Dallas bei Nacht
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 Sapphire Alley

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BeitragThema: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptyMi 11 Feb 2015 - 7:00

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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptyMo 28 März 2016 - 17:02

Im Schlenderschritt spazierte Jade die Sapphire Alley entlang. Diesmal richtete sie ihr Augenmerk auf die Geschäfte, die ihr beim ersten Vorbeigehen nicht aufgefallen waren. Aufmerksam betrachtete sie die angepriesenen Waren und vor allem die Preise. Unsummen wollte sie für ein paar neue Klamotten echt nicht ausgeben. Sie sollte schließlich nur darin im Büro rumsitzen und wollte keine Ausrüstung für eine Tour auf den Mount Everest. An einem Laden wurde sie sogar fündig. Die Auslage war einladend und erweckte den Anschein, dass sie dort genau das finden würde, was sie brauchen konnte - auch wenn sie es nicht wirklich wollte. Hoffentlich würde Cas zu schätzen wissen, was sie da für ihn tat. Falls nicht, würde sie ihn eben freundlichst daran erinnern. Mit dem strahlenden, zufriedenen Grinsen einer Frau, die erfolgreich bei ihrer Klamottenjagd gewesen war, kam Jade mit vollgepackten Tüten aus dem Laden. Überrascht hatte sie feststellen müssen, dass bürotaugliche Kleidung nicht immer zwingend aus Kostüm, Hosenanzug, Bleistiftrock und diesem ganzen langweiligen Quatscht bestehen musste. Sie hatte sich für eine dunkle Bootcut Jeans, ein paar schlichte schwarze Stoffhosen und sogar für zwei schicke Röcke entschieden, in denen ihre langen Beine einfach hervorragend aussahen! Dazu hatte sie ein paar schlichte Longsleeves, Shirts und Tops mit Rundhals- und V-Ausschnitt gekauft, die prima zu den Hosen passten. Allerdings würde sie einen Teufel tun und ihren geliebten Schmuck gegen irgendwelchen Modescheiß eintauschen. Irgendwo musste man schließlich eine Grenze ziehen.

Zufrieden mit ihrer Ausbeute schlenderte Jade die Straße entlang. Hin und wieder fiel ihr Blick zwar in das ein oder andere Schaufenster, jedoch erweckte nichts wirklich ihr Interesse. Ihr weiblicher Jagdtrieb nach Klamotten war vorerst befriedigt. Sie war ausgesprochen zufrieden mit der Ausbeute dieser ungeplanten Shoppingtour und diese Zufriedenheit strahlte sie auch mit jeder Faser ihres Körpers aus. Aller Entspannung zum Trotz war da wieder dieses nagende Gefühl in ihrem Innern, diese ziehende Unruhe und als sie sich instinktiv umdrehte, konnte sie den Kläffer von vorhin ausmachen, der auf der anderen Straßenseite saß und brav zu warten schien. ¡Muy bien!, dachte sie leicht genervt. Was zum Teufel hatte sie getan, dass sie jetzt von einer flohbesetzten Promenadenmischung verfolgt wurde? "Na los, Chico. Verschwinde! Bei mir gibt's nichts zu holen", versuchte sie den Hund fortzuscheuchen, der sich ziemlich unbeeindruckt zeigte. Für einen Moment erinnerte sie sich daran, was man früher immer mit Streunern gemacht hatte, die nicht verschwinden wollten und schüttelte dann kurz den schwarz-roten Haarschopf. Nein, das hier war nicht Acapulco! Außerdem war sie hier auf einer öffentlichen Straße unterwegs und nicht in ihrem eigenen Zuhause. Apropos... Jetzt, wo sie einen Job vorweisen konnte und Cas sich um ihre Papiere kümmern würde, könnte sie sehen, dass sie irgendwo in einem Apartment unterkam. Sie wollte sich zwar nicht vorstellen, welch horrende Mieten in einer Großstadt wie Dallas für ein kleines Apartment verlangt wurden, aber günstiger als das Hotel wäre es wohl auf alle Fälle. Sie nahm sich fest vor, Cas morgen danach zu fragen. Vielleicht kannte er oder einer der Chicos aus der Werkstatt ja jemanden, der jemanden kannte.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptyMo 28 März 2016 - 19:55

Na also! Sie kam tatsächlich nach einer gefühlten Ewigkeit aus dem Laden, voll bepackt mit Tüten und Taschen. Wow. Da hatte aber jemand ausgiebig eingekauft! Diego fiel selbst als Hund fast die Kinnlade herunter, so viel Zeug schleppte seine Schwester da aus der Boutique. Er blieb sitzen wo er war und beobachtete mit gemischten Gefühlen das selbstzufriedene Grinsen in ihrem Gesicht. Das hatte er sonst oft nach einem erledigten Auftrag an ihr wahrgenommen, ungefähr in dem Moment, in dem sie ihm unter die Nase gerieben hatte, dass sie es wieder mal geschafft hatte. Und jedes Mal hatte er ruppig und schroff reagiert, obwohl er heimlich doch ziemlich stolz auf ihren Einfallsreichtum war. Aber ihr das zu zeigen hätte sie vermutlich nur noch bestärkt, noch gefährlichere Dinger zu drehen. Wahrscheinlich wäre das, was passiert war, dann schon viel früher passiert. Weil die dumme kleine Jade einfach nicht das tun wollte, was ihr als Frau in den Genen liegen sollte - zuhause bleiben, einen Mann finden und Kinder bekommen, um die sie sich sorgen konnte! Sie musste ja verdammt nochmal mit den großen Jungs mitspielen!

Und jetzt auch noch ein Werwolf. Der Geruch, der sie umgab wie eine durchsichtige Wolke. Bis gerade hatte er das ganz gut verdrängt, aber die Duftmarke des fremden Mannes brachte seine niederen Instinkte hervor. Seine Schwester hatte nicht irgendeinen dahergelaufenen Kerl zu vögeln, den er nicht für gut befunden hatte. Und schon gar keinen Werwolf! Diese Biester waren doch unberechenbar und ganz offensichtlich loco - schließlich führten sie dauernd Selbstgespräche. Den meisten von denen sah man das an der Nasenspitze schon an, das sie nicht ganz dicht waren. Andererseits, kein Wunder - Jade hatte immer schon schlechten Männergeschmack bewiesen. Jedenfalls hatte Diego das immer so gesehen. Keiner dieser Bueys, mit denen sie ausgegangen war, hatte ihr das Wasser reichen können. Allesamt waren sie dumm und faul, und keiner von ihnen hätte sie beschützen können. Wobei Diegos Version von Beschützen darin bestanden hätte, dass einer sie mit einer Hochzeit zur ehrbaren Frau machen sollte. Der perfekte Mann war der, der sie von allen Kriminellen fernhielte und ihr kochen und putzen nähergebracht hätte, wie es sich für eine Frau gehörte. Und das Schlimmste daran war, dass sie sich noch öfter und lieber mit diesen Versagern traf, sobald Diego es ihr verboten hatte - bloß um ihn zu ärgern. Das kleine Biest war immer schon viel zu schlau gewesen. Und trotzdem war sie seine kleine Schwester, von der er nie gewollt hatte, dass ihr etwas Böses zustieß. Es war zum Kotzen!

Als sie ihm zurief, dass er verschwinden wollte, stellte er erst aufmerksam die Ohren auf, dann legte er fragend den Kopf schräg, also wollte er sie fragen, ob das ihr Ernst war. Dieses Mal konnte er seinen widerspenstigen Schwanz daran hindern, den Boden hinter sich gründlich zu fegen, weil er an den penetranten Wolfsgeruch erinnert wurde. Ob sie wohl etwas nach ihm werfen würde? Neugierig ruhte der Blick der bernsteinfarbenen Augen auf ihr. Nein, sie hatte keine Hand frei. Trotzdem blieb er vorsichtshalber sitzen. Wenn er sich verletzte und / oder Schmerzen hatte ließ sich die Tierform nicht mehr so gut kontrollieren. Und nur falls sie auf die Idee kommen sollte, ihm einen Schuh nachzuwerfen oder so hielt er wirklich Abstand. Er erhob sich erst, als er sie nicht mehr sehen konnte und folgte dann mit traumtänzerischer Sicherheit ihrer Duftspur. Mit etwas Glück kehrte sie ja jetzt endlich ins Hotel zurück. Dann konnte er den kleinen Sprint zurück zu seinen Klamotten machen, sich anziehen und etwas zu essen besorgen.
Und sich später, wenn sie schlief, in ihr Zimmer schleichen. Wenn Jade schlief, dann schlief sie - da weckte sie auch kein Erdbeben auf. Vielleicht konnte er sich als Schlange Zutritt verschaffen, um ihr Handy zu präparieren? José hatte ihm eine Mini-Wanze mitgegeben, und Diego hatte ihn erst ausgelacht it dem Gimmick - sie waren hier nicht in einem James - Bond - Film. Aber jetzt fand er die Idee seines Kumpels gar nicht mehr so blöd.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptyMo 28 März 2016 - 20:45

"No. Sieh' mich nicht so an, Chico", grummelte sie dem Hund zu, der sie aus großen bernsteinfarbenen Augen ansah, die Ohren aufstellte und den Kopf schief legte. "Du bleibst hier. Bei deinem... äh... Müll. Und ich gehe jetzt nach Hause. ¿Comprende?" Sie machte auf dem Absatz kehrt, um zurück zum Hotel zu gehen. Während sie über die Sapphire Alley schlenderte, warf sie immer mal wieder einen Blick hinter sich, um zu sehen, ob die Promenadenmischung ihr noch immer folgte. Zufrieden stellte sie fest, dass die Töle nirgends zu sehen war. Sehr schön. Dann musste sie auch nichts nach dem Köter werfen oder ihn mit einem Tritt in seine Schranken weisen. Vor allem auf Letzteres hatte sie eigentlich nur wenig Lust, denn eigentlich war Jade ziemlich tierlieb. Aber offenbar hatte sich das Problem mit dem nachstellenden Streuner ja erledigt.

Zufrieden mit dem Ausgang des bisherigen Abends machte sie sich auf den Weg zurück zum Hotel. Allmählich wurden die ganzen Tüten und Taschen doch schwer und Jade bereute es ein bisschen, doch so viel gekauft zu haben. Andererseits war sie jetzt erst mal gut ausgestattet und brauchte sich jetzt erst mal für eine Weile um nichts weiter kümmern. Vorausgesetzt, sie fand nicht irgendwelche tollen Sachen, die sie ganz unbedingt haben musste, weil sie 'Mama' zu ihr gesagt hatten. So wirkliches Verständnis für die ganzen Barbies, die regelmäßig auf große Shoppingtour gingen und quasi jedes Mal mit so vielen Taschen und Tüten nach Hause kamen, wie sie selbst gerade mit sich herumtrug, konnte sie nicht aufbringen. Wie konnte man sich diese Schinderei nur freiwillig antun? Für Jade waren ausgedehnte Shoppingtouren eher ein notwendiges Übel, als eine wirkliche Freizeitbeschäftigung.

TBC: Geschäftviertel | Hotel | Zimmer 17 - Jade Domingo


Zuletzt von Jade Domingo am Mo 28 März 2016 - 21:28 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptyMo 28 März 2016 - 21:22

Bei seinem Müll?! Wofür hielt sie ihn, für einen räudigen Straßenköter, der kein Zuhause hatte? Der schräggelegte Kopf und der verächtliche Blick verrieten deutlich, was er von dieser Aussage hielt. Obwohl er genaugenommen nun mal genau das war, was Jade ihm gerade an den Kopf geworfen hatte.
Er hielt sich trotzdem zurück, um nicht wieder entdeckt zu werden. Er musste sie nicht sehen, um ihr folgen zu können. Das war noch ein Vorteil dieser Gestalt. Er konnte einfach der dezenten Duftspur hinterherjagen, die sie hinterließ. Seine Nase würde ihn auch mit geschlossenen Augen überallhin führen, wo sie hin ging. Ab und zu blieb er stehen, um auf dem Boden zu schnüffeln und einer anderen interessanten Spur zu folgen, die Jades kreutze. Vampir, Ghul... hier trieben sich ja alle möglichen Wesensarten herum, stellte er fest. Unwillkürlich stellte sich wieder sein Nackenfell auf, als er den Werwolfsgeruch noch einmal wahr nahm, dieses Mal ein paar Tag alt und losgelöst von Jade. Der Wolf war offensichtlich schon ein wenig länger als Jade hier zuhause. Er riss sich los und folgte wieder seinem primären Ziel.

Glücklicherweise betrat sie keinen der Läden mehr. Es waren inzwischen auch längst nicht mehr alle geöffnet. Stattdessen schien sie langsamer zu werden, denn er musste öfter stehenbleiben, um ihr wieder ein bisschen Vorsprung zu geben. Wahrscheinlich waren die Tüten verdammt schwer. Der Gedanke verschaffte ihm eine kindische Befriedigung. Diego lief ihr tatsächlich bis zu seinem - ihrem Hotel nach. Es war kaum zu fassen, was für ein Riesenglück er gehabt hatte, indem er sich einfach auf seinen Instinkt verließ. Und darauf, dass Jade sich selbst für so schlau hielt, dass sie nicht auf die Idee kam, dass jemand sie so leicht durchschauen konnte. Auch hier nahm er eine ältere Spur des Werwolfs wahr, dieses Mal allerdings gekoppelt mit Jades. Es entlockte ihm ein leises Knurren.
Er setzte sich vor dem Hotel hin - eine Bewegung, die ihm so durch und durch natürlich vorkam, jetzt wo er ein Hund war. Mit aufmerksam aufgestellten Ohren wartete er darauf, dass sie wiederkam. Als eine gefühlte Ewigkeit vergangen war stand er auf, um noch ein wenig herumzuschnüffeln. Erst vor kurzem war noch jemand hergekommen, der schwach nach Schießpulver roch. Jemand, der normalerweise eine Schusswaffe bei sich trug. Entweder ein Krimineller oder ein Bulle.

Bevor er sich von dem Hotel zurückzog konnte er es sich nicht verkneifen, ausgiebig auf die Geruchsmarke des Werwolfs zu pissen. Purer Instinkt, redete er sich ein. Dann lief er den Weg zurück, den sie gerade gekommen waren. Ohne Jade und ihre Shoppingsucht schaffte er den Weg in wenigen Minuten. Es war eine Erleichterung zu rennen, diesen Körper zu bewegen und für einen kleinen Sprint zu nutzen. Als er zurück in der Gasse war, in der er seine Klamotten verstaut hatte, checkte er kurz, ob jemand in der Zwischenzeit hier gewesen war. Fehlanzeige.
Er verwandelte sich zurück und blieb noch einen Moment lang am Boden kauern. Als er aufstand streckte er sich ausgiebig und fühlte sich leicht schwindelig, so aufrecht wie er jetzt stand. Nachdem er so lange ein Hund gewesen war fühlte es sich im ersten Augenblick komisch an. Er schlüpfte in seine Klamotten und war dankbar, wieder seinen normalen Geruchssinn zurück zu haben. Zwar immer noch empfindlicher, als der eines Menschen - aber es war eine Wohltat, nicht mehr alles riechen zu müssen. Zielstrebig machte er sich dann - zum zweiten Mal - zurück auf den Weg zu seinem Hotelzimmer.

GT: Geschäftsviertel - Hotel - Zimmer 47 - Diego Domingo
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptyDi 24 Mai 2016 - 22:07

CF: Nightlife - Dark Temptation - Barbereich

Die angenehm kühle Nachtluft genießend, schlenderte Helena (so gut man eben mit Pumps schlendern konnte) über die Saphire Alley auf besagte Dönerbude zu. Norah, war direkt neben ihr. Zwar schwieg sie, aber sie empfand es als angenehme Stille. Ihre innere Katze behielt Norah genau im Auge, nicht dass 'Ihres' plötzlich weg war!

Kurz ließ sie die Geschehnisse in der Bar nocheinmal Revue passieren. Es hatte ihr nicht gepasst, dass plötzlich eine andere Frau halb auf Norah drauflag. Nein! Sie war besitzergreifend und das war ihre Norah! Zumindest für diese Nacht... da hatte sie nicht mit fremden Frauen zu kuscheln. Sie hätte fast die Krallen ausgefahren und wäre sie angesprungen - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Nur die Tatsache, dass Norah so schnell wieder bei ihr war, hat der schwarzhaarigen, dunkelhäutigen Frau ihr hübsches Gesicht gerettet. Nein, sie mochte keine Konkurrenz! Und war vielleicht etwas aufbrausend... Sie lächelte bei dem Gedanken leise in sich hinein.

Die Alle war beinah menschenleer, nur ein paar wenige Personen befanden sich ebenfalls auf der Alley. Trotz der für die Nacht noch immer beleuchteten Geschäfte war die Straße nur schlecht ausgeleuchtet. Und während Hel keine Probleme hatte, in jedes Eck zu sehen, könnte sie schwören, dass für einen Menschen manche dunkle Ecken... nunja, im vorbeigehen auf jeden Fall dunkel und uneinsichtbar blieben.

Die Döhnerbude war selbst für ihre Augen noch nicht ersichtlich, was aber durchaus auch daran liegen konnte, dass sie die bunten Leuchtreklamen kaum lesen konnte, da sie so hell waren. Obwohl... hatte sie überhaupt noch Hunger auf Pommes? Die Nachtluft hatte ihr Temperament auf jeden Fall abgekühlt und auch ihre Vorwitzigkeit etwas abklingen lassen. Aber... sie hatte immer noch Lust auf ein kleines Abenteuer und Norah schien ihr wie eine ... erfahrene Frau. Und man muss Chancen nutzen, das hatte sie schon früh genug gelernt.

Morgen in der früh bekommst du spätestens was!, vertröstete sie in Gedanken ihren Magen, bevor sie im Schatten zwischen zwei Lichtkegeln stoppte und Norah mit einem perfekten Schmollmund und leicht schockiert ansah. Ihre Augen zeigten jedoch nichts von dieser Schockiertheit, sondern glitzerten vor Vergnügen, Vorfreude, Aufregung. "Jetzt sind wir soweit gelaufen, dass ich gar nicht mehr hungrig auf Pommes bin!", erklärte sie Norah und ließ ihre Stimme dabei leicht entsetzt klingen. Trotzdem konnte sie sich ein vielsagendes Lächeln nicht verkneifen, als sie einen Schritt auf Norah zumachte und nur noch wenig Zentimeter von ihr entfernt stand. "Aber ... ich glaube ich brauche Hilfe Norah... ich... , sie strich sich mit dem manikürten Daumen über die Unterlippe und kam Norah noch ein wenig näher, bis sich ihre Brüste fast berührten. ... es kribbelt da überall..., hauchte sie neben Norahs Ohr. Das Lächeln, das sie der braunhaarigen Schönheit dann aber schenkte, war absolut nicht so unschuldig wie ihre Aussage, sondern um einiges verruchter und einladender.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptyMi 25 Mai 2016 - 13:54

CF:Nightlife // Bar 'Dark Temptation' // Barraum

Es war nie ganz still in einer so großen Stadt. Manchmal vermisste Norah diese Stille, die sie vor ein paar Jahrhunderten noch viel tiefer und beruhigender empfunden hatte. In einer Zeit, als die Laternen nachts nur so lange brannten, bis der Nachtwächter sie löschte, und die einzigen nächtlichen Geräusche von vereinzelten Fuhrwerken auf den gepflasterten Straßen der Stadt her rührten. Natürlich hatte sie nachts noch nie Licht benötigt, um etwas zu erkennen. Aber in den letzten paar Jahrzehnten hatten die Menschen die Dunkelheit immer weiter verdrängt, mit ihren Laternen und Leuchtreklamen und Scheinwerfern. Dafür war die Finsternis inzwischen intensiver, als würde sie sich an den wenigen Stellen, an denen sie noch geduldet wurde, konzentrieren.
Sie widerstand der Versuchung, Helena ein paar Schritte vorgehen zu lassen, um ihren Hintern eingehend zu betrachten. Die Gestalt der Wandlerin wirkte wie bei fast allen ihrer Art sportlich und durchtrainiert. Zudem bewegte sie sich selbst auf den roten High Heels mit lässiger Eleganz.

Sie waren die Einzigen, die mit Absätzen unterwegs waren - der Rest der wenigen Menschen, die sich noch herumtrieben trug ausnahmslos flaches Schuhwerk. Es war noch ein wenig zu früh für die Kids, die sich nach dem Lokalbesuch oder ein paar gemütlichen Joints bei Freunden auf die Imbissstände stürzten, um den Heisshunger zu stillen. Norah trug wie immer keine Uhr - nicht einmal ihr Handy hatte sie dabei. Nur die Kreditkarte steckte in der Jacke. Der einzige Schmuck bestand aus ein paar silbernen Armreifen und einer langen Kette aus demselben, undefinierbaren Material, das perfekt zu dem weichen Stoff des lose fallenden schwarzen Kleides passte. Die dunkle Kleidung unterstrich ihre leicht unnahbare Haltung meistens, aber sie konnte sich nicht überwinden, bunte Kleidung anzuziehen. Es wäre wie eine Verkleidung und die Vampirin hielt sich nun mal lieber an dunkle Töne und eine kleine Vorliebe für Hüte, Kopfbedeckungen und Kapuzen. Kein Wunder, dass sie in den Krankenhäusern vor ein paar Jahrzehnten für Gerüchte über einen Todesengel gesorgt hatte. Sie hing ihren Erinnerungen nach und streifte die Wandlerin hin und wieder mit einem kurzen, unauffälligen Blick. Jetzt... oder später?

Die Wandlerin hielt, und Norah reagierte sofort und so geschmeidig, als hätte sie genau im selben Moment vorgehabt, stehen zu bleiben. Ihr Blick hing an den vollen, weichen Lippen der Blonden, als sie sprach. Die grünbraunen Augen musterten sie mit einem undeutbaren, aber definitiv aufmerksamen Blick, als sie näher trat. Einen Moment lang sah es so aus, als würde sie sie gleich packen und auf Distanz halten, so wie die Dunkelhäutige vorhin in der Bar.
Sie zog die eigene Unterlippe zwischen die Zähne, als Helenas Atem über die empfindliche Haut zwischen Ohr und Hals strich. Sie bildete sich ein, die Körperwärme der anderen durch den Stoff hindurch zu spüren und ließ sie näherkommen. Als die schöne Wandlerin sie anlächelte wie die personifizierte Versuchung erwiederte sie das Lächeln. Jetzt. In ihren Pupillen schien sich etwas kurz zusammenzuziehen, als hätte ein Lichtstrahl ihr ins Gesicht geleuchtet.
Mit einer unmenschlich schnellen Bewegung hatte sie das Kinn der jungen Frau umfasst, um ihr Gesicht wieder näher heranzuziehen, bis ihre Gesichter nur noch wenige Zentimeter trennten. Umso langsamer fuhr sie dann mit dem Daumen sanft an Helenas Unterlippe entlang. "Wo genau?" erkundigte sie sich dabei, in mitfühlendem Tonfall. Dieses Mal unterdrückte sie den Impuls, auf ihre eigene Lippe zu beissen.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptySo 29 Mai 2016 - 21:44

Mit raubtierhaftee Genugtuung sah Hel wie Norah auf ihre Nähe reagierte. Ja es gefiehl ihr das Gefühl zu haben, etwas überlegen zu seim. Oder zumindest, dass die Frau in Schwarz ihr gegenüber ebenfalls leicht... abgelenkt war. Von ihr! Sie bemerkte Norahs kurzes Überlegen kaum - dafür war sie die wesentlich langsamern Gedanken und Bewegungen normaöer Menschen gewohnt.

Norahs ruckartige Bewegung ließ Hel gegen sie stolpern. Sie legte ihre Hand auf Norahs, die an ihrem Kinn lag. Norah war ein Stück größer als sie, obwohl sie hohe Schuhe trug. Naja, Norah ebenfalls hohe Schuhe, zu ihrer Verteidigung.

Sie bewunderte Norahs Eleganz, die auch in jenen Bewegungen lag, die zu schnell für einen Menschen waren. Eigentlich sollten jetzt die Alarmglocken schrillen, dass etwas nicht in Ordnung war. Aber Hel war ganz damit beschäftigt wie nah Norahs Lippen waren und dass sie sich nur wenige Zentimeter vorlehnen musste um Norah zu küssen. Sie sah auf die vollen Lippen von Norah, bevor sie ihrem Wunsch nachgab.

Vorsichtig reckte sie sich und hauchte so nah an Norahs Lippen, dass ihre Lippen Norahs berührten, als sie sprach: "Genau hier... Damit küsste sie Norah federleicht und etwas unsicher. Sie hatte noch nie eine andere Frau geküsst und sie wusste zwar dass Männer im allgemeinen fanden sie küsste gut - ob das aber auf Norah auch zutraf wusste sie nicht.
Ihre Arme ließ sie an Norahs Seite herunterfahren und zog sie nöher zu sich bis kein Blatt mehr zwischen sie beide gepasst hätte.
Sie beobachtete Norah genau, um auch ja keine Gesichtsregung zu verpassen, oder aufzuhören wenn sie ein Anzeichen von Unwoölen zeigte.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptyMi 1 Jun 2016 - 19:19

Die Dunkelhaarige neigte den Kopf, um den Größenunterschied auszugleichen, kam ihr allerdings nicht entgegen. Sie senkte die Lider mit den dichten Wimpern, um das seltsam lauernde Funkeln in den grünschimmernden Augen zu verbergen. Als würde es jetzt noch einen Unterschied machen, ob sie ihr Wesen offenbarte. Sie war ihr Leben lang darauf gedrillt worden, die Maskerade zu wahren und ihre Existenz zu verschleiern, so dass dieses Verhalten zu einem Automatismus geworden war. Oft genug hatte ihr diese Vorsicht, die manchmal schon fast an Paranoia grenzte, ihr buchstäblich das Leben gerettet. Vampire waren in den letzten paar Jahrzehnten zwar innerhalb kürzester zeit von schrecklichen Monstern zu verführerischen Glitzerwesen mutiert, aber sie selbst konnte sich weder mit dem einen, noch mit dem anderen Identifizieren. Sie war verführerisch, und grausam, und sanft und brutal, und es dauerte oft nicht einen Wimpernschlag, um dazwischen zu wechseln. Oft genug beruhte ihr Verhalten darauf, wie mit ihr umgegangen wurde. Aber die Menschen hatten sie früher nicht umsonst gefürchtet, und wenn sie wüssten was gut für sie wäre, dann täten sie das noch. All die Vermissten und unaufgeklärten Tode - in 90% der Fälle war ein Monster wie sie dafür verantwortlich.

Selbst wenn Helena es noch nicht vermutete, würde sie früher oder später erfahren, was genau es mit ihrer wortkargen Barbekanntschaft auf sich hatte.
Scheinbar unbeeindruckt von der Nähe und der offensiven Präsenz der schönen Wandlerin blieb sie reglos stehen, als Helena sich unmerklich noch näher an sie heranschob. Geschmeidig wie ein Raubtier, dass sich an seine Beute anschlich. Ihr Griff unter dem Kinn der jungen Frau lockerte sich, um ihrem Gegenüber mehr Bewegungsfreiheit zu gewähren, und wie von selbst glitten ihre Fingerspitzen über die unsichtbare Linie am Hals, die die Schlagader bezeichnete. Norah konnte das Pulsieren des Blutes deutlich spüren, wie ein sanftes Anklopfen unter ihren tastenden Fingern. Sie fühlte den Lufthauch auf ihrer Haut, als Helena ihre rhetorische Frage tatsächlich beantwortete und genoss das Gefühl von zarten, beinahe vorsichtigen Lippen auf ihren, als sie sie endlich küsste. In der Zeitspanne, die sie bereits am Leben war hatte sie schon relativ früh herausgefunden, dass es keinen Unterschied machte, mit wem oder was man Zärtlichkeiten austauschte - solange man es nur oft genug tat. Irgend einen Ausgleich musste es wohl für die schroffen und grausamen Züge in ihrem Wesen geben.

So zielstrebig die Wandlerin bisher gewesen war, so vorsichtig schien sie sich jetzt voranzutasten, als würde sie erwarten dass Norah sich gleich von ihr löste. Um zumindest das zu klären, schob sie die Finger langsam in Helenas Nacken und grub sie in die langen, blonden Haare. Eine seltsam besitzergreifende Geste, nachdem sie sich bisher alles schon beinahe teilnahmslos gefallen lassen hatte. Erst dann erwiederte sie den Kuss, mit sanftem Druck und weichen Lippen. Sie schmiegte ihren Körper in die Arme der Gestaltwandlerin, genoss das Gefühl von weichen Brüsten, die sich an ihre pressten. Der Stoff zwischen ihnen störte sie bereits jetzt. Mit der freien Hand streichelte sie über Helenas Rücken und grub die Finger in den perfekt geformten Hintern der Wandlerin, wobei sie ihr Becken fester gegen ihr eigenes presste. Helena schmeckte leicht nach dem BitterLemon, das sie zuvor getrunken hatte, und allein die Vorstellung ihr Blut gleich auf der Zunge zu schmecken jagte Norah einen Schauer über den Rücken. Sie zog die Unterlippe der anderen sanft zwischen die Zähne, knabberte daran ohne sie wirklich zu verletzen und genoss es, sich selbst zurückzuhalten.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptyDi 14 Jun 2016 - 19:26

Ein leises Schnurren grollte in Helenas Kehle. Es war ihr langsam herzlich egal, ob sie noch für einen normalen Menschen gehalten wurde. Außerdem war ihr das Glitzern in Norahs Blick nicht entgangen und sie bezweifelte stark, dass diese wirklich ein Mensch war. Sehr stark sogar.

Norahs lange Finger strichen sanft über ihren Hals und blieben auf jener Ader liegen, die so leicht zu erreichen war und mithilfe derer man jemanden so leicht töten konnte.
Norahs Geruch war für ihre feine Nase betörend, nicht leicht oder blumig, sondern bittersüß und geheimnisvoll.
Norah küsste sie zurück und Hel konnte ein kurzes Knurren nicht unterdrücken. Als Norah vorsichtig an ihrer Unterlippe zu knabbern begann, schloss Hel die Augen um sich ganz auf die Empfindungen zu konzernieren. Ihre Linke wanderte nach oben und sie grub sie nicht mehr ganz so sanft in Norahs langen, seidigen Haaren.

Sie war nicht grob, nein. Aber sie wusste, dass Norah in ihrem Nacken möglicherweise einige rote Striemen von den langen Fingernägeln behalten würde. Helena war nunmal ein Raubtier und sie brandmarkte ihre ... Partner gerne. Zumindest für eine Weile, denn in spätestens zwei Tagen wären die Striemen verheilt, selbst bei einer Person mit empfindlicher Haut.

Helena rückte bereitwillig näher an Norah heran, als diese an ihren jeansumspannten Hintern fasste. Sie war sich sicher, dass Norah Erfahrung damit hatte, ein weibliches Wesen zu küssen. Und augenblicklich schob sich ein Bild vor ihr Auge, wo sie sich nicht mehr nur küssten. Sie keuchte leise auf, als sie Norahs Hand noch näher zog. Nicht dass es ihr nicht gefiel, ganz im Gegenteil.

Wie von selbst wanderte ihre andere Hand tiefer über Norahs Seite und erkundete federleicht die Rundungen ihrer Hüfte und ihres ausgesprochen ansprechenden Hinterns. Hel ließ ihrer inneren Katze freien Lauf und diese wollte nicht mehr spielen, sondern zur Sache kommen. Hel umspielte Norahs Zunge mit ihrer und biss ihr dann kurz, aber fest in die Unterlippe, bevor sie sich mit einem hauchzarten Knabbern Wiedergutmachung leistete und Norah aufforderte, ihre Zurückhaltung doch fallen zu lassen.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptyMi 15 Jun 2016 - 13:24

Hel schloss die Augen, als sie den Kuss erwiederte. Und Norah fand wieder den direkten Vergleich zu einer Katze, die zufrieden schnurrend ihre Zärtlichkeiten genoss. Das Gefühl, den geschmeidigen Körper der anderen so dicht an ihrem zu spüren, die schlanken Finger, die sich in ihre Haare gruben, lösten ein angenehmes Kribbeln aus. Als die Wandlerin dann noch fester zugriff und ihre Fingernägel langsam über die empfindliche Haut im Nacken schabten durchlief sie ein kleiner Schauer. Eine Art Vorläufer einer Gänsehaut, eine Ahnung dessen, was sie mit der schönen Blondine noch anstellen könnte, blitzte in ihrer Fantasie auf. Sie mochte es durchaus, gekratzt und gebissen zu werden, und die Wandlerin schien diese Vorliebe zu teilen.
Unfairerweise war Norah in diesem Fall allerdings im Vorteil, denn die Kratzer im Nacken der Vampirin waren bereits wieder spurlos verschwunden, kaum dass die Andere ihre Finger gelöst hatte. Ihre Haut regenerierte schneller, als sich die winzigen Verletzungen sichtbar abzeichnen konnten.

Das leise Keuchen verriet ihr alles, was sie wissen musste. Mit einem feinen Lächeln schob sie die Hand auf Helenas Hintern hoch und damit unter die Bluse. Warme, makellos glatte Haut, für einen Menschen vielleicht ein paar Grad zu warm. Sie löste jetzt erst die andere Hand aus Helenas blonden Locken, als wäre sie sicher, dass sie nicht mehr einfach abhauen oder zurückweichen würde. Gleich darauf wanderten zwei kühle Handflächen auf der nackten Haut langsam an Helenas Seiten entlang nach oben.
Helena schien genau zu wissen was sie wollte, und Norah hatte gerade beschlossen, sich zeit mit ihr zu lassen. Vielleicht musste sie sie gar nicht becirzen. Aber sie mit nach Hause zu nehmen kam trotzdem nicht in Frage - nicht, wenn sie nicht sicher war, ob ihre Putzfrau die blutige Sauerei inzwischen erledigt hatte. Nicht, dass sie Helena nicht dazu bringen könnte, das einfach zu übersehen. Aber es würde sie selbst stören, den alten Blutgeruch in der Nase zu haben.

Sie vergalt den Biss in ihre Lippe mit einem rächenden, kleinen Zuschnappen, allerdings wieder, ohne die Haut mehr als nur leicht anzuritzen. Dafür grub sie die Fingernägel kurz in die weiche Haut unter ihren Händen und zog sie wieder eng an sich. Noch nicht allzu fest, obwohl sie Lust hatte, die Nägel bis auf die Knochen ins Fleisch zu graben und Furchen in die seidig glatte Oberfläche zu ziehen. Aber bei dem verführerischen Duft, der die Wandlerin umgab ging sie davon aus, dass das frische Blut ihr die Sache mit der Selbstbeherrschung ziemlich schnell ruinieren könnte. Und ein bisschen davon würde sie noch brauchen, wenn sie Helena noch ein bisschen verwöhnen wollte bevor sie ihr richtig weh tat. Falls sie das tat.
Wandler verfügten über gute Selbstheilungskräfte, also musste sie nicht allzu zimperlich mit der jungen Frau sein. Aber auf jeden Fall wollte sie die Katze noch zum Schnurren bringen. Sie küsste sie noch einmal, dieses mal etwas rauer und nicht ganz so vorsichtig, bevor sie sich kurz umsah. Es waren immer noch einige Menschen unterwegs, allerdings war keiner von ihnen wirklich interessant. Interessant war nur dieses Geschöpf vor ihr. Im Idealfall ohne Klamotten. "Zu dir." entschied sie ruhig und löste sich kurz von der Wandlerin, um sich von ihr führen zu lassen.

TBC: ((Ausgespielte Sexszenen - Helena & Norah //))
ZEITSPRUNG //
Geschäftsviertel // Bildhauerei Karkasy Perfektion // Galerie


Zuletzt von Norah Grey am Mi 27 Jul 2016 - 15:11 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptyFr 24 Jun 2016 - 12:19

CF: Geschäftsviertel - Knospi Solution - Büro

Nachdem Luke ihr noch seine Handynummer auf die Visitenkarte geschrieben hatte und Hayley das Bürogebäude verlassen hatte, lief sie erstmal ein wenig ziellos umher. Da im Moment ziemlich warmes Wetter war, hielt die Wölfin erstmal Ausschau nach einem Wäscheständer, wo sie ein paar Leute, um ihre Kleidung erleichterte. Jetzt brauchte sie nur noch eine Umkleide oder sowas, wo sie sich umziehen könnte. Also steuerte sie eine öffentliche Toillette an, zog sich um und fühlte sich zum ersten Mal ein bisschen erleichterter. Zwar lief sie immer noch Barfus herum, aber sie würde vielleicht nicht so schnell an ein paar Schuhe ran kommen. Erst einmal brauchte sie ein wenig Kohle, ein Handy und eine Bleibe für die nächsten Tage.

Während sie so grübelte, registrierte sie das ihre Wölfin in der letzten Zeit ziemlich still gewesen war. Alles in Ordnung. Ich bin noch da. Hörte sie die beruhigenden Worte ihrer Wölfin und Hayley atmete erleichtert auf. Sie wollte nicht das ihre Wölfin wieder verschwand und sie alleine dastehen würde. Während sie nun so über die Strasse ging, versuchte sich Hayley die wichtigsten Läden einzuprägen. Schliesslich würde sie hier eine gewisse Zeit bleiben, also musste sie da langsam anfangen.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptySo 26 Jun 2016 - 17:54

cf: Zeitsprung-Geschäftsviertel - Einkaufsmeile "Sapphire Alley"

Chris konnte es nicht verleugnen, so ganz ohne seinen Wolf, war er unvollständig. Mit dem Moment, wo sein Begleiter sich wieder regte, fühlte er sich wieder Ganz und vor allem beschützt. Selbst wenn es eine überaus sarkastische Bemerkung war, mit der er sich zurückmeldete.

Es wundert mich, dass du dich nicht in Probleme gebracht hast.

Die Begegnung mit Ryan hatte ihn eines seiner Lieblingsshirts gekostet. Ein guter Vorwand in die Stadt zu fahren und neue Klamotten zu besorgen. Die Arbeit im Stall forderte auch ihren Tribut und da nun auch die Geschäftstermine häufiger wurden, sollte er sich vielleicht so ein verhasstes Teil wie einen Anzug zulegen.

Der beste Ort für diesen Plan schien ihm die Einkaufsmeile in Dallas zu sein. Trotz der späten Stunde waren hier noch einige Menschen unterwegs. Mit dem Wolf waren auch seine feinen Sinne wieder zurückgekehrt, was nicht immer ein Segen war. Besonders in solchen Menschenmengen. Also versuchte Chris nicht zu genau zu analasyieren, was ihm da alles in die Nase stieg.

Riechst du das?


Chris hielt inne und nahm nun die Gerüche die ihn umgaben bewusster auf und wusste augenblicklich, was sein Wolf gerochen hatte. Augenblicklich leuchtete so etwas wie Jagdtrieb in den grasgrünen Augen auf und er wandte suchend den Kopf, bis er sicher war die Richtung gefunden zu haben. Es war leicht der ihm bekannten Fährte zu folgen. Er brauchte nicht lange, um den bekannten Haarschopf zu entdecken und trat locker von hinten an sie heran.

"Hayley Marshall", sagte er und seine Lippen kräuselten sich amüsiert, als er ihren Aufzug bemerkte. "Was hat dich denn bitte hierher verschlagen?" Er hatte sie schon ein paar Jahre nicht mehr gesehen, aber sie hatte sich kaum verändert. Okay, sie war ein Wolf wie er, daher war das auch nicht verwunderlich.

Sein Wolf war aufmerksam und Chris spürte, wie er abwartete und ihre Reaktion belauerte. Alles in allem hatte es in der Vergangenheit wenig Probleme zwischen ihnen geblieben. Vielleicht auch, weil sie beide Rudellos waren, aber das könnte sich ja bei Hay in der Zwischenzeit geändert haben.[/i]


Zuletzt von Christopher Nox am Fr 8 Jul 2016 - 19:36 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptySo 26 Jun 2016 - 22:29

Hayley ging ein wenig gelangweilt die Strassen entlang. Auch wen sie versuchte sich viele Dinge einzuprägen wie möglich, verlor sie schnell das Interesse. Diese Stadt ist öde. Pflichtete ihr auch ihr Wolf bei. Es ist nur was anderes, weil wir nicht in der Nähe der Natur sind. Wir müssen uns ein wenig umgewöhnen. Beide seufzten leise. Sie wussten schon das ihnen die Natur fehlen wird. Doch da mussten sie jetzt durch.

Ihr wurden einige komische Blicke zugeworfen, weil sie Barfuss unterwegs war, aber es war warmes Wetter. Wir bekommen Besuch. War das etwa freudige Erwartung in der Stimme ihrer Wölfin? Hayley blieb stehen und roch in der Luft. Ihr Wolf schien eine Witterung aufgenommen zu haben und einige Zeit nach ihm auch Hayley. Ein Strahlen breitete sich auf ihrem Gesicht aus, während sie ihren Weg fortsetzte und schliesslich auch die ihr bekannte Stimme vernahm. "Chris Nox." Sie drehte sich zu ihm herum und grinste ihn schelmisch an. Bei seiner Frage grinste sie noch breiter. "Das selbe könnte ich Dich fragen." meinte sie gut gelaunt ehe sie den älteren Wolf in die Arme schloss. Als sein Blick in Richtung ihrer nackten Füsse ging, rollte sie mit den Augen. "Ich sag nur, Mondfinsternis. Letzte Nacht war echt beschissen." Chris wusste bestimmt was sie meinte. Das war auch einer der Gründe warum sie erstmal einen halt hier gemacht hatte.

Erst jetzt kam sie dazu ihn zu mustern und er hatte sich kaum verändert. "Wie geht es Dir? Lebst du hier?" Ihre Wölfin war zwar aufmerksam aber eher entspannt. Sie kannten den Wolf schliesslich schon, deshalb ging von ihm keine ernsthafte Gefahr aus. Und Chris schickte wirklich der Himmel, vielleicht kannte er einen Ort wo sie sich erstmal niederlassen konnte. Einem Wolf konnte sie schliesslich mehr vertrauen als jemand anderem.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptyMo 27 Jun 2016 - 20:19

So wie Hayley strahlte, hatte er sie nicht überraschen können. Was aber auch nicht sonderlich verwunderlich war. Ihr Wolf schlief bestimmt nicht. Die Freude über dieses Wiedersehen stand ihr ins Gesicht geschrieben und Chris merkte, dass es etwas ansteckendes hatte, denn auch seine Mundwinkel waren Richtung Ohren gewandert.

Sie hatten beide kein Sitzfleisch und auf ihren Wegen quer durchs Land, hatten sich die ihren einmal gekreuzt. Danach hatten sie sich jedoch wieder aus den Augen verloren. Chris erwiderte die herzliche Umarmung und merkte, dass sein Wolf interessiert die Witterung der anderen aufnahm.

Sein Seufzen hatte etwas zustimmendes, als sie die letzte Nacht ansprach. "Wem sagst du das. Ich wäre beinah als Grillfleisch geendet. So war es nur mein Shirt, dass dran glauben musste." Demonstrativ hob er die Kleidertüte, die er in der Hand hielt.

Auf ihre Frage hin, zuckte er unbestimmt die Schultern. "Ich kann nicht klagen. Ja, seit kurzem", beantwortete er die Frage nach seinem Wohnort.

"Ein Freund war der Meinung, ich sollte endlich aufhören umherzuziehen und Ärger anzuziehen."
Ein Grinsen teilte seine Lippen und entblößte eine makellose Zahnreihe. Hayley hatte schon erlebt, wovon er da sprach. Er lernte einfach nie, wann er besser den Mund halten sollte. Der gestrige Abend kam ihm da wieder in den Sinn.

"Kannst du dir mich als Geschäftsmann vorstellen?", fragte er mit einem Schuss Selbstironie. "Immerhin, es geht um Pferde. Was auch sonst. Gib uns 10 Jahre, und wir sind die Topadresse in Amerika. Und was treibt dich hier her? Vermutlich wolltest du kein Pferd kaufen", zwinkerte er.

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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptyDi 28 Jun 2016 - 13:28

"Lieber fast als Grillfleisch geendet, als mitten im Wald nackt aufzuwachen und dann so durch den Wald zu spazieren." murmelte die Wölfen ein wenig missmutig. Ich kann nichts dafür, die Mondfinsternis war schuld. Ja ich weiss. Alles in Ordnung. Hayley wollte ihre Wölfin nicht an den Pranger stellen. Sie konnte ja wirklich nichts dafür.

So zuckte Hayley schliesslich nur mit den Schultern und blickte in die Tüte. "Ach, so ist das." meinte sie schliesslich zu Chris. "Lass mich raten, unangenehme Erfahrung mit einem... hmm Pyro." sie zwinkerte Chris zu ehe sie sich bei ihm einhakte. Als er weitererzählte hob sie eine Augenbraue. "Solche Freunde sind überbewertet." meinte sie grinsend. "Wo bleibt den da der ganze Spass." Sie stupste ihn ein wenig an.

Als Chris dann das Thema wechselte und fragte ob sie ihn sich als Geschäftsmann vorstellen konnte, tauchte unbewusst das Gesicht von Jeremy vor ihren Augen auf und sie musste loslachen. "Ähm.." sie biss sich auf die Lippen, bis sie sich beruhigt hatte. " 'Tschuldige." sie schüttelte ihren Kopf. "Ja kann ich schon, wenn ich ganz, ganz ernst bin." meinte sie mit einem frechen Grinsen. "Okey in 10 Jahren frage ich in Dallas nach deinem Namen, dann werden sie mich dann sofort zu deiner Ranch schicken." meinte sie zwinkernd.

Schliesslich antwortete sie auf seine Frage bezüglich, ihres Aufenthaltes in Dallas. "Naja das übliche halt, die Suche nach Rudeln oder Antworten zu meiner Familie." sie zuckte mit den Schultern. Schliesslich blickte sie den Wolf von der Seite her an. "Du hast nicht irgendwo bei Dir zu Hause, ein Ersatzhandy das ich benutzen könnte?" meinte sie ein wenig scheinheilig. Sie blickte ihn aus Hundeaugen an. "Ich bräuchte auch für ein paar Tage noch eine Bleibe." ihre Lippen hatten sich jetzt zu einem amüsiertes Lächeln gekräuselt.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptyMi 29 Jun 2016 - 10:09

Hayley war im Grunde nie um eine Antwort verlegen gewesen und sie kam in der Regel auch Chris seiner großen Klappe klar. Etwas das er an ihr mochte, denn ihr Wolf fletschte nicht gleich die Zähne, nur weil Christopher erst sprach und dann nachdachte. Der Umgang mit ihr war einfach, das war er immer schon gewesen. Im Vergleich mit ihm war Hayley noch jung. Womöglich war das gestern sogar ihre erste Mondfinsternis überhaupt gewesen. Die Rangordnung zwischen den beiden Wölfen war ganz klar, doch hatte Chris' Wolf kein Interesse daran, ihren zu unterwerfen. Viel eher zeigte er dort einen ähnlich starken Beschützerinstinkt, wie er ihn auch für Chris an den Tag legte. Und er setzte diesen ebenso vehement durch.

„Es gibt bestimmt schlimmere Anblicke“, raunte Chris mit einem amüsierten Funkeln in den Augen. Nicht das er diesen Anblick schon genossen hätte. Hayley war eine Freundin und damit war sie als Bettgeschichte für ihn tabu. Das die Brünette attraktiv war, konnte man dennoch nur schwer übersehen.

Kurz wurde Chris ernst, als es um Jamie ging. Sie kannte ihn nicht und noch weniger wusste sie, was Jamie für ihn getan hatte. Diesen Teil seiner Vergangenheit teilte er nicht mal mit Freunden. „Nein. Genau solche Freunde sind es, die man braucht“, sagte er schlicht, lächelte dann aber, um den Worten die Schärfe zu nehmen. „Für den Spaß sorge ich schon“, schob er nach und jetzt grinste er schon wieder, wie man es von ihm nicht anders kannte.

Die Vorstellung ihn als Geschäftsmann erheitete Hayley, bis sie schier Tränen lachte. Chris schwankte zwischen beleidigt sein und selber lachen. Er wusste ja nur zu genau, wie albern das wirken musste. Andererseits liebte er die Pferde und das war eines der wenigen Dinge für die er bereit war sich selber am Riemen zu reißen. Vielleicht sogar die einzige Sache. Jamie kannte ihn eben nur zu genau. „Du bist nie ernst.“ Chris kniff die Augen zusammen und musterte sie gespielt verärgert. Sein Lächeln war aber ehrlich, als Hayley einlenkte und er zuckte auf die Ankündigung hin nur mit den Schultern. „Hoffentlich ist es dann unsere Ranch, wo sie dich hinschicken.“

Sein Blick ruhte nun ernst auf Hayley, als sie auf den Grund ihres Aufenthalts in Dallas kam. „In all den Jahren hast du also immer noch keine Antworten gefunden. Das tut mir leid“, sagte er in aufrichtigen Bedauern. Sein eigenes Rudel interessierte ihn kein bisschen und er war nicht scharf darauf, jemals wieder jemanden daraus zu sehen. Selbst seine Eltern interessierten ihn mittlerweile nicht mehr. Doch bei Hayley sah das anders aus. Wenn es um ihr Rudel ging, dann wurde die sonst so freche und übermütige junge Frau ganz ernst. Ihre Suche war der Grund, warum sie nie für längere Zeit an einem Ort blieb. Chris' Neigung Ärger zu verursachen der Seine.

Diesen Unschuldsblick von ihr kannte er schon und zog bei dem Tonfall bereits eine Braue in die Höhe. „Hey, ich vermisse immer noch den Roman, den du dir nur mal kurz ausgeliehen hast. Sind 4 Jahre bei dir die Definition von Kurz? Ich möchte den wiederhaben“, stellte er mit beleidigten Ton klar, auch wenn er wusste, er würde das Buch wohl nicht mehr wiedersehen. „Aber ja, wir treiben schon für dich ein Handy auf“, gab er seufzend klein bei und hielt im Schritt inne, als Hayley noch einen drauf setzte.

„Wenn dir eine Box im Stall reicht, ich hab da noch ...“, lachend brach Chris ab und wich Hayley aus... Ich kenn da eine nette Höhle im Wald...Kurz überlegte er dennoch. Jamie war sein bester Freund, aber er war ein Mischling und damit war seine Position bei anderen Werwölfen meist nicht sehr einfach. Er war ein Einzelgänger, wenn man so wollte, doch Chris hatte seinen eigenen Wohnbereich bei ihm. Und in letzter Zeit war sein Freund derart eingespannt, dass man ihn sowieso kaum zu Gesicht bekam.

„Ich hätte da eine Couch. Doch ein Rat unter Freunden – Jamie ist tabu. Verstehst du mich? Ich werde nicht zulassen, dass ihm etwas zustößt.“ ...Hältst du das für eine gute Idee?...Hast du eine Bessere? Ich kann sie doch nicht einfach so hier stehen lassen ...Jetzt war jede Spur von Humor verschwunden. Und auch wenn ich sonst nicht diese Aura der Gefahr verströmte, in dem Moment war auch mein Wolf hellwach und ganz knapp unter der Oberfläche vorhanden. Egal ob die Gefahr von Hay selber käme oder aufgrund eines unbedachten Kommentars ihrerseits andere unserer Art oder gar Vampire anlocken würde. Jeder der versuchte Jamie zu schaden, würde es mit mir zu tun kriegen.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptyMi 29 Jun 2016 - 11:27

Chris war knapp 80 Jahre älter als sie selbst, also war ihr klar das der Wolf erstens älter, stärker und erfahrener war als sie. Ausserdem waren sie sich gewohnt, sich zu unterwerfen. Schliesslich konnte sie, bei all den Rudeln in denen sie schon gewesen war, nicht einfach rein spazieren und einen auf Alphatier machen. Demnach waren die beiden Wölfe wohl einfach zur Stillen übereinkunft gekommen, das so etwas wie gleichstand zwischen den beiden herrschte und das sie, wenn es denn nötig wäre, klein bei geben würde, wen Chris seinen Willen durchsetzen wollte.

"Der Anblick war bestimmt anbetungswürdig, vorallem weil ich, so wie Gott mich schuf in ein Büro gestolpert bin, das natürlich auch nicht leer war." sie nagte an ihrer Unterlippe ehe sie fortfuhr. "Dem Typ sind fast die Augen ausgefallen, ausserdem hatte er wohl einen Kater von letzter Nacht." meinte Hayley und musste dann selbst kichern. Ja Jeremy hatte wohl nen kleinen Schock als er die Wölfin nackt gesehen hatte.

Hayley's Wolf war wachsam genug um zu bemerken, das Chris ernster wurde sobald sie seinen Freund ansprach. Hayley bemerkte auch der etwas ernstere Tonfall, so als würde mit einem kleinen Kind reden. Die Wölfin nickte schliesslich. Doch er nahm den Worten schon seine Schärfe indem er meinte das er für den Spass sorgen würde. Gott sei Dank, ich dachte schon der grosse Wolf ist zur Spassbremse mutiert. Sei ruhig. Was denn? Hast du etwa Lust, einen auf zahmes Hündchen zu machen? Seufzend musste Hayley ihrem Wolf zustimmen, aber selbst wenn, für Chris' Freundschaft konnte sich selbst die Wölfin ein wenig am Riemen reissen.

Danach hätte sie fast Tränen gelacht, als Chris das Thema wechselte. Sie musterte ihn als er gespielt verärgert meinte, das sie nie ernst war. "Nein, bin ich nicht. Dafür hab ich aber meinen Spass." meinte sie schliesslich ehrlich. Dann sprach sie schliesslich wieder ihre Familie an, das einzige Thema wo sie dann wirklich ernst wurde und auch diese unbeschwertheit aus ihren Zügen verschwand. Nein bisher war sie nicht weiter gekommen. Egal was für Geheimnisse ihre Eltern hatten und wo sie im Moment waren, bisher gab es keine Zeichen und Hayley suchte ja wirklich schon eine ganze Weile. "Naja, kann man nichts machen." meinte Hayley schliessllich. Vielleicht konnte man in ihrer Stimme die leichte Resignation heraushören. Hayley würde dies aber verhemennt abstreiten.

Als sie versuchte Chris anzuschnorren, rechnete sie eigentlich schon mit einer Abfuhr. Der Wolf sprach dann auch auf sein ehemalig ausgeliehenes Buch an. War das echt schon 4 Jahre her? "Ich bin viel unterwegs, da muss es mir abhanden gekommen sein." murmelte die Wölfin ein wenig kleinlaut. "Ich ersetz ihn Dir. Ehrlich. Sobald ich erstmal ein wenig Kohle aufgetrieben habe." Hayley war sich gewohnt Dinge von anderen zu schnorren, da sie die meiste Zeit unterwegs als Wolf war, legte sie keinen Wert auf irgendwelche Besitztümer. Als Chris klein bei gab, strahlte sie ihren Freund an.

Vielleicht sollte sie Chris Gutmütigkeit nicht so ausnutzen. Sie wusste das sie vielleicht gerade dabei war, seine Grenzen auszutesten. Soetwas konnte schnell nach hinten los gehen. Hayley wollte schon sagen das ihr eine Box im Stall auch schon ausreichen würde, als Chris anfing zu lachen und sie nur leicht verwirrt die Augenbraue hochzog. Hayley wurde nun wachsamer als sich seine Ausstrahlung veränderte. Er bot ihr eine Couch zum Schlafen an, aber sie musste seinen Freund in Ruhe lassen. Ein bisschen wich die junge Wölfin auch zurück als er ihr in die Augen blickte, ehe sie schliesslich nickte. "Ist okay, Jamie ist tabu, ich lass ihn in Ruhe. Ihm wird nichts geschehen. Ich schwöre es." Hayley schwöre sonst auf keine Dinge, aber wenn es Chris so ernst war, würde sich Hayley nicht dagegen auflehnen.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptyDo 30 Jun 2016 - 9:30

Chris konnte nicht anders, als zu lachen als Hayley so freimütig von dem Fettnäpfchen der letzten Nacht erzählte. Ja, das konnte er sich gut vorstellen, dass der Typ blöd geschaut hatte. "Was für ein Glückspilz", sagte er und meinte es auch genauso.

Sofern sie ihn nicht mit Haut und Haaren vernascht hat....Wohl kaum. Mondfinsternis?... So hab ich das auch nicht gemeint ... Chris blieb seinem Wolf die Antwort schuldig und ignorierte das amüsierte, bellende Lachen in seinem Kopf. Warum zum Geier fand sein Wolf das bitte so witzig?

Da sich das Gespräch mit Hayley gerade auch ernsten Dingen zuwandte, fiel es wohl kaum auf, dass er verstimmt war. Doch wie meistens hielt das nicht lange an und Chris fing wieder mit Hay zu witzeln an. Auch wenn sie immer wieder mal ernste Themen streiften, war es schon immer leicht gewesen mit Hay in der nächsten Sekunde schon wieder zu lachen.

Das sie chronisch pleite war und sich alles mögliche zusammen "lieh" war auch nix Neues. So nahm er das Versprechen, sie würde das Buch ersetzen mit einer skeptisch hochgezogenen Braue hin. "Soll ich dir das Geld dafür leihen?", fragte er neckend.

Fürs Erste würde es wohl bei dem Handy und der Couch bleiben. Und vermutlich dem Inhalt seines Kühlschranks. Und seiner Zahnpasta.
Deinem Whiskey, deiner Musiksammlung und vermutlich wird sie dir in zwei Tagen das Bett abgeschwatzt haben und wir schlafen auf der Couch...Autsch....(pause)....(pause)....Okay, womöglich hast du Recht. Es ist eine gute Couch

Es war Chris schon immer schwer gefallen Hayley etwas abzuschlagen. Vielleicht weil er das Gefühl kannte, ganz allein da draußen zu sein. Ohne Rudel. Es gab zwar die Bezeichnung einsamer Wolf, doch waren sie immer noch Rudeltiere. Es war seine eigene Entscheidung gewesen, sein Rudel zu verlassen und sich kein Neues zu suchen. Die Rolle des Omega hatte ihm nie gestanden. Bei Hayley war das etwas anderes, man hatte für sie entschieden und sie suchte Antworten.

Den Gedanken, dass sie diese Suche nur unglücklich machte und sie damit vielleicht aufhören sollte, hatte er nie laut geäußert. Weil sie darüber bestimmt nicht gelacht hätte. Du gehst jedem möglichen Streit, den du nur auf 10 Meilen witterst aus dem Weg...Ich habe keinen Grund mit ihr zu streiten. Weder gehöre ich zu ihrem Rudel, noch bin ich ihr Gefährte. Ich hab kein Recht ihr zu sagen, was sie tun oder lassen soll. Sie ist nur eine Freundin...Du streitest regelmäßig mit Jamie...Und unser Streitpunkt bist du! Das ist etwas total anderes... Wie du meinst...

Der scheinbar gleichgültige Tonfall, mit dem sich sein Wolf aus dieser Unterhaltung ausklinkte, nervte Chris erst Recht. Beinahe verpasste er Hayleys Antwort Jamie betreffend. Was bildete sein Wolf sich denn ein? Was für einen Grund sollte er denn sonst haben, mit Hayley einen Streit zu meiden? Nur weil er in seinem Kopf steckte, wusste er noch lange nicht alles über ihn. Manchmal nervte es ihn selber, dass sein Wolf immer meinte besser zu wissen, was für sie beide gut war.

Er nahm die Kleinigkeiten wahr, die dafür sprachen, dass Hays Worte nicht einfach so dahingesagt waren. Es war keine Bitte, es war eine Anweisung gewesen von einem Wolf gegeben, der ihr Überlegen war. Unabhängig davon, wie stark sich Chris selber sah, sein Wolf hatte noch nie viel davon gehalten sich irgendwo unterzuordnen. Das Chris dies bewusst nutzte, war eine Seltenheit und sprach davon wie groß sein Bedürfnis war, Jamie in Sicherheit zu wissen.

"Okay. Danke." Der ernste Ausdruck wich einem aufrichtigen Lächeln. Sich zu bedanken wäre wohl nicht nötig gewesen, aber Chris hatte es nie gelegen das Alphatier raushängen zu lassen. Er wusste wie es sich anfühlte, wenn alle von einem erwarteten, einfach nur zu springen und er hatte es gehasst.

"Wolltest du hier noch etwas besorgen? Ein paar Schuhe vielleicht? Oder soll ich dir meine Couch zeigen?", fragte er mit einem neckenden Ausdruck nach.

Oder die Briefmarkensammlung ...
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptyDo 30 Jun 2016 - 10:38

Hayley hob eine Augenbraue als Chris meinte das Jeremy wohl ein ziemlicher Glückspilz gewesen war. "Naja, er fand das ganze ziemlich unerotisch." Sie zuckte kurz mit der Schulter und grinste Chris ein wenig schelmisch an.

Dann zog Hayley gespielt beleidigt eine Schnute, als Chris ihr nicht glaubte, das sie sein Buch ersetzen würde. Er schlug ihr sogar vor, ihr das Geld dafür zu leihen. "Nein.." meinte sie und grinste ihn an. "Ich hab mir einen Job besorgt." Nun zeigte sie mit den Daumen auf sich. "Diese Wölfin hat nen Job in der sie genug Geld verdient, ich werde Dir also nur so lange auf der Tasche sitzen, bis ich mein erstes eigenes Geld verdient habe." Vielleicht auch noch ein bisschen länger, weil sie es genoss bei dem älteren Wolf zu sein.

Ihre Wölfin meldete sich wieder, in dem Hayley ein leises Lachen im Kopf vernahm. Was? Ach nichts, schon in Ordnung. Nein sag. Ich find es nur komisch, das du versuchst ausreden zu finden. Ich versuche keine ausreden zu finden. Ich find Chris immer noch sexy. Ach hör auf! Chris ist nur ein Kumpel, der steht bestimmt nicht auf so kleine Welpen wie wir es sind. Wen du meinst..

Hayley lebte kein einfaches Leben und sie wollte niemandem aufbürden mit ihr um die Welt zu ziehen. Sie wollte einfach ihre Eltern finden. Aber die Suche schien auswegslos zu sein und regelmässig zog es die junge Wölfin auch recht runter. Dies waren auch meist die Momente wo sie über sich die Beherschung verlor und einfach mal tobte. Ganz tief in sich drin war sie halt einfach ein verletztes Mädchen, das von ihren Eltern im Stich gelassen worden war. Ja sie war einsam, aber dieses Leben hatte auch was gutes. Sie war ungebunden und konnte ihr Leben so leben wie sie es wollte.

Erst als Chris ihr erlaubte bei ihm auf der Couch zu schlafen, riss Hayley aus ihren trüben Gedanken und sie versprach ihm schnell das sie seine Anweisung einhalten würde. Er hatte mehr Autorität und Hayley war schon immer jemand gewesen, der eher klein bei gab, als einen grossen Streit anzuzetteln. Sie musste sowieso schon früh lernen sich anzupassen, wenn sie nicht als Prügelknabe für die Rudel enden wollte. Als Chris sich bedankte, nickte sie ihm zu.

Schliesslich beendeten sie das unangenehme Thema und Chris fragte ob sie noch was besorgen wollte. Hayley überlegte kurz, ehe sie den Kopf schüttelte. "Ich glaube nicht das Schuhe im Moment in mein Budget hineinpassen. Es sei den.." Hayley blickte Chris wieder mit ihrem Hundewelpenblick an, ehe sie loslachte. "War nur Spass. Nein ich hab alles." sie hakte sich bei dem Wolf wieder ein und lächelte ihn an. "Zeig mir deine Couch." Das war wohl der dämlichste Anmachspruch der ganzen Welt. Und gefolgt von dem leisen Lachen ihrer Wölfin, machte sich Hayley auf den Weg, zu der Farm in der Chris lebte.

TBC: Wohngebiet - Bezirk Dallas - James Fraser und Christopher Nox - Wohnraum von Christopher (+ Christopher)

(Ich hoff das TBC ist für dich okey?)
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptyFr 15 Jul 2016 - 16:50

CF Zeitsprung: Dallas - Geschäftsviertel - Einkaufsmeile "Sapphire Alley" - Cupcake-Paradies

Was für ein Tag! Heiß und drückend, noch mehr, als der Tag zuvor. Entsprechend luftig war ihr Kleid, weiß mit großen, roten Blumen, mit einem weit fallendem Rock, der sich um ihre schlanken Beine bauschte, wenn sie sich um sich selbst drehte, und einer losen Schnürung am Rücken, die nicht verbarg, dass Sasha großzügig auf einen Büstenhalter verzichtet hatte. Wozu auch? Ihr Dekolleté sah auch so hübsch aus, der Ausschnitt gerade so tief, dass man die sanfte Rundung ihrer Brüste sehen konnte, ohne mehr preis zu geben. Ungeachtet ihrer beruflichen Karriere hielt Sasha nicht viel davon, halbnackt durch die Gegend zu laufen oder einen Ausschnitt zu tragen, so tief, dass man die Schleife auf ihrem Slip sehen konnte. Zumindest nicht einfach so.

Allerdings war von diesem Ausschnitt gerade ohnehin nicht so viel zu sehen. Ungeachtet ihres vorabendlichen Vorhabens, sich keine Bücher mehr zu kaufen, hatte sie einfach nicht widerstehen können! Sie hatte im Bus ihr anderes Buch ausgelesen, weil dieser im Stau stecken geblieben war, und entsprechend anschließend einen kurzen Abstecher in den Buchladen gemacht. Nun steckte ihre Nase in einem Buch, während sie die Straße entlang lief, nur ab und an den Blick von den Seiten hebend, um sicher zu gehen, dass sie in Niemanden hinein lief und sie kein Auto überfuhr, allerdings war es so spannend, dass sie es einfach nicht schaffte, es länger sinken zu lassen.

Ob es wohl noch andere gab, wie sie? Die nach jedem Buchstaben, jedem Wort hetzten, es kaum ertrugen, ein Buch nur für wenige Momente ab zu legen, zu sehr getrieben von dem unbändigen Wunsch, erfahren zu müssen, wie es weiter ging? Mit den Charakteren hofften, bangten, weinten und lachten? Dieses Buch war zumindest eine solche Perle, so komisch, dass sie gar nicht anders konnte, als immer wieder in Gekicher aus zu brechen, während andere Stellen sie so sehr mit zu reißen vermochten, dass sie ihre Augen weit aufriss, ihre Nase noch näher an die Seiten rückte, während ihr Mund.. nunja, auf nicht sonderlich intelligente Art und Weise vor Spannung leicht geöffnet war. Sie hatte auch schon die ersten Tränen unterdrücken müssen, als es so kitschig geworden war, dass ihr Mädchenherz gar nicht anders konnte, als zu schmachten. Nun allerdings befanden sich die Helden in einem Kampf, spannend und bewegend, während hinter jeder Zeile einer der Charaktere verletzt - oder sogar getötet - werden könnte! Und entsprechend unmöglich war es ihr, das Buch auch nur für einen Augenblick länger als nötig zur Seite zu legen, während ihre Lippen lautlos die Worte formten, während sie las und um die fiktionalen Personen bangte, die ihr über die letzten zweihundertachtundzwanzig Seiten bereits immens ans Herz gewachsen waren.

Seiten, die sie gelesen hatte, als sie nur kurz durch das Buch geblättert hatte, die Buchliebhaberin allerdings direkt in ihren Bann gezogen hatten, so sehr, dass die Folgebände der Reihe fröhlich in ihrer Baumwolltasche hin und her baumelten, die Sasha an ihrem Arm trug. Dummerweise war sie so sehr in das Buch versunken, dass sie zwar darauf achtete Niemanden um zu rennen - dafür jedoch zielstrebig prompt gegen eine Straßenlaterne lief, stark genug, um sich im nächsten Moment etwas irritiert auf ihrem Hintern wieder zu finden, während sie sich die schmerzende Stirn rieb. Grummelnd schmollte sie die Laterne an. "Dummes Draußen-Licht!", brummte sie mit ihrem schweren, russischen Akzent, jedes 'R' rollend, ehe sie sich nach ihren Büchern umsah, damit Niemand aus Versehen darauf trat.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptyFr 15 Jul 2016 - 17:47

CF: Zeitsprung - Nightlife - DPD - Gefängniszelle

Wenn das Leben zuschlug, dann so richtig. Bei David waren es gleich mehrere Sachen, nicht nur persönlich, sondern auch noch beruflich und das Wetter war auch nicht gerade sein Liebling.

Alles einmal der Reihe nach: Nachdem der Chief Detective von der Rechtsmedizischen Abteilung erzählt bekommen hatte, dass man zwar die Position, aber nicht den Absender der Nachricht hatte ermitteln können, hatten sich die Spezialisten daran gemacht, Bildmaterial zu besorgen. Leider war aber auch die SMS an Mel zurück gekommen, Nummer unbekannt. Zu Hause wurde die Ahnung, die er hatte, dazu noch bestätigt. Mel war ausgezogen, nicht entführt worden. Er hätte sich die vergangenen Monate melden sollen, doch jetzt hatte er nicht nur seine Schwester verloren sondern auch noch das beste, was ihm je passiert war. Als wäre das alles nicht schon genug, hatte ihn auch noch ein Anruf von Ryan erreicht, der kurz vor der Hochzeit sitzen gelassen worden war, wohl deshalb für das Chaos in der Skylounge verantwortlich war und somit derzeit das größere, emotionaler Paket zu schleppen hatte.

Und was taten beste Freunde in einer solchen Situation? Sie würden zusammen einen trinken, sich ihr Leid klagen und versuchen, sich gegenseitig wieder auf die Beine zu bringen. Zumindest die ersten zwei Punkte hatte David sich vorgenommen. Ryan war in die Hotelbar ins Hotel umgezogen, ihn selbst hatte man vom Revier geworfen, damit er endlich auch noch einmal etwas anderes sah und so trottete der Ferrokinetiker nun durch die halbe Stadt bei einer Affenhitze, die ganz sicher unnormal war (und überhaupt gar nicht im selben Ausmaß und ebenso absolut unvorhersehbar wie im vergangenen Jahr). Im Gegensatz zu anderen Kollegen hatte er sich an diesem Morgen für Shorts und ein ärmelloses Top entschieden und ebenfalls im Gegesatz zu besagten Kollegen gehörte er zu den wenigen, die bei diesem Wetter regelrecht zerflossen... während so jemand wie sein bester Kumpel es vermutlich mehr als angenehm empfand, jetzt noch mit einer langen Jeans durch die Gegend zu laufen. Er spielte sogar mit dem Gedanken, seinen Bart zu rasieren (falls es ihm irgendwie Erleichterung verschaffen konnte im texanischen Sommer)! Eigentlich sollte er so schnell wie möglich irgendwo hinein, als sein Blick auf einen weißen Fleck etwas vor ihm fiel.

David blieb stehen, gleichzeitig gehen und großartige Gedanken über die Person, die ihm da entgegen kam, war ihm nicht mehr wirklich möglich. Es war eine junge Frau, die ihm auf der sonst leeren Straße entgegen kam. Sie trug nicht nur einfach ein weißes Kleid, es waren auch rote Flecken darauf zu sehen und insgesamt wirkte es sehr, sehr luftig. Luftiger als das, was er gerade trug. Der Detective schüttelte den Kopf. Auch wenn er im Prinzip wieder Single war, sollte er nicht direkt wieder jeder Frau hinterher schauen. Doch diese junge Frau hatte etwas...
"Vorsicht!", rief er noch, ehe das unvermeidliche geschah und seine Reflexe einfach zu langsam, da er in Gedanken versunken war. Mit einem dumpfen Geräusch war die Buchleserin in die Straßenlaterne gelaufen. Bewegung kam in seine Glieder, als er der Frau zur Hilfe eilte. Gerade noch rechtzeitig, um ihren Ausruf zu verstehen.
"Dummes Draußen-Licht!" Ein starker, russischer Akzent triefte durch die Worte. Dies, dazu der wütende Blick zur eigentlich unschuldigen Straßenlaterne, deren korrekte Bezeichnung der Frau jedoch nicht eingefallen war, bewirkten, dass seine Mundwinkel gefährlich zuckten und er sich innerlich darüber amüsierte. Nicht schadenfroh, es war eher niedlich.
"Alles in Ordnung?" Er konnte nicht verhindern, dass eine leichte Note der Belustigung seine Stimme färbte. David ging in die Hocke, sammelte eines der Bücher auf, die aus der Baumwolltasche gekullert waren. "Hier, bitte."
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptyFr 15 Jul 2016 - 18:09

Sie griff gerade nach einem ihrer Bücher, als Schuhe in ihr Sichtfeld gerieten. Turnschuhe. Markenschuhe. Gut gepflegt, aber doch benutzt. Schnell brachte die Russin das Buch - und ihre Finger - vor den Tretern in Sicherheit. Ihr Blick glitt die Beine hoch, die Shorts und das schlichte graue Shirt bis zu einem markanten Gesicht mit Vollbart und nachdenklichen Augen. Und was waren diese Augen blau! Nicht das metallische blau, die Lukes Augen hatten, sondern eher ein Husky-blau. Sie konnte sehen, wie es um seine Mundwinkel zuckte - wagte der Kerl es doch glatt, sich über ihre Ungeschicklichkeit zu amüsieren! Dafür schmollte sie nicht nur die Laterne an, sondern ihn gleich mit. Als er fragte, ob alles in Ordnung sei, nickte sie nur, während sie sich aufrappelte und Schutz von Kleid und Knien klopfte. "Alles in Ordnung. Sasha nicht sein aus Zucker", erklärte sie selbstbewusst, ehe sich ihre Schmollmiene dann doch in ein Lächeln auflöste, als er ihr eines der Bücher reichte. "Vielen Dank." Deutlich liebevoller, als bei sich selbst, wurde der Staub von den beiden Büchern geklopft, ehe sie ihre jüngste Ausbeute in die Tasche zu dem anderen tat, das den Sturz glimpflicher überstanden hatte. Sie würde ohnehin die Seite suchen müssen, an der sie aufgehört hatte. Irgendetwas um die zweihundert...zwanzig? Dreissig? Irgendetwas dazwischen jedenfalls.

Stattdessen richtete sie ihre Aufmerksamkeit auf den Mann, der ihr freundlicherweise ihr Buch gegeben hatte, statt auf ihre Finger zu treten, und strich sich mehr beiläufig über ihr lädiertes Handgelenk. Noch immer leuchtete es bunt in allen erdenklichen Farben, dort, wo das blonde Mädchen aus dem Dashing Venue sie grob gepackt hatte, allerdings störte Sasha das wenig - tatsächlich nahm sie es schon gar nicht mehr wirklich wahr. Es tat ja auch nicht mehr weh, so lange sie nicht dran kam, nur jetzt wieder, dadurch, dass ihre Tasche durch den abrupten Stop darüber geglitten war, schmerzte es wieder etwas. Allerdings war etwas anderes gerade viel auffälliger - Sasha hatte sich verlaufen. Mal wieder. Langsam runzelte sie die Stirn, während sie sich auf der auffallend leeren Straße umblickte. War sie noch in der Innenstadt? So weit war sie doch nicht gelaufen? Mist. Vivi würde sie schimpfen, wenn sie sich schon wieder verlaufen hatte.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptyFr 15 Jul 2016 - 18:25

SMS des Barkeepers via Ryan Sullivans Handy an David Green

Guten Abend Mr. Green. Ich bin ein Kollege von Ryan Sullivan. Genannter sitzt bereits den zweiten Abend an der Hotelbar und betrinkt sich bis zur Besinnungslosigkeit. Ich denke er braucht dringend jemanden der ihn von seinem Selbstzerstörungstripp herunter holt.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptyFr 15 Jul 2016 - 20:10

Davids Augenbrauen zuckten nach oben, die Stirn legte sich in Falten. Ein erstaunter Gesichtsausdruck machte sich breit, als sie ihn schmollend ansah... was ihre Niedlichkeit jedoch eher verstärkte. Sie rappelte sich auf, noch ehe er seine Hilfe anbieten konnte; schien sie auch nicht zu brauchen, wenn man ehrlich war.
"Dann ist ja gut.", quittierte er die Aussage der Fremden und beobachtete, wie ihr Schmollmund sich in ein Lächeln verwandelte, als sie ihr Buch zurück nahm. David erhob sich ebenfalls. Für seine geübten Augen war es nicht zu übersehen, dass die blauen Flecken an ihrem Handgelenk nicht aus reiner Dummheit passiert waren. Seine Augen verengten sich. Gewalt an Frauen war wirklich ein Delikt, das ihm sehr nah ging. Vermutlich, weil er es als Kind sehr oft in der Nachbarschaft gesehen hatte und von daher wusste, was es mit den Frauen anstellte.
"Haben Sie das dort zur Anzeige gebracht?" Vermutlich nicht, so wie die Großteil der Frauen. Leider. Die meisten hatten Angst, es zur Anzeige zu bringen, missverstanden es als Liebe oder hatten einfach nicht die Ressourcen, um aus dem gefährlichen Umfeld auszubrechen.

In seiner Hosentasche vibrierte es, ein kleiner Glockenton durchschnitt die Stille zwischen ihnen und überall wegen der Hitze herrschte. David blinzelte ein paar mal, ehe er sein Handy aus der Tasche fischte. Eine Nachricht von Ryan.
"Entschuldigen Sie bitte." Er schenkte ihr eines seiner Lächeln, denen normalerweise keiner etwas entgegensetzen konnte und wandte seine Aufmerksamkeit der Nachricht zu. Nun, sie war zwar von Ryans Handy geschrieben worden, doch es schien der Barkeeper im Hotel zu sein, der es einmal kurz entwendet hatte. Davids Gesicht wurde immer blasser, je länger er die Nachricht las. Sein bester Feuerkumpel war ganz offensichtlich wesentlich mieser dran, als dessen letzte SMS ihm hatte weismachen wollen.
"Verdammter Hur..." Der Ferrokinetiker stoppte sich gerade noch, als sein Blick auf die Russin fiel. Nein, man fluchte nicht vor hübschen Frauen. "Hur... Hurri.... Hurrikan..." Hah, du hast es immer noch drauf...!, lobte er sich selbst. Als Joanna noch kleiner gewesen war, hatte er so öfter die Fluchwörter umschreiben müssen, die er in der Nachbarschaft aufgeschnappt hatte, und für die er mehr als nur einmal einen Satz heiße Ohren kassiert hatte. Die Gedanken an sein entführtes Schwesterherz jagten ihm einen Stich durchs Herz und ein flaues Gefühl in die Magengegend. Der heiß ersehnte Drink würde jetzt wohl warten müssen, denn Ryan würde sich sicherlich nicht mehr davon überzeugen lassen, dass er anstelle des Bräutigames ohne Braut trinken sollte.


SMS an Ryan Sulivan

Bin auf dem Weg.


David steckte sein Handy wieder weg und seufzte leicht. "Kann ich Ihnen noch irgendwie helfen?", fragte er nach, mehr aus Gewohnheit, da seine Gedanken eigentlich schon bei zwei ganz anderen Menschen waren. Man sah es ihm deutlich an und er gab sich auch nicht wirklich Mühe, den Ausdruck von Sorge auf seinem Gesicht zu verbergen.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 3 EmptyFr 15 Jul 2016 - 22:02

Sasha nickte, noch immer strahlend, als er bemerkte, dass es ja gut war, wenn an ihr so schnell nichts kaputt ging. Dann allerdings wandelte sich ihr Gesichtsausdruck erneut, so offen sichtbar, als würde man in einem Buch lesen, während sich Verwirrung in ihren Zügen wider spiegelte. "An..zeige?", fragte sie langsam und vorsichtig nach, darum bemüht, das Wort richtig aus zu sprechen, während sie seinem Blick folgte - und an ihrem Lädierten Handgelenk hängen blieb. Die Verwirrung in ihren Zügen nahm zu, ehe sich Erkenntnis abzeichnete. Ah! das! Er meinte den blauen Fleck von dem blonden Mädchen! Der Gedanke brachte sie fast zum lachen. Nein, das Mädchen war gemein und ausgesprochen hässlich gewesen, nicht zu ihr, sondern auch zu dem anderen Mädchen, aber anzeigen würde sie die Frau deswegen bestimmt nicht. Sie saßen noch immer irgendwo alle im selben Boot. Vivi hatte mit ihr gesprochen, und Sasha reichte das, so lange nicht erneut etwas vorfiel. Und wenn doch... würde sie trotzdem erst mit Vivi reden.

Doch ehe sie noch etwas sagen konnte, klingelte das Handy des Mannes und Sasha sah zu, wie er sein Handy heraus nahm und seine nachdenkliche Miene zu Besorgnis wurde, und anschließend einem nahezu grimmigen Zug annahm. Als er fluchte, legte Sasha jedoch erneut den Kopf schief, ausgesprochen interessiert - immerhin besaß ihre Heimatsprache eine ausgesprochene Vielfalt an Flüchen. "Verdammter Hurrikan?", echote sie ungläubig, während sie ihre Arme vor der Brust verschränkte, eine Augenbraue gehoben, beinahe tadelnd, während nachsichtige Belustigung in ihren lebendigen Augen funkelte. Was immer er hatte sagen wollen, Sasha war sich verdammt sicher, dass der Fluch nicht verdammter Hurrikan lautete. Nur zur Sicherheit jedoch würde sie jedoch Aljosha fragen.

Allerdings konnte sie erneut sehen, wie sich seine Mimik wandelte und etwas fast gehetztes in seine Augen trat, eine tiefe Sorge und Gram, die Mitgefühl in ihr weckte für den Fremden. Ihre Haltung entspannte sich noch etwas, während ihre Züge erneut sanfter wurden und sie den Kopf schüttelte. "Vielen Dank. Sasha alles gut. Nicht haben Probleme, nicht brauchen Hilfe weiter. Gedanken von Helfer woanders und Sasha finden es besser wenn gehen wohin auch immer Hilfe mehr brauchen als hier." Ihr sanftes Lächeln wurde strahlender, während sie ihm aufmunternd zunickte. "Vielen Dank für geben Buch von Boden und nicht treten auf Sashas Hand. Und nicht lachen laut für Sasha laufen gegen Draußen-Licht. Sasha wünschen schönen Abend... und viel Glück mit Dingen die sorgen für trauriges Gesicht."

Sie meinte jedes ihrer Worte genau so, wie sie es sagte. Okay, in Anbetracht ihrer Fähigkeiten im Englischen nicht genau so - aber sie sah, dass er gerade andere Sorgen hatte und ihr ging es gut. Sie hoffte einfach, dass was für Probleme er auch immer hatte, die ihn über Wetter fluchen liessen und sein Gesicht so ernst, nachdenklich und traurig machten, dass er sie würde lösen können. Die sachte Belustigung, als er ihr das Buch gegeben hatte, hatte ihm zumindest deutlich besser gestanden - was allerdings nichts sonderlich ungewöhnliches war. Alle Menschen waren hübscher, wenn sie lachten. Zumindest für die Russin.
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