses Familienzweigs werden untereinander ausgetauscht, um ihnen die bestmöglichste Ausbildung zu ermöglichen. So auch bei Gemma geschehen.
Geboren wurde sie vor 25 Jahren in der Kleinstadt Grisslehamn. Bis zu ihrem siebten Lebensjahr lebte sie im Haus ihrer Eltern. Dort wurden auch unter deren strenger Aufsicht die Grundsteine ihrer magischen Grundausbildung gelegt.
Während ihrer Kindheit war es ihr ein Leichtes Freundschaften zu knüpfen und Kontakt zu Anderen zu finden. Sie war der Sonnenschein der Familie, das Vorzeigekind, welches eifrig lernte Klavierunterricht nahm und an der Seite ihrer Eltern immer eine gute Figur machte.

An ihrem siebten Geburtstag übernahm die Großmutter mütterlicherseits die Ausbildung ihrer Enkelin. Gemma zog nach Stockholm.
Auch hier war es für sie relativ einfach Anschluss zu finden, sich mit Gleichaltrigen anzufreunden und gleichzeitig durch Brieffreundschaften in Kontakt mit den Freunden in Grisslehamn zu bleiben. Stockholm war für weitere sieben Jahre ihr Zuhause. In den Schulferien durfte sie immer wieder zu ihren Eltern zurückkehren. Während sie die öffentliche Schule besuchte, versuchte dem Klavierspielen und Pflegen von Freundschaften nachzugehen, war da ja auch noch der Unterricht ihrer Großmutter, der dem Mädchen einiges an Zeit und Nerven stahl. Freizeit war ein Luxusgut, welches ihr eher selten vergönnt war. Während ihrer Zeit in Stockholm lernte sie unter anderem den Trank der „Bewusstseinsverknüpfung“ und perfektionierte unter den strengen Hand ihrer Großmutter ihre Fähigkeiten im Umgang mit den Geistern.

Mit vierzehn ging ihre Reise weiter. Nicht etwa nach Hause ins Elternhaus zurück. Nein. Wieder wurde sie weiter gereicht. Dieses Mal war es ihr nicht vergönnt in ihrem Heimatland zu bleiben. Man hielt es für das Beste so zur Schwester ihres Vaters zu schicken. Und so kam es, dass Gemma zum ersten Mal in den USA, genauer gesagt Dallas landete.
Ob sie das überhaupt wollte, wurde gar nicht hinterfragt. Zu Gemmas Überraschung sollte es besser werden, als gedacht. Sie lernte ihre gleichaltrige Cousine kennen. Die beiden wuchsen zusammen auf und wurden gemeinsam im alltäglichen magischen Umgang unterrichtet.
Ganz logisch, dass sich zwischen den Mädchen, die tagtäglich viele Stunden miteinander verbrachten, eine tiefe Freundschaft entwickelte.

