Dallas bei Nacht
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 Sapphire Alley

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BeitragThema: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptyMi 11 Feb 2015 - 7:00

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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptyFr 22 Jul 2016 - 22:00

Auf die Frage, ob sie schon einen bestimmten Beruf im Blick hatte, nickte Sasha - brach dann jedoch erstmal in schallendes Gelächter aus, wobei das Wort 'Model' in ihrem Hinterkopf wieder hallte und ein unruhiges Gefühl auslöste - ganz so, als gäbe es da etwas, das sie wissen müsste, aber vergessen hatte. "Nein, Sasha arbeiten als Tänzerin in Table-Dance-Bar, aber wollen bewerben un Cupcake-Laden für Backen kleine Kuchen. Sasha backen gern und viel, auch in Russland. Für Bibli.. Bibleo.. Bi... Bücher-Frau Sasha nicht sprechen gut Englisch, und Sasha nicht gut in schreiben. Nur viel gern lesen. Sasha gerne machen einfache arbeiten. Nähen. Kochen. Backen. In Russland gern machen sauber und räumen auf, führen Haushalt. Sasha als Mädchen immer träumen von finden Mann, haben Haus, bekommen Kind und sein Hausfrau und nur machen, was gerne. Backen. Kochen. Putzen. Lesen." Erneut verrutschte ihr Lächeln etwas bei dem Gedanken, dass sie fast Mutter geworden wäre - dass es jetzt bald schon so weit wäre, wenn sie nicht den Unfall gehabt hätte, aber sie drängte den trüben Gedanken zur Seite. Sie hatte sich nicht getraut zu fragen, ob sie nochmal schwanger werden könnte - aber man hatte ihr zumindest in den Gesprächen mit Dolmetscher nichts gegenteiliges gesagt.

Sie wandte sich von dem Schmuckladen ab und ging weiter in eine andere Richtung, immerhin suchten sie ja noch immer nach einer karte, nicht wahr? "Sasha haben erkannt dass nicht können warten bis kommen Prinz und geben perfektes Leben. Wenn wollen andere, bessere Leben, Sasha müssen nehmen in eigene Hand und arbeiten und kämpfen für Träume. Also Sasha nehmen Leben in Hand. Und Kämpfen und arbeiten hart. Vielleicht finden Ausbildung. Lernen richtig Beruf. Sparen auf eigene Wohnung, sparen auf eigenes Haus. Lernen Englisch. Und irgendwann erreichen kleine Träume. Und durch viele kleine Träume, irgendwann leben große Traum. Wichtiges: Nie aufhören zu lachen. Nie aufhören zu träumen. Nie aufhören zu kämpfen. Am Ende alles gut. Wenn nicht gut, dann nicht Ende." Sie warf einen Blick über die Schulter und schenkte ihm ein weiteres, optismistisches Lächeln. "Und nie wissen, wohin Schicksal führen. Sasha vielleicht doch irgendwann Superheld in Film? Zumindest besser Superheld und machen eigene Leben, als Prinzessin und warten auf Retter!"
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptySa 23 Jul 2016 - 14:27

Jareths Augenbrauen schnellten zum Haaransatz und er verschluckte sich spontan an seiner eigenen Spucke, als Sasha im Plauderton erzählte, dass sie in einer Table-Dance-Bar arbeitete. Mehrmals musste er sich räuspern, während er einen weiteren Seitenblick auf Sasha warf. Er konnte sich lebhaft vorstellen wie sie in laszivem Rhythmus an einer Stange tanzte, die Hüften im Takt einer trägen Musik wog und ihren unschuldigen Wimpernaufschlag dazu benutzte, Männer in einen sabbernden Haufen paarungsbereiter Testosteronbündel zu verwandeln. Unweigerlich rieb er sich mit einer Hand das Kinn.

"Wow! Das ist ja echt... unerwartet.", erwiderte er, etwas verwirrt, weil er nicht weiß, was man in so einer Situationen antworten soll. Frauen, denen er bislang begegnet war, waren Arzthelferin, Lehrerin oder Ein-zel-han-dels-kauf-frau.
Sasha erwähnte außerdem, dass sie sich in einem Cupcake-Laden bewerben will. Hm.mit einem Törtchen in der Hand und ein paar Mehlflecken im Gesicht. Ja, auch das schien zu passen, vielleicht sogar noch besser.

"Wenn es klappt, will ich dich besuchen kommen", entschied er. "Vielleicht errätst du meine Lieblingssorte." Jareth lächelte geheimnisvoll. Er betrachtete Sasha eingehend. Das Bild einer hinter den Herd verbannten Frau wiederum wirkte in seinen Augen nicht mehr angemessen. Kurz überlegte er, ob er das sagen durfte und entschied sich dafür.

"Als Hausfrau wärst du nicht glücklich geworden. Nicht richtig. Du bist wie eine Entdeckerin und eine Entdeckerin lässt sich nicht ins Haus sperren" Er sprach dies aus, als wäre es eine Feststellung und keine Vermutung. Sasha kam ihm viel zu energiegeladen vor, als dass sie Zuhause blieb und die Kinder hütete. Vielleicht war sie früher eine andere gewesen, aber so wie sie ihm jetzt vorkam, wirkte das Bild einer Hausfrau einfach nur falsch.

"Gesprochen wie eine Kämpferin", lobte er nach ihrer leidenschaftlichen Rede von großen und kleinen Träumen. Unvermittelt fragte er sich, wie alt Sasha wohl war, denn sie sprach mit einer Weisheit jenseits der Jahre, die man ihr ansah. Andererseits waren biologisches und Reifungsalter nicht immer identisch, so viel hatte er inzwischen gelernt. "Glaubst du an das Schicksal, Sasha? Das die Dinge von irgendwem oder... irgendwas vorher bestimmt sind?", wollte er mit plötzlichem Ernst wissen.


Zuletzt von Jareth Jones am Sa 23 Jul 2016 - 19:04 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptySa 23 Jul 2016 - 15:39

Der Schrank verschluckte sich, während er die Augen aufriss und ihm kurzzeitig seine Kinnlade runter klappte. Tja, die Aussage, als was sie gerade arbeitete, hatte ihn wohl entwaffnet. Gut, dass er nicht wusste, womit sie vorher ihr Geld verdient hatte. Dann sprach er weiter und ein bisschen nachdenklich betrachtete sie ihn schon, während er erklärte, dass Sasha als Hausfrau nicht glücklich wäre, dass sie dafür zu sehr Entdeckerin war, um sich ins Haus sperren zu lassen. Eigentlich fühlte es sich noch immer so an, als wäre es das, was sie wollte. Einen Mann finden, ein Haus haben, Kinder bekommen, als Hausfrau und Mutter leben - eigentlich mochte sie den Gedanken. Sie glaubte auch nicht, dass es ihrem Entdeckungsdrang widersprach - es war nur eben eine andere Art von Abenteuer. Und dann fragte er sie auch noch nach dem Schicksal! "Puh..." Sie runzelte die Stirn, während sie intensiv über die Frage nach dachte. Glaubte sie an Schicksal? "Ja... Sasha denken schon, dass geben Schicksal. Aber auch, dass ändern können und nicht nur hilflos Spielzeug von höhere Kraft."

Nach allem, was geschehen war, seid sie in dem Krankenhaus aufgewacht war, fiel es ihr einfach schwer, noch an Glück oder Zufall zu glauben. Auch, dass ihr ausgerechnet Luke wieder über den Weg gelaufen war, kam ihr doch ein bisschen zu zufällig vor, um noch wirklicher Zufall zu sein. "Aber Sasha dennoch glauben an Glück. Und Zufall. Leben ein bisschen von allem. Von Schicksal, Glück, Zufall und Selbstentscheidung. Von erkennen Chance und Nutzen - und auch verpassen Chance." Sie hob ein bisschen hilflos die Schultern, nicht sicher, ob sie wirklich klar machen konnte, was sie ausdrücken wollte. "Sasha Unfall in fremde Land - gefunden von Russe. Er sprechen Russisch und helfen Sasha. Als Sasha in fremde Stadt, nicht sprechen Sprache, nicht kennen Niemand, finden Table-Dance-Bar. Mädchen dort sprechen Russisch und übersetzen. Sasha bekommen Arbeit und Zimmer bis finden eigene Wohnung. Sasha wissen, solche Berufe einfacher finden Arbeit ohne Sprache. Und Russin gut finden Arbeit, weil Männer finden anziehend Russische Frauen und Akzent. Aber nur Glück? Dann Sasha in Stadt treffen Bekannte von Russland. Er Urlaub in Russland Jahre früher. Sasha nicht können glauben nur an Glück und Zufall. Aber Sasha auch nicht können nur glauben an Schicksal. Verstehen?" Sie hob den Blick und sah ihn aus großen, seegrünen Augen an.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptySa 23 Jul 2016 - 20:22

Unter ihren nachdenklichen Blicken, die sie auf ihn gerichtet hatte, bekam er den Eindruck, dass sie ihm gerne widersprochen hätte. Doch falls ihre Gedanken in diese Richtung gingen, so sprach sie sie nicht aus. Aus welchen Gründen auch immer.
Die Frage, ob sie an das Schicksal glaube, rutschte ihm mehr oder weniger unüberlegt heraus. Es war nicht unbedingt ein Thema, über das man mit einer frischen Bekanntschaft normaler sprach, doch Jareth war es nicht gewöhnt sich an Konventionen zu halten. Zumindest nicht immer.

