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 Sidewalk Restaurants & Cafés

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BeitragThema: Sidewalk Restaurants & Cafés   Sa 4 Jun 2016 - 16:01



In dieser Flaniermeile reiht sich Restaurant an Restaurant, Café an Café. Vom Schnellimbiss zum Luxus-Restaurant ist hier so ziemlich alles vertreten, und während man eine Vielzahl an ausländischen Restaurants vorfindet. Unter anderem zu finden ist hier:

* eine Tapas Bar
* diverse italienische Restaurants und Pizzarien
* ein mexikanisches Restaurant
* ein griechisches Restaurant
* ein französisches Restaurant
* ein französisches Café
* ein mongolisches Restaurant
* ein deutsches Restaurant mit Hofbräuhaus
* diverse Asiaten (Chinesische Küche, Thailändische Küche)
* diverse Cafés


Quelle: http://lincolnroadmall.com/restaurants/
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BeitragThema: Re: Sidewalk Restaurants & Cafés   Mi 15 Jun 2016 - 21:25

CF: Wohngebiet - Bezirk Dallas - Damien Delacroix - Außenanlage [+ Damien Delacroix]

Sie nahmen die 30 zurück in die Stadt, ehe sie in einer der Straßen das Auto parkte und die Stadtführung zu Fuß weitermachte. "Wir könnten natürlich auch mit dem Auto… aber da hinten sind die Parkpreise höher und ich glaube fast, ein Verdauungsspaziergang könnte uns später ganz gut tun." Ash bog in eine Gasse ab, die man in der Nacht vermutlich besser nicht und erst recht nicht alleine als Frau nehmen sollte. Schon nach wenigen Metern führte sie jedoch wieder ins Helle und sie befanden sich unweit der Sapphire Alley. Es war ein wirklich schöner Tag, doch ihr war auch in der Sonne und trotz einem schwarzen Pulli noch leicht kalt. Nicht unangenehm, aber es gab besseres.
"Hier haben wir Starbucks, bei McDonald’s hatten wir vor dem letzten Inhaberwechsel einmal Hausverbot gehabt, bis wir 21 sind, und hier war mal Queeny’s Tattorium. Da habe ich mir eine Prothese bemalen lassen." Damit endeten sie dann auch schließlich in der Tapas Bar und am Ende der wohl kuriosesten und persönlichsten Stadtführung, die es jemals gegen hatte. Sie hatten draußen einen Tisch, während Damien sich seines Jackets entledigte, vertiefte Ash sich schon in die vom Kellner gebrachte Karte. Sie liebte Tapas - auch wenn man danach erstmal keine Freunde mehr hatte, weil man den Knoblauch wieder ausdünstete. Aber trotzdem war es das Essen wert. Ein weiterer 'Nachteil': Es gab so viele tolle Dinge, dass man sich nur schwer entscheiden konnte.
"Hm….", grübelte Ash und zog den Pullover bis zum Kinn hoch. "Die Champignons mit Zwiebeln… die Babykartoffeln mit Dip, das Lammfleisch mit Sauce sowie die Chickenwings sind auch super…", murmelte sie vor sich hin. Nur am Rande bekam sie mit, dass Damien eine Flasche Wasser für sie bestellt hatte und dass der Kellner auch Brot mit Aioli gebracht hatte.
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BeitragThema: Re: Sidewalk Restaurants & Cafés   Do 16 Jun 2016 - 4:58

CF: Wohngebiet - Bezirk Dallas - Damien Delacroix - Außenanlage

Ein winziges Stück wanderte Damiens Augenbraue nach oben, als sich Ash in ihren Pulli einmummelte. Damien war - wenn man von der Sonne einmal absah - eher nach Shorts und T-Shirt, oder auch nach Shorts ohne Oberteil zu mute, wie Frauen es schafften, sich bei solchen Temperaturen auch noch dick an zu ziehen… es würde ihm ein Rätsel bleiben. Während Ash sich in der Karte vergrub, griff er nach Stift und Papier und schrieb die Nummern der Gerichte auf, wobei er zusätzlich noch der Einfachheit halber eine gemischte Tapasplatte für zwei Personen bestellte, dazu noch den Seranoschinken. Dabei liess er es für den Moment bewenden, davon ausgehend, dass die Platte sicherlich ausreichen würde, um sie beide ausreichend satt zu bekommen - und im Zweifelsfall konnte man noch immer etwas nach bestellen. "Möchtest du noch etwas zu trinken, Ash?" Intelligente, graue Augen musterten die Frau, die aussah, als würde sie sich am liebsten gleich in eine der Wolldecken einwickeln, die noch überall auf den Stühlen verteilt lagen. "Vielleicht einen Tee?"

Tatsächlich war es nicht einmal halb so ironisch gemeint, wie man ihm in Anbetracht der Temperaturen und seines Humors unterstellen mochte - spätestens während seines Schüleraustausches nach London hatte er Tee auch bei warmen Wetter zu schätzen gelernt und wunderte sich nicht mehr ganz so sehr über Menschen, die auch im Hochsommer noch Tee tranken. Nun gut, ein bisschen spöttisch war es vielleicht dennoch - allerdings merkte man dem nüchternen Geschäftsmann davon nichts an. Doch das tat man quasi nie - außer man kannte ihn besser. Wobei er Ash - spätestens nach dieser Tour durch Dallas - durchaus zu traute, dass sie allmählich begann, seinen Humor zu erkennen und zu verstehen. Trotz seines eher stillen, nahezu schweigsamen Charakters hatte er sich zumindest die ein oder andere Bemerkung bezüglich ihrer äußerst informativen Tour nicht verkneifen können. Aufgrund ihres allerdings eher merkwürdigen Humors und der ein oder anderen Eigenart, die er bisher hatte kennen lernen dürfen, bezweifelte er jedoch stark, dass sie sich sonderlich an seinem trockenen, stellenweise nahezu bösen Humor störte.
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BeitragThema: Re: Sidewalk Restaurants & Cafés   Do 16 Jun 2016 - 10:12

Das Dilemma, eine Entscheidung bezüglich des Essens treffen zu müssen, wurde ihr von Damien abgenommen. Kurz sah Ash die Nummern nach, die er aufgeschrieben hatte und war mit seiner Wahl durchaus zufrieden. Eine Tapasplatte und diverses zusätzlich. Die Karte konnte zugeklappt werden.
"Wasser ist absolut in Ordnung… und nein, keinen Tee. Lieber einen Cappuccino.", antwortete sie ehrlich auf Damiens frage. Ein Heißgetränk könnte wohl wirklich sie etwas weiter bringen. Ein bisschen hatte sie wohl mit dieser Grippe oder Erkältung zu kämpfen - denn obwohl sie immer noch eine erhöhte Temperatur hatte, so ging es ihr doch eigentlich recht gut. Es war wirklich ein Mysterium. Und die Wolldecken waren wirklich sehr verlockend. Dass es vielleicht auch sein könnte, dass Damien das ganze nur als ein Spaß gemeint hatte und nicht wirklich ernst ging in diesem Moment vollkommen an ihr vorbei. Warum war es überhaupt eben im Auto kein Problem gewesen? Da hatte ich die Klimaanlage überhaupt nicht aufgedreht…

Ash überkreuzte die Arme vor ihrer Brust und lehnte sich zurück. "Jetzt weißt du, was tagsüber so alles in Dallas los ist und passieren kann…" Sie grinste breit, denn der zweite, nächtliche Teil stand ja erst noch aus. Und der würde wohl eher einen Kneipentour ähneln als irgendetwas anderem. Dallas war wirklich etwas besonderes, denn die Stadt schlief irgendwie nie. Selbst zu den unchristlichsten Zeiten hatte noch irgendein Laden auf und man konnte praktisch seine Wocheneinkäufe tätigen.
"Irgendwie bin ich mir nicht sicher… aber haben die nicht irgendetwas von circa 25°C im Wetterbericht gesagt?" Immerhin stimmte der wolkenlose Himmel. Es blieb trocken. "So warm kommt es mir gar nicht vor…"
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BeitragThema: Re: Sidewalk Restaurants & Cafés   Do 16 Jun 2016 - 19:49

"Cappuccino zu Tapas?" Die Frage klang eher höflich, dennoch konnte man dieses Mal tatsächlich sehen, wie sich seine Mundwinkel vor Belustigung hoben. Das war eine merkwürdige Kombination, aber wenn ihr danach war - er würde sie nicht aufhalten. Tatsächlich kam kurz darauf der Kellner, um sich die Bestellung ab zu schreiben, so dass Damien direkt das gewünschte Heißgetränk mit bestellen konnte, ehe er seine Aufmerksamkeit wieder der Frostbeule widmete, die es allen ernstes schaffte, bei 25°C im Schatten im dicken Pullover in der Sonne zu sitzen - und zu frieren, während er selbst unter dem Sonnenschirm noch das Gefühl hatte, jedes Stück Kleidung war eigentlich zu viel. Glücklicherweise hatten sie einen Tisch ergattern können, der ihnen beiden gerecht wurde - zu einem guten Teil in der Sonne, doch weit genug unter dem Schirm, dass der Geschäftsmann komplett im Schatten saß. Die empfindliche Haut hatte er eindeutig von seiner Mutter geerbt - sie bekam sogar noch schneller Sonnenbrand, als er.

