Dallas bei Nacht
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 Sapphire Alley

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BeitragThema: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptyMi 11 Feb 2015 - 7:00

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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptySa 16 Jul 2016 - 11:59

Nun, so gut wie er seine Skills eingeschätzt hatte, waren sie wohl doch nicht. Mit einem starken russischen Akzent hörte es sich sogar noch schlimmer ein. David fuhr sich mit den Fingern durch die Haare und kratzte sich an der Kopfhaut.
"Sie nehmen mir vermutlich nicht ab, dass es ein üblicher Fluch hier in Texas ist?", sagte er und ein verunglücktes Lächeln huschte über seine Lippen. So ungläubig wie ihre Stimme geklungen hatte und was ihre Körperhaltung darüber hinaus ausdrückte - eher nicht. "Entschuldigung. Früher hat das Verschleiern von Flüchen wesentlich besser geklappt." David ließ seine Hand wieder sinken und stemmte sie, ebenso wie die andere, in die Hüfte.

Er musste sich etwas konzentrieren, um die Frau, die allem Anschein nach 'Sasha' hieß, zu verstehen. Sie schien noch nicht lange Englisch zu sprechen, dementsprechend bunt gemischt war ihre Grammatik, einmal ganz davon abgesehen, dass sie nicht in der ersten Person von sich sprach - und er konnte sich nicht vorstellen, dass es im Russischen anders war als im Englischen. David wusste nicht recht, ob er sie nun korrigieren sollte oder nicht und entschied sich dagegen, da es ja eigentlich nur eine rein zufällige Begegnung war und er sie vermutlich nicht wieder sehen würde. Auch wenn für Dallas 'sag niemals nie' eine ganz andere Bedeutung hatte.
Sein Gesicht entspannte sich bei ihren Worten ein wenig und er war sehr dankbar, dass sie ihn verstand, obwohl er gar nichts gesagt hatte. Oder war einfach seine Mimikbeherrschung nicht so professionell wie sonst?
"Laterne.", sprang es ihm aus dem Mund, ehe er es verhindern konnte. David strich sich über den Bart, ehe er genauer erklärte. "Das 'Draußen-Licht' ist eine Laterne." Seine Hand wanderte in den Nacken, als er weitersprach. "Vielen Dank. Und wenn Sie doch einmal Hilfe brauchen... wir von der Polizei helfen Ihnen gerne weiter. Einen schönen Abend auch Ihnen noch; und laufen Sie bitte nicht noch einmal gegen eine Laterne, Sasha." Ein breites Lächeln gin über seine Lippen, eines, das auch wirklich seine Augen erreichten und sie für einen Moment so leuchten ließen, wie sie es normalerweise taten. Die Hand, die sich im Nacken befand, erhob er schließlich zum Abschiedsgruß, ehe er seinen Weg in jene Richtung fortsetzte, die ihm zu seinem besten Kumpel in Nöten führte.

TBC: Geschäftsviertel - Hotel - Hotelbar im Keller
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptySa 16 Jul 2016 - 13:45

3 verpasste Anrufe von Alexej Kalinin

2 Nachrichten von Alexej Kalinin

SMS an Sasha Pajari
Alles in Ordnung? Du hast angerufen und jetzt erreiche ich dich nicht. Melde dich ASAP. A.


SMS an Sasha Pajari
ASAP heißt as soon as possible (so schnell wie möglich). A.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptySa 16 Jul 2016 - 14:24

Das verunglückte Lächeln in Kombination mit den traurigen Augen liess Sasha noch sanfter Lächeln. "Texas seltsam. Verdammter Hurrikan passen zu seltsamen Texanern", erklärte sie fröhlich und gut gelaunt, während sie mit einem Nicken anzeigte, dass sie sich merken würde, was er ihr sagte - Laterne, ja, das Wort kannte sie. Und eigentlich wusste sie es auch, ihr war es nur gerade nicht eingefallen. Dann legte sie erneut den Kopf schief. Polizei? Uh. Sasha hatte sich in ihrem Leben bisher immer von der Polizei fern gehalten - aus guten Gründen - aber er wirkte so nett wie sein russischer Kollege, der sanft und mitfühlend die Befragungen im Krankenhaus gemacht hatte. "Nein, Sasha nicht mehr laufen gegen Laterne. Oder nicht mehr versuchen." Sie lachte, melodisch und ehrlich und schenkte ihm ein breites, strahlendes Lächeln, mit dem sie das seine erwiderte - das ihm deutlich besser stand als der nachdenkliche Blick, während sie ebenfalls ihre Hand zum Abschied hob.

Dann sah sie ihm einen Moment lang nach, ehe sie den Kopf schüttelte. "Verdammter Hurrikan", murmelte sie erneut, wobei es ausgesprochen niedlich klang bei ihrem russischen Akzent. Lächelnd schüttelte sie den Kopf und beschloss, dass es ihr neuster Lieblingsfluch sein würde - egal, ob dieser jetzt Sinn machte, oder nicht. Sie richtete noch einmal ihren Rock und griff in ihrer Tasche, um das Buch wieder heraus zu holen, wobei ihr das Handy in die Hände fiel, das sie eigentlich immer mit dabei hatte. Tatsächlich fand sie ein paar verpasste Anrufe und zwei SMS von Aljosha. Sie suchte sich eine ruhige Ecke, die nicht mitten in der Sonne war, und lehnte sich an eine Hauswand, während sie auf 'Anrufen' drückte und dann dem Tuten lauschte, abwartend, ob der Russe dieses Mal dran gehen würde - andererseits war die SMS auch noch nicht so lange her. Und er hatte ja darum gebeten, dass sie sich sofort meldete, richtig?

Allerdings war Sasha Niemand, der einfach so ruhig stehen konnte, weswegen sie einen Moment später bereits wieder lief, das Telefon an ihrem Ohr und wenig auf ihr Umfeld achtend, während sie darauf wartete, dass der erste Mensch, den sie in Dallas kennen gelernt hatte, sich am Telefon melden würde.

Anruf von Sasha Pajari an Alexej Kalinin
TBC: Dallas - Nightlife - Queen's Casino - Bar
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptySa 16 Jul 2016 - 21:14

Einstiegspost

Nachdem die meisten seiner Kisten nach dem Umzug ausgepackt und ihr Inhalt in den Schränken Platz gefunden hatten, hatte Jareth beschlossen sich die Innenstadt näher anzusehen. Er hatte diverse Orte bereits im Internet entdeckt, wollte sich aber nun ein genaues Bild von seiner Umgebung machen. Außerdem konnte es nicht schaden sich bereits nach einem neuen Job umzusehen und zu diesem Zweck vielleicht diverse Einrichtungen aufzusuchen.

Aufregung und Neugier hatten ihn gepackt, sobald er sich in der Innenstadt befunden hatte. Neue Eindrücke strömten auf ihn ein, forderten seine ganze Aufmerksamkeit und er liebte es. Kleinstädte, wie die, in denen er zuvor gelebt hatte, besaßen zwar auch einen gewissen Charme, kamen aber nicht an eine lebendig pulsierende Stadt wie Dallas heran. Eine Stadt, die wohl niemals zu schlafen schien, klang wie ein Ort, an dem er sich wohl fühlen könnte. Zumal es für nächtliche Jagden sicherlich genug Wälder gab.

Jareths Erkundungstour führte ihn schließlich in die Sapphire Alley, wo erstaunt feststellte, wie viele Leute sich dort tummelten wie ein Haufen Ameisen. Doch Menschenmengen waren noch nie ein Problem für ihn gewesen, ob in der Manege oder außerhalb davon. Wer ihm nicht schnell genug auswich, wurde kurzerhand beiseite geschoben - abhängig von seiner Laune sanft oder eben auch nicht. Sich Platz verschaffen zu können gehörte immerhin dazu, wenn man jahrelang im Sicherheitsdienst tätig war.

Was ihm in diesem Moment jedoch rasant vor die Füße lief und an seinem Körper abprallte, war nichts womit er gerechnet hatte. Demnach reagierte er dieses Mal entsprechend langsam und Jareth konnte nicht verhindern, dass sein Kollisionspartner mit dem Hintern voran auf dem Boden aufschlug. Als er erkannte, dass es sich um eine Frau handelte, überkam ihn ein schlechtes Gewissen und er ging in die Hocke, um ihr seine Hand anzubieten. Gesten wie diese fielen ihm inzwischen leicht, besonders bei hübschen Frauen.