Über ihre Antwort musste er erstmal nachdenken, da sie im ersten Moment widersprüchlich kann. Wenn etwas vorher bestimmt ist, wie kann es gleichzeitig veränderbar sein? Es sei denn die Veränderung an sich war vorherbestimmt vom Schicksal. Verdammt, was hatte er da nur für ein Thema angeschnitten! Das nächste Mal sollte er gründlicher darüber nachdenken, ob es sich lohnte, eine solche komplexe Frage in ein Gespräch miteinzubringen.

Nichtsdestotrotz antwortete Sasha bereitwillig und ausführlich, besonders als sie ihre Einschätzung mit einem Beispiel aus ihrem eigenen Leben untermalte. Dass sie in Dallas gleich jemandem begegnete, der ihre Sprache verstand und auch sprechen konnte. Und ihre Begegnung mit einer Bekanntschaft aus ihrer Heimat.

"Ah, du meinst es ist ein Wechselspiel aus mehreren Faktoren", mutmaßte er. Er dachte darüber nach und nickte schließlich. Mit dieser Antwort konnte er leben. "Was mich betrifft, ich bin noch dabei herauszufinden, was mich nach Dallas geführt hat. Technisch gesehen war es Stein-Schere-Papier, aber wer weiß was mich noch erwartet."

Jeder Ortswechsel war wie ein Neuanfang, auch wenn er Teile aus dem Bisherigen mit sich nahm. Er mochte es, Würfel in ein Spiel miteinzubringen, dessen Ausgang er nicht kannte. So war es schon sein ganzes Leben gewesen. "Vielleicht entpuppt sich Dallas auch als der Ort, an dem ich...sesshaft werde. Eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, dauerhaft an einem Ort zu bleiben, aber manchmal reizt mich der Gedanke schon." Womöglich könnte er dann endlich eine Heimat finden.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptySo 24 Jul 2016 - 16:02

Sasha nickte bei dem, was Jareth sagte - oder zumindest dem, was sie verstand. "Sasha gerne sesshaft. Auch wenn vielleicht Entdecker, trotzdem Sasha möchten irgendwann Haus und Kind und eigene Küche und viele, viele Bücher!" Sie hob ihre Schultern, während sie weiter die Einkaufsstraße entlang schlenderten - einen Kartenladen, Buchladen mit Karten oder ein Reisezentrum bisher nicht in Sichtweite. Allerdings hatte Sasha es jetzt auch nicht so eilig, Alexej hatte ja gesagt, er hatte noch einen Gesprächstermin und es war jetzt auch noch nicht zu spät, so dass sie sich durchaus etwas zeit lassen konnte. Zumal ja eigentlich noch immer darauf hoffte, dass sie sich tatsächlich bald treffen und vielleicht einen ganzen nachmittag oder Abend miteinander verbringen würden, wie er es ihr versprochen hatte. Und auch wenn das Thema vielleicht ein bisschen ernster oder nachdenklicher war, war die Russin doch gut gelaunt und zufrieden, während sie neben dem Riesen her schlenderte und ab und an mal nach links und rechts blickte, um zu sehen, ob vielleicht doch ein passender Laden auftauchte. Allerdings wirkte es eher so, als würden sie langsam in Richtung Fressmeile kommen, weniger Geschäfte und mehr Restaurants. Nein, hier waren sie irgendwie ganz falsch.

Allerdings kam es ihr auch blöd vor, einfach um zu drehen und die Straße an der anderen Seite entlang zu laufen. Andererseits war sie vorher von einem Buchladen gekommen und dort konnten sie bestimmt nach Karten fragen... Kurz warf sie noch einen Blick auf die Cafés, an welchen sie gerade vorbei gingen. es war erstaunlich, wie viele Abends auf hatten, andererseits war das Wetter schön. "Sasha in andere Richtung kamen aus Buchladen. Dort können fragen nach Karte." Dass es inzwischen trotzdem schon etwas später war und der Buchladen vielleicht schon zu hatte - auch wenn die Stadt nicht zu schlafen schienen, manche Geschäfte hatten eben doch nur tagsüber geöffnet - dachte sie nicht. Stattdessen blickte sie sich nur ratlos zwischen den Restaurants und den Geschäften um. da gab es eine belebte Tapas-Bar und nicht weit davon entfernt ein Café, das mit öffentlichem W-Lan warb, allerdings würde ihnen das auch nicht viel helfen - Sashas Handy zumindest konnte mit Internet so gar nichts anfangen und einen Fremden fragen, ob er auf seinem Laptop oder Handy nachsehen könne, kam ihr dann doch gerade etwas blöd vor. Wäre sie alleine, hätte sie es vielleicht gemacht, immerhin saß da nicht weit jemand mit Laptop neben einer hübschen Frau mit Gehstock. Aber sie war ja in Gesellschaft - netter Gesellschaft - und eilig hatte sie es ja auch nicht. Entsprechend wandte sie den Cafés und Restaurants wieder ihren Rücken zu und lief nun auf der anderen Seite der Straße wieder in die Richtung, aus der sie gekommen waren.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptyMo 25 Jul 2016 - 10:50

Jareth zog eine Grimasse als Sasha ihre Liebe zu Büchern kundtat. Ausgerechnet an einen Bücherwurm war er geraten. Es war nicht so, dass ungern las... Nein, das war falsch. Es war eher so, dass er Bücher ungern las. Zu viele Buchstaben, zu wenig Bilder. Für ihn war es manchmal anstrengend sich die Dinge vorzustellen, die der Autor beschrieb. Das Einzige, was er von Zeit zu Zeit las, waren bebilderte Bücher über Raubkatzen.... und Speisekarten. Just in diesem Moment, spürte er das Aufkommen von Hunger in seinen Eingeweiden und bedauerte es, dass er nicht mal eben auf die Jagd gehen konnte. Diese Einkaufsmeile machte es ihm zu einfach an sein Futter zu kommen.

"Ich verstehe nicht, was so toll an Büchern sein soll", grummelte er. "Lauter Buchstaben, die das Auge verwirren und voller versteckter Bedeutungen sind"
Er merkte, dass Sasha ihr Gehtempo herunter geschraubt hatte, so als hätte sie es plötzlich gar nicht mehr so eilig zum Casino zu kommen. Das war okay für ihn, denn auch er hatte es nicht eilig und so passte er seine großen Schritte an ihre kleinen an, bis sie einträchtig durch die Einkaufsmeile schlenderten.

So langsam bezweifelte er es, dass sie in dieser Richtung auf einen Stadtplan stoßen würden. Doch da er sich nicht gut in Dallas auskannte, behielt er seinen Verdacht für sich. In diesem Moment erlaubte er es Sasha die Richtung und das Tempo zu bestimmen, beides Entscheidungen, die er sonst eher ungern an andere abgab.
In das Schweigen hinein erzählte Sasha von dem Buchladen, aus dem sie gekommen war und in dem sie eine Karte vermutete.

"Dann gehen wir dorthin. Ich denke, was Besseres werden wir wohl nicht finden", antwortete er nickend, während sich Sasha augenscheinlich ratlos umschaute. Ihr beider Blick fiel auf ein schickes Café, an dessen Tisch ein Mann mit Laptop und eine Frau mit einem seltsamen Gehstock saß. Man könnte sie fragen, ob wir den Laptop für eine schnelle Internetsuche benutzen können... , doch dann fiel ihm Sashas Begeisterung für Bücher ein. ...man könnte es aber auch lassen. Sein Blick blieb noch kurz auf der schönen Frau ruhen, ehe er sich wieder Sasha zu wandte.

Ohne die Chance wahrzunehmen, drehten sie schließlich wieder um und gingen auf der anderen Seite der Meile zurück in die Richtung aus der sie gekommen waren. Inzwischen spürte Jareth seinen Hunger ziemlich deutlich, weswegen er Sasha auf den kleinen mobilen Bratwurst-Stand aufmerksam machte. Dort besorgte er sich eine Bratwurst, vergaß aber sowohl Sasha zu fragen, ob sie auch eine Bratwurst wollte als auch dem Verkäufer zu sagen, dass er kein Brötchen wolle. Letzteres hätte er getan, wenn er nicht so genervt von den drängelnden Kindern hinter ihm in der Warteschlange gewesen wäre. Ein Biss und es gäbe Ruhe, aber sie waren ja leider in der Öffentlichkeit.