Innerhalb kürzester Zeit schaffte Gemma es mit enormen Fortschritten zu glänzen und Anwen in den Schatten zu stellen. Mit siebzehn kam jedoch der entscheidende Einschnitt in Gemmas Leben - Sie lernte die Ältere der Brightstone - Schwestern kennen. Und irgendetwas zog sie in deren Bann. Im Nachhinein die größte Dummheit, die sie in ihrem Leben begangen hatte. Sie entschied sich - sehr zum Leidwesen aller anderen - mit Hannon zu gehen. In erster Linie war ihr Entschluss von der gemeinsamen Fähigkeit des Traumwebens geprägt. Hannon lehrte sie die beste und kräfteschonendste Methode, half Gemma dabei dem Fluch den letzten Feinschliff zu geben.
Auch ihren zweiten Fluch „Kräfteraub“ lernte sie von ihrer Cousine, die aus ihr eine Art Double zu formen begann. Im Zuge dessen brach sie auch die Schule ab.
Und nicht nur in Sachen Magie sollte sie so einiges von ihrer älteren Cousine lernen. Es war die typische Teenager - Pubertierphase, die zu diesem Zeitpunkt bei ihr einsetzte. Sie hinterfragte die Werte, Normen und Regeln ihres Elternhauses und der Gesellschaft, schlug vollkommen neue Wege ein, ließ sich auf neue Denkweisen ein. Sie lernte, sich zu nehmen was sie wollte. Notfalls mit Magie nachzuhelfen. Ein Charakterzug, der sich bis heute hält, den sie in dieser Zeit von Hannon eingetrichtert bekommen hatte.
Als ihre schwedische Großmutter davon Wind bekam, dass sie mit Hannon unterwegs war, setzte sie alle Hebel in Bewegung um Gemma zurück in den Schoß der Familie zu holen. Doch diese rebellierte nach allen Regeln der Kunst, weigerte sich auch nur einen Fuß über die schwedische Grenze zu setzen, zog es vor lieber mit Hannon und deren Freund die USA unsicher zu machen. Sie lernte von Hannon einiges an Umgangsformen, lernte wie sie ohne Magie ihre Mitmenschen manipulieren konnte, wie sie es schaffte ihren Sturkopf durchzusetzen. Man kann guten Gewissens sagen, dass sie in eine Art „Sekte“ gerutscht war, ihr Denken voll und ganz von ihrer Cousine und deren Freund geleitet wurde. Viel zu sehr war sie von den Beiden fasziniert, die ihr das Gefühl gaben vollkommen angenommen und selbstbestimmt zu sein. Sie saugte deren abwertende Einstellungen zu Mischlingswesen regelrecht in sich auf, ließ sich voll und ganz auf deren Predigten ein, wurde ein Teil deren Zirkels, der damit beschäftigt war Mischlingswesen zu drangsalieren und die Gegend in der sie sich aufhielten ganz schön aufzumischen. Das Leben schien ihr wie eine Party. Zugegeben eine düstere Party, doch sie konnte sich nicht beschweren.

Nach einem Jahr an Hannons Seite setzte ihr Vater dieser Reise ein abruptes Ende. Man muss nicht dazu sagen, dass Gemma sich mit Händen und Füßen wehrte nach Hause zurückzukehren.
Dennoch war es für sie ein Tiefschlag zu erfahren, dass weder Hannon noch deren Freund auch nur einen Finger krumm machten, als ihr Vater auf der Matte stand und die Herausgabe seiner Tochter forderte.
Das nächste halbe Jahr konnte man durchaus als kalten Entzug für Gemma beschreiben. Ihr wurde jeglicher Kontakt zu Hannon untersagt. Sie hatte strenge Verhaltensregeln zu befolgen, wurde ganz langsam wieder durch Hilfe und einer Engelsgeduld ihrer Familie auf Spur gebracht. Jeglicher Regelverstoß oder Rückfall wurde hart geahndet und hatte auch magische Strafen zur Folge. Bald schon realisierte sie, dass sie lediglich Mittel zum Zweck gewesen war. Austauschbar. Diese Erkenntnis ließ auch ihre Einstellung zu ihren Mitwesen wieder aufweichen. Sie schlug eine vollkommen neue Richtung ein und holte ihren Schulabschluss nach.
„Wieder auf Spur“ gebracht, setzte ihre Familie auch ihre Ausbildung fort, schliff sie zu einem funkelnden Diamanten. Dem Aushängeschild der Vaola - Familie.
Ihre einjährige Zugehörigkeit zu Hannons Zirkel wurde unter den Tisch gekehrt. Immerhin habe man „das Problem ja gut in den Griff bekommen“. Gemma selbst ist ihr Handeln im Nachhinein mehr als unangenehm. Dementsprechend nahm sie die Tatasche, dass ihr „Ausrutscher“ nicht mehr zur Sprache gebracht wurde, dankend an.