Ihre Frage liess seine Augenbraue erneut kurz nach oben zucken, während er Ash aufmerksam und eingehend musterte. "Es sind über fünfundzwanzig Grad." Er musterte sie weiter, ehe er mit einem leicht belustigten Geräusch den Kopf schüttelte. "Von all den kuriosen Dingen, welche du mir heute in der Stadt gezeigt hast, bist du das kurioseste, Ash Torres. Immerhin beschwerst du dich ernsthaft bei über fünfundzwanzig Grad - mit dunkler, langer Kleidung in der Sonne sitzend - es sei nicht warm genug..." Frauen sind doch seltsam. Tatsächlich war es kein Einzelphänomen. Gerade sehr schlanke Frauen neigten dazu, selbst bei hohen Temperaturen noch ständig zu frieren - sie hatten ja auch nicht viel, das sie wärmen konnte. Gut, Ash war Damiens Empfinden nach durchaus schlank, aber bei weitem nicht so dünn oder zierlich, dass man es sich aufgrund ihrer Konstitution erklären konnte. Aber sie war letztendlich eine Frau - und Frauen froren scheinbar immer.
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BeitragThema: Re: Sidewalk Restaurants & Cafés   Do 16 Jun 2016 - 22:38

"Cappuccino geht immer." Ash sah, wie sich seine Mundwinkel nach oben zogen. Sicher - man kombinierte nichts typisch spanisches mit etwas typisch italienisches. Doch das sollte im Angesicht der Europäischen Union, dem Wunsch nach Globalisierung und co nun wirklich kein Problem mehr sein. Damien war sogar so brav und bestellte das gewünschte Getränk, als der Kellner wieder kam um ihre Bestellung aufzunehmen. In der Zwischenzeit reckte sie ihr Gesicht in die Sonne. Sie hatte zwar dunkle Haare und wirkte eher wie der dunkle Typ, so hatte sie zwar das Glück, nicht so schnell einen Sonnenbrand zu bekommen, so richtig braun wurde sie jedoch nicht. Die Sonne direkt auf das Gesicht jedenfalls war recht angenehm, könnte jedoch auch noch stärker sein.
"Oh…" Sie sah Damien an und das erste Mal kam ihr der Gedanke, dass sie vielleicht für normale Verhältnisse zu dick angezogen war. Auf der anderen Seite… Der Geschäftsmann zog jetzt schon sein Jacket aus und ihm war in einem einfachen Hemd schon warm genug. Ash kicherte und das breite, fast schon hämische Grinsen blieb auf ihren Lippen. "Du wirst seeehr viel Spaß mit dem texanischen Sommer haben. Ich sehs kommen. Du wirst die Klimaanlagen lieben. Und ich bin gerne kurios." Normal war sie nie gewesen. Das fing eh schon mit ihrer Geburt und ihrem Namen an. Also konnte man auch ruhig den Rest des Lebens so weitermachen.

Der Kellner brachte die Flasche Wasser, zwei Gläser, ihr Heißgetränk und das absolut köstliche Brot mit der genialen Aioli. Ash bedankte sich und nahm direkt die Tasse in die Hände. Herrlich. Sie nahm einen Schluck und zu ihrer Überraschung verbrannte sie sich vermutlich zum ersten Mal in ihrem Leben nicht direkt die Zunge, weshalb sie gleich einen ganzen Schluck nahm. Das wärmende Gefühl breitete sich in ihrem Körper aus und Ash seufzte einmal auf.
"Das war jetzt genau das, was ich gebraucht hatte." Sie grinste Damien über die Tasse an. "Gibt es sonst noch etwas, dass du über die helle Seite von Dallas wissen willst?"
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BeitragThema: Re: Sidewalk Restaurants & Cafés   Fr 17 Jun 2016 - 5:19

Bei dem hämischen Grinsen und den - leider viel zu wahren - Worten der weiblichen Gesellschaft, die er sich angelacht hatte, gab er ein leises Seufzen von sich, während er der Sonne einen skeptischen Blick zu warf. "Ich fürchte auch. Lange, überwiegend dunkle Anzüge zu Geschäftsterminen, und sobald ich es wage, auch nur ein wenig Haut der Sonne zu präsentieren, ohne mich vorher zentimeterdick ein zu cremen, direkt Sonnenbrand… welche Freude." Glücklicherweise war es nicht so schlimm, wie bei seiner Mutter - er bekam zwar leicht einen Sonnenbrand, wenn er jedoch auf Sonnenschutz achtete, bekam er wenigstens einen sanft gold-braunen Teint. Er musste nur darauf achten, sich auch vernünftig ein zu cremen. Seine Mutter hingegen wurde nie braun - sie war weiß, wurde rot, und wurde anschließend wieder weiß. "Ich habe schon darüber sinniert, ob ich nicht den Sommer über im Pool wohnen möchte - auf meiner aufblasbaren Insel Geschäftstermine halten, natürlich stilvoll in Badehose mit passender Krawatte… allerdings gelangte ich bereits zu dem Entschluss, dass es für meine Geschäfte womöglich nicht all zu zuträglich wäre. Außer natürlich, meine Geschäftspartner sind weiblich, ledig und interessiert… oder verzweifelt."

Humor blitzte in seinen Augen auf, während er an seinem Wasser nippte. Er amüsierte sich noch immer königlich über dieses Bild, leider gab es viel zu wenig Personen, mit welchen er es teilen konnte. Wenn er jedoch bedachte, wie ihr erstes Gespräch abgelaufen war, gehörte Ash jedoch definitiv diesem Personenkreis an. "Also werde ich vermutlich doch meine voll klimatisierten Büroräume nutzen, mir aufgrund der viel zu kalten Zugluft eine Sommererkältung zuziehen und wie ein echter Mann ruhmreich an einem Männerschnupfen zu Grunde gehen." Wieder funkelte Belustigung in den lebendigen, intelligenten Augen, die seine nüchterne, nahezu unbeteiligte Miene Lügen strafte, während es verräterisch um seine Mundwinkel zuckte - ein Gesichtsausdruck, der vielleicht irgendwann einmal ein schelmisches Lächeln oder Grinsen werden wollte, wenn sein Standardgesichtsausdruck nicht derart nichtssagend wäre.