Als er zu Sasha zurückkehrt, entfernte er das Brötchen mit gerümpfter Nase und warf es achtlos in den Müll. "Ich liebe Bratwurst vom Grill", kommentierte er seine Beute und schnupperte genüsslich daran.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptyMo 25 Jul 2016 - 17:57

"Alles an Büchern toll." Sashas Tonfall klang in dieser Beziehung ziemlich resolut - allerdings hatte man sie schon als Kind damit aufgezogen, dass man, wenn man sie suchte, sie eigentlich immer irgendwo mit ihrer Nase in einem Buch vorfand - und sich das auch nicht geändert hatte in all den Jahren. Und ihre Bücher in Russland zurück gelassen zu haben schmerzte sie mindestens so sehr, wie die Menschen, welche sie dort verlassen hatte. Und irgendwann, versprach sie sich, würde sie ihre Bücher holen. Man hatte ihr zumindest versprochen, dass sie alle in Kisten gepackt auf sie warteten, zusammen mit ihren anderen, eher spärlichen Habseligkeiten. Alles, was irgendwie sonst von Wert gewesen war, hatte man verkauft, die Wohnung war neu vermietet. Eine Nachricht, die Sasha bei dem Telefonat damals auch hart hatte schlucken lassen, weil sie in Russland kein Zuhause mehr hatte. Andererseits war es auch ein befreiendes Gefühl... weil sie nichts mehr hatte, zu dem sie zurückgehen konnte, standen ihr wirklich alle Türen für einen Neubeginn offen. es gab kein zurück mehr - es ging nur noch nach vorne.

Da ihr Begleiter jedoch klang, als wäre sie ohnehin nicht dazu in der Lage, ihn davon zu überzeugen, wie toll Bücher waren, sah sie davon ab, zu ausgiebig zu schwärmen. Naja.. ein bisschen zumindest. Die Liebe für Bücher stand ihr zumindest deutlich ins Gesicht geschrieben. "Sasha lieben Bücher. Lieben Bild und Film entstehen in Kopf. Lieben, dass Charakter haben eigene Stimme. Und lieben fühlen mit Charakter Spannung, Trauer, Freude. Lachen und weinen mit Buch..." Oder laufen vor lauter Spannung gegen Laternen oder andere Menschen. Der Gedanke brachte eine zarte Röte zurück auf ihre Wangen. "Sasha nicht verstehen Menschen nicht mögen Bücher. Aber können re.. res... können finden in Ordnung und nichts diskutieren. Sasha auch nicht mögen viele Dinge andere mögen sehr."

Sie schlenderten weiter, zumindest bis Jareth bei einem Würstchenstand stehen blieb. Sie selbst hatte keinen Hunger, da sie gegessen hatte, ehe sie in die Stadt gefahren war, und selbst wenn sie Hunger hätte - dann sicherlich nicht auf so etwas. Sie gönnte ihm die Wurst - auch wenn sie es nicht richtig fand, das Brötchen einfach weg zu werfen. Immerhin gab es durchaus Leute, die froh um so ein Brötchen wären. "Hm. Nicht finden gut einfach Brot in Müll", erklärte sie ruhig, aber sicher, ihren Standpunkt klar machend - allerdings ohne deswegen einen Streit vom Zaun brechen zu wollen, stattdessen redete sie einfach weiter. "Wenn lieben frische Bratwurst, Sasha irgendwann machen richtig Fleisch für uh.." Erneut erröetet sie, ehe sie den Blick etwas senkte und ihr ein paar Strähnen vors gesicht fielen. "Sasha vergessen Name", gestand sie etwas kleinlaut. "Aber Sasha gerne kochen. Und gerne kochen Fleisch für.. uh." Sie machte eine unwirsche Bewegung, um an zu deuten, dass sie ihn meinte, und versuchte dabei ein bisschen zu überspielen, wie unangenehm ihr war, dass sie seinen namen vergessen hatte - wenn auch mit eher mäßigem Erfolg.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptyMo 25 Jul 2016 - 23:59

SMS an Sasha Pajari [russisch]
Ich hoffe, du bist noch in der Stadt und nicht auf dem Weg zu mir. Ich kann dich abholen, du müsstest mir nur sagen wo.
A.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptyDi 26 Jul 2016 - 12:34

Jareth verzog nur das Gesicht, als Sasha betonte, dass alles an Büchern toll sei. Er würde sich was das betraf nicht auf eine Diskussion mit ihr einlassen, allerdings machte er aus seinem Widerwillen keinen hell. Doch scheinbar versuchte Sasha auch gar nicht, ihn in irgendeiner Weise zu überzeugen, da sie lediglich dazu überging, ihre Faszination von Büchern zu beschreiben. Ihren Schilderungen hörte er aufmerksam zu, neugierig darauf, was jemand an Büchern so fesselnd fand, wenn es doch so etwas wie Spielfilme gibt. Also DAFÜR hegte Jareth eine wirkliche Vorliebe. Er bezweifelte jedoch, dass er und Sasha dieselben Filme sahen.

"Ich verstehe", sagte er langsam und mit einem freundlichen Lächeln. "Dasselbe erlebe ich, wenn ich mir einen Film anschaue. Die Ereignisse auf dem Bildschirm sind dann so greifbar, als passieren sie direkt vor meiner Nase. Besonders seit sie dieses 3D-Dings erfunden haben." Nun konnte er seine Schwärmerei nicht mehr zügeln. Was das betraf würde er sagen, dass Sasha und er nichtsdestotrotz auf den selben Nenner kamen, wenngleich sie unterschiedliche Medien dafür benutzten. Das Ergebnis war doch mehr oder weniger dasselbe.

Schließlich kam es, dass Jareth seinen Hunger stillte, in dem er sich eine Bratwurst an einem mobilen Grillstand besorgte. Allerdings zeigte sich dabei, dass er noch einiges zu lernen hatte, denn er warf das Brötchen, das er nicht wollte, einfach in den Müll, ohne darüber nachzudenken. Sasha erklärte ihm darauf, dass sie dieses Verhalten nicht gut heißen konnte. Sie klang nicht besonders wütend, trotzdem verspürte Jareth das Bedürfnis die Ohren anzulegen...bzw. hätte er das getan, wenn das in seiner Menschengestalt möglich wäre. Er wollte Sasha nicht verärgern.

"Tut mir leid, ich hab nicht drüber nachgedacht", erwiderte er kleinlaut. Aber dann hellte sich seine Miene auf, als Sasha ihm vorschlug einmal für ihn Fleisch zu kochen. Seine Augen leuchteten angesichts der Vorstellung, zumal er annehmen durfte, dass Sasha im Gegensatz zu ihm hervorragend kochen konnte. Außerdem musste er grinsen, als sie sich nochmal nach seinem Namen erkundigte und dabei so verlegen klang, als ob ihr das peinlich sein müsste. "Das hört sich sehr verlockend an. Ich kann nämlich überhaupt nicht kochen.", fügte er hinzu. Er war nicht zu stolz um zuzugeben, dass er sich diese Fähigkeit nie wirklich angeeignet hatte. Er konnte perfekt jagen, aber alles, was darüber hinaus ging, überstieg sowohl sein Interesse als auch sein Können. "Und mein Name ist Jareth. Jareth Jones."

In diesem Moment machte sich ihr Handy erneut bemerkbar. Unwillig über die Störung sah er zu, wie Sasha die eingegangene Nachricht las...
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptyDi 26 Jul 2016 - 18:55

"Jareth!" Das Lächeln, mit welchem sie seinen Namen aussprach, war so strahlend, dass man getrost darüber hinwegsehen konnte, dass sie es schaffte, so viel russischen Akzent in so wenig Buchstaben zu bekommen. "Ja, Sasha gerne kochen Fleisch für Jareth", bekräftigte sie noch einmal, ehe ihr Handy in ihrer Tasche vibrierte. Erneut schenkte sie dem Mann ein entschuldigendes Lächeln und holte das Handy heraus, um die Nachricht zu lesen. "Oh!", murmelte sie, ehe ihre schlanken Finger über die Tasten flogen - was erstaunlich schnell dafür ging, dass sie für jeden dritten Buchstaben auch dreimal auf die Taste drücken musste, um ihn zu bekommen. Dabei hob sie einmal den Kopf und blickte sich um, auf der Suche nach einem Straßenschild, ehe sie weiter tippte.