Sie ging zur Uni, begann dort ein Studium der Sozialwissenschaften. Sie war gut in dem was sie tat, fand relativ schnell Freunde und war gerade dabei endgültig mit ihrer Vergangenheit abzuschließen, als eine Nachricht aus Amerika sie wieder komplett aus der Bahn werfen sollte. Mit dem Tod ihrer Cousine Anwen wurde ihre Abwehrhaltung anderer Wesensarten erneut angefacht. Allerdings schaffte sie es ihre komplette Wut auf Werwölfe zu kanalisieren, anderen Wesensarten neutral entgegenzutreten. Werwölfe dagegen sollten sich vor ihr in Acht nehmen…
Sie brach ihr Studium kurz vor dem Examen ab und zog nach Dallas. Sie wollte sich neu sortieren. Dort wurde sie von ihrer Tante und ihrem Onkel aufgenommen.
Die Sorge ihrer Familie, dass sie wieder in alte Verhaltensmuster zurück fällt, blieb zum Glück bis jetzt unbegründet. Doch wer weiß schon, was die Zukunft bringt, für welchen Weg sie sich letztendlich entscheiden wird?


Fusszeile
... oder das Kleingedruckte

Schreibprobe:

Gemischte Gefühle überrollten die junge Frau, als sie das aufgeheizte Flughafengebäude verließ und kühle Nachtluft ihr entgegen schlug.
Sie schauderte leicht und zog den Reißverluss ihres Mantels zu. Da war sie also wieder. Sie ließ ihren Blick über ihre Umgebung schweifen. Und es war fast wie ein Flashback. Vor elf Jahren war sie schon einmal hier gewesen. Hatte genau an der gleichen Stelle gestanden. Ihr 14- Jähriges Ich war vollkommen fasziniert gewesen, hatte den Anblick des hektischen Treibens, die vielen Lichter und die Menschenmenge regelrecht in sich aufgesogen. Mittlerweile hatte sich ihre Sicht etwas verändert.
Sie war kein naives Teeangermädchen mehr. Sie war erwachsen geworden. In diesen elf Jahren hatte sich einiges bei ihr geändert. Ihre Einstellung, ihr Denken, ihr Fokus aufs Leben. Sie war durch die harte Schule gegangen. Doch sie wollte sich nicht beschweren. Immerhin hatte sie diesen beschissenen Weg selbst gewählt. Eine Lektion fürs Leben …
Sie wurde jäh aus ihren Gedanken gerissen.
„Gemma!“ Sie sah ruckartig auf, als die männliche Stimme zu ihr durch drang. Und prompt breitete sich ein Lächeln auf ihrem Gesicht aus. Sie ließ ihre Reisetasche auf den Boden fallen und flog ihrem Onkel einfach stürmisch um den Hals. Sie hatte ihn lange nicht mehr gesehen. Sie atmete innerlich etwas auf, als er die Umarmung erwiderte. Sie hatte ja fast mit einer Form der Zurückweisung gerechnet. Zur Begrüßung bekam er einen Kuss auf die stoppelige Wange, bevor sie sich von ihm löste und einen Schritt zurück trat, ihn kurz musterte. Er sah abgekämpft aus. Irgendwie müde. Und Gemma konnte es ihm nicht so ganz verdenken. Immerhin hatte er die letzten Jahre zwei Töchter verloren. Jede auf eine andere Art und Weise, aber vermutlich machte es kaum einen Unterschied…
Auch er ließ seinen Blick seinerseits über sie wandern und sie hob matt grinsend die Arme. „Und was sagst du?“, wollte sie wissen und drehte sich einmal um die eigene Achse. So wie sie es als Kind oft getan hatte, um ihre Veränderungen zu präsentieren.
„Hast dich kaum verändert.“
Seine Antwort ließ ihre Augenbrauen in die Höhe schießen, gespielt schmollend hob sie ihre Reisetasche wieder auf. „Echt jetzt? Ich hab die Pubertätspickel erfolgreich bekämpft, bin nochmal mindestens fünf Zentimeter gewachsen, bin die Zahnspange los geworden und hab meinen fürchterlichen Kringelpony rauswachsen lassen. Das fällt dir nicht auf? Das enttäuscht mich jetzt aber.“