"Ich glaube von Dallas habe ich für den Tag genug gehört. Aber vielleicht möchtest du mir ja ein wenig mehr über dich erzählen - ganz ohne, dass ich meine nicht vorhandene Kreativität einsetzen muss, um mir wilde Geschichten zu überlegen." Das Spiel war durchaus witzig gewesen, hätte jedoch deutlich mehr Unterhaltunsgswert, wenn er mehr Phantasie besäße. Allerdings hatte er noch nie sonderlich viel Phantasie oder Kreativität besessen, sondern war schon immer eher der rationale, strukturierte Typ gewesen - schon als Kind. Tatsächlich waren die musischen Fächer durchgehend schon immer die einzigen gewesen, die seinen Schnitt gedrückt hatten - er malte sogar noch schlechter, als er sang oder Klavier spielte… was in Anbetracht seiner - nicht vorhandenen - musikalischen Fähigkeiten eigentlich schon wieder eine Leistung für sich war.
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BeitragThema: Re: Sidewalk Restaurants & Cafés   Fr 17 Jun 2016 - 13:51

Sie lächelte kurz und verständnisvoll, als er ihr von seiner Empfindlichkeit gegen die Sonnenstrahlen erzählte. Früher war es ihr auch egal gewesen, doch nachdem sie den einen Sommer einen totalen Einlauf und Vortrag von Sam bekommen hatte, cremte Ash sich gut, dick und definitiv ausreichend ein. Alternativ: Es gab auch drinnen genügend Vergnügungsmöglichkeiten. Einmal ganz davon abgesehen, dass sie das nachfolgende Bild vom Pool, einer aufblasbaren Insel und einer Badeshorts-Krawatten-Kombi von Damien absolut nicht erwartet hatte - der trockene Humor des Geschäftsmannes machte es sogar noch besser. Mit einem schallenden Lachen (ein wenig von dem Cappuccino schwappte über ihre Hand und färbte eine Stelle danach leicht rot, auch wenn sie es selbst noch nicht als unangenehm empfand) saß Ash am Tisch.
"Weißt du, damit muss nur einfach mal jemand anfangen." Sie hatte sich wieder beruhigt und grinste breit. "Es ist zwar eine geniale Idee, doch die Umsetzung würde bei mir zwecks fehlendem Pool im Garten scheitern. Deinen Männerschnupfen bekommen wir sicherlich trotzdem wieder in den Griff." Sie zwinkerte und setzte die Tasse wieder an ihre Lippen.

Ash trank ihren Cappuccino aus und ihre Bestellung fand ihren Weg an den Tisch. Perfekt. Das Essen sah wirklich köstlich aus, duftete himmlisch und man konnte sich fast nicht entscheiden, was man zuerst nehmen sollte. Ihr lief das Wasser im Munde zusammen.Sie entschied sich schließlich für die gebratenen Pilze, irgendein Fleisch in Soße und kleine Kartoffeln.
"Ich habe vermutlich einiges zu erzählen… da weiß man gar nicht, wo man anfangen soll." Das ganze fing schon bei den kleinen Abenteuern nach ihrer Geburt an, ging weiter zu einem Anfangs heillos überforderten, alleinerziehendem Diplomaten bis hin zur Familie Delaney. "Wie wäre es - du wählst ein Alter und ich erzähle dir, was ich angestellt habe."
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BeitragThema: Re: Sidewalk Restaurants & Cafés   Fr 17 Jun 2016 - 22:17

Ein wenig stimmte es Damien doch zufrieden, als Ash in schallendes Gelächter ausbrach - er konnte nicht leugnen, dass es ihm gefiel, ausnahmsweise mit einer Frau Zeit zu verbringen, die seinen Humor verstand und überhaupt keine Scheu hatte, zu lachen - oder insgesamt sehr authentisch und echt wirkte, besonders im Vergleich der vielen anderen falschen, affektierten Weiber, mit denen er üblicherweise beruflich häufig in Kontakt kam. Unglücklich war nur, dass sie sich von dem Cappuccino übergoss, so dass er instinktiv die Hand ausstreckte, um zu verhindern, dass sie sich noch vor Schreck den gesamten Inhalt übergoss. Allerdings wirkte es auf den ersten Blick nicht so, als sei ihr etwas geschehen, so dass er ihr nur eine Serviette reichte, damit sie ihre Hand trocken tupfen konnte, während er sie einen Moment lang aufmerksam begutachtete, um sicher zu gehen, dass sie sich tatsächlich nicht verbrüht hatte. "Ich bin mir nicht sicher, ob wir den Männerschnupfen tatsächlich in den Griff bekommen… ich habe gehört, sie sollen nahezu immer einen fast tödlichen Verlauf haben.."

Einen Moment lang genoss er das einvernehmlich Schweigen, in dem Ash gut gelaunt ihren heißen Cappuccino vernichtete, ehe er sich dem Essen zu wandte, welches soeben an ihren Tisch gebracht worden war. Er befüllte sich den Teller, wobei er ebenfalls zum Fleisch griff, dazu Pilz und Paprika sowie etwas des Baguettes mit Aoli. "Du könntest bei deiner Kindheit beginnen, wenn du möchtest. oder mir ein paar interessante Geschichten erzählen, welche dir besonders viel Freude bereiten oder sehr erwähnenswert sind." Er wollte nur gerne einfach etwas mehr über sie erfahren - weil er generell Jemand war, der lieber zuhörte, statt viel zu sprechen, weil Ash eine faszinierende Person war - und weil er sich vorstellen konnte, dass ihre Geschichten sicherlich bedeutend mehr Unterhaltungswert besaßen, als sein eigenes, langweiliges Leben.
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BeitragThema: Re: Sidewalk Restaurants & Cafés   Sa 18 Jun 2016 - 13:08

Ash grinste. "Von den Geschichten gibt es wohl einige." Dabei würde sie allerdings nicht bei ihrer Geburt und den ersten Lebenstagen anfangen, auch wenn diese Potenzial hatten. Doch dann müsste sie ihm ja ihren vollen Namen verraten - und auf dieser Stufe war Damien noch nicht angekommen.
"Als Kind, kaum dass ich krabbeln konnte, habe ich meinem Vater und meinen Großeltern alles aus den unteren Schränken ausgeräumt. Darunter auch einige Erbstücke… die nächsten Jahre befand sich nie etwas zerbrechliches in meiner Greifhöhe. Die Schokolade leider auch nicht sonderlich lange." Sie lachte einmal kurz, ehe die ersten Bissen vom Essen den Weg in ihren Mund fanden. Ash erzählte ja wirklich gerne, doch es hatte für sie den leidigen Nebeneffekt, dass sie selbst meist nicht mehr wirklich zum Essen kam. Meist kam es dann zu dem ungläubigen Blick, dass alle anderen schon fertig waren und sie selbst immer noch Hunger hatte. Sie trank aus ihrem Glas, stopfte noch zwei Kartoffeln in den Mund, ohne vorher zu pusten, ehe sie weitererzählte.

"Was gibt es sonst noch? Meine Geschwister waren, als sie noch klein waren, perfekte Leinwände für allerlei Stifte. Tapeten sind schließlich bei weitem nicht so interessant." Ihr Alter betrug dabei allerdings schon gute 7 beziehungsweise 10 Jahre, aber das war eher als nebensächlich zu betrachten. Die Tapeten-Phase hatte schließlich davor schon stattgefunden. Zudem hatte man gut gesehen, dass sie absolut kein künstlerisches Talent besaß und sich auch in dieser Hinsicht nicht weiterentwickeln wollte, weshalb das Wegsperren ihrer Stifte eine hinnehmbare Unannehmlichkeit gewesen war. "Gibt es solche Schandtaten, entschuldige, 'Schwank aus der Kindheit' auch von dir?"
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BeitragThema: Re: Sidewalk Restaurants & Cafés   So 19 Jun 2016 - 8:07

Damien betrachtete Ash, während sie versonnen und fröhlich zu erzählen begann und bereits mit diesen zwei kurzen Geschichten das Bild einer fröhlichen, ausgelassenen Kindheit in die Luft malte. Oh, er wusste, dass es in den meisten Fällen nicht so einfach war - aber er mochte es dennoch, weil es gut zu der fröhlichen, aufgeschlossenen und selbstbewussten Frau passte. "Wie, sie haben nur Sachen aus dem Weg geräumt, so lange du ein Kleinkind warst? Ich glaube, ich würde noch immer zerbrechliches außerhalb deiner Reichweite aufbewahren… nur zur Sicherheit." Er neckte sie sanft, wobei hauptsächlich der Ausdruck seiner Augen und das amüsierte Funkeln darin, sowie das sachte Lächeln seinen nüchternen Worten die Spitze nahmen -  er wollte sie necken und etwas aufziehen, aber nicht beleidigen.