SMS an Alexej Kalinin [russisch]

Ich bin noch in der innenstadt (sapphire alley?) jedenfalls in der [Platzhalter-Straße] nicht weit von dem teuren kaffeeladen, glaube ich. Hier sind überall cafes und restaurants. Wenn du mich hier einsammeln kannst, warte ich gerade, ich habe auch gesellschaft und drei bücher in der tasche, also musst du dich nicht eilen.
Bis gleich! (:
xoxo sasha


Sie drückte auf senden und schenkte Jareth ein weiteres Lächeln. "Freund von Casino kommen abholen! Nicht müssen weiter suchen!", verkündete sie gut gelaunt. "Jareth warten mit Sasha? Oder Jareth müssen erledigen anderes heute?" Immerhin hatte er ja schon ein bisschen Zeit mit ihr verbracht, und Sasha wollte ihn ganz bestimmt nicht aufhalten, wenn er noch irgendwelche anderen wichtigen Dinge zu erledigen hatte. Immerhin hatte sie noch Bücher in der Tasche, und war damit perfekt für so ziemlich jede Widrigkeit gerüstet! Egal ob Langeweile, Wartezeit oder irgendein Idiot, der ihr auf die Nerven ging und dem sie ihre Tasche über den Schädel ziehen konnte. Letzteres war in ihrem Leben allerdings noch nicht vor gekommen - also nervige Leute schon, aber dass sie ihnen mit Büchern eins über den Schädel zog noch nicht. Aber man musste ja gerüstet sein, nicht wahr?
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptyDi 26 Jul 2016 - 20:17

Jareth unterdrückte ein Schnurren, als Sasha seinen Namen mit so viel Begeisterung aussprach. Dabei störte es nicht einmal, dass der russische Akzent den Klang veränderte. Er mochte es wirklich, wie sie seinen Namen aussprach und hoffte, sie würde das häufiger tun. Vollends begeistert war er allerdings, als sie ihm versicherte, dass sie gerne für ihn kochen würde. Fleisch, von jemand anderem für ihn zubereitet. Konnte es etwas Besseres für einen Tiger geben?

"Wenn das so ist, sollte ich dir meine Handynummer geben", gab er zurück und fing an, die Ziffern aufzulisten, sobald Sasha startklar war. Hinterher prüfte er noch schnell die Richtigkeit und bedauerte es sehr, sein Handy liegen gelassen zu haben. So war er darauf angewiesen, dass Sasha sich bei ihm meldete.

Im nächsten Moment klingelte ihr Handy, was er widerwillig zur Kenntnis nahm. Er sah regungslos zu wie ihre zarten Finger über die Tasten flogen und ihm fiel erst mit Verspätung auf, dass ihre Tastatur anders funktionierte als die seines Smartphones, weswegen die SMS zu beantworten mehr Zeit in Anspruch nahm. Doch er wollte sie nicht hetzen, deswegen verharrte er regungslos wie ein Tiger kurz vorm Sprung.

Als sie die Nachricht abgeschickt hatte, wandte sie sich ihm wieder zu und erzählte ihm, dass ihr Freund sie abholen käme und sie deswegen nicht mehr weitersuchen müssten. Jareth nickte schweigend, ohne zu wissen, was er als nächstes tun sollte. Dass jemand sie abholen kam bedeutete, dass ihre Begegnung früher beendet werden würde als gedacht. Er könnte höflich fragen, ob er mitkommen konnte, allerdings wusste er nicht wie sinnvoll das war. Schließlich schienen sie und ihr Freund sich einiges zu erzählen haben. Vielleicht würde Sasha ihm die Entscheidung abnehmen, andernfalls hatte sie ja nun seine Handynummer und konnte sich fürs nächste Mal melden.

" Ich habe nichts weiter vor, deswegen würde ich... sehr gerne hier mit dir warten", antwortete er schließlich und lächelte sie an. Danach sah er sich kurz um. "Wo kommt er dich denn abholen? Dann können wir da schon mal hingehen"
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptyDi 26 Jul 2016 - 20:41

Sasha hatte zwar nun seine Handynummer, dennoch war sie zufrieden damit, dass er nichts mehr für den Tag vor hatte und mit ihr zusammen warten würde. "Sasha nicht wissen genau. Sagen Straße. Sicher bekommen SMS mit Treffort. Oder warten hier." Sie hob etwas unschlüssig die Schultern, da sie keine wirkliche Ahnung hatte, welche Orte sich wohl dazu eignen mochten, sie ab zu holen - oder wie sie dahin kommen sollte. "Bis Nachricht besser warten hier.", beschloss sie nach einem kurzen Moment des Nachdenkens. Immerhin hatten sie noch keinen Treffpunkt ausgemacht und hier war es ja ganz hübsch. Es gab sogar eine Bank an der Seite nur wenige meter entfernt, und sie war sogar noch frei. Entsprechend zielsicher schlenderte sie auf die Bank zu und liess sich darauf nieder, genug Platz für den Schrankmenschen lassend, der gut und gerne das doppelte von ihr wiegen konnte, ohne dabei auch nur ein Gramm Fett zu viel an seinem Körper zu haben - und sie selbst im Sitzen noch überragte. Erneut musterte Sasha den Mann, der sich beim Dagegenlaufen angefühlt hatte, wie eine Betonwand.

"Jareth so groß wie Schrank! Sasha fühlen ganz klein!", beschwerte sie sich und schmollte ihn einen Moment lang an, ehe sie erneut in schallendes Gelächter ausbrach. Vermutlich würde er sie selbst dann noch überragen, wenn er saß und sie stand - naja, mit Glück begegneten sie sich dabei aber auch auf Augenhöhe. Allerdings nahm sie es doch mit viel Humor und sich dabei auch selbst nicht zu ernst - beneidenswerterweise neigte die Russin überhaupt nicht zu Komplexen - zumindest nicht, was ihren Körper betraf. Klar, manchmal beschwerte sie sich über ihre vielen Sommersprossen, die sich besonders jetzt nicht nur in ihrem Gesicht, sondern auch auf Schultern, Armen und sogar am Rücken fanden, aber an und für sich war sie zufrieden mit sich und ihrem Körper und machte sich meistens auch relativ wenig Gedanken über ihre Figur - oder auch ihre Körpergröße.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptyDi 26 Jul 2016 - 21:11

Als Sasha ihm sagte, dass sie gar nicht genau wisse, wo sie abgeholt werden würde, kratzte Jareth sich ratlos am Nacken. Schon blöd, wenn man sich in den Straßen noch nicht genug auskannte. Aber immerhin bestand tatsächlich die Möglichkeit, dass Sasha per SMS Bescheid bekam, wo sie hinzugehen hatte. Als Sasha dann vorschlug einfach hier zu warten, nickte er deswegen. Was Besseres fiel ihm auch nicht ein. Sein Blick glitt suchend durch die Einkaufsmeile auf der Suche nach einer schönen Ecke zum sitzen.

Doch Sasha war schneller und entdeckte ihm die leere Bank, die sich ganz in der Nähe fand. Gemeinsam nahm er dort mit ihr Platz, wobei er versuchte eine bequeme Lage für seine langen kräftigen Beine zu finden. Himmelherrgott! Wer hatte diese Bank entworfen? Papa Schlumpf?! Letztendlich sah er sich gezwungen die Beine auszustrecken und die Arme auf die Rückenlehne zu... Nein, fühlte sich komisch an. Am Ende ließ er sie locker in den Schoß fallen.

Sasha sprach ihn darauf an und auf ihren Kommentar hin brach er in männliches Gelächter aus. Bisher hatte sich noch keine Frau beschwert, dass er zu groß war, aber das war ein ganz anderes Thema. Er wusste was sie meinte und fand den Größenunterschied zwischen ihnen eigentlich ganz amüsant. "Ich hab eben immer meinen Teller aufgegessen...und meistens noch Nachschlag verlangt", scherzte er mit einem frechen Augenzwinkern.

Für einen Moment gestattete er sich an die schönen Zeiten im Zirkus zu denken, als er mit seinem großen Bruder in dem kleinen Wohnwagen gelebt hatte. Viel zu klein für zwei Jungen im Wachstum, aber mehr hatte er damals nicht gebraucht um glücklich zu sein. Sein Bruder hatte gekocht, während er zum putzen verdonnert wurde.
" Und in meinem Job kann es wirklich nicht schaden ein 'Schrankmensch' zu sein. Ich hab bisher keine Auseinandersetzung verloren." Das war gelogen, aber das musste sie nicht unbedingt wissen. Und auf seinen Job bezogen war es sogar die Wahrheit.

"Ich finde übrigens, dass du für eine Frau die richtige Größe hast. Es regt irgendwie den Beschützerinstinkt eines Mannes an", fügte er feixend hinzu, wissend wie ungern sie das hören musste, wo sie doch auf ihre Unabhängigkeit pochte.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptyMi 27 Jul 2016 - 8:26

Sasha lachte, als er erklärte, dass er eben immer seinen Teller aufgegessen und nach Nachschlag verlangt hatte. Das war eine Erklärung, aber das alleine reichte nicht aus, um so ein Schrank zu werden. "Wichtig, immer brav Gemüse essen!", erklärte sie grinsend und mit funkelnden Augen. Wobei sie das Gefühl hatte, dass Jareth das Gemsüe vermutlich genauso sträflich missachten würde, wie das Brötchen. Also musste sie irgendetwas mit viel Fleisch kochen. Vielleicht ein deftiges Rindfleischgratin? Dazu vielleicht Kartoffeln, zumindest für sie.