"Haben Sie sich verletzt?", erkundigte er sich mit dem -wie er hoffte- angemessenen Maß an Zerknirschtheit.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptySo 17 Jul 2016 - 17:36

Anruf an Alexej Kalinin beendet.
CF: Dallas - Nightlife - Queen's Casino - Bar

Während sie gewartet hatte, war sie einfach weiter gelaufen, zu einem belebteren Teil der Straße, als sich Alexejs Stimme am Telefon meldete - und sie anschnauzte, statt sich mit Namen zu melden, wie sie es erwartet hatte. Einen Augenblick war Sasha tatsächlich perplex, was sich durch die plötzliche Stille an ihrem Ende der Leitung andeutete, den Moment des inne haltens, ehe sie zu sprechen begann, auf die fröhliche, unbeschwerte Art, die ihr zu eigen war, und in gewohntem, fließendem Russisch - wie schön, endlich mal wieder richtig mit jemandem zu sprechen! "Aljosha, es tut mir Leid. Aber mir geht es gut! Ich habe nur ganz tolle Neuigkeiten, ich.. oh!"

Ohne auf die Straße zu achten, zus ehr mit dem Telefon beschäftigt, hatte sie dieses Mal nicht auf geblickt und war in etwas - oder eher jemanden - hinein gelaufen, der plötzlich wie ein Schrank vor ihr aufgeragt hatte. Ohne sich halten zu können, landete sie das zweite Mal an diesem tag auf ihrem Hintern, während ihr das Telefon aus der Hand fiel und - ganz nach der Manier alter Telefone - in Vorderteil, Rückwand und Akku auseinander sprang, ohne ansonsten erkennbaren Schaden zu nehmen. "Verfluchter Hurrikan!", rief sie mit ihrem schweren, russischen Akzent aus, ihr Vorhaben diesbezüglich direkt in die Tat umsetzend, während sie erneut schmollte.

Verflixt, was war das nur für ein Tag! Erst gegen die Laterne, dann gegen einen Mann, und das gespräch mit Aljosha war ja jetzt wohl auch unfreiwillig beendet. "Nein", erklärte sie ebenfalls zerknirscht, als ihr Kollisionspartner ihr die Hände reichte und sie sich auf helfen liess, ehe sie sich den Staub von ihrem Kleid strich und noch mehr schmollte. "Verletzt nur Sasha Stolz. Rest nicht sein aus Zucker." Sie schüttelte den Kopf. "Heute Sasha sehr ungeschicklich! Entschuldigen, bitte." Sie seufzte und strich sich eine braune Haar strähne hinter das Ohr, während sie zu dem Unbekannten aufblickte. Man, war der groß! Er überragte sie deutlich, tatsächlich reichte sie ihm kaum bis zur Schulter, mit den nahezu dreissig Zentimetern, die sie kleiner war, als er. Kein Wunder, dass es sich angefühlt hatte, als sei sie gegen eine Wand gelaufen!

Trotzdem bückte sie sich noch einmal um die Einzelteile ihres Telefons zusammen zu sammeln. Wenn sie gleich nochmal bei Alexej anrief, nahm sie sich still vor, würde sie das Telefon direkt eine Armeslänge von sich weg halten. Wenn er eben schon unbegeistert gewesen war, würde er sie jetzt ganz sicherlich anbrüllen. Ob es wohl besser wäre, noch ein bisschen zu warten, bis er sich abreagiert hatte? Oder sollte sie direkt zurück rufen? Andererseits widmete sie ihre Aufmerksamkeit lieber erst einmal dem lebendigen Kleiderschrank, alles andere wäre einfach sehr unhöflich. Wenn sich dieses Intermezzo eben so kurz gestaltete, wie das mit dem vermutlich-Polizisten mit den Problemen und den Husky-Augen, war dann noch immer genug Zeit, Aljosha nochmal an zu rufen und sich von ihm anbrüllen zu lassen.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptySo 17 Jul 2016 - 19:16

Jareths dunkle Augenbrauen schossen in die Höhe, als die Frau, mit der er zusammen gestoßen war, mit einem sehr eigentümlichen Fluch zu Boden geht. Verfluchter Hurrikan? Eine solche Redensart war ihm nie zuvor zu Ohren gekommen. Vielleicht war das aber in Dallas nicht unüblich. Hm...Den Spruch sollte er sich jedenfalls für andere Gelegenheiten merken. Vielleicht fiel er dann als Neuling in der Stadt weniger auf.

Er ging in die Hocke, um ihr seine Hand zu reichen, während er sich nach möglichen Verletzungen erkundigte. In so einer Situation hatte er sich noch nie befunden und ihm ist noch nicht ganz klar, was das Protokoll in so einem Fall verlangte. Ihr seine Hilfe beim Aufstehen anzubieten kam ihm allerdings legitim vor. Zu seiner Erleichterung verneinte sie seine Frage und nahm das Angebot seiner Hand an, sodass sie wenig später neben ihm stand.

Sein Blick glitt langsam über ihren Körper, der erstaunlich kurz im Vergleich zu seinem war. Sie ging ihm nicht mal bis zur Schulter und wirkte dabei so zerbrechlich, dass es ihn nervös machte. Doch äußerlich blieb er gelassen, während sie sich den Schmutz von der Kleidung klopfte und vor sich hin schimpfte. Erst jetzt nahm er ihren russischen Akzent so richtig wahr und in seinen Ohren klang er sehr ansprechend, besonders die Art und Weise wie das R rollte. Es erinnerte ihn an das Schnurren seines Tigers.

Als sie beteuerte, dass der Rest von ihr -abgesehen von ihrem Stolz- nicht aus Zucker sei und daher wohl einiges abbekommen kann, legte er zweifelnd den Kopf schief. Es fiel ihm schwer das zu glauben, auch wenn ihr äußeres Erscheinungsbild -bis auf das bisschen Schmutz- diese Behauptung stützte.

" Sind Sie sicher, dass Sie sich nicht verletzt haben? Sie sehen so zart aus", hakte er nochmal nach, bevor ihm der Gedanke kam, dass das sehr taktlos klang.

Die Frau - die vermutlich Sasha hieß- bückte sich nach den Einzelteilen ihres Handys, für die er keinen Blick übrig gehabt hatte. Es schien nicht sehr gelitten zu haben, doch was Technik betraf war er kein Experte. Die Vorstellung, dass der Zusammenstoß, den er körperlich kaum wahr genommen hatte, ihr Handy kaputt gemacht haben könnte, missfällt ihm.

"Wenn es kaputt ist, kann ich helfen", fuhr er fort und streckte eine Hand nach dem Handy aus. Wie schwer konnte es schon sein ein paar Einzelteile zusammen zu setzen? Ohne auf ihre Erlaubnis zu warten, wie es ein höflicherer Mann sicherlich getan hätte, schnappte er sich die Teile einfach aus ihrer Hand und fing an zu puzzeln. Zuerst kam der Akku dran, denn den wieder einzusetzen ist wirklich ein Kinderspiel. Schwieriger waren eher Vorder- und Hinterteil, besonders wenn man solche Pranken wie er besaß. Doch er wollte unbedingt helfen.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptySo 17 Jul 2016 - 19:42

Sie sah zart aus? Sasha war einen Moment lang tatsächlich perplex - so perplex, dass sie sich gar nicht wehrte, sondern sich problemlos die teile des uralten Nokias aus den Händen nehmen liess. "Nein, Sasha nicht  zart. Sasha sein wie Panzer. Russische Panzer nicht gehen kaputt schnell!", versicherte sie ihm mit Nachdruck während sie dabei zusah, wie er das Telefon zusammen setzte. Sie war tatsächlich nicht zart, nicht wirklich, dafür besaß sie genug weibliche Rundungen - und doch konnte sie wenig daran ändern, dass sie zierlich wirkte, verletzlich - fast fragil. Noch zusätzlich unterstrichen durch das leuchtendbunte Hämatom, das sich um ihr linkes Handgelenk zog, das inzwischen zumindest nicht mehr so schlimm geschwollen war, wie den Tag danach. Dass sie sich mit ihren gerade einmal 164cm und vielleicht sechzig Kilo, mit ihrer Stupsnase und den großen, seegrünen Augen als 'russischen Panzer' bezeichnete, war daher durchaus amüsant. So gut Sasha darin sein konnte, andere mit ihrer ungezwungenen, fröhlichen Art zu überrollen, hatte sie mit einem Panzer dann doch nicht so viel gemein. Von der Herkunft - Russland - vielleicht einmal abgesehen.