Nachdenklicher nippte er nun an seinem Getränk, während er darüber sinnierte, ob es irgendwelche erheiternden, erzählenswerten Geschichten aus seiner Kindheit und Jugend gab, allerdings gab es eigentlich nichts aus seinem Leben, das er als sonderlich erzählenswert empfand. "Ich muss einen Moment darüber nachdenken, ob es solche Geschichten gibt. Ich bin ein ziemlicher Langweiler, und war es auch schon als Kind." Er hielt inne, ehe ein schmales Lächeln um seine Mundwinkel spielte. "Nunja, nicht ganz. Als Junge war ich manchmal noch sehr wild gewesen, ich habe viel getobt, allerdings haben meine Eltern diesen Umstand nicht sonderlich begrüßt, da sie ein leises, höfliches Kind bevorzugten. Also bin ich in diversen Sportvereinen gelandet, um dort etwas vernünftiges mit meinem Bewegungsdrang an zu fangen." In dieser Zeit hatte er auch das erste Mal fest stellen dürfen, dass er den Anblick von Blut nicht ertragen konnte, und sicherlich gab es die ein oder andere - für andere - amüsante Geschichte, wie er beim Anblick selbst kleinerer Mengen ohnmächtig geworden war, oder jene Geschichte, als er sich auf die weißen Turnschuhe seines Jugendschwarms erbrochen hatte, welche anschließend nicht mehr sonderlich großes Interesse an ihm gehegt hatte… allerdings waren das sicherlich keine Geschichten, die er mit Ash teilen wollte und würde. Zumindest nicht, so lange sie nur eher oberflächlichen Kontakt zueinander hatten, selbst, wenn sie diese vermutlich königlich amüsieren würden. Aber noch kannte er sie nicht gut genug, um diese Dinge Preis zu geben - hauptsächlich, weil ihm seine Schwäche ausgesprochen unangenehm war.

"Außerdem habe ich im École maternelle einmal die Korrespondenz meiner Institutrice verfolgt. Ich kam bereits mit zwei oder zweieinhalb auf das École alsacienne in Paris und konnte sehr früh lesen - selbst für französische Verhältnisse, da ich es mir selbst beigebracht habe. Sie schrieb damals unter anderem schnulzige Liebesbriefe an meinen Vater und ich fürchte, ihr war es etwas peinlich, als ich erklärte, dass Vater bereits eine Frau hat und viel zu beschäftigt für zwei Frauen sei. Damals war ich… vielleicht vier." Wieder funkelte Humor in seinen Augen. Oh ja… es hatte ihm damals große Freude bereitet, heimlich Dinge zu lesen, die eigentlich nicht für ihn bestimmt waren, und er hatte sehr lange sehr erfolgreich verheimlichen können, dass er schon lesen konnte. "Ich habe das häufiger gemacht, da viele nicht wussten und auch nicht damit rechneten, dass ich lesen konnte. Besagte Institutrice hat auch sehr lange stillschweigen bewahrt, da wir eine Abmachung hatten: Sie verrät keinem, dass ich lesen kann und dafür verrate ich Vater nicht, dass sie Briefe an ihn schreibt und nicht absendet. In Anbetracht der Tatsache, was so alles in den Briefen stand, sollte sie froh sein, dass ich noch vier und unschuldig war. Der Inhalt war sicherlich nicht ganz jugendfrei und ich habe die Ärmste an jenem Tag in ziemliche Erklärungsnot gebracht - in vielerlei Hinsicht. Ein paar Jahre älter, und ich hätte mir mit meinem Wissen sicherlich mehr erkauft, als eine Portion Extranachtisch und ihr Stillschweigen." Immerhin hatte sie direkt einmal Aufklärungsarbeit bei einem Vierjährigen leisten dürfen, was bei Damien sicherlich kein Spaß gewesen war. "Ich wage einmal vorsichtig zu behaupten, dass ich ihr in Erinnerung geblieben sein dürfte."
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BeitragThema: Re: Sidewalk Restaurants & Cafés   So 19 Jun 2016 - 14:21

"Nun… Jetzt wo ich so drüber nachdenke… wir haben immer noch nur Plastikgeschirr…" Ihr Gesicht nahm einen Ausdruck an, der deutlich die Bestürzung zeigte, die man nach einer Epiphanie hatte. Die Gabel fiel auf den Teller. "Oh. Mein. Gott." Ash krallte ihre Finger an die Tischkante und sah sehr fragend das Porzellangeschirr vor sich an. Hatte sie es jetzt durch die Gabel beschädigt? Es war fast so, als wäre ihr das alles entfallen. Oder nicht mehr ausreichend im Gedächtnis. "Sind wir ausreichend für eine Porzellankatastrophe versichert? Ich… ich habe schon seit Jahr… hehehe zehnten kein… bwahahahaha." Damit war das Schauspiel dann wohl vorbei, doch Ash war ziemlich stolz auf sich, es so lange ausgehalten zu haben. Es hatte sich einfach so gut angeboten!

Nun war es an Damien, seine Geschichten zu erzählen. Immerhin hatte er scheinbar zu einem Teil eine normale Kindheit gehabt und war tatsächlich auch mal zum Toben nach draußen gegangen. Warte Ash… du denkst gerade in Schubladen. Schließlich ist Damien ja wohl kaum als Geschäftsmann auf die Welt gekommen!, riss sich die Diplomatentochter innerlich zusammen. Was allerdings dann kam, darauf hätte sie nicht gewettet. Zunächst wurden ihre Augen größer, dann das Grinsen in ihrem Gesicht und schließlich wuchs das Kichern zu einem Lachen an. Diese Geschichte war eine geniale Mischung aus Naivität, Unschuld und berechnendem Verhalten.
"Ich glaube 'in Erinnerung bleiben' könnte ein wenig untertrieben sein.", lachte Ash und wischte sich die Tränen aus den Augenwinkeln. Ein kurzer Schauer ging völlig unerwartet über ihren Körper und sie verschränkte die Arme vor ihrem Körper. Hätte sie sich doch mehr anziehen sollen?

"Als langweilig würde ich diese Geschichte definitiv nicht bezeichnen! In Paris war ich leider noch nicht, insgesamt haben wir wenige Urlaube außerhalb des Landes gemacht. Als Kind war ich öfter einmal in Spanien, bei meiner Abuela und meinem Abuelo. Ich kann dir sagen: Gehe niemals während der Mittagszeit in einer spanischen Stadt als kleines Kind verloren. Für dich selbst ist es das reinste Abenteuer, Siesta bei Fremden zu machen. Für deine Familie nicht ganz so… weil eben jeder Siesta macht und man keinen mehr auf Straße trifft." Ash schob die nächsten Stücke Essen in ihren Mund. Langsam erreichte sie das Sättigungsgefühl, aber wie sagte man so schön? 'Dessert stopft die Lücken', also griff sie zur Karte, um diese nach Nachtischen zu studieren. Zwischendrin jagten noch ein, zwei Gänsehaut-Schauer über ihre Glieder, die sie jedoch geflissentlich übergehen würde. Schließlich hatte Sam auch nichts weiter fest stellen können, und solang sie sich fit fühlte, konnte es ja nicht so schlimm sein, oder?
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BeitragThema: Re: Sidewalk Restaurants & Cafés   So 19 Jun 2016 - 20:17

Ash brach in schallendes Gelächter aus, was ihn an sich zufrieden stimmte, allerdings blieb ihm nicht verborgen, wie sie - trotz der prallen Sonne und der dicken Kleidung - kurz fröstelte. Er tat es für den Moment ab, da man auch so oft ab und an einfach fröstelte. Stattdessen schenkte er ihr nur ein leichtes Lächeln. "Ich bin meinen Eltern nie verloren gegangen, allerdings meinen Großeltern. Sie sahen das aber weniger dramatisch." Er genehmigte sich einen Nachschlag, während er Ash beiläufig betrachtete, und bemerkte, wie sie erneut zitterte. Kurz wurden seine Augen schmal, allerdings blieb seine Miene ansonsten ausdruckslos. "In Spanien bin ich bisher nie gewesen. Ich bin in Frankreich aufgewachsen, überwiegend in der Nähe von Paris. In Frankreich selbst bin ich allerdings viel gereist. Besonders, wenn Vater wichtige Geschäftstermine innerhalb der Ferienzeiten hatte, kam ich oft mit. Damals hat er dort gerade Delacroix entrepreneurs en construction aufgebaut, ein Bauunternehmen. Als meine Eltern später zurück nach Amerika gingen, blieb ich in Frankreich und flog in den Ferien nach New York oder besuchte meine Großeltern mütterlicherseits."