Bei dem, was Jareth danach sagte, verzog die Russin allerdings kurz das Gesicht, ehe sie erneut ihre backen aufpustete. "Sasha beschützen selbst! Nicht brauchen Mann für beschützen!" Sie erklärte das mit einem ziemlich aufbrausendem Tonfall und gab sich Mühe, Jareth noch ein bisschen böse an zu gucken, allerdings gelang es ihr nicht, da sie kurze Zeit später erneut in Gelächter ausbrach. Es dauerte ein paar Momente, bis ihr lachen abklang und nur ein breites Lächeln zurück blieb. "Außerdem Sasha beschützen ihre Menschen genauso. Auch beschützen Männer. Männer ständig in Probleme, machen Unsinn. Frau vielleicht brauchen Mann zu beschützen und passen auf, aber Mann genauso brauchen Frau zu beschützen und passen auf. Das Geheimnis von gute Freundschaft und Ehe. Mann nur anderes beschützen, als Frau. Mann beschützen mit Faust und mit starksein. Frau nicht beschützen mit Faust, sondern beschützen mit Herz."
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptyMi 27 Jul 2016 - 10:44

Jareth rümpfte die Nase, als Sasha ihn scherzhaft ermahnte immer schön das Gemüse zu essen. Kalorienarme Platzverschwender, das war Gemüse für ihn. Allerdings gehörte es zu einer gesunden Ernährung genauso dazu wie das ekelhaft süße Obst und wer seinen Körper so gut beherrschen musste wie Jareth, war darauf angewiesen ihn gesund zu halten. Das bedeutete aber nicht, dass er dies gerne tat. In solchen Moment wünschte er sich die Zeit in der Wildnis zurück, als er sich um derlei Dinge keine Gedanken zu machen brauchte.

"Aber sicher doch", bekräftigte er. "Ich werde mir ein Beispiel an Popeye nennen. Kennst du den? Das ist eine Comicfigur aus meiner Kindheit. Er hatte sowieso schon große Muskeln, aber jedes Mal wenn er Spinat aß bekam er übermenschliche Kräfte, die er meistens für Prügeleien einsetzte. Aber das Zeug hat er sich echt dosenweise reingezogen!" Er lachte in sich hinein, als er an Popeye zurückdachte und wie er sich auf der winzigen Couch zurückgezogen hatte, um die Serie im Fernsehen zu verfolgen, wann immer sein Training es zuließ.

Sie kamen dann auf ihre unterschiedlichen Körpergrößen zu sprechen, wobei er Sasha darauf aufmerksam machte, dass ihre Körpergröße den Beschützerinstinkt von Männern weckte. Er wusste, dass sie das nicht gerne hörte und konnte doch nicht widerstehen zu damit ein bisschen zu necken. Die Rechnung ging auf, denn vor Empörung pustete sie die Backen auf als sammele sie Luft für eine wirklich ausgewachsene Schimpftirade auf chauvinistische Männer.

"Ich weiß, ich weiß.", hielt er lachend dagegen, wobei er sich leicht zur Seite neigte, als bestünde die Gefahr, dass Sasha ihm jeden Augenblick an die Kehle geht. Lange behielt sie den strengen Tonfall jedoch nicht bei, sondern brach kurze Zeit später in fröhliches Gelächter aus. Dieses Mal konnte er das Schnurren nicht zurückhalten. Er mochte ihr Lachen wirklich gerne.

Als sie darüber sprach, auf welch unterschiedliche Art und Weise Männer und Frauen einander beschützen konnten, horchte er aufmerksam, als wittere er eine wichtige Lektion über das Leben. Und er fand, sie habe Recht. Auch Frauen beschützten Männer, nur eben anders und gewiss nicht weniger effizient. Jareth nickte langsam. Frauen beschützten mit dem Herzen und nicht mit der Faust... es sei denn vermutlich man trieb es bis zum Äußersten.
In diesem Punkt glaubte er Sasha, wenngleich er nie am eigenen Leib oder im näheren Umfeld mitbekommen hatte, wie eine Frau das für ihren Mann getan hat.

Im Zirkus hatte es nur wenige tiefgehende Partnerschaften gegeben, in denen einander beschützt wurde. Häufig ging es zu wie im Hamsterstall, jedoch ohne, dass irgendwer daran Anstoß genommen hatte. Aber bei wechselnden Partnerschaften hatte es seiner Erinnerung nach niemanden gegeben, der das Gefühl hatte, den anderen vor irgendwas oder irgendwem beschützen zu müssen.
"Hast du schon mal einen Mann mit dem Herzen beschützt?", erkundigte er sich völlig unbefangen.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptyMi 27 Jul 2016 - 18:21

Mit Popeye konnte Sasha tatsächlich etwas anfangen, auch wenn sie als Kind kaum Möglichkeit besessen hatte, Zeichentrickserien zu sehen. Dafür hatte es einfach nicht genug Geld für einen Fernseher gegeben. Aber sie liess es unkommentiert und freute sich einfach über die Begeisterung des Schrankmenschen für die Kinderserie, die eigentlich gar nicht mal so harmlos und kindgerecht war, was allerdings für viele andere Zeichentrickserien ebenfalls gelten mochte. Vielleicht würde sie es ja irgendwann nachholen - mehr von den ganzen Filmen und Fernsehserien sehen, die Jareth scheinbar so viel besser fand, als Bücher. Allerdings konnte sie sich trotzdem schwer vorstellen, dass es ihre Liebe für geschriebene Worte mindern würde. Aber zum Lernen der Sprache war es ja vielleicht gar nicht so schlecht?

Aler er sie fragte, ob Sasha schon einmal Männer mit dem herzen beschützt hatte, lächelte sie beinahe melancholisch. "Ja." In gewisser Weise hatte sie in Russland nie wirklich etwas anderes getan. Als Mädchen der Nacht hatte sie so vielen Männern Schutz und Geborgenheit geboten, hatte sie in ihren Armen wenigstens für eine kurze, für sie kostbare Zeit ihre Sorgen und Probleme vergessen lassen. Und wie viele waren in ihre Arme geflohen, und Sasha hatte ihnen die einzige Art von Trost gegeben, die sie geben konnte. Nicht selten hatte sie sich gefragt, was sie wohl dazu bringen mochte, wenn ihre Küsse nach Verzweiflung schmeckten und ihre Hände beinahe grob Spuren auf Sashas Haut hinterlassen hatten, aber sie hatte ihnen beinahe immer verziehen. Die wenigsten Männer hatten ihr wirklich weh tun wollen, in dieser Beziehung hatte sie Glück gehabt. Nicht immer, bei weitem nicht immer - einmal hatte sie einen Fehler begangen und bitter dafür geblutet. Aber es war die Ausnahme gewesen. Obwohl es in Russland rau war, Moskau ein einziges Moloch aus Korruption und Gewalt, versteckt unter seiner strahlenden Pracht, waren ihre Freier ihr gegenüber nur selten wirklich handgreiflich geworden. Andererseits hatte sie noch immer den relativen Schutz des Bordells genossen, auch wenn das Bordell genauso so illegal gewesen war, wie das Dashing Venue.

Während sie an Russland zurück dachte, war ihr Blick vollkommen verklärt und in die Ferne gerichtet, während ihr Gesichtsausdruck - zu gleichen Teilen sanft, melancholisch und traurig - es nicht schwer machte, zu erraten, dass sie wohl in Erinnerungen versunken war. Und ähnlich wie bei Büchern oder ihren Tagträumereien vergaß sie für den Moment die Welt um sich herum, zu beschäftigten mit ihren eigenen Gedanken, um ihrer Umwelt noch sonderlich viel Aufmerksamkeit zu widmen.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptyDo 28 Jul 2016 - 16:41

Jareth wurde von einer Minute zur anderen reglos, als ihm der melancholische Gesichtsausdruck auf Sashas Gesicht auffiel. Der gefiel ihm gar nicht, er ließ ihr sonst eher strahlendes Gesicht aussehen wie eine dahin welkende Rose. Hätte er gewusst, dass so traurige Erinnerung, wie dieser Blick vermuten ließen, damit verbunden waren, hätte er sich die Frage gespart. Für ihn war es eine eher unbefangene Frage gewesen, die er im umgekehrten Fall bedenkenlos beantwortet hätte.

Es gab zwar einige Frauen, auf die er zurückblicken konnte -er war da nicht so der Typ, der sich festlegte- aber nichtsdestotrotz hätte er für die Mehrzahl dieser Frauen eingestanden. Er war sehr wählerisch was Körperprivilegien betraf, doch diejenigen, denen er welche zugestand, standen ihm nahe genug um sie notfalls zu beschützen.