Der perplexe Moment verstrich und mit sanftem, aber bestimmten Griff holte sich die Russin das Telefon aus den großen, starken Händen zurück. "Sasha machen das. Manchmal ungeschicklich und schon lassen fallen Telefon viele Mal. Inzwischen Übung in setzen zusammen richtig." Sie schenkte ihm ein fast scheues Lächeln, ehe sie sich unsicher auf ihre Unterlippe biss. "Heute sehr ungeschicklich. Erst laufen gegen dummes Draußen-Licht... Laterne.. und nun laufen gegen Schrankmenschen! Sasha hoffentlich nicht verletzten du?" Sie runzelte die Stirn. "Dich", korrigierte sie, unsicher, was genau jetzt richtig war. Es war so viel leichter in den Büchern, sie verstand es immer besser, aber sobald sie sprechen sollte, war es so schwierig, die richtigen Worte zu finden, die richtigen Formen - und sie auch noch richtig aus zu sprechen. Sie war selbstbewusst genug, um es trotzdem zu versuchen - letztendlich hatte sie ja auch kaum eine andere Wahl, sie musste Englisch sprechen, um sich zu verständigen - aber manchmal war es dennoch so unendlich frustrierend, wenn Niemand ihre gebrochenen Verständigungsversuche verstand.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptySo 17 Jul 2016 - 20:14

Den Kommentar zu ihrer unbestreitbaren Zartheit hätte er sich vielleicht sparen sollen, doch er lag ihm nun mal auf der Zunge und der Filter zwischen seinem Kopf und seiner Zunge funktionierte nicht immer ganz richtig. Jareth blinzelte mehrfach, nun ebenfalls perplex angesichts der Vehemenz, mit der sie abstritt, zart zu sein und hielt einen Moment in seiner Tätigkeit inne.

Der Vergleich mit einem russischen Panzer amüsierte ihn jedoch, weswegen er den Kopf in den Nacken legte und loslachte. Es klang nicht spöttisch, sondern ehrlich erheitert. Da er nun die Hände frei hatte, hob er sie kapitulierend vor sich in die Höhe und dann übereinander gelegt auf Brusthöhe.

"Okay, schon kapiert. Russischer Panzer schlägt einfachen Fußsoldaten"

Er wollte gerade fortfahren, als Sasha die Reste ihres Handys zurückeroberte und ihn wissen ließ, dass sie im Zusammensetzen bereits Übung hat. Das wollte er gar nicht bestreiten, denn ihre schlanken Frauenfinger schienen eine ideale Voraussetzung dafür zu sein. Ihr scheues Lächeln hörte er mehr, als dass er es sah, da sein Blick wie gebannt auf die Verfärbung an ihrem Handgelenk gerichtet war. Es tat ihrer Schönheit zweifellos keinen Abbruch, wirkte aber nichtsdestotrotz wie ein Fremdkörper, der nicht dorthin gehörte. Gewalt an Frauen konnte er noch nie leiden und danach sah es für ihn aus. Sein Unterkiefer verhärtete sich und ein Knurren saß in seiner Kehle fest.

Durch äußerste Selbstbeherrschung drängte er diese Empfindungen zurück, da ihm bewusst wurde, dass Sasha weiterhin zu ihm sprach. Am Rande bekam er mit, dass sie ihn als "Schrankmenschen" betitelte, was ihn erheitert hätte, wenn er ihr besser zuhören würde.

"Entschuldigung, wie war die Frage?", entgegnete er und fuhr sich mit der Hand durch die Haare. "Ob du mich verletzt hast? Kein Stück! Ehrlich gesagt, hätte ich es vermutlich kaum wahrgenommen, wenn du nicht gefallen wärst."

Mit einem sehr männlichen Grinsen fuhr er sich über seine Bauchmuskeln, die sich unter seinem verwaschenen Shirt abzeichneten. Doch dann wurde er wieder ernst und schaute mit einer Mischung aus Besorgnis und Ärger auf ihr Handgelenk.

"]Das gefällt mir nicht", sagte er und deutete mit dem Kinn darauf. "Wie ist das passiert?"


Zuletzt von Jareth Jones am Mo 18 Jul 2016 - 18:29 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptySo 17 Jul 2016 - 20:31

"Genau!", stimmte Sasha lachend zu, als der Schrankmensch erklärte, dass der russische Panzer den 'einfachen Fußsoldaten' schlug, wobei  bei dieser Gegenüberstellung vermutlich sicherlich nicht Sasha als 'der Panzer' durch gehen würde, wenn man einen Passanten danach befragte. Dass er Sasha bat, sich zu wiederholen, schob die Russin dabei eher auf ihr schlechtes Englisch, denn auf Ablenkung. "Ob Sasha haben verletzt dich?", wiederholte sie langsam und so deutlich wie möglich, wobei man mit ihrem russischen Akzent noch immer Wände einschlagen konnte - und sich das vermutlich auch nicht wirklich schnell ändern würde. Das Handy jedenfalls war wieder zusammen gesetzt, aber so wirklich traute Sasha es sich noch nicht, es wieder an zu schalten. Nicht, dass es direkt los klingelte, wenn sie noch gar nicht bereit war, sich von Alexej anbrüllen zu lassen.

Sie verfolgte stattdessen die männliche Geste, die derart arrogant und einfach nur männlich war, dass die Russin nur erneut kicherte - zumindest bis die Miene des Schranks wieder ernst wurde und er sie auf ihr Handgelenk ansprach. Sasha versuchte sich an einem unbeschwerten Lächeln, das ihr jedoch nicht ganz so gut gelang - weil man ihr einfach jeden Gedanken und jedes Gefühl an der Nasenspitze ansah, was sie zu einer grottenschlechten Lügnerin machte. "Sasha waren ungeschicklich. Nichts weiter wichtig." Es war wichtig gewesen, und definitiv nicht in Ordnung, allerdings war es ziemlich privat. Zumal die gebürtige Russin durchaus einsah, womöglich eine Grenze überschritten zu haben, welche die andere Frau ziemlich deutlich gemacht hatte. Aber Vivi hatte sich darum gekümmert und mit der anderen gesprochen, also würde Sasha es erst einmal auf sich beruhen lassen - und Englisch lernen, um sich irgendwann einmal vernünftig mit der anderen Frau aussprechen zu können. Und nicht weiter herum erzählen, dass ihr das andere Mädchen weh getan hatte, nachdem sie vorher schon so hässlich zu dem anderen Mädchen gewesen war - das inzwischen nicht mehr im Dashing Venue arbeitete.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptySo 17 Jul 2016 - 20:53

SMS an Sasha Pajari
Was ist passiert? Ruf mich bitte an, wenn du wieder Empfang hast! A.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptyMo 18 Jul 2016 - 18:28

Sashas Frage, ob sie IHN verletzt hatte, kam ihm vor wie ein Witz, denn seiner Meinung nach war kein Szenario denkbar, in dem sie ihn rein körperlich je weh tun könnte, selbst wenn er sich nicht zu verteidigen wüsste. Außerdem verstand er nicht, wie eine so kleine Person einigermaßen unbeschadet durch eine Großstadt wie Dallas marschieren konnte. Ihre Stärke musste wohl aus ihrem Inneren kommen, anders konnte er sich das nicht erklären.

Seine verneinenden Worten unterstrich er mit einer sehr männlich-arroganten Geste, in dem er über seine ausdefinierten Bauchmuskeln strich, die verrieten, dass sein Körper einiges vertragen konnte. Daraufhin fing sie an zu kichern, was Jareth zum Lächeln brachte und winzige Lachfalten um seine Lippen erscheinen ließ. Er mochte den Klang ihres Lachens und er schien zu ihr zu passen. Doch lange hielt die heitere Stimmung nicht, denn schon kam er wieder auf die blauen Flecken rund um ihr Handgelenk zu sprechen. Ein Detail, das er nicht länger ignorieren konnte.

Sasha meinte zwar, dass die Verletzung nur ihrer Ungeschicklichkeit zuzuschreiben sei, doch dafür war ihr unbeschwertes Lächeln zu wackelig. Jareth unterdrückte ein Knurren, weil sie nicht die Wahrheit sagte, doch ein Teil von ihm rief ihm ins Gedächtnis, dass er auch kein Anrecht auf die Wahrheit hatte. Wer war er denn schon? Ein Fremder, dem sie versehentlich vor die Füße gelaufen war und an den sie sich am Ende des Abends vielleicht gar nicht mehr erinnern würde.

" Ich glaube, du sagst nicht die Wahrheit", antwortete er, wobei er sich bemühte, nicht so anklagend zu klingen, wie die Worte es vermuten ließen. Aber direkt auszusprechen, was er dachte, war noch ein besonders beständiger Teil seiner Persönlichkeit

"Aber ich verstehe das. Du kennst mich schließlich nicht und weißt bestimmt nicht einmal, ob du mir vertrauen kannst. Das ist okay. Darf ich dir aber trotzdem meine Hilfe anbieten?", sagte er und seine dunkelgrünen Augen leuchteten auf, wie ein Kind, das ein an ihn gerichtetes Geschenk unter dem Weihnachtsbaum entdeckt hatte. " Ich kann dich beschützen. Und ich kann denjenigen finden, der dir das angetan hat und dafür sorgen, dass er nie wieder einer Frau weh tun wird"

Das Angebot kam ihm ziemlich leicht über die Lippen, denn Schwächere zu schützen entspringt einer Logik, die er sehr gut nachvollziehen konnte, obgleich er lange als Einzelgänger gelebt hatte und für niemanden als sich selbst verantwortlich gewesen war. Andererseits machte es Sasha einem auch nicht schwer in ihr jemanden zu sehen, den man instinktiv schützen wollte, selbst wenn sie überzeugt davon war, gut alleine zurecht zu kommen.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptyMo 18 Jul 2016 - 23:19

Wie so oft konnte man der Russin ihre Gedanken und Gefühle an ihrer sommersprossigen Nasenspitze ansehen - in diesem Augenblick, wie ertappt sie sich fühlte, als der Fremde erklärte, dass er glaubte, dass Sasha nicht ganz die Wahrheit sagte. Gut, es war ja auch geschwindelt. Ein bisschen. Oder etwas mehr. Als er dann weiter sprach, dass er ja quasi ein Fremder war und sie keinen Grund hatte, ihm zu vertrauen oder etwas von sich zu erzählen, fühlte sie sich noch mehr betroffen, weil er einerseits recht hatte, aber andererseits war es eine Sache, einfach etwas zu verschweigen und eine andere, zu schwindeln. Allerdings überschritt er dann mit seinem Angebot doch eine Grenze, weil die Russin sich selbst eigentlich als Jemanden verstand, der bisher immer gut allein zurecht gekommen war. Und selbst, wenn sie manchmal von einem starken Traumprinzen wie in den Büchern träumte, war sie doch eine selbstbewusste junge Frau, die keinen Beschützer brauchte. Auch nicht, wenn er so groß und beeindruckend war, wie der Schrank vor ihr.

"Uh, Sasha nicht brauchen Schrank zu beschützen! Und Niemand zu finden denjenigen der das getan hat Sasha wissen, wer getan hat. Blondes Mädchen. Sasha waren ungeschicklich. Hatten Streit. Andere Frau greifen Handgelenk und tun weh. Sasha haben Sache geklärt und nicht brauchen nochmal jemand reden mit blonde Mädchen - oder nicht brauchen Beschützer." Sie pustete ihre Backen auf und erneut zierte ein Schmollen ihr zierliches Gesicht, wobei sie trotz der in die Hüften gestemmten Hände alles andere als beeindruckend wirkte - und ihr Tonfall auch nicht wirklich dazu beitrug, weil sie mit dem schweren Akzent und ihrer melodischen, sanften Stimme kaum wirklich böse klang. Zumal sie nicht einmal wirklich böse war, sie wollte dem Mann nur klar machen, dass sie ein großes Mädchen war und auf sich selbst aufpassen konnte. Selbst, wenn das andere Menschen womöglich anders sahen.

"Sasha nicht sein aus Zucker. Können helfen selbst. Sasha wissen wirklich zu schätzen Angebot für hilfen und beschützen, aber nicht brauchen." Ihr Blick wurde allerdings im nächsten Moment wieder sanfter, verständnisvoller. "Sasha verstehen dass Hand aussehen wie schlagen von bösen Mann oder brutale Freund, aber wirklich nur Streit mit andere Frau und Sasha klären Streit bereits." Sie verstand es wirklich - und war sogar froh, dass es Männer wie ihn gab, denen solche Dinge auffielen, und die entsprechende Frauen beschützen wollten. Männer, die für eine Frau einstanden, und sie vielleicht vor ihrem gewalttätigen Freund oder Mann beschützend, allerdings war die junge Russin davon nicht betroffen. "Aber Sasha finden wichtig und ganz.. sehr.." Sie runzelte die Stirn, während sie nach einem Wort suchte, das mehr als ein einfaches 'gut' ausdrückte, wie großartig, toll, kostbar und ehrenhaft sie es fand, dass der Fremde so für sie einstand. Aber ihr fiel nichts ein. "... ganz sehr toll, dass dir du.. dich dir.. dich du einsetzen für Frauen." Sie blickte zu ihm auf, während ihre Miene vielleicht noch mehr als ihre Worte ausdrückte, dass sie es wirklich beeindruckend fand und zu schätzen wusste. Dann blickte sie auf ihr Telefon und seufzte.

"Sasha kennen viel Männer mit Wunsch zu beschützen wollen Sasha. Sasha müssen anrufen Freund ASAP." Sie nutzte ganz bewusst die Worte, die er in seiner SMS verwendet hatte. "Er sicher brüllen Sasha an für müssen Sorgen." Sie verzog das Gesicht, lächelte jedoch im nächsten Moment wieder. Weil es trotzdem irgendwie schön war - schön, dass jemand sie mochte und sich um sie sorgte. Dadurch fühlte sie sich gleich viel weniger verloren. Besonders, weil er sie verstand, er ihre Sprache sprach und sie nicht um jeden Satz herum eiern musste und am Ende doch kaum zu verstehen war. "Hoffen nicht nehmen übel wenn Sasha telefonieren? Und oh, Sasha Name ist Sasha. Offensichtlich. Großer Schrankmensch hat auch Namen und verraten wollen einer Fremden mit nicht wissen ob können vertrauen?" Sie schenkte ihm ein Lächeln und ein Zwinkern - einfach eine kleine Anspielung auf seine eigenen Worte. Sie zumindest war ja offensichtlich nicht wirklich von der misstrauischen Sorte - dafür lernte sie aber auch einfach viel zu gerne neue Menschen kennen und war schon immer eher unkompliziert gewesen.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptyDi 19 Jul 2016 - 18:50

Jareth blinzelte etwas perplex, als diese kleine Person, von der er dachte, dass sie einzig aufgrund von Glück unbeschadet in einer Großstadt überleben konnte, plötzlich anfing ihre Selbstständigkeit in nahezu epischer Breite vor ihm auszulegen. Mit einem Mal kam so viel Leben und Energie in diese grünen Augen, dass er im ersten Moment einfach überfordert war. So musste sich eine Katzen fühlen, die mit einem Igel spielen wollte und unerwartet mit den Stacheln konfrontiert wurde.

Aber noch viel irritierter schaute er drein, als sie ihm erzählte, dass kein Mann sondern eine Frau für die Verletzung ihrer Haut verantwortlich gewesen war. Das passte noch viel weniger in sein Weltbild. Frau verletzt Frau? Sicher hatte er auch schon gewalttätige Frauen erlebt, denn schließlich kam er nicht vom Mond. Aber die Anzahl derer, die er kennen gelernt oder von denen er gehört hatte, war so gering gewesen, dass er es für unbedeutende Einzelfälle gehalten hatte.

Für ihn ergab es immer noch keinen wirklichen Sinn, weshalb Sasha einerseits darauf beharrte, alleine ohne Beschützer zurecht kommen zu können und andererseits den deutlichen Beweis ihrer Unterlegenheit an ihrem Handgelenk trug. Doch er war nicht so dumm, sie auf diese offenkundige Widersprüchlichkeit aufmerksam zu machen, obgleich er diese Funken sprühenden Augen eigentlich ganz interessant fand. Ihr leidenschaftlich vorgetragener Monolog bezüglich ihrer Unabhängigkeit endete in einem wirklich putzigen Schmollmund, sodass er ihren Anflug von Dominanzgehabe leichter wegstecken konnte.

"Okay, okay" erwiderte er mit einer weiteren kapitulierenden Geste, wobei er gleichzeitig grinsen musste. " Du bist eine starke, unabhängige Frau und bist nicht auf... Schränke angewiesen."

Bei dem Wort "Schrank" zuckten seine Mundwinkel vor unterdrückter Heiterkeit. Er wurde ja schon mit vielem betitelt, aber als Möbelstück bezeichnet zu werden, war eine Premiere. Oder eher ein Kompliment? Wer konnte das bei Frauen schon wissen?
Trotz ihrer Abwehr versicherte sie ihm jedoch, dass es keine große Sache gewesen war und sie seine beschützerische Grundhaltung zu schätzen wusste. Jareth lächelte nachsichtig über ihre grammatikalischen Stolperer, verzichtete aber zunächst noch darauf sie zu korrigieren. Sie klang, als wäre sie noch nicht lange in den Staaten.

" ASAP?", fragte er nach und runzelte die Stirn. Juan verwendete dieses Kürzel manchmal, doch er hatte noch nie verstanden, wofür es stand. Somit bot sich gerade die ideale Gelegenheit diese Frage beantwortet zu bekommen.
Als Sasha ihn fragte, ob er etwas dagegen hätte, wenn sie telefoniert, schüttelte Jareth den Kopf. Allerdings blickte er ihr wachsam ins Gesicht, da er es nicht in Ordnung fand, wenn ein Mann sie anbrüllte, selbst wenn es aus Sorge geschah. Das kam ihm nicht richtig vor, zumal er ja mitverantwortlich für den Vorfall war, der das Gespräch zwischen den beiden unterbrochen hatte.

Wenn er sich im Ton vergreift, geht mir weibliche Unabhängigkeit am Arsch vorbei. Dann kriegt der Kerl was zu hören, dachte er finster, doch diesen Gedanken sprach er nicht aus. Stattdessen sagte er auf ihre Frage hin:

"Dieser große 'Schrankmensch' heißt Jareth", antwortete er feixend und klemmte lässig zwei Daumen in die Schlaufen seiner schwarzen Jeans. "Stets zu Diensten"

Mit einer weiteren Geste gab er ihr zu verstehen, dass sie ihren Anruf jetzt tätigen könne, während er sich gleichzeitig lässig gegen die Wand lehnte und die Arme vor der Brust verschränkte. Gehen würde er nicht, ehe er nicht mit Sicherheit wusste, dass Sasha gut behandelt wurde.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptyDi 19 Jul 2016 - 19:36

Als der Mann ihr zustimmte, nickte Sasha bekräftigend und schenkte ihm ein umwerfendes, strahlendes Lächeln. "Genau! Sasha eine starke, unabhängige Frau!" Dabei ignorierte sie einfach mal, dass ihre Unabhängigkeit ein relativ fragiles Gebilde war in Amerika - aber sie arbeitete immerhin daran, das zu ändern. So würde sie zum Beispiel bald in einem Kuchenladen arbeiten! Nunja, zumindest, wenn sie es nicht irgendwie in den Sand setzte.

Als er sich vor stellte, schenkte sie ihm ein weiteres Lächeln, fröhlich, unbeschwert und absolut ehrlich. "Sasha freuen kennen lernen Jareth. Und ASAP - so schnell wie möglich. Also Sasha besser machen an Telefon, ehe er richtig sauer." Sie zwinkerte ihm zu, ehe sie den Pin in ihr glücklicherweise relativ unzerstörbares Pre-Smarthpone-Tastentelefon eingab. Tatsächlich vibrierte es bereits im nächsten Augenblick wieder in ihrer Hand - eine weitere SMS, sowie eine Anrufbenachrichtigung. Sasha schenkte dem Schrank - Jareth - ein weiteres Lächeln und stellte sich dieses Mal wirklich an eine Wand, um nicht erneut auf ihrem Hintern zu landen. Sasha wollte gar nicht wissen, wie ihr Kleid von hinten aussah. "Sasha machen schnell um nicht zu sein unhöflich, ja?", versprach sie dem Fremden. "Aber wenn haben wichtiges anderes zu tun, können gehen gerne weiter. Sasha nicht mehr laufen gegen Dinge heute."
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptyDi 19 Jul 2016 - 20:55

Anruf von Alexej Kalinin an Sasha Pajari
(CF: Nightlife - Queen's Casino - Bar)

Gespannt wartete Alexej auf das Freizeichen und war noch mehr erleichtert, als der Anruf tatsächlich durchging und nicht direkt von einer computergenerierten Stimme abgewimmelt wurde. Dieses Mal würde er Sasha nicht anbrüllen... zumindest hatte er es sich vorgenommen.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptyDi 19 Jul 2016 - 21:38

Sasha war kaum dazu gekommen, fertig zu sprechen, als das Telefon in ihrer Hand bereits zu vibrieren begann. Ein kurzer Blick zu Jareth dem Schrankmenschen, damit süßem, entschuldigendem Lächeln und einem hilflosen Schulterzucken, ehe sie das Gespräch annahm.

"Aljosha? Es tut mir leid, dass ich das Telefon habe fallen lassen." Ihr Tonfall war entschuldigend un ein bisschen kleinlaut, allerdings breitete sich, von ihrem Gesprächspartner ungesehen, ein strahlendes Lächeln auf ihren Zügen aus, während sie erneut von der wand weg ging, ohne darüber nach zu denken. "Ich habe großartige Neuigkeiten! Wo bist du gerade? Hast du Zeit? Mir geht es jedenfalls gut, aber ich muss dir unbedingt etwas erzählen!"

Die Begeisterung und Freude in ihrem Tonfall war derart unverfälscht, dass es nicht schwer war, zu hören, dass sie über ihr ganzes Gesicht strahlte. Ganz unbewusst gestikulierte sie auch, einfach, weil sie es kaum erwarten konnte, Alexej davon zu erzählen, dass sie sich in einem richtigen laden bewerben würde - und ihn von seinem Glück in Kenntnis zu setzen, dass er derjenige war, der ihr dabei helfen würde. Oh, natürlich konnte sie sich auch bei Luke melden, doch Luke konnte kein Russisch - und würde sie so gut oder schlecht verstehen, wie jeder andere auch. natürlich, bei Vivi gab es auch Mädchen, die Russisch sprachen, aber sie glaubte trotzdem, dass ihr Alexej besser würde helfen können.

Das fliessende Russisch, mit welchem sie telefonierte, war zudem gut dazu geeignet, noch den letzten zweifel an ihrer Herkunft aus zu räumen. War ihr Akzent nicht bereits deutlich genug - ihre Muttersprache letztendlich war es sicherlich.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptyMi 20 Jul 2016 - 20:07

Während Alexej darauf wartete, dass Sasha den Anruf entgegen nahm, vertilgte er noch die zweite Olive und spülte sie mit einem Schluck Martini herunter. Noch bevor er etwas nach der Annahme des Gespräches sagen konnte, hatte Sasha sich schon gemeldet. Sie hatte ihr Handy fallen gelassen? Richtig... sie hat ja noch so eines Marke Unzerstörbar. Vielleicht ist so eins nochmal besser... mit fest verbautem Akku..., überlegte er schmunzelnd.

"Alles gut, Sasha. Ich muss mich entschuldigen, ich wollte dich nicht so anfahren." Gedankenverloren spielte er nebenbei mit dem Zahnstocher, der übrig geblieben war. Ein Lächeln stahl sich auf seine Lippen, als die junge Frau erklärte, dass sie gute Neuigkeiten hatte und ihn wohl sehen wollte, um es ihm persönlich zu sagen. Nun, dem würde er nicht im Weg stehen.
"Ich bin im Queen's Casino, an der Bar. Die Angestellten helfen dir gerne weiter." Alexej unterbrach sich für einen kurzen Moment, eine starke Aura hatte sich in sein Wahrnehmungsfeld geschoben. Er blickte sich um und war überrascht, ausgerechnet die Hexe vom Beltane zu sehen. "Ich glaube, ich habe gerade einen Termin reinbekommen, aber du wirst sicherlich noch ein wenig brauchen. Hetz dich also nicht, so schnell laufe ich nicht von hier weg. Ich freu mich auf deinen Besuch." Mit diesen Worten beendete er das Gespräch, auch wenn er gerne noch ein wenig länger mit seinem Schneemädchen telefoniert hätte. Aber da sie ja wohl sowieso noch vorbei kommen wollte, war es akzeptabel.


Anruf von Alexej Kalinin an Sasha Pajari beendet
(TBC: Nightlife - Queen's Casino - Bar)
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptyMi 20 Jul 2016 - 20:28

Er brüllte sie nicht an, sondern entschuldigte sich sogar - scheinbar hatte die Aussage, dass es ihr gut ging, bereits ausgereicht, damit er sich wieder beruhigte. oder einmal anbrüllen für einen Abend war genug? Wirklich dazu, mehr zu sagen, kam sie gar nicht, da Alexej einfach weiter sprach, wo er war, dass er einen Termin rein bekommen habe und sie sich nicht eilen müsse... und auflegte. Eigentlich hatte sie vor gehabt, ihn zu fragen, wann in den nächsten Tagen er Zeit hatte, weil er sich ohnehin hatte mit ihr treffen wollen, und ihm die guten Neuigkeiten schonmal am Telefon sagen. Aber so ging es wohl auch. Dennoch blickte sie ihr Telefon einen Moment perplex an, ehe sie den Kopf schüttelte und es einpackte. Wie kam sie denn nun in dieses Casino? Sie hatte nicht die leiseste Ahnung, in welche Richtung sie laufen oder in welchen Bus sie steigen musste. Und diese Ratlosigkeit sah man ihr auch an.

Seufzend strich sie sich eine wirre Haarsträhne aus ihrem Gesicht, und wurde sich erst nach einem Augenblick wieder des Mannes bewusst, der noch immer da war. Wie war nochmal sein Name gewesen? Irgendetwas mit R oder so? Oder vielleicht K? Zumindest ruhte sein Blick unverändert auf ihr, was dafür sorgte, dass sich eine zarte Röte auf ihren Wangen zeigte, während sie noch immer fieberhaft versuchte, auf den namen zu kommen, den er ihr nur kurz zuvor genannt hatte. Verflixt nochmal! "Uh.. Telefon war kurz. Freund sein in Queens Casino und dort vielleicht treffen Sasha. Aber Sasha nicht wissen Weg. Vielleicht kennen Weg zu Casino?" Sie vermied es bewusst, ihn irgendwie an zu sprechen, damit nicht so offensichtlich wurde, dass sie seinen namen promt wieder vergessen hatte. Vielleicht konnte sie später ja nochmal charmant und beiläufig nach fragen. oder er begleitete sie und stellte sich Aljosha vor, dann würde er seinen Namen sicher auch sagen. Oder er ging seines Weges und sie sah ihn nie wieder.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptyDo 21 Jul 2016 - 10:51

Jareth schüttelte erneut den Kopf, als Sasha ihm die Möglichkeit zu Gehen eröffnete. Mal abgesehen von der Tatsache, dass er sowieso nichts Besseres oder Wichtigeres zu tun hatte, wollte er erst sicher gehen, dass Sasha sich wirklich keinen Ärger eingehandelt hatte. Er wusste ja nicht mit Sicherheit in welchem Verhältnis sie zu dem Mann stand, der sich ihrer Aussage nach ebenso beschützerisch verhielt, wie Jareth es konnte. "Wenn ich dir nicht zu sehr auf die Pelle rücke, bleibe ich noch ein bisschen", meinte er Achsel zuckend.

Im nächsten Augenblick ging der Anruf ein, den Sasha mit einem entschuldigenden Lächeln entgegen nahm. Jareth zwinkerte wortlos, als Zeichen, das alles in Ordnung war. Während Sasha telefonierte, blieb er lässig gegen die Wand gelehnt und schaute sich die Einkaufsmeile mit seinen entlang laufenden Passanten an. Doch sein Gehör konzentriert sich vor allem auf das Telefongespräch während er auf Anzeichen wartet, dass sich Sasha Ärger eingehandelt hat.

Doch das Gespräch schien ganz friedlich zu verlaufen, sodass etwas von seiner Anspannung abfiel. Und so wie es aussah würde Sasha gleich persönlich vorbei kommen, wo immer der Kerl auch sein mochte. Jareth überlegte, ob dies der Zeitpunkt sein würde, an dem sich ihre Wege trennten. Einerseits wollte er sich nicht aufdrängen, andererseits würde er es bedauern, wenn sich seine erste Bekanntschaft in Dallas schon so rasch verabschieden würde.

Nach einem Moment der Verwirrung auf Sashas Seite -scheinbar verlief das Gespräch nicht ganz so, wie sie erwartet hatte- richtete sie ihre nächsten Worte an ihn und er wandte sich ihr zu. Und ausgerechnet ihn, der frisch in Dallas gestrandet und gerade mal die zweite Nacht hier verbrachte, fragt sie, wo das Queen's Casino lag. Er überlegte kurz, ob er es auf der Fahrt hierher gesehen haben könnte, stellte aber fest, dass dem nicht so war.

"Ich fürchte nein. Bin neu hier in der Stadt.", entgegnet er zerknirscht, da er ihr gerne geholfen hätte. Nachdenklich kratzte er sich an seinem Bart, was ein raues Geräusch erzeugte und sah sich in der Einkaufsmeile um. Manchmal standen Stadtpläne für Touristen in viereckigen Schaukästen herum.

"Wenn wir eine Karte hätten, könnte ich dir helfen den Weg zu finden. Im Kartenlesen kenne ich mich aus. Und ich hab ein Auto in der Nähe stehen, das heißt ich könnte dich fahren", bot er schließlich an, das mindeste was er tun konnte, wie er fand.

Die Frage war nur, wie sie an eine Karte kamen. Übergangslos begann Jareth seine Taschen abzuklopfen, aber auf ein Handy stieß er dabei nicht. Verdammt! Er musste sich noch angewöhnen seins immer dabei zu haben. Auf der Arbeit war das kein Problem, aber außerhalb davon ließ er es gerne mal Zuhause liegen.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptyDo 21 Jul 2016 - 22:14

Sasha schenkte dem Schrank nur ein unbeschwertes Lächeln und ein lapidares Schulterzucken, als dieser erklärte, dass er das Casino nicht kenne, weil er selbst neu war. "Sasha auch neu. In Dallas Seit Jahresanfang. Vorher leben in Russland, Moskau. Aber lernen Sprache fleissig und werden immer besser!" Dass er zerknirscht schien, tat ihr dabei fast Leid - immerhin konnte er ja nichts dafür, dass er sich nicht auskannte, und Sasha war sich sicher, dass sie es auch so schaffen würde. Das Angebot, dass er sie fahren würde, sorgte sogar dafür, dass sie noch breiter strahlte und gut gelaunt in die Hände klatschte.

"Dann Sasha suchen Karte und dann fahren zu Casino?" Dann würde sie Alexej ja sogar an diesem Abend noch sehen! Alleine der Gedanke liess ihr Gesicht vor Vorfreude strahlen, während sie sich um sich selbst drehte und nachdenklich die Gegend musterte. Irgendwo würde sie sicher eine Karte finden - oder jemand der ihr sagte, wo sie das Casino finden würde. Allerdings wusste sie noch nicht so ganz, wo sie mit der Suche nach einer Karte anfangen sollte. Aber Alexej hatte ja gesagt, er hatte noch Termine und sie brauchte sich nicht eilen.

"Wenn erst kurz in Dallas. Was machen vorher?" Sie warf ihm einen kurzen Blick zu, den Kopf schief gelegt, während sie ihn zum ersten Mal wirklich musterte - die große Gestalt, die breiten Schultern, die harten Muskeln, welche sich deutlich unter dem Stoff abzeichneten. Es gab sicher tausende Berufe, die solch ein Mann haben konnte. Bodyguard. Polizist. Feuerwehrmann. Bodybuilder. Oder auch Stripper - Möglichkeiten gab es zumindest einige für einen Mann mit solchem Körper. Von ganz abwegigen Dingen wie Anwalt, Arzt oder Kassierer einmal ganz abgesehen.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptyFr 22 Jul 2016 - 13:48

Als Jareth erfuhr, dass Sasha erst seit Jahresanfang in den Staaten weilte, stieß er einen anerkennenden Pfiff aus. Für die relativ kurze Zeitspanne sprach sie überraschend gut und recht fließend englisch, trotz kleiner Fehler in Syntax und Grammatik. Und dennoch verstand er sie ohne Probleme und störte sich nicht daran. Es war wohl so wie sie es sagte: Sie lernte fleißig und schnell. Ihr Ehrgeiz imponierte ihm, ebenso wie die weite Reise, die sie hinter sich haben muss.
" Russland sagst du? Das ist ja ziemlich weit weg. Wie kommt's, dass du ausgerechnet hierher kommen wolltest?", erkundigte er sich vollkommen ahnungslos.

Jareth nickte, als Sasha vorschlug erst nach einer Karte zu suchen und dann gemeinsam zum Casino zu fahren. In ihr Gesicht mischte sich eine Vorfreude, die ihn ein wenig verwirrte. Immerhin besuchten sie lediglich einen Freund von ihr und nicht gleich den Präsidenten der Vereinigten Staaten. Es sei denn... der Typ war ihr Geliebter. Das würde natürlich einiges erklären. Gleichzeitig musste er feststellen, dass das Strahlen in diesen sanften, grünen Augen ihn faszinierte. Einen so lebendigen Ausdruck hatte er lange nicht mehr gesehen. Er mochte es wenn Menschen nicht davor scheuten, ihre Gefühle offen zu zeigen. Das machte es für ihn einfacher darin zu lesen und ihre Mimik zu deuten.

Er setzte sich in Bewegung und Sasha ging neben ihm her, denn schließlich fiel so eine Stadtkarte nicht einfach vom Himmel. Seine Augen suchten die Einkaufsmeile nach diesen Schaufenstern ab, konnten aber keine entdeckten. Die nächste Möglichkeit wäre eine Touristeninformationen oder -in Ermangelung dessen- ein hilfsbereiter Passant.

Als Sasha ihn fragte, was er vorher gemacht hatte, wandte er ihr das Gesicht zu und bemerkte daher, wie sie seine Statur unauffällig musterte. Ein katzenhaftes Grinsen stahl sich auf seine Lippen.
" Soll ich ein Foto von mir machen? Dann kannst du mich länger betrachten", kommentierte er ihre Blicke, im Scherz zwar, um sie ein bisschen zu necken, aber in Wahrheit doch gar nicht so abgeneigt. Ihm war schon früher aufgefallen, dass er ein Blickfang war mit seiner breiten Statur und dem durchdringenden Blick. Das machte ihn in seinem Job so erfolgreich und ermöglichte es ihm weibliche Gesellschaft zu bekommen, wenn es ihn danach verlangte.

"Bevor ich nach Dallas kam, habe ich in Longview gewohnt. Davor habe ich lange Zeit in Shreveport gelebt. Hab da meine Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit gemacht und ne Weile als Türsteher und gelegentlich als Leibwächter gearbeitet, bis ich Lust auf was Neues bekam. Und vor Shreveport... um ehrlich zu sein bin ich ziemlich viel herum gekommen", fuhr er fort. Dass er mehr als die Hälfte seines Lebens im Zirkus gelebt hatte, war ihm nicht peinlich, aber  mit dieser Information ging er dennoch sehr vorsichtig um.

"Ich mag Dallas", sagte er dann. "Die Stadt ist ein bisschen so wie der Dschungel. So viel zu sehen, so viel zu erleben. Sie ist so...lebendig, bei Tag und bei Nacht."


Zuletzt von Jareth Jones am So 21 Aug 2016 - 22:33 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptyFr 22 Jul 2016 - 14:48

Der anerkennende Pfiff sorgte dafür, dass sich eine zarte Röte auf Sashas Wangen zeigte, während das Strahlen noch breiter und ehrlicher wurde. "Sasha nicht geplant. Viel mehr... Dallas sich haben ergeben." Gut, das war eine nette Formulierung dafür, dass ihr noch immer jegliche Erinnerung an die Monate zwischen Russland und Dallas fehlten, allerdings hatte sie inzwischen weitestgehend damit abgeschlossen - zumindest, so lange man nicht zu sehr grub. Manchmal war ihr noch immer nach weinen zu mute, allerdings war es schon lange her, dass sie sich das letzte Mal vor Verzweiflung, Hilflosigkeit und Schmerz in den Schlaf geweint hatte. Sie war nicht hilflos. Und sie hatte auch keinen Grund, verzweifelt zu sein. Viel mehr nutzte sie alle Kraft, die sie hatte, um diese Chance zu nutzen - um irgendwann ein Leben zu haben, das besser war, als jenes in Russland. Und jetzt hatte sie eine erste, gute Chance, das auch zu erreichen! Oh, wie sehr sie sich freute, Alexej davon zu erzählen! Sie konnte es kaum erwarten!

Die Frage, ob sie ein Foto wollte, beantwortete Sasha mit einem glockenhellen, ausgelassenen Lachen, das vollkommen ehrlich und frei war - ohne Angst, was man wohl über sie denken mochte. Ein breites Grinsen behielt sie bei, als er weiter erzählte, während es vergnügt in ihren meergrünen Augen funkelte. "Haha, Sasha waren richtig!" Sie kicherte erneut. "Beinahe-richtig. Sasha denken, dass aussehen wie Bodyguard. Und Türsteher und Sicherheitsdienst fast wie Bodyguard!", deklarierte sie mit fester Stimme, ehe sie erneut kicherte. "Sasha nie waren in Dschungel und nicht kennen Long..uh oder Shreveport." Sie gab sich Mühe, die Orte richtig aus zu sprechen, dennoch konnte man den Knoten, den ihre Zunge dabei fast bekam, noch deutlicher hören, als bei anderen Worten. "Sasha immer nur gewesen in Moskau, Moskau und Moskau. Nie gesehen Welt, nie reisen weg. Und jetzt hier, Dallas. Großes Abenteuer. Schwierig manchmal, aber großes Erlebnis."
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptyFr 22 Jul 2016 - 20:22

Sein anerkennender Pfiff löste bei Sasha offenkundig eine zarte Röte auf den Wangen aus. Jareth lächelte darüber, denn die Farbe in ihrem Gesicht gefiel ihm. Außerdem freute er sich, dass das versteckte Kompliment sie berührte. Als sie erzählte, dass Dallas als Zielort nicht geplant gewesen war, sondern sich einfach ergeben hatte, legte er den Kopf schief und dachte über ihre Worte nach. Seine Instinkte sprangen an, sagten ihm, dass möglicherweise mehr dahinter steckte.

Ihm fiel auf, dass sie seinen Körper anschaute als wolle sie Maße für einen Anzug nehmen. Er quittierte dies mit einem scherzhaften Kommentar, sie solle doch ein Foto von ihm machen. Wieder lachte Sasha auf, ein fröhliches Lachen im nächtlichen Dallas. Mehrere Männer drehten ihre Köpfe interessiert in ihre Richtung, waren wohl ebenso angetan wie Jareth. Er mochte lachende Frauen.

Dann erzählte er von den Orten, an denen er bis vor einigen Jahren gelebt hatte. Wie sich herausstellte bestätigte er damit Sashas leise Vermutung. Ob das jetzt gut war oder ihn zu einer äußerst berechenbaren Person machte, konnte er nicht beurteilen. In seinem Job jedenfalls kann es nicht schaden, direkt als jemand vom Security-Dienst erkannt zu werden. Das sorgte dafür, dass weniger Trottel meinten sie müssten in seinem Revier Ärger machen.
" Es hat sicherlich seinen Vorteil ein 'Schrankmensch' zu sein. Damit hält man sich Möchtegern-Gangster vom Hals.", entgegnete er Achsel zuckend, ehe er einen besonders finsteren Blick aufsetzte, um seine Worte zu unterstreichen.

Nachdenklich blickte er auf die Gebäude links und rechts von ihnen, die so völlig anders waren, als die Umgebung in der er mehrere Jahre seines Lebens verbracht hatte. Allein. Manchmal vermisste er es das weichte Unterholz unter seinen Pfoten zu spüren, die feuchtheiße Luft zu atmen, die über sein Fell strich. Und das anhaltende Gefühl der Grenzenlosigkeit

Sashas Versuche die Städte "Shreveport" und "Longview" auszusprechen, rissen ihn aus seinen Erinnerungen. Er blinzelte kurz, ehe er vollends in die Gegenwart zurückkehrte. Dann verriet sie ihm, dass sie Moskau zuvor nie verlassen habe.
"Vermisst du deine Heimat manchmal?", fragte Jareth neugierig, da er sich selbst seit einiger Zeit als heimatlos betrachtete. Ungefähr seit der Zeit, als er den Zirkus verlassen musste. Es schmerzte noch immer darüber nachzudenken.

"Moskau stelle ich mir sehr schön vor. Ich hab Bilder davon im Fernsehen gesehen. Von diesen bunten Türmen die aussehen wie eine riesige Torte. " Dann grinste er spitzbübisch und stieß sie feixend mit der Schulter an. "Und natürlich denke ich auch an den....Wodka" Das Wort sprach er mit einem schweren russischen Akzent aus, so gut er ihn imitieren konnte.

Dann sah er plötzlich etwas, das aussah wie ein Schaufenster mit einem Plan. Doch wegen der Spiegelung an der Oberfläche war er sich nicht sicher. Als er darauf zu ging und schließlich davor stand, verzog er das Gesicht. Nur ein Reklameposter für Damenschmuck und noch nicht mal für einen schönen.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptyFr 22 Jul 2016 - 20:55

Die Frage, ob Sasha ihre Heimat vermisste, brachte einen Hauch von Nostalgie in ihre Züge - und jede Menge Sehnsucht. Sie nickte auch leicht, als er erklärte, dass er sich Moskau schön vorstelle, doch Sashas Lächeln konnte man allenfalls als halbherzig bezeichnen. "Sasha vermissen Heimat. Manchmal sehr. Vermissen reden können und verstanden werden. Vermissen lesen Bücher und alles verstehen. Vermissen Klang von Sprache. Vermissen Gastfreundschaft. Vermissen Familie und klein Wohnung mit ganz viele Bücher. Vermissen haben eigene Wohnung. Moskau sein wunderschön. Aber Moskau auch hässlich." Bei dem letzten Wort nahm ihre Stimme einen fast harten Ausdruck an, während sie etwas hilflos die Schultern hob und ihr Blick in die ferne schweifte, ganz gedankenverloren. "Moskau Chaos. Mit Geld, Moskau Paradies. Können tun alles. Kein Grenze. Kein gewissen. Nur Geld und Macht. Und ohne Geld..." Sie seufzte und schob sich eine Haarsträhne hinter das Ohr. "Ohne Geld.. Chaos. Monster. Moskau fressen Menschen. Verschwinden. Nie mehr kommen wieder. Und manchmal, Menschen kommen wieder und nicht mehr sind selber Mensch wie vor."

Einen Moment lang hielt sich der selbstvergessene, nachdenkliche Ausdruck auf ihren Zügen, ehe sie scheinbar fröstelte und so aus ihren Gedanken gerissen wurde. Sie schüttelte den Kopf und schenkte Jareth wieder ihr unbeschwertes, süßes Lächeln, das sie jung und verletzlich wirken liess - deutlich jünger, als sie tatsächlich war. "Doch Sasha jetzt Dallas. fangen an besseres Leben. Finden neue Freunde. Haben neue Freunde. Wertvolle Freunde. Und bald haben neue Beruf! Und lernen Englisch und bald sprechen Englisch gut wie Russisch und lesen Englisch Bücher!" Sie lächelte erneut. "Und heute Sasha gehen Casino, sehen Freund und sprechen Russisch und nicht fühlen ganz fremd und ganz verloren in große, fremde, aufregende Stadt. Und sicher helfen Sasha bekommen neuen Beruf!" Sie war sich ganz sicher, dass Aljosha ihr helfen würde. Weil er sie verstand und sie ganz genau sagen konnte, was sie wollte und sich vorstellte, und er die richtigen Worte in der fremden Sprache finden konnte. Sasha achtete, während sie sprach, kaum auf ihre Umgebung und wohin sie gingen - weshalb sie dem Schaufenster mit dem Schmuck nur einen neugierigen, wenn auch irritierten Blick zuwarf.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 4 EmptyFr 22 Jul 2016 - 21:25

Rückblickend bewertete Jareth seine Frage nach der Heimat als ziemlich heikel, wenn er in Betracht zieht, wie Sasha darauf reagierte. Ihr Gesicht schmolz unter etwas, das er als Sehnsucht erkannte. Das Gefühl kannte er verdammt gut. Mit gerunzelter Stirn hörte er aufmerksam zu, wie sie von den Dingen sprach, die ihr am meisten fehlten. Um vieles davon trauerte er ebenfalls noch, denn auch er hatte Familie und Freunde und Vertrautes damals zurücklassen müssen, als er den Zirkus verlassen hatte. Den Zirkus, der seine ganze Welt gewesen war. Plötzlich hatte er dagestanden, gestrandet an einem fremden Ort, ähnlich wie Sasha in Dallas.

Ihr Tonfall änderte sich plötzlich und das halbherzige Lächeln, das ihn keine Sekunde getäuscht hatte, verrutschte endgültig. Und er wusste, dass nun nichts Gutes kommen konnte und er behielt Recht. Natürlich war ihm bewusst, dass eine Stadt wie Moskau immer einer gewissen Ambivalenz unterlag. Jareth schätzte, dass sich der Dschungel bzw. der Wald dahingehend nicht sehr von einer Stadt unterschied. Es gab nicht nur schwarz und weiß, sondern auch sehr viele Grautöne.

Jareth warf ihr einen schwer zu deutenden Seitenblick zu, als sie davon sprach, wie Moskau die Menschen fraß. Und obgleich er es mit Metaphern und Personifikationen nicht so hatte, wusste er instinktiv was sie meinte. Kann es sein, dass der Dschungel auch mich gefressen und wieder ausgespuckt hat?, dachte er plötzlich. Immerhin war er nicht mehr derselbe Jareth wie vorher, nachdem er sein Eremitendasein aufgegeben hatte, um das Leben unter Menschen wieder aufzunehmen.

Dann schüttelte Sasha den Kopf und der nachdenkliche Gesichtsausdruck verschwand, als wäre er fortgespült worden. Zurück blieb die Sasha, die er eben kennen gelernt hatte. Fröhlich, aufgeweckt und optimistisch. Er konnte sie nur beneiden. Er lächelte mit ihr gemeinsam, als sie aufzählte, was jetzt alles besser sein würde für sie und er hoffte inständig, dass sie all dies auch bald erreichen würde. Ein so sonniges Gemüt durfte nicht unter der Last der Realität welken.

" Ich bin mir sicher, dass ein Sturkopf wie du alles schafft, was er erreichen will. Zumindest würde ich es mir für dich wünschen", fügte er mit einem schiefen Grinsen hinzu. Ihr Optimismus und ihre Zuversicht waren ansteckend. "Hast du denn schon einen bestimmten Beruf im Blick?"

Dieses Mal war es sein Blick, der ihren Körper entlang schweifte und sie abschätzte. Er legte wieder den Kopf schief, so als würde eine neue Perspektive für eine neue Eingebung sorgen. Dazu gab er brummende Geräusche von sich, wie ein Kunstkritiker vor einem innovativen Gemälde. Dann hoben sich seine Mundwinkel.
"Lass mich raten: Model. Nein, warte! Bibliothekarin! Schriftstellerin? Schauspielerin! In einem Actionfilm, das würde mir gefallen."

In seinem Kopf tauchte das Bild von Sasha auf, wie sie auf einem Motorrad mit halsbrecherischen Stunts über die Dächer von Dallas raste, hinter sich zwei Verfolger, die sie abwechselnd beschoss, ehe sie zum finalen Sprung ansetzte.....Er lachte, ob der Absurdität dieser Einfälle, bis er ein vermeintliches Schaufenster entdeckte, das leider nur Reklame für Damenschmuck zeigte. Hm. Vermutlich mussten sie tiefer in die Innenstadt.
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