Er nahm einen Schluck seines Getränkes, ehe er ruhig weiter von sich erzählte - wobei es nicht viel zu erzählen gab, so spannend war sein Leben nicht verlaufen. "Da Mutter Vorstandsvorsitz von Viniculture Solutions Société Anonyme ist und Vater sowohl bei Delacroix entrepreneurs en construction als auch bei Viniculture Solutions im Vorstand sitzt, sah ich meine Eltern dennoch regelmäßig. Später hatte ich noch zweimal einen halbjährigen Schüleraustausch zu einem Internat in London und machte im Zuge meines Studiums ein Austauschsemester in China. Ich war ansonsten bereits in Washington, Philadelphia, Orlando, Atlanta, Los Angeles und San Fransisco, überwiegend geschäftlich. Viel mehr bin ich in meinem Leben auch nicht herum gekommen. Ist dir noch immer kalt?" So beiläufig die Frage auch klang, der aufmerksame Blick in seinen Augen war scharf und viel zu intelligent, ihm war nicht entgangen, dass sie auffallend viel fröstelte - nahezu fror - und fragte sich inzwischen, ob sie womöglich krank war. Sie sah zumindest etwas blass aus, während ihre Wangen leicht gerötet waren. Der Gedanke, sie könne krank werden, gefiel ihm überhaupt nicht und berührte jenen Teil seiner Persönlichkeit, der ziemlich herrisch und ausgesprochen protektiv sein konnte.
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BeitragThema: Re: Sidewalk Restaurants & Cafés   Mo 20 Jun 2016 - 19:25

Bei den ganzen Namen der Unternehmen konnte es einem schon richtig schwindelig werden. Allerdings, so hörte man zwischen den Zeilen heraus, dass 'regelmäßig' bei ihm nicht das gleiche 'regelmäßig' wie bei ihr gewesen war. Schon allein dadurch, dass Vorstandsarbeit sicherlich wesentlich zeitintensiver war als die Arbeit ihres Vater (der, solange sie sich benehmen konnte und als sie sich wieder selbst in der Gesellschaft benehmen konnte, zu den Treffen mitgenommen hatte). Als Damien dann jedoch die Dreistigkeit besaß zu sagen, er wäre noch nicht viel herumgekommen, schnaubte Ash.
"Du bist ja flugtechnisch mindestens so viele Kilometer geschrubbt wie ich mit dem Taxi hier in Dallas.", entgegnete sie, leicht entrüstet. "Du hast vermutlich mehr von der Welt gesehen als der Durchschnittsbürger in dieser Stadt. Mal abgesehen von meinem besten Kumpel, aber der ist sowieso kein Durchschnitt und zudem Profi-Sportler." Damit kam er nun einmal zwangsläufig herum. Außerdem besaß sie selbst 'nur' eine Dauerkarte für das Stadium in der Stadt. Schließlich wollte man den guten Rafe auch gerne mal in Aktion sehen, wenn man sonst schon nicht viel für Sport übrig hatte.

"Meinst du, es ist sehr vermessen, sich eine Decke zu schnappen und sich darin einzumummeln?"
Ja, sie liebäugelte ganz deutlich mit diesen verführerisch wirkenden Stoffteilen. Die Blicke, die Damien ihr vorher schon einige Male zugeworfen hatte, wenn sie zitterte, hatte sie nicht mitbekommen, schließlich war sie, bis auf die paar Momente, in denen sie gesprochen hatte, mit der Nase in der Speisekarte gewesen. Eis oder doch lieber belgische Waffeln?
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BeitragThema: Re: Sidewalk Restaurants & Cafés   Mo 20 Jun 2016 - 20:01

Ashs Entrüstung amüsierte den Geschäftsmann milde. Zumindest über das kulturelle Angebot seiner Jugend und seines Erwachsenenlebens konnte er sich sicherlich nicht beschweren, er war herum gekommen, wenn man es so sehen wollte - dennoch empfand er sich selbst und sein Leben als ausgesprochen unspektakulär, immerhin war er nahezu schnurgerade durch dieses Leben marschiert und hatte mit Leichtigkeit sämtliche Ziele erreicht, die er sich gesetzt hatte, auch wenn es noch immer ausreichend Raum für weitere Ambitionen gab - wirtschaftlich wie politisch, gerade in der neuen Stadt. Aber dennoch war es ein langweiliges, eher eintöniges Leben. Er hatte keine besonderen Freunde, auch wenn viele seiner Kontakte Politiker und Wirtschaftler mit nicht geringen Positionen waren. Und doch… "Ich bin auch kein Durchschnittsbürger. Ich mag in vielen Bereichen langweilig, öde, humorlos oder zu ernst sein, womöglich auch etwas spießig… und sicherlich kein Profi-Sportler, aber Durchschnitt bin ich sicherlich dennoch nicht." Sein Tonfall war so ernst und trocken, dass so manche Person womöglich auf den Gedanken kommen könnte, er wäre beleidigt, allerdings war er tatsächlich noch immer milde amüsiert.

Da sie offensichtlich tatsächlich fror, erhob er sich wortlos in einer eleganten, fließenden Bewegung und griff eine jener Decken, die über den Stuhllehnen hingen, um sie Ash zu reichen, damit sie sich darin einwickeln konnte. Diesen Moment nutzte er auch, um sie unauffällig eingehender zu mustern, allerdings wirkte sie ansonsten eigentlich relativ fit - dennoch, das Frieren machte ihn misstrauisch. Allerdings war die gemischte Platte inzwischen geleert. Ash wollte offensichtlich noch Nachtisch, aber dann waren sie hier fertig und konnten entscheiden, ob sie noch etwas sitzen und reden wollten, oder ob sie weiter zogen.

Tatsächlich wickelte sich diese Frau bis zur Nasenspitze in die Decke ein, was den ein oder anderen befremdlichen Blick verursachte, besonders von dem Kellner, bei welchem sie direkt noch Nachtisch orderte, allerdings waren ihm die befremdlichen Blicke relativ gleichgültig, stattdessen beobachtete er sie nun aufmerksam, achtete auf verräterische Zeichen und fand sie reichlich. So schaffte es Ash trotz dicker Kleidung, trotz der Sonne und trotz der Decke weiter zu frieren, nicht mehr nur ab und ein ein Zittern, sondern beinahe Schüttelfrost. Und Damien war kein Narr - er hatte irgendwann gelernt, dass Schüttelfrost dann auftrat, wenn Fieber schnell anstieg. Bei der nächstbesten Gelegenheit - sie hatte ihren inzwischen fast leeren Nachtisch unterbrochen, um sich in die Decke ein zu wickeln, beugte er sich vor und legte ihr in einer unerwartet sanften Berührung die Hand auf ihre Stirn. Sie brannte förmlich gegen seine Haut, und eigentlich war der Geschäftsmann nicht der Typ für kalte Hände, sondern galt selbst als Wärmekraftwerk. "Du hast Fieber." Es war nur eine stille Feststellung, seine Gesichtszüge neutral wie immer, und doch lag ein nahezu gefährlicher, scharfer Ausdruck in seinen aufmerksamen, steingrauen Augen. "Ich zahle und bringe dich nach Hause." Sein Tonfall verbot jegliche Widerworte, während er die Ausstrahlung eines Mannes hatte, der es gewohnt war, den Ton an zu geben - und dass seine Befehle befolgt wurden, ohne Spielraum für Kompromisse. Er hatte sich das Spielchen lange genug mit angesehen.
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BeitragThema: Re: Sidewalk Restaurants & Cafés   Di 21 Jun 2016 - 9:59

Oh ja, die Decke tat wirklich gut. Dankbar nahm sie diese von ihm entgegen und wickelte sich darin ein. So konnte man es doch aushalten. Vielleicht sollte sie die Tage einmal über Thermounterwäsche nachdenken. Die brauchte man in Texas zwar auch im Winter nicht und zum Ski fahren hatte sie einfach nicht die (sportliche) Motivation, aber ein Gedanke war es wert. Sie war fast mit ihrem Nachtisch fertig, als Ash auf einmal eine kühle und sehr sanfte Hand auf ihrer Stirn spürte. Sie hatte nicht gemerkt, wie Damien sich nach vorne gebeugt hatte, so sehr war sie in den Gedanken von Thermounterwäsche vertieft gewesen.
"Technisch gesehen kann man noch von erhöhter Temperatur sprechen." Gut, 0,1°C machten den Kohl jetzt auch nicht mehr fett. Außerdem… "Das war letzte Woche noch schlimmer gewesen." Die Nacht mit der Mondfinsternis, die wohl so einiges in Dallas hatte verrückt spielen lassen, war kein Vergleich zu jetzt. Da hatte sie noch zwei Schichten mehr und eine Wärmeflasche gehabt! Ihr Gefühl sagte ihr jedoch, dass sie a) dies nicht Damien sagen sollte und b) schon die Erwähnung, dass es zuletzt noch schlimmer gewesen war vielleicht nicht die beste gewesen war.

"Meine persönliche Ärztin hatte jedenfalls nichts dagegen, solange ich mich fit fühle!", erhob sie jetzt die Stimme. Theoretisch stimmte das. Sam wusste nicht so recht, was mit ihr los war. Sie hatte ihr nur gesagt, dass sie aufpassen und sich nicht überanstrengen sollte. Soweit sie es bis jetzt beurteilen konnte, hatte sie aufgepasst und sich nicht überanstrengt.
"Beim Zahlen stimme ich dir zu, beim Gehen nicht." Ash setzte ihre Schmolllippen auf und verschränkte die Arme vor der Brust. Herrlich kindisch, vermutlich komplett ohne Effekt, doch es war ein Statement. Schließlich würde er sie ja nicht auf Händen hier wegtragen.
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BeitragThema: Re: Sidewalk Restaurants & Cafés   Di 21 Jun 2016 - 19:28

Damiens lehnte sich wieder zurück und betrachtete die junge Frau, die sich soeben in ein bockiges Kind verwandelt hatte, mit stiller Miene und lauschte ihren eher weniger stichhaltigen Argumenten - nicht, dass ihn solche Dinge in solchen Situationen überhaupt interessierten. "Aha", war seine knappe Antwort. "Dir ging es die letzten Tage also noch schlechter, hm?" Er musterte sie noch immer prüfend, nahezu lauernd, fast als würde er erwarten, dass sie in den nächsten Minuten irgendwie zusammenbrach oder ähnliches, ehe er sich umwandte und der Bedienung mit einer kurzen Geste Bescheid gab, dass sie zahlen wollten - anschließend wandte er sich Ash wieder zu. "Wie wäre es mit einem Kompromiss?", schlug er freundlich vor und schenkte ihr ein Lächeln, welches Frauen, die ihn besser kannten, in Angst und Schrecken versetzen konnte - oder zumindest ziemlich misstrauisch machte. Damien war der geborene Geschäftsmann und seine Kompromisse glichen von jeher eher eher einem Ultimatum.

"Entweder du bist eine vernünftige Frau und siehst ein, dass es besser wäre, dich den Nachmittag über etwas aus zu ruhen…", Damien sprach weiter, ohne sich von irgendwelchen Kommentaren aus der Ruhe bringen zu lassen, "... oder aber ich werfe dich über meine Schulter und trage dich zum Auto. Du hast die Wahl." Sein Tonfall war gewohnt nüchtern, nahezu freundlich, seine Körperhaltung beinahe enervierend gelassen, während er die Frau vor sich aufmerksam betrachtete. Sie sollte nicht auf die Idee kommen, weg zu laufen - er war ohnehin schneller als sie, und das hatte sicherlich nichts mit ihrer Prothese zu tun. Er lief nur einfach gerne, regelmäßig und viel und hatte alleine durch seine langen Beine einen Gewissen Vorteil.
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BeitragThema: Re: Sidewalk Restaurants & Cafés   Di 21 Jun 2016 - 20:19

Ash biss die Zähne zusammen. Jep… das war nicht gerade die beste Antwort gewesen. Ihr machte es sogar ein wenig Angst, wie Damien dort so ruhig saß und sie aus zurückgelehnter Pose ansah. Es hätte ihr wohl besser gefallen, wenn er sie mit erhobener Stimme angefahren hätte. Oder irgendeine andere Emotion, die nicht kühl und geschäftsmäßig war.

"Ein Kompromiss." Sie war sich nicht sicher, ob sie seine Art von Kompromiss hören wollte. Die Brünette war misstrauisch und das zu recht. Als er mit seinen 'Kompromissen' rausrückte, schnaubte Ash nur und blieb bei ihrer sturen und schmollenden Position. Das war keine saubere Sache und vor allem zielte alles darauf ab, dass sie jetzt nach Hause müsste.
"Neeee… garantiert nicht. Versuchs nochmal, und dieses Mal mit einem Vorschlag, der nicht beeinhaltet, jetzt schon nach Hause zu gehen. Wir haben gerade mal Mittag!" Was war sie? Ein kleines Kind? Über den Geisteszustand, sich wie eines behandeln zu lassen, war sie schon ein paar Jahre hinweg. Auf die Idee wegzulaufen, kam sie nicht. Tausendfach mit diversen 'Brüdern' erprobt und daran gescheitert, Ash hatte bessere Chancen auf einen Sieg nach Punkten, wenn sie einfach sitzen blieb. Zumal sie ebenfalls ein kleines Händchen für Verhandlungen hatte.
"Ich sehe nicht, wie mir das einen Bonus gibt. Schließlich fühle ich mich gut und das solltest du auch den gesamten Vormittag über gemerkt haben." Gut, da war sie vielleicht ein bisschen fitter gewesen als gerade im aktuellen Moment, eine Tatsache, die Ash gewillt war zu übergehen, sofern sie dafür nicht nach Hause musste.
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BeitragThema: Re: Sidewalk Restaurants & Cafés   Di 21 Jun 2016 - 20:41

Noch immer ruhte Damiens ruhiger, gelassener Blick auf der jungen Frau, als diese temperamentvoll aufbrauste - ohne ihn im geringsten damit zu beeindrucken. "Es ist typisch für Fieber, dass es gegen Nachmittag und Abend steigt und es einem zuvor noch relativ gut gehen kann. Was die letzten Stunden war, ist mir jedoch relativ gleichgültig - gerade wirkst du auf mich nicht besonders fit, außerdem hast du Schüttelfrost. Ein Zeichen dafür, dass dein Fieber schnell - und womöglich auch hoch - steigt." Die Bedienung kam und Damien beglich zuerst die Gesamtrechnung samt Trinkgeld, nur für den Fall, dass er Ash tatsächlich gleich zum Auto tragen musste. Erst dann widmete er sich wieder seiner doch etwas bockigen Begleitung. Dumm nur, dass er eindeutig in der besseren Position war - auch wenn Damien nicht danach aussah, war er doch muskulös genug, um Ash problemlos über seine Schulter zu werfen und zu tragen. Und wenn sie es ihm nicht zutraute, weil er eine eher schlanke Statur hatte… nun in diesem Fall war sie einfach selber Schuld.

"Wir können trotzdem noch etwas Zeit verbringen, wenn du möchtest. Reden, einen Film sehen, oder etwas dergleichen. Allerdings habe ich wenig Interesse daran, dich in diesem Zustand durch die Stadt laufen zu lassen. Am Ende brichst du zusammen, weil das Fieber zu hoch steigt. Darauf würde ich gerne verzichten. Zumal es wenig Sinn für uns beide macht, wenn du die ganze Zeit am Frieren bist - trotzt Sonne, hoher Temperaturen, dicker Kleidung - und Decken." Sein Tonfall war noch immer ruhig, seine gesamte Körperhaltung drückte ruhige, selbstsichere Gelassenheit aus, während sein aufmerksamer Blick weiter auf ihr ruhte. "Also - bist du nun vernünftig, oder soll ich dich tragen?", stellte er sie ein letztes Mal vor die Wahl - immerhin war die Rechnung nun beglichen.
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BeitragThema: Re: Sidewalk Restaurants & Cafés   Di 21 Jun 2016 - 21:34

All das kannte Ash natürlich und hatte beschlossen, diese Meinung als nicht notwendig abzutun und sie zu ignorieren. Ganz im Nick Fury-Style à la Avengers Teil 1. Stattdessen sah sie mit Adleraugen dabei zu, wie Damien zahlte, ein (vermutlich) großzügiges Trinkgeld daließ und sie dann wieder auffordernd ansah.
"Bessere Idee: Wir gehen zurück zum Wagen, wenn du dich besser fühlst, kannst du fahren - dir sei gesagt, dass ich eine extrem schlechte Beifahrerin sein kann -", fing sie an, während sie aufstand und die Decke von den Schultern gleiten ließ. "... und wir setzen unsere Tour fort." Die Brünette stemmte die Hände in die Hüften und sah den Geschäftsmann auffordernd an. Für einen kurzen Moment schloss sie die Augen, als ein heftiger Schauer über ihren Körper ging. Die Decke abzulegen war vielleicht keine so gute Idee.

Das nächste, woran sich Ash erinnerte, war der seltsame Blickwinkel auf den Boden als sie die Augen wieder öffnete. Hatte der Dreckskerl doch wirklich sein Versprechen war gemacht und sie über die Schulter geworfen! Sie selbst war davon so überrascht, dass ihr nur ein Quietschen über die Lippen kam. Damit hatte sie wirklich nicht gerechnet und erst recht nicht damit, dass Damien stark genug war, sie hochzuheben.
"Das war jetzt… unerwartet.", fasste sie ihre Ungläubigkeit noch einmal verbal zusammen. "Okay… 1 zu 0 für dich? Für ein weiteres Friedensangebot ist es wahrscheinlich zu spät?" Vermutlich schon. Zu gut, dass sie kein Panzertape in ihrem Auto hatte, welches Damien noch verwenden konnte. Immerhin würde sie nicht versuchen, durch Gegenwehr noch mehr Würde zu verlieren.
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BeitragThema: Re: Sidewalk Restaurants & Cafés   Mi 22 Jun 2016 - 5:08

Was auch immer Ash für eine Frau sein mochte - Vernunft gehörte sicherlich nicht zu ihren Hauptmerkmalen. Zumindest nicht in diesem Augenblick. Stattdessen stand sie auf und erklärte, dass sie die Tour fort setzen würden - und begann im nächsten Moment erneut heftig zu zittern. Nun, ich habe ihr die Wahl gelassen, dachte er trocken, ehe er aufstand, Ash an der Hüfte griff und sie in einer festen, sicheren Bewegung über seine Schulter warf - während sie nur ein ersticktes, überraschtes Quietschen von sich gab. Immerhin fing sie nicht an zu schreien und zu zappeln, sondern hielt still - vielleicht war sie doch nicht gänzlich unvernünftig. Tatsächlich lenkte sie sogar ein, was ihn dazu brachte, leise und melodisch zu lachen.

"Wenn du mir versprichst, brav und vernünftig zu sein und dich den Nachmittag über aus zu ruhen und die restliche Stadtführung auf einen anderen Zeitpunkt zu verschieben, lasse ich dich wieder runter. Also, wirst du vernünftig sein?" Sein Tonfall war freundlich, nahezu zuvorkommend, seine Körperhaltung trotz der Frau über seiner Schulter entspannt, während er darauf wartete, dass seine Begleitung eine Entscheidung traf.

Wenn sie zustimmte, würde er sie runter lassen und sie konnten planen, was sie mit dem angebrochenen Tag anfingen - es gab sicherlich auch noch andere Dinge, die man unternehmen konnte, und es war sicherlich bequemer für sie, selbst zu laufen. Und für ihn natürlich auch. Oh, er könnte sie natürlich auch zum Auto tragen. Vielleicht nicht so zügig, wenn sie zappelte, und auch nicht, wenn Passanten davon ausgingen, dass er sie entführen wollte, aber alleine von seiner körperlichen Konstitution wäre er sicherlich dazu in der Lage. Spielend vielleicht nicht, sie ein solches Stück zu tragen war sicherlich anstrengend - aber er konnte zumindest, wenn er wollte. Aber es gab zumindest noch einen kleinen teil in ihm, der darauf hoffte, dass sie vielleicht wenigstens ein wenig Vernunft besaß.
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BeitragThema: Re: Sidewalk Restaurants & Cafés   Mi 22 Jun 2016 - 10:30

"Vernunft? Hah! Ich lach ihr ins Gesicht!" Vermutlich würde Manuel Torres diesem Mann den höchstmöglichen Orden von Spanien verleihen, sollte er es schaffen, seiner Tochter noch so etwas wie Vernunft einzutrichtern. Dazu hatte er sie früher viel zu oft von der Polizeiwache (meist in Begleitung eines oder mehrerer männlicher Delaney-Zugehöriger) abholen müssen. Sie würde wohl auf der Schulter bleiben müssen. Vorerst. Auch wenn es auf dem Boden sicherlich bequemer wäre.
"Ich genieß dann solange die Aussicht von hier oben. Schon erstaunlich. Wie kommt ihr nur mit der dünnen Luft hier oben klar?" Sieg nach Punkten war angesagt: Wie lange würde Damien wohl aushalten, bis er sie runterlassen musste? Es würde ein spannendes Projekt sein, dies herauszufinden. Von Rafe wusste sie es, aber der war ja auch ein trainierter Quarterback mit entsprechender Muskelmasse. Vermutlich würde der Geschäftsmann hier sie dennoch überraschen.

"Sag mal… nur so nebenbei. Kann es sein, dass wir verfolgt werden? Jetzt nicht von Kriminellen - eher so nem Typ mit der Kamera?" Vorher war es ihr nicht aufgefallen, jetzt hingegen und aus diesem Blickwinkel heraus… Doch, könnte tatsächlich ein Paparazzi sein. Es wäre ihr egal, schließlich war sie schon auf einigen Fotos mit einem anderen Prominenten, irgendein unprofessionelles Klatschblatt hatte sie sogar schon einmal für eine Nebenbuhlerin ihrer Stiefmutter gehalten, da würden ein paar weitere Schlagzeilen mehr auch nicht schaden. Zumal es ja nie so war, wie die Presse es hinstellte. Mit nem Promi zusammensein? Viel zu anstrengend. Aus dem Grund war sie ja auch ursprünglich mal Taxifahrerin geworden anstatt Jet-Set-Girl.
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BeitragThema: Re: Sidewalk Restaurants & Cafés   Mi 22 Jun 2016 - 19:45

Natürlich war sie nicht vernünftig. Damien schüttelte leicht den Kopf, rückte sich die Frau auf seiner Schulter noch einmal zurecht und lief los, ohne sich besonders beeindruckt davon zu zeigen, dass ihm der ein oder andere merkwürdige Blick zugeworfen wurde. Wenn sie sich friedlich verhielt und es ihm auf der Schulter zu unbequem wurde, konnte er sie irgendwann auch vor seinem Oberkörper tragen, auch wenn er davon sicherlich schneller müden würde. "Ach, man gewöhnt sich an die Luft. Ich hatte ja ein paar Jahre Zeit dazu. Zumal ich so im Sitzen effektiver arbeiten kann, da ich gänzlich andere Druckverhältnisse gewohnt bin." Er antwortete gewohnt staubtrocken, sich absolut bewusst darüber, dass es Unsinn war - und die paar Zentimeter, die er größer war als Ash, absolut nichts an dem Sauerstoffpartialdruck der Luft änderte.

Auf ihre Frage folgte nur ein lapidares Schulterzucken, welches sie nicht sehen, aber sicherlich spüren konnte. "Schlagzeilen damit zu machen, dass ich Frauen abschleppe, gehörte eigentlich nicht zu meinen erklärten Zielen in Dallas - aber auch negative Aufmerksamkeit ist Aufmerksamkeit." Gut, Damien hatte einen Ruf zu verlieren - allerdings interessierte ihn sein Ruf in solchen Momenten tatsächlich eher beiläufig. "Sollte dir schwindelig oder schlecht werden, meldest du dich bitte." Er fügte es beiläufig hinzu - immerhin hing sie halbwegs über Kopf, hatte vermutlich Fieber und er war nicht erfreut über die Aussicht, dass sie ihm auf sein Jackett kotzte - zumal es ihm in dem dicken Stoff mit Ash über der Schulter ohnehin zu warm war. Die Frau strahlte eine Wärme ab, das war sicherlich nicht gesund! Dennoch riskierte er einen kurzen, beiläufigen Blick nach hinten, als er um eine Ecke bog, und konnte sehen, dass es sich sicherlich nicht um einen Paparazzi, sondern sicherlich eher um einen Tourist handelte, da er ihnen nicht weiter folgte, und auch der Abstand nicht ganz stimmte. Wirklich sicher sein konnte er sich allerdings erst, wenn er die Nachrichten der nächsten Tage verfolgt hatte.

Der Weg führte sie an Vanguard Fonds vorbei und einen kurzen Moment bedauerte Damien, dass er noch zu wenig Mitarbeiter hatte, als dass sich ein eigener Betriebsarzt auf dem Firmengelände oder zumindest eine angestellte Krankenschwester lohnen würde. Die größeren Firmen seines Vaters besaßen diesen Luxus - und er wäre sich sicherlich nicht zu schade gewesen, Ash vom Arzt seiner Firma durch checken zu lassen. So blieb ihm allerdings nur die Möglichkeit, sie zum Auto zu tragen, welches glücklicherweise nicht zu weit entfernt stand. Auch wenn die letzten Meter vermutlich eher eine Frage seines Stolzes und seiner Sturheit sein würden, doch so war es beim Sport eigentlich immer - wenn man immer sofort an dem Punkt aufgab, an welchem es anstrengend wurde, so erreichte man nie die Leistungen, zu welchen man eigentlich in der Lage war. Wenn es nur nicht so warm wäre!

Nach etwa zwei Dritteln der Strecke, und einigen alarmierten und befremdlichen Blicken, hob er sich Ash von der Schulter vor sich in die Arme, einen Arm unter ihren Knien, den anderen im Rücken, während er darauf achtete, dass er ihr weder weh tat, noch aus Versehen ihre Prothese verlor. Nur die leicht schimmerten Schweißperlen aufs einer Stirn verrieten, dass Ash eben kein Fliegengewicht, sondern eine erwachsene Frau war, ansonsten war seine Miene still und unbewegt wie immer. "Noch alles gut bei dir?" fragte er höflich, während er seinen Weg fort setzte und bereits die Straße sehen konnte, in welchem ihr Auto stand - welches er selbstredend fahren würde.
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BeitragThema: Re: Sidewalk Restaurants & Cafés   Do 23 Jun 2016 - 14:06

Während Damien sie so durch die Straßen schleppte, winkte sie vor allem den seltsam guckenden Menschen und den kleinen Kindern mit einem fröhlichen Lächeln zu. Ja, sie gewann den seltsamsten Situationen an manchen Tagen noch eine Extraportion Humor ab. Der Stalker war doch kein Stalker, sondern nur ein Tourist ohne Anhang.
"Na, wer schafft es schon, Frauen auf diese Art abzuschleppen, während sie den Journalisten noch freundlich zuwinkte?", antwortete Ash mit einem Grinsen auf den Lippen, als ein Kind ihr fröhlich lachend zurück winkte. Zu schade, sie hätten vielleicht eine Schlagzeile im 'Dallas Hautnah'-Bereich des Newsflash bekommen. "Du standest wenigstens nicht schon wegen seltsamen Verleumdungen bezüglich eines Kultes und deren Riten in der Zeitung. Wenn ich auch nicht namentlich erwähnt wurde, bin ich mir ziemlich sicher, dass ich damals gemeint war." Von daher würde sie so etwas als deutliche Verbesserung ansehen. Und ja, versicherte sie ihm, sie würde sich melden, wenn ihr Körper beschloss, noch andere Reaktionen als Fieber zu zeigen.

Fast sah es so, als würde es ein Sieg nach Punkten werden, in der 'Ich trag dich, damit du nicht wegläufst'-Angelegenheit. Damien holte sie freiwillig zurück auf den Boden der Tatsachen (oder Pflastersteine, wie man es auch immer sehen wollte) - ehe sie sich doch wieder von diesem verabschieden musste und wie eine Braut in seinem Armen hing. Toll. Einfach nur toll., dachte sie sarkastisch. Sie waren nur noch eine Straße von ihrem Auto entfernt. Ash kramte in ihrer Tasche, die sie nun wieder in Greifweite hatte, und hielt Damien schließlich kampflos den Schlüssel hin.
"Ich hab was gegen MacGyver-Spielchen an meinem Auto. Und ja, mir gehts soweit immer noch gut.", antwortete sie brav der 'Mama'. Zumal sie sich nicht sicher war, ob der Geschäftsmann die notwendigen Kenntnisse zum Kurzschließen eines Autos besaß. "Oh man, ich hätte nicht gedacht, dass ich diese Frage jemals wieder jemanden stellen würde: Zu mir… oder zu dir?" Ashs Gesicht verzog sich. Ja, auch in einem platonischen Kontext war die Frage nicht so prickelnd. Zumindest für sie.
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BeitragThema: Re: Sidewalk Restaurants & Cafés   Do 23 Jun 2016 - 20:12

Damien kam nicht umhin sich zu fragen, ob es sich wohl doch lohnen würde, Jemanden auf Ash an zu setzen - einfach nur, um ein paar mehr oder weniger nette Schlagzeilen über sie zu lesen und sich darüber zu amüsieren. Andererseits besaß die Frau in seinen Armen genug Selbstironie, damit er, wenn er weiter Kontakt mit ihr pflegte, vermutlich noch die ein oder andere Geschichten zu hören bekommen würde. Zumindest nahm sie diese Situation ausgesprochen gelassen hin, während sie nun ihren Schlüssel aus ihrer Tasche heraus kramte, da sie keinen Wert darauf zu legen schien, dass er ihr Auto knackte. Etwas, das ohnehin nicht im Spektrum seiner geringen mechanischen Möglichkeiten lag - er war froh, dass er die meisten Grundlegenden Dinge selbst hin bekam, und das überwiegend auch nur, weil er es verabscheute, in einer Ausnahmesituation nach einer vollkommen intolerablen Wartezeit mit inkompetenten Personal konfrontiert zu sein, welches meist auch nur Dinge tat, die in vielen Fällen auf ein 'formidable, das hätte ich auch alleine gekonnt' hinaus liefen.

Als sie weiter sprach, zuckte es tatsächlich um seine Mundwinkel. "Wenn du möchtest, können wir zu mir. Ich hatte noch nie Besuch, aber ich habe ein bequemes Sofa, das sicherlich für uns beide reicht." Er kam nun beim Auto an und blieb davor stehen. "Ich lasse dich jetzt runter. Ich gehe zwar nicht davon aus, dass du vor deinem Auto davon laufen möchtest, aber falls doch… versuche es erst gar nicht. Ich bin schneller als du." Es war ihm egal, wie schnell Ash laufen konnte, oder auch nicht - wenn sie nicht gerade heimlich auf Wettberwerbsniveau laufen ging, würde er sie einfangen. Er war ein guter Dauerläufer und hatte auch schon an Stadtläufen und dem ein oder anderen Halbmarathon für gute Zwecke teil genommen, er war auf Langstrecken nicht unbedingt schnell, doch geübt - und schon zu Schulzeiten ein guter Sprinter gewesen. Ash hatte keine Chance. Nachdem er eine Antwort bekommen hatte, die er einfach als Zustimmung auffasste, setzte er sie ab und nahm im selben Moment den Schlüssel an sich. "Also, möchtest du nach Hause, oder meiner Bleibe noch einen weiteren Besuch abstatten und sie von innen sehen?"
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Sidewalk Restaurants & Cafés
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