Nachdenklich äugte er zu Sasha hinüber, deren Blick noch in weiter Ferne gerichtet schien. Er wusste nicht, ob es besser war sie zurück in die Gegenwart zurückzuholen oder ihr die Reise in die Vergangenheit zu gestatten. Nun, spätestens wenn Tränen flossen wäre für ihn Schicht im Schacht. Mit Tränen konnte er gar nichts anfangen.

"Ich hätte das nicht fragen sollen.", gestand er sich zerknirscht ein. "Manchmal frage ich ohne nachzudenken." ...und ohne die Privatsphäre anderer zu beachten, fügte er in Gedanken hinzu. Gleichzeitig fragte er sich, was das für einen Mann gewesen war, den sie beschützt hat. Die Geschichte scheint jedenfalls nicht gut ausgegangen zu sein. Bedauerte sie es? Hatte sie den Mann verloren? Auf der Reise in die Staaten vielleicht? Doch er behielt diese Gedankengänge für sich, denn selbst ihm war klar, dass ihm Nachfragen in dieser Sache nicht zustanden.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptyDo 28 Jul 2016 - 17:25

Die Stimme von Jareth riss sie aus ihren Gedanken, wobei sie kurz ein bisschen zusammen zuckte. Einen Moment lang wirkten ihre seegrünen Augen fast ein bisschen zu groß für ihr Gesicht voller Sommersprossen, liessen sie noch jünger - und verletzlicher wirken. Dann allerdings lächelte sie bereits wieder, auch wenn das Lächeln noch immer etwas verloren auf ihrem Gesicht wirkte, während sie abwehrend ihre Hände hob und den Kopf schüttelte. "Nein, alles gut! Sasha denken an Russland. An Heimat." Sie hob ihre Schultern kurz hilflos. Sie wusste nicht, wie sie es besser umschreiben konnte im Grunde war es auch ein bisschen Heimweh, aber nicht nur. Und ein bisschen ihre Träume, irgendwann ein anderes Leben zu haben... und nicht zuletzt war sie erneut an das dunkle, leere nichts ihrer Amnesie gestoßen. Immer wieder hatte sie das Gefühl, dass da etwas war, etwas wichtiges, an das sie sich erinnern sollte - aber je mehr sie es versuchte, umso drängender würde das Gefühl und sie bekam Kopfweh davon. Also ignorierte sie es so oft und so gut es ging und gab sich Mühe dabei, einfach nach vorne zu blicken und das beste daraus zu machen. Frei nach dem Motto: Ist der Kopf ab, weint man nicht um die Haare. Und ihr gelang es ja auch immerhin auch ganz gut, zumindest die meiste Zeit.

"Nicht machen so trübes Gesicht!", schimpfte sie und piekste ihn leicht in seine Brust. Wobei sie ihren Finger genauso gut gegen eine Wand hätte drücken können, die hätte womöglich noch mehr nach gegeben. Aber darum ging es ja nicht, sondern mehr ums Prinzip! "Sasha auch oft fragen und reden ohne denken nach. Und reden oft in Probleme. Sasha nicht nehmen krumm und Jareth nicht müssen entschuldigen." Dieses Lächeln gelang ihr bereits wieder besser, und ungeachtet ihres Gesichtsausdruckes wenige Momente zuvor, hatte sie offensichtlich nichts an ihrer ursprünglichen Fröhlichkeit eingebüßt. "Nicht müssen denken viel über Aussehen. Sasha Gesicht wie Buch mit Bildern. Egal was denken und fühlen, man sehen wie geschrieben auf Tafel. Große Tafel!", erklärte sie umständlich, womit sie meinte, dass ihr quasi jeder Gedanken auf die Stirn geschrieben stand und man in ihr lesen konnte, wie in einem offenen Buch. Sie hatte dieses Gesicht, diese Eigenart schon viel zu lange und trotz einiger versuche, irgendwie daran zu arbeiten, hatte sie es nicht ändern können. Und sie hatte es wirklich versucht, weil sie diese Eigenart schon ein paar Mal in Schwierigkeiten gebracht hatte, gerade in ihrem Beruf. Aber was sollte sie tun? Das war letztendlich eben einfach sie. Und sie akzeptierte es.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptyDo 28 Jul 2016 - 18:06

An Sashas Gesicht konnte er genau verfolgen, wie sie langsam in die Realität zurückkehrte von wo-auch-immer-sie-gedanklich-gewesen-war. Sie lächelte wieder und Jareth beruhigte sich. Sashas Lächeln konnte man zumindest trauen. Sie versicherte ihm, dass sie nur an ihre Heimat gedacht hatte. Nun, das erklärte zumindest die Wehmut in ihrem Blick.

Zu seiner Überraschung piekste sie ihn gegen die Brust, was genauso effektiv war, als wenn sie ihn angepustet hätte. Er schaute erst auf die Stelle, an der ihr Finger ihn berührt hatte und dann in ihr Gesicht, das ihn mit gespieltem Ärger tadelte, weil er sie so trübsinnig angesehen hatte. Dann grinste er breit, weil Sasha ihn so offenkundig neckte und er freute sich, dass sie ihm die Frage nicht übel nahm. Sie sprach zudem genau das aus, was er zuvor schon mehrfach festgestellt hatte: Das in ihrem Gesicht zu lesen war, wie in einem offenen Buch.

"Ich finde das gut.", entgegnete er ehrlich und sah sie mit einem ebenso offenem Gesicht an, damit sie merkte, wie ernst er das meinte. "Wie gesagt, so ist es mir lieber. Leuten, die sich zu viel verstecken, traue ich nicht. Man weiß einfach nicht, woran man ist."

Dann jedoch runzelte er besorgt die Stirn, als er darüber nachdachte wie gefährlich es sein kann, andere Menschen...hinter die eigenen Karten blicken zu lassen. So hatte Juan das mal formuliert und Jareth fand die Metapher ganz passend, auch wenn er mit diesem Stilmittel nicht viel anfangen konnte. "Ich hoffe nur, du gibst Acht, nicht den falschen Leuten so vorbehaltlos zu begegnen. Es gibt viele schlechte Menschen, die das ausnutzen würden, um sich einen Vorteil davon zu sichern." Dann wurde sein Gesichtsausdruck hart und unnachgiebig. "Wenn dir jemand weh tut, breche ich ihm das Genick."
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptyDo 28 Jul 2016 - 18:52

Sasha mochte das breite Grinsen im Gesicht des Schrankmenschen. Es war ehrlich, offen - und ein bisschen wild. es hatte etwas von einem Raubtier. Einem Wolf vielleicht. Oder einem Bär. Oder einer großen Wildkatze. Sasha nickte, ja, sie mochte es auch lieber, wenn sie wusste, woran sie war. Aber sie war auch so nicht so schlecht darin, Menschen ein zu schätzen, selbst, wenn ihr Gesicht nicht so ein offenes Buch war, wie ihr eigenes. Wobei sie auch nicht grundsätzlich misstrauisch war. Das entsprach einfach nicht ihrer Art. Vorsichtig, wenn sie das Gefühl hatte, irgendetwas stimmte nicht, das schon, aber nicht grundsätzlich misstrauisch.

Sie konnte sehen, wie ihm scheinbar noch ein anderer Gedanke kam, ehe er erklärte, dass es sicher Menschen gab, sie ihre Gutherzigkeit ausnutzen würden und sie vorsichtig sein musste. Sie wollte etwas dazu sagen, doch dann sagte er etwas, das dafür sorgte, dass Sasha erneut ihre Augen aufriss und ihren Mund in einem stummen 'oh' öffnete. "Nein!", erklärte sie beinahe schockiert. Gewalt war ihr zuwider und der Gedanke, dass Jemand verletzt wurde, nur, weil er mal gemein zu ihr war oder sie etwas ausnutzte, erschreckte sie zutiefst. "Sasha nicht mögen Gewalt. Sasha geben gerne alles. Sasha geben gerne und viel. Nicht finden schlimm zu teilen. Sasha gerne werden ausgenutzt, für Sasha weh tun nicht Grund für brechen Genick!" Es mochte Dinge geben, Situationen, in welchen sie Gewalt auch Gerechtfertigt fand. Es war okay, sich zu verteidigen. Und wenn Jemand Kinder misshandelte oder andere schlimme Dinge tat, dann wollte sie auch am liebsten, dass man diesen Leuten schrecklich weh tat, aber das waren Ausnahmen.

Sie senkte den Kopf, wobei ihr Blick auf ihr verletztes Handgelenk fiel. Auch das war so sinnlose, dumme Gewalt gewesen. Aber wurde es besser, wenn man es mit sinnloser, dummer Gewalt erwiderte? Sicherlich nicht. Zumal es auch Gründe gab. Leute kamen nicht so auf die Welt. Menschen wurden so gemacht. Und sie wollte gar nicht wissen, wie viele schlimme Dinge man jemandem antun musste, damit er auf Kleinigkeiten mit so viel Brutalität reagierte. Es machte es nicht okay, nein, die blonde Frau hatte sich ganz und gar falsch und abscheulich verhalten - aber davon, dass man ebenfalls gewalttätig wurde, würde es nie besser werden. Es würde nur immer weiter gehen und immer schlimmer werden. Nein, das war definitiv keine Lösung. Allerdings hatten ihr schon viele Leute vorgeworfen, sie hätte ein viel zu weiches Herz.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptyDo 28 Jul 2016 - 20:24

Mit seinem Versprechen, demjenigen das Genick zu brechen, der es wagte Sashas Gutherzigkeit auszunutzen, schien Sasha ziemlich zu schockieren. Er musste sich ins Gedächtnis rufen, dass ein so zartes Gemüt wie sie es besaß, nicht mit Gewalt zurecht kam, am wenigstens wenn Rache das Motiv dafür war. Trotzig schob Jareth das Kinn vor, wie ein kleiner Junge, der nicht einsah, wieso er nicht zurückschubsen durfte. Dann gab er ein unwilliges Knurren von sich, das so gar nicht menschlich klang.

"Was soll man denn stattdessen mit so einem Wichser machen? Ihn mit einem 'Du, du, du' ermahnen und dann noch den Kopf tätscheln, weil er es nicht besser weiß?", wollte er aufgebracht wissen, wobei er versuchte um Sashas Willen seine Aggressionen zu unterdrücken. Er wollte sie nicht verschrecken, aber gleichzeitig auch nicht so tun, als würde er eine Alternative gut heißen. "Solchen Menschen muss man die Grenzen spürbar machen. Worte erreichen gar nichts."

Sasha versicherte ihm daraufhin, dass sie viel zu geben habe und es nicht schlimm fände ausgenutzt zu werden. An diesem Punkt sah er sie an, als ob sie wahnsinnig geworden wäre. Sollte das ein Scherz sein? Jareths Mund ging mehrfach auf und zu, während er überlegte, was zum Teufel er darauf nur antworten sollte. "Du... aber... wieso? Das kannst du unmöglich ernst meinen. Weißt du nicht wozu solche Menschen fähig sind? Sie können dir alles nehmen, was du hast!" Sein Gesicht verfinsterte sich erneut. "Die Güter anderer Menschen auszunutzen ist ein Verbrechen und Verbrecher gehören bestraft. Das Recht auf Fairness haben sie in dem Moment verspielt, in dem sie sich an Schwächeren vergriffen haben." Ob Sasha das nun gut heißen mochte oder nicht, sein Versprechen würde er wahr machen.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptyDo 28 Jul 2016 - 21:37

Jareth schienen Sashas Worte überhaupt nicht zu passen, was sich daran erkennbar machte, dass sich seine Kiefermuskulatur anspannte, ehe er ein ziemlich bedrohliches Knurren von sich gab - das dafür sorgte, dass Sasha, statt in die Defensive zu gehen, wie man es wohl vermutet hätte, ebenfalls die Schultern straffte, das Gesicht hob und trotzig ihr Kinn vorschob - ihm bereits jetzt schon nonverbal die Stirn bot und sich darauf gefasst machte, dass der Schrankmensch seinem Unmut Luft machen würde. Es ärgerte sie, dass er Worten so wenig Macht beimaß, immerhin waren Worte doch sehr mächtig - und sie würde immer versuchen, Konflikte erst einmal verbal zu lösen, weil Gewalt einfach keine praktikable Lösung war! Zumindest nicht pauschal.

"Sasha wissen gut, wozu Menschen fähig! Sasha nicht dumm. Sasha nicht naiv. Und Sasha nicht blind. Sasha sehen viel Leid. Jareth wollen wissen Wahrheit? Sasha aufgewachsen in illegal Bordell in Moskau. Sasha kennen dunkle Gassen. Armut. Gewalt. Brutalität. Sasha kennen gut. Welt voll mit Gewalt. Voll mit Hass. Voll mit Zorn! Nicht ewig können leben mit Auge gegen Auge, Zahn gegen Zahn. Nicht immer Antwort auf Gewalt sein Gewalt! Jemand immer schlagen, schlagen, schlagen. Immer Gewalt. Immer Hass. Irgendwann selbst Herz voll von Hass. Irgendwann selbst voll von Gewalt. Kreis nicht enden, immer nur Gewalt gegen Gewalt. Wie werden besser? Nie!" Sie war aufgestanden und stand nun vor ihm, während sie wild gestikulierte, um die Worte zu unterstreichen, die nur mühsam über ihre Lippen kamen, eckig und noch schwerer zu verstehen, weil sie so aufgebracht war.

"Manchmal alles brauchen kleine Chance und gutes Herz. Manchmal nur brauchen gute Tat für ändern Leben. Mädchen tun Sasha weh. Grundlos, sinnlos brutal. So hässlich. Sasha nicht verstehen, wie können Mensch sein so hässlich zu andere Mensch. Doch Sasha nicht besser für wünschen Schmerz zu Mädchen. Nein! Sasha reden. Sagen: Nicht in Ordnung sein hässlich. Nicht verstehen. Vielleicht ändern. Vielleicht nicht. Aber Sasha zumindest versuchen! Denn nie werden besser für antworten Gewalt auf Gewalt! Und Sasha gerne nehmen Schmerzen an, reden, hoffen auf Ändern. Niemals kennen Grund für Gewalt. Niemals wissen, ob können helfen statt verurteilen!"

Oh wie sehr Sasha sich wünschte, sie könne besser Englisch - oder sie könne einfach Russisch sprechen. Ihre Worte waren so eckig und sie wusste, dass sie kaum ausdrücken konnte, was sie eigentlich wirklich sagen wollte. Wie sollte er verstehen, was sie meinte, wenn man kaum verstand, was sie sagte? Unwirsch fluchte sie auf Russisch ein paar Dinge vor sich hin, deren Tonfall eine Übersetzung nahezu überflüssig machte. Irgendwann würde sie besser Englisch sprechen, und dann würde sie ihm all diese Dinge nochmal sagen! Jetzt zumindest stand sie vor ihm, zu ihrer vollen Größe aufgebaut, während sie vor Aufregung rote Fecken im Gesicht hatte. Sie war nicht wirklich sauer auf ihn, aber sie war eben in vielen Dingen eine leidenschaftliche Frau.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptyDo 28 Jul 2016 - 22:26

Jareths unterdrückter Aggression zum Trotz, besaß Sasha genug Rückgrat, um mit ihrer gesamten Körperhaltung auszudrücken, dass sie seine Haltung nicht unterstützte. Die Art und Weise, wie sie entschieden das Kinn vorreckte, nicht willens sich unterkriegen zu lassen, flößte ihm Respekt ein. Und im nächsten Moment hagelte es Sätze, die schwerer als sonst zu verstehen waren, weil sie mit so viel Leidenschaft und Inbrust vorgetragen werden. Es war nicht leicht, sich auf ihren energischen Tonfall und die eckigen Wörter gleichzeitig zu konzentrieren.

Aus dem Grund begriff er erst mit leichter Verspätung die Bedeutung ihrer Worte; was sie ihm eigentlich gerade erzählte. Aber so richtig sprachlos wurde er erst, als sie ihm berichtete, in welchem Milieu sie aufgewachsen ist. Verdammt nochmal, darauf wäre er nie gekommen! Und er bedauerte es, dass sie bereits in jungen Jahren solche Erfahrungen machen musste. Aber umso mehr erstaunte es ihn, dass sie trotzdem ihren Glauben an das Gute im Menschen nicht verloren hat.

Inzwischen war sie aufgesprungen und gestikulierte wild mit den Händen, wie um ihren Worten Nachdruck zu verleihen. Währenddessen blieb er auf der Bank sitzen und hörte schweigend zu, darauf konzentriert ihre stockenden Worte zu verstehen und sich gleichzeitig noch seinen Teil dazu denken. Ihre Worten sollten ihn vermutlich dazu bringen ihre Haltung zu verstehen, aber je mehr sie von der Szene erzählte, in der sie aufgewachsen ist, desto unbegreiflicher ist ihm ihre liberale Haltung.

Er will etwas sagen, doch Sasha ist noch lange nicht am Ende angekommen und so schloss er den Mund wieder, den er zum Sprechen geöffnet hatte. Jareth ließ sie ausreden, denn scheinbar hatte sie einiges zu dem Thema zu sagen. Am Ende, als sie auf russisch fluchte wie ein Kesselflicker, musste er sogar ein Grinsen unterdrücken. Da deftiges Fluchen sehr untypisch für sie zu sein schien, war dieses Verhalten umso amüsanter. Doch trotz der aufkommenden Erheiterung, lachte er nicht.

"Setz' dich, Sasha-Schätzchen", sagte er schließlich, nachdem sie endgültig verstummte, und klopfte neben sich auf die Bank. Als sie Platz genommen hatte, überlegte er, wie er das, was er sagen wollte, am besten in Worte kleidete. Ihm war bewusst, dass sie sich nicht würden einigen können. Nicht heute, nicht morgen. Denn nicht nur sie war durch ihr besonderes Milieu geprägt worden. "Ich denke, ich habe dich unterschätzt. Du hast in der Tat mehr von Gewalt zwischen Menschen erlebt, als ich dir zugetraut hätte. Aber..."