Tatsächlich entlockte sie ihrem Onkel ein raues Lachen, was auch sie automatisch wieder schmunzeln ließ, während sie ihm zum Auto folgte. Und entgegen ihrer Annahme, dass eine schweigsame und gedrückte Autofahrt vor ihnen liegen würde, kam relativ schnell eine Unterhaltung zustande. Eine der lockeren Art, als wäre man niemals lange getrennt gewesen, als wäre nicht lange Zeit Funkstille gewesen. Und zu ihrem großen Erstaunen folgten keine Vorwürfe oder Mahnungen in Bezug auf ihr geschmissenes Studium und ihrem geplanten Neustart hier in Dallas.
Sie war so in die Unterhaltung vertieft, dass sie im ersten Moment gar nicht realisierte, dass sie die beleuchtete Auffahrt zum Haus ihrer Tante und ihres Onkels hinauffuhren. Und wieder krampfte sich ihr Magen leicht zusammen. Sie hatte ganz vergessen wie eindrucksvoll das moderne Haus doch war. Man konnte die Hand ihrer Tante was die Architektur und Gestaltung anging nicht leugnen. Geradlinig und modern. So war schon immer ihr Stil gewesen. Die Holzfassade wurde von warmen Leuchtstrahlern beleuchtet, ließ das Ganze einladend wirken. Als der Wagen zum Stehen kam, öffnete sich die Haustür. Eine schmale Gestalt stand unter dem Türrahmen. Wieder krampfte sich Gemmas Magen zusammen. Ihre Tante hatte die Arme um ihren Oberkörper geschlungen und beobachtete wie ihre Nichte aus dem Wagen stieg. Auf einmal fühlten Gemmas Schritte auf dem Kies sich bleischwer an. Der Blick ihrer Tante war skeptisch, nur halb so herzlich wie der ihres Mannes. Unsicher blieb Gemma vor ihr stehen. „Hi?“ Selbst in ihren Ohren klang ihre Stimme unsicher. Ihre Tante nickte lediglich leicht. „Hi.“ Sie trat einen Schritt zur Seite, um Gemma ins Haus zu lassen. Sie zögerte für den Bruchteil einer Sekunde. Dann gab sie sich einen Ruck und trat in das offene Wohnzimmer ein. Sie bekam keine wirkliche Chance sich umzusehen. „Wir dachten, du nimmst das Zimmer unter dem Dach. Das ist das Größere der beiden leerstehenden.“
Gemma verstand den Wink mit dem Zaunpfahl sehr wohl. Sie nickte, verstärkte kurz den Griff um ihre Tasche und steuerte auf die Holztreppe zu, die in den ersten Stock führte. Sie kannte dieses Haus wie ihre Westentasche. Hatte sie doch selbst drei Jahre ihres Lebens hier verbracht, hier gelebt und am Familienleben teilgenommen.
Sie wusste auch genau, welches Zimmer sie bezog. Vor Jahren hatte es zwei Hexen - Teenager beherbergt. Sie und ihre Cousine…
Es war ein merkwürdiges Gefühl, als sie die Tür aufschob und sich im nächsten Moment in einem Raum wiederfand, der ihr vor Jahren schon einmal ein Zuhause geboten hatte.
Und irgendwie … hatte sich zu ihrem Entsetzen kaum etwas verändert. Sie erkannte diverse Dekosachen, die sie gemeinsam gekauft hatten, die sie nach gefühlter stundenlanger Diskussion ins Regal gestellt hatten. Sie erkannte Bilder an der Wand. Fotos von zwei dunkelhaarigen Teenagerinnen, beide mit langen dunklen Haaren, beide mit ähnlichen Gesichtszügen und den gleichen braunen Augen. Die Familienzugehörigkeit ließ sich definitiv nicht leugnen. Sie erkannte das Regal, in dem sie ihre ersten eigenen Zutaten für ihre Tränke gesammelt hatten. Dann blieb ihr Blick auf einem mit einem weißen Tuch abgedeckten Bett hängen und prompt zog sich ihr Magen wieder zusammen. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass ihr Neustart so holprig werden würde …  

Avatarperson:
Crystal Reed

Wie hast du zu uns gefunden?:
Ich war schon einmal bei euch. Habe nach laaaanger Abstinenz wieder zurück gefunden.
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Gemma Vaola
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