Jareth machte eine Pause und dachte kurz an die Zweikämpfe im Zirkus, die er täglich miterlebt hatte. Ein Haufen vertriebener Gestaltwandler, die aus allen Ecken der Welt kamen und vom Leben ziemlich enttäuscht wurden, konnten nicht gerade mit Frieden und Einigkeit prahlen. Und obwohl sie im Großen und Ganzen zusammen gehalten und sich gegen alle anderen verschworen hatten, hatte es dennoch viele Meinungsverschiedenheiten gegeben. Da hatte es niemand vom Sockel gehauen, wenn zwei Streitende sich plötzlich verwandelten, um Dampf abzulassen. Das war manchmal sogar gesünder als den Frust in sich aufstauen zu lassen. " Der Punkt ist: Wir sind in unterschiedlichen Welten großgeworden. In meiner Welt war Gewalt ein akzeptables Mittel um seinen Standpunkt zu verdeutlichen und das hat niemand angezweifelt. Oder besser gesagt: Es gab keinen Grund, es anzuzweifeln, denn der Erfolg sprach für sich. Und manchmal... manchmal sind die Menschen so jenseits jeder Vernunft, dass sie... Worten nicht mehr zugänglich sind."

Angespannt fuhr er sich durch die Haare. Er suchte nach einem Weg noch deutlicher aufzuzeigen, weshalb Gewalt für ihn einen anderen Stellenwert hatte als für sie. Doch es war schwer dies einem Menschen begreiflich zu machen, der vermutlich keine Ahnung von Gestaltwandlern und noch viel weniger von seinem Lebensweg hatte. "Sieh dir die Tiere an. Auch dort wird Gewalt eingesetzt, um Konflikte zu lösen und niemand zweifelt das an. Zum Teufel, es gibt sogar eine Affenart, die Sex benutzt, um Konflikte zu beiseitigen! Es ist eine natürliche Kraft, die da wirkt. Ich glaube sogar daran, dass es in der Natur des Menschen liegt, ebenso wie in der von Tiere. "

Jareth spürte, dass er sie wohl nicht wirklich beeindrucken konnte mit diesen Worten. Also hob er abwehrend die Hände, um ihrem Widerspruch ein wenig zuvor zu kommen. "Aber so bin ich aufgewachsen, das ist meine Ansicht. Und wenn es dir dann besser geht, werde ich demjenigen nur ein bisschen das Genick brechen", schlug er schief grinsend vor, während er das 'bisschen' unterstrich, in dem er einen winzigen Abstand zwischen Daumen und Zeigefinger andeutete.
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptyDo 28 Jul 2016 - 22:50

Sasha atmete tief durch und kam der Aufforderung nach, sich wieder neben den großen Mann auf die Bank zu setzen, sich vornehmend, ihm genauso geduldig zu zu hören, wie er es bei ihr getan hatte. Von dem, was er erzählte und wie er es erzählte, schloss Sasha instinktiv darauf, dass er vermutlich in irgendeinem Slum oder Ghetto groß geworden war, wo man bereits früh eine Hack- und Rangordnung untereinander festlegte - mit Prügeleien. Und tatsächlich konnte sie seine Argumente ein wenig nachvollziehen, wobei sie sich nicht sicher war, wie sie ihm mit ihren beschränkten Sprachkenntnissen das klar machen sollte, was sie als einen Unterschied wahr nahm. Allerdings hörte sie ohnehin weiter zu, bis er das ganze mit einem Satz auflockerte - dass er eben nur 'ein bisschen das Genick brechen' würde. Schimpfend schlug sie auf seinen Oberarm. "Nicht machen Witze über brechen Menschen Genick!", tadelte sie ihn, doch ihr Tonfall war schon nicht mehr ganz so aufgebracht.

Dann atmete sie tief durch. "Sasha denken verstehen. Und nicht immer falsch und schlecht für... uh... Rangordnung. Besonders bei Jungen vielleicht uhm... normal zu prügeln manchmal. Männer sauer. Prügeln. Trinken Vodka. Alles gut. Sasha finden ok. Und wenn Mensch böse und grausam. Weh tun Kinder und schlimme Dinge, sicherlich müssen setzen Grenzen. So Gewalt nicht lösen mit Reden. Aber dazwischen viel... Raum. Raum mit Entscheiden einzeln. Und Sasha nicht wollen glauben dass Gewalt Lösung immer. Sasha denken, Beispiel, bei blonde Mädchen viel mehr erreichen mit Reden, nicht mit schlagen zurück. Wie können machen deutlich: Nicht in Ordnung ausnutzen Macht gegen Schwächere für durchsetzen Wille, wenn selber nutzen Gewalt für durchsetzen Wille? Wie klar machen Sinnlos Grausam nicht gut, wenn selbst sinnlos grausam? Ra... Re... uh Sasha vergessen Namen, aber verstehen?"

Sie gab sich viel Mühe, ihren Standpunkt deutlich zu machen, wobei sie nicht verhindern konnte, dass sie erneut gestikulierte, wenn auch nicht so hektisch, wie zuvor. Sie wollte nur, dass er ihren Standpunkt einfach verstand, und vor allen Dingen hatte sie entschieden was dagegen, dass er Leuten das Genick brach, nur, weil sie ein bisschen gemein zu ihr waren! Sie hatte eine dicke haut, sie konnte damit umgehen. Sie war nicht so zerbrechlich oder verletzlich, dass man sie vor allem Unbill dieser Welt beschützen musste!
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BeitragThema: Re: Sapphire Alley   Sapphire Alley - Seite 5 EmptyDo 28 Jul 2016 - 23:35

Als geborener Pazifist (...nicht) bot Jareth ihr scherzhaft an, demjenigen, der ihr schaden würde, das Genick nur ein bisschen zu brechen. Jareth kam sich deswegen schon sehr entgegenkommend vor, doch so wirklich schlug das Angebot nicht an. Schimpfend strafte sie ihn mit einem Schlag gegen den Oberarm, den er lachend zur Kenntnis kam. Aus einem Impuls heraus hätte er sich gerne an ihr gerieben, aber vermutlich kam das nicht besonders gut an, deswegen ließ er es bleiben.

"Tun wir einfach mal so, als hätte ich nur einen Witz gemacht", erwiderte er trocken und hob eine amüsierte Augenbraue. Er spürte bereits, dass sich ihr temperamentvolles Gemüt ein wenig beruhigt hatte und spätestens ihre nachfolgenden Worte unterstützten diesen flüchtigen Eindruck. Zu seinem Erstaunen kam sie entgegen und gab zu, dass der körperliche Einsatz bei Meinungsverschiedenheiten unter Jungen vielleicht ganz normal ist. An dieser Stelle nickte er bekräftigend.

Im Gegensatz musste er zugeben, dass an ihren Worte etwas Wahres dran war. Auch wenn die Ausübung körperlicher Gewalt sein naheliegendstes Mittel zur Konfliktbewältigung darstellte, so war er bereit einzusehen, dass in manchen Situationen Reden auch einiges bewirken konnte. Da Sasha es schon angeführt hat, dachte er an ihren Konflikt mit dieser anderen Frau. Er wusste nicht, ob er wirklich gewollt hätte, dass Sasha sich in eine Prügelei verwickeln ließ. In dieser Situation schien Reden jedenfalls angebrachter gewesen zu sein.

Eine Sache schießt ihm bei ihren Worten noch durch den Kopf: Für ihn waren Gewalteinsatz und Grausamkeit etwas völlig anderes. Denn bei aller Gewalt, die er schon gegen andere eingesetzt hatte, war er nie grausam gewesen. Es war nie darum gegangen den anderen Leiden zu lassen, sondern nur darum die Rangordnung festzulegen. "An der Grausamkeit verläuft die Grenze zwischen richtig und falsch. Wenn man erstmal so weit ist, andere leiden zu lassen, ist man definitiv auf dem falschen Weg", sinnierte er mit monotoner Stimme, das Bild von Cole vor seinem geistigen Augen sehen. Er hatte die Grenze damals überschritten ohne es zu merken.

Sasha suchte wieder nach einem Wort. Jareth runzelte die Stirn, rätselte welches Wort ihr fehlte. Erst dachte er, es ginge wieder um seinen Namen, doch im Kontext ihres Gesprächs könnte sie auch etwas anderes meinen. "Meinst du Rache?", fragte er. Die Art und Weise wie sie ruhelos mit ihren Händen gestikulierte, fand er sehr süß, doch er hütete sich davor, irgendetwas in dieser Richtung anzudeuten. Stattdessen zog er es vor ein wenig zu spielen und schnappte leicht nach ihren Fingern